Die Ungeduld in Person

Ich bin gerade dabei einer älteren Kundin ihre bestellten Medikamente zu geben, da stürmt eine andere Frau heran. Sie bleibt in etwa einem haben Meter Entfernung von uns stehen – dabei zeigt sie alle Zeichen der Ungeduld. Dass sie nicht noch anfängt von einem Bein aufs andere zu springen ist ein Wunder.

Meine Kundin hat noch die eine oder andere Frage, da stürmt die Frau wieder los, schnappt sich aus dem Regal das Produkt und schmeisst es mir auf die Theke: „Scannen sie das, ich will zahlen!“

Pharmama: „Entschuldigen Sie, aber wie sie sehen können, bin ich gerade an dieser Frau. Sie kommen gleich nachher dran.“

Meine Kundin verdreht in meine Richtung die Augen, lächelt aber fröhlich und sagt: „Ich glaube ich schaue nach, ob sie mir auch alles eingepackt haben.“  …Was sie vorher schon hat  … :-)

Frau: „Hmmmpff.“

Meine Kundin (während sie das in Ruhe tut): „Wissen sie gute Frau, es dreht sich nicht alles nur darum, was sie wollen.“

Und zu mir: Sie dürfen das nicht sagen, aber ich schon.“

Cool.

Ummm, fein: Papier

Der Vater kommt in die Apotheke um ein Calcium-Präparat für seinen kleinen Sohn zu holen, der (O-Ton):  „nicht genug bekommt in seiner Diät“.

Die Apothekerin fragt ihn, was er denn so isst. Sie meint eigentlich Milch, Käse, Mineralwasser … alles, was so Calcium enthält.

Antwortet der Vater: „Papier.“

Pica ist eine Krankheit, wo der Patient nicht verwertbares isst, z.B. Papier oder Erde etc. Eine der Theorien der Ursachen ist, dass dann ein Mineral fehlt, wobei ich dachte eigentlich Eisen, nicht unbedingt Calcium?

Die bisher kürzeste Beratung für die Pille danach

Kürzeste Beratung für die Pille danach. „Sie“ redet französisch und ich frage mich auf dem Weg in den Beratungsraum schon, ob ich durch die Fragen durchkomme – mein Französisch ist „so lala“, aber ich verstehe besser als ich rede.

Die erste Frage: „Ist es für sie selbst?“

Kundin: „Nein, für meine Kollegin.“

Und dann kann ich mein Zeug wieder zusammen packen: Die Kollegin muss selbst herkommen.

Lassen Sie mich das wiederholen (12)

Lassen Sie mich das wiederholen … Sie fragen also bei mir an, ob wir eine Stelle offen hätten für Sie als Pharma-assistentin und das, obwohl A) ich weiss, dass sie regelmässig Beruhigungsmittel und Antidepressiva nehmen (damit könnte ich noch leben) und B) ich selbst Sie schon einmal erwischt habe, wie Sie ein Rezept verfälscht haben indem Sie die Anzahl Tabletten erhöht haben –was ich keine gute Voraussetzung für eine Angestellte unsere Apotheke finde.

Oookeeeee …. Nein.

Bisherige „Lassen Sie mich das wiederholen“ 1-11

Und woran ist ihr letzter Sklave gestorben?

Kundin in der Apotheke:

„Haben sie mir eine Liste aller Medikamente die es gibt?“

Uh, nein. Aber sie können ja damit anfangen, indem sie in eine Buchhandlung gehen und dort nach dem „Kompendium“ fragen – da sind zumindest die in der Schweiz zugelassenen drin. Für Deutschland wäre das wohl die „rote Liste“, für die anderen Länder müssten sie anfragen …

Was ich mich schon gefragt habe

Wie oft ist es eigentlich anständig „Was?“ zu sagen, bevor man nur noch nickt und lächelt, weil man immer noch nicht gehört oder auch nur ein Wort verstanden hat von dem was gesagt wurde?

Wir haben so eine Kundin, die einem nach einem Einkauf immer … irgendetwas erzählt. Bruchstückhaft habe ich schon mitbekommen, dass es um ihren Mann, Sohn, die Regierung, Ferien, das Alter, die Preise und die Nachbarin geht, aber … was genau hat sie jetzt wieder gesagt?