Die bisher kürzeste Beratung für die Pille danach

Kürzeste Beratung für die Pille danach. „Sie“ redet französisch und ich frage mich auf dem Weg in den Beratungsraum schon, ob ich durch die Fragen durchkomme – mein Französisch ist „so lala“, aber ich verstehe besser als ich rede.

Die erste Frage: „Ist es für sie selbst?“

Kundin: „Nein, für meine Kollegin.“

Und dann kann ich mein Zeug wieder zusammen packen: Die Kollegin muss selbst herkommen.

Lassen Sie mich das wiederholen (12)

Lassen Sie mich das wiederholen … Sie fragen also bei mir an, ob wir eine Stelle offen hätten für Sie als Pharma-assistentin und das, obwohl A) ich weiss, dass sie regelmässig Beruhigungsmittel und Antidepressiva nehmen (damit könnte ich noch leben) und B) ich selbst Sie schon einmal erwischt habe, wie Sie ein Rezept verfälscht haben indem Sie die Anzahl Tabletten erhöht haben –was ich keine gute Voraussetzung für eine Angestellte unsere Apotheke finde.

Oookeeeee …. Nein.

Bisherige „Lassen Sie mich das wiederholen“ 1-11

Und woran ist ihr letzter Sklave gestorben?

Kundin in der Apotheke:

„Haben sie mir eine Liste aller Medikamente die es gibt?“

Uh, nein. Aber sie können ja damit anfangen, indem sie in eine Buchhandlung gehen und dort nach dem „Kompendium“ fragen – da sind zumindest die in der Schweiz zugelassenen drin. Für Deutschland wäre das wohl die „rote Liste“, für die anderen Länder müssten sie anfragen …

Was ich mich schon gefragt habe

Wie oft ist es eigentlich anständig „Was?“ zu sagen, bevor man nur noch nickt und lächelt, weil man immer noch nicht gehört oder auch nur ein Wort verstanden hat von dem was gesagt wurde?

Wir haben so eine Kundin, die einem nach einem Einkauf immer … irgendetwas erzählt. Bruchstückhaft habe ich schon mitbekommen, dass es um ihren Mann, Sohn, die Regierung, Ferien, das Alter, die Preise und die Nachbarin geht, aber … was genau hat sie jetzt wieder gesagt?

Von abgefallenen Stücken …

Erinnert ihr Euch noch an die Person mit der abgeschnittenen Fingerbeere ?

Gestern hatte ich tatsächlich nochmal so jemanden. Im Gegensatz zu der oben war allerdings schon einige Zeit vergangen seit dem Vorfall – sie meinte, es sei beim Kochen des Nachtessens am Vortag passiert – offenbar ist „kochen“ eine überaus gefährliche Beschäftigung.

Auch sie hat das Stück abgewaschen und einfach wieder rangepappt. Sie wollte wissen, wie sie das am besten verbindet.

Ich habe dann gefragt, ob ich mir den Finger mal ansehen darf – ich durfte.

Es war, wie vermutet: das abgeschnittene Teil klebte wegen dem Blut wohl noch dran, war aber, als ich vorsichtig etwas gereinigt habe deutlich weiss und selbst nicht mehr durchblutet. Fürs Nähen und irgendwelche anderen Reparaturen war es jedenfalls zu spät.

Ich habe ihr dann gesagt, dass sie das Stück wohl verliert, ich es jetzt aber nicht abreissen will. Ich denke, das löst sich demnächst sowieso selbst. Zum Glück handelte es sich nicht um ein grosses Stück, an der tiefsten Stelle vielleicht 1.2 mm tief.

… und jetzt warte ich gespannt auf Nummer Drei – denn so Sachen kommen immer im Dreierpack.

Ich muss nicht alles wissen, oder?

Beim Thema Abführmittel ist mir der wieder eingefallen:
Manche Leute sind schon sehr obsessiv, wenn es um ihren Stuhlgang geht.

Telefon.

Die Pharmaassistentin geht ran, hört einen Moment zu, dann sagt sie (wobei sie mir eine Grimasse schneidet): „Moment, ich hole die Apothekerin.“

Also gehe ich ran:

Was die Frau am Telefon mir erzählt (lang und breit): Sie hat also 2 Schachteln Pralinen gegessen – und jetzt musste sie auf die Toilette und ihr … Stuhlgang war 15 cm lang! (Ja, sie hat ihn offenbar sogar gemessen) Was sie machen soll?

Ausser ihrem Stuhlgang hat sie keine medizinischen Probleme, also rate ich ihr einfach genug zu trinken und abzuwarten.

Sie ruft später noch 2x an … das erste Mal um zu sagen, der Stuhlgang sei eher 17 cm als 15… und das zweite Mal, dass er noch einen 8 cm Nachfolger hatte …

Ehrlich. Muss ich das wissen?

Und für’s nächste Mal: vielleicht nicht soooviel Schokolade aufs Mal futtern?