Alternative … oder besser Neuartige Methode zum Fiebersenken?

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gefunden auf 9gag.com

Also: das Kind bekommt Fieber (103 Grad Fahrenheit sind etwa 39.5 grad Celsius) … und dem Papa fällt nichts besseres ein, um das Fieber zu senken, als die Tochter an das Kühlsystem und ein paar Kühlkörper vom Computer zu hängen. Paracetamol hatte er offenbar nicht im Haus.

Okay … funktioniert vielleicht auch, aber … warum nicht mit kalten Umschlägen und Essigsöckchen arbeiten? Wasser, Essig und Tücher sind in so ziemlich jedem Haushalt vorhanden, das ist sicher nicht so aufwändig zu installieren und macht auch nicht weh, wenn man versehentlich draufliegt :-) …

Aber natürlich bin ich nicht ganz so ein Computergeek (auch wenn mein Kuschelbär was anderes behauptet).

Ich halte den Artikel ja für eine Ente … auch wenn nicht ausgeschlossen ist, dass das tatsächlich mal jemand probiert hat ….

Mundraub!

„Selber essen macht feiss!“

… Sagt die dicke Frau*, die mit der Mutter des Babies redet, beugt sich herab … und nimmt dem Baby den Baby-keks (den halb aufgeweichten) aus der Hand, um ihn sich selber in den Mund zu stopfen!

Das Baby fängt an zu weinen. Die Mutter und ich stehen nur da und uns bleibt der Mund offen stehen.

Ist das jetzt Selbsterkenntnis? Ist das einfach nur frech? Sollte man da irgendetwas sagen?

*Ja, mit einem geschätzten BMI von 35 oder mehr, sage auch ich *dick*.

Arzneimittel für Kinder …

ich bin gerade dabei, mich durch ein anderes Fehlermeldesystem (für Ärzte) durchzuarbeiten: CIRSmedical. Auch gut, leider nicht so übersichtlich.

Dabei bin ich auf diesen Fall gestossen:

Was ist passiert?
Bei einem Hausbesuch in einer nicht-deutschsprachigen Familie mit Säugling fiel auf, dass die Mutter des Säuglings bei dem Kind Salben verwendet, die nicht für Säuglinge zugelassen und sinnvoll sind (Antimykotika, Kortikoidhaltige Externa).
Auf die explizite Nachfrage, warum sie dies verwende, sagte Sie – auf die Packungsbeilage zeigend: Hier steht „Arzneimittel für Kinder“.
Dort stand: „Arzenimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren“ – die Worte unzugänglich und aufbewahren hat die Mutter ganz offensichtlich nicht verstanden.

Was war das Ergebnis?
Das Ergebnis war, die Mittel wurden nicht mehr verwendet – aber die Mutter berichtete, dass alle Ihre Freundinnen, dies so verstehen würden.

Wo sehen Sie Gründe für dieses Ereignis und wie könnte es in Zukunft vermieden werden?
Die Reihenfolge des Textes sollte geändert werden: „Arzneimittel unzugänglich aufbewahren“ würde evtl. ausreichen? oder „Arzenimittel nicht für Kinder! – Unzugänglich aufbewahren“

Ich wäre niemals auf den Gedanken gekommen, könnte mir aber vorstellen, dass dies häufiger geschieht als wir glauben!

Uff. Aber: In der Apotheke haben die wohl auch nicht nachgefragt, ob das für Kinder geht? Und umgekehrt: die Apotheke, für wen die Mittel denn sind? Gut, die Sprachbarriere … aber sowas ist wichtig!

Immer aufmerksam bleiben!

Ein Rezept für Canesten Creme – für ein Baby. Ungewöhnlich, aber nicht unmöglich. Häufiger sehe ich Imazol Cremepaste, wenn es um Pilzinfektionen bei Babies (meist im Windelbereich) geht.

Pharmama: „Wissen Sie, wie sie es anwenden müssen? Der Arzt hat nichts aufgeschrieben.“

Mutter: „Er hat gesagt, es ist für den Mund.“

Pharmama: „Oh, hat es den Pilz im Mund?“

Mutter: „Ja.“

Pharmama: „Dann frage ich besser noch einmal nach.“

Bei Mundsoor benutzt man keine normale Pilzcreme. Daktarin oral ist da das Mittel der Wahl – ein Gel, das auch geschluckt wird.

Ich rufe beim Arzt an. Der entschuldigt sich: er hatte einen unglaublich hektischen Tag und danebengelangt. Wir dürfen das natürlich ändern.

Für die ob des Fehlers erst sehr aufgeregte Mutter war die Welt dann auch wieder in Ordnung, nachdem ich ihr erklärt habe, dass es die Aufgabe des Apothekers ist, noch einmal die Anwendung abzuklären – und das jetzt ganz sicher das richtige ist.

Ich kann mehr als Du denkst! Welt-Down-Syndrom Tag

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Am 21. März ist Welt-Down-Syndrom-Tag und darauf will ich hier aufmerksam machen.

Ein weltweiter Tag für Menschen mit Trisomie 21 – wozu?

  • um einen Moment der Solidarität zu leben
  • um sich Zeit zum Kennenlernen zu nehmen
  • um zu verstehen und Ängste abzubauen
  • um dem Anderssein Aufmerksamkeit zu schenken
  • um sich einen Moment des Nachdenkens über die eigene Rolle und die der Gesellschaft zu gönnen, sich Zeit zum gemeinsamen Handeln zu nehmen

Das Poster hat für mich noch eine spezielle Bedeutung, kenne ich doch den … ich muss jetzt wohl sagen ‚jungen Mann‘ auf dem Rasenmäher – ein Kind ist er schon lange nicht mehr. Ich hatte das Vergnügen vor einigen (einigen!) Jahren ihn und seinen Bruder zu hüten. Ich könnte mir auch heute kaum ein lieberes Kind vorstellen und bin Dankbar, dass ich meine – zugegebenermassen nicht grossen Kenntnisse in Punkto Kinder hüten an ihm und seinem jüngeren Bruder anbringen durfte. Und ich habe auch ein paar Sachen gelernt, dabei. Ja, er sieht etwas anders aus- und er brauchte ein bisschen länger für manches, aber – was soll’s? Er ist eine Persönlichkeit – und als solche soll er auch behandelt zu werden.

Das Poster stammt von der Seite tri21.ch – mit freundlicher Genehmigung (Hallo H.!)

Drugdealer …

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gefunden auf  fmylife.com

Today, I received a phonecall from my son’s school. Apparently, for the past week he has been telling everyone ‚mummy works as a drug dealer.‘ I am a pharmacist. FML

Heute habe ich einen Anruf von der Schule meines Sohnes erhalten. Offenbar hat er während der letzten Woche jedem erzählt ‚Mama arbeitet als Drogenhändler.‘ Ich bin Apothekerin. FML

Gut – wenn der noch Mommy sagt, wird er noch nicht so alt sein … :-) Könnte mir so ähnlich auch noch passieren.