Geimpften-Bashing

Impfgegner gibt es wohl so lange es Impfungen gibt. Ich hab etwas Schwierigkeiten damit, wenn Leute selber nicht sehen können (oder wollen), was für ein Geschenk für die Gesundheit Impfungen eigentlich sind und wie fantastisch die Erfolge damit schon waren. Aber wenn sie das nur auf ihre eigene Impfungen beziehen, finde ich das meist ignorierbar. Egoistisch ja, dumm vielleicht auch, aber ignorierbar. Ich hab mehr Mühe damit, wenn offenbar gezielt Falschinformationen gestreut werden, die möglichst Zweifel säen sollen, damit sich offenbar möglichst viele nicht impfen. Das ist dann nicht mehr nur egoistisch, das ist gefährdend.

Beispiele für so gestreute Fehlinformationen und vor allem Ergebnisse derselben, sieht man inzwischen sogar ausserhalb dieser Bubbles. Leider. Sowas zum Beispiel: Ein Schild in einem Geschäftseingang, Fitnesstudio (habe ich mir sagen lassen). Darauf steht !!!CORONA !!! Schutzmassnahme GEIMPFTE PERSONEN BITTE NICHT EINTRETEN – nur Gespräche im Aussenbereich und mit FFP2 Maske. Helfen Sie uns die Mutationen zu Unterbinden.

Und was soll das? Das beruht auf der in den sozialen Medien (und so Messengerdiensten wie Telegram) herumgehender Fehl-Information, dass geimpfte ansteckend seien. An manchen Stellen steht als geimpfter würde man das Virus streuen, an anderer grad, es seien die Spike Proteine, die man nach der Impfung produziert. „Shedding“ liest man in dem Zusammenhang.

Dazu ein paar Fakten: Theoretisch kann man nach einer Impfung Viren weiter verbreiten. Einerseits, weil man sich auch nach der Covid-Impfung noch anstecken kann. Zum Glück sind die Folgen aber viel undramatischer als ohne Impfung. Die Impfung vermindert die Schwere des Verlaufes stark und es gibt noch viel weniger Todesfälle (gegen Null). Darum ist es auch weiterhin wichtig, bei Symptomen vorsichtig zu bleiben. Was die Impfung aber auch macht: sie reduziert die Wahrscheinlichkeit andere anzustecken. Man züchtet auch nicht mehr Mutationen durch eine Impfung. Die passieren eher bei massenhafter Verbreitung des Virus – deshalb ist die Eindämmung des Virus wichtig und der Aufbau einer Herdenimmunität durch die Impfung.

Die andere Möglichkeit nach einer Impfung ein Virus zu verbreiten besteht bei Lebendimpfstoffen, die danach ausgeschieden werden können. Aktuell ist das nur bei einem Impfstoff auf der ganzen Welt der Fall: dem oralen Polio-Impfstoff. Gegen Covid werden aber keine Lebendimpfstoffe eingesetzt. Nicht mal Nicht-Lebend-Impfstoffe wie ganze Inaktivierte Viren. Man benutzt mRNA-Impfstoffe und DNA- und Vektorimpfstoffe – diese enthalten keine vermehrungsfähigen Viren und sind somit nicht von Mensch zu Mensch übertragbar.

Ganz abstrus wird die Geschichte bei den Leuten, die glauben, dass geimpfte Personen das Spike Protein streuen …. und dass das irgendwelche gesundheitlichen Auswirkungen habe auf nicht-geimpfte. Das Spike-Protein ist der Bestandteil der Virushülle des neuen Coronavirus für das die m-RNA Impfstoffe praktisch den Bauplan liefern. Der Körper produziert dann (in kleinem Rahmen) dieses „fremde“ Protein, das dann von unseren Immunzellen erkannt wird und darauf Antikörper gebildet. Der Körper macht das mit der Spike-Bildung allerdings nicht lange (ist auch nicht nötig) und die Spike Proteine wurden exta ausgewählt, dass sie wirklich spezifisch sind … darauf gebildete Antikörper reagieren nicht auf körpereigene Strukturen, so dass auch darauf basierende Theorien wie dass das Auswirkungen habe auf die Fruchtbarkeit, mehrfach und mit Sicherheit widerlegt werden konnten. Ausserdem: wenn man das Spike-Protein streuen würde als geimpfter … dann käme das praktisch einer Impfung der Umgebung gleich. Die würde dann ja Antikörper bilden gegen das Spike Protein und damit das neue Coronavirus. Leider passiert das nicht.

Noch ein Beispiel das in sozialen Medien umgeht: „Wegen dem erhöhten Risiko von Blutgerinseln nach mRNA Impfstoffen diskutierten Fluggesellschaften darüber, dass Geimpfte nicht fliegen dürfen, weil das zu gefährlich wäre“. An andere Stelle schon gehört: „2 Fluggesellschaften transportieren keine Geimpften mehr, weil das zu gefährlich ist während oder nach dem Flug eine Thrombose zu machen.“

Zumindest auf den ersten Blick eine Halb-vernünftige Erklärung. Aber die Fluggesellschaften ignorieren das (auch jetzt schon bei Langzeitflügen vorhandene) erhöhte Thromboserisiko seit Jahren gekonnt … oder jedenfalls hatte es bisher kaum merklich Auswirkungen. Die Stühle sind immer noch gleich eng (bis enger), man soll möglichst angeschnallt bleiben während dem Flug, höchstens, dass sich die Möglichkeit an Flüssigkeit zu kommen etwas verbessert hat. Risikopersonen, die zum Arzt gehen, bekommen Kompressionsstrümpfe empfohlen und Blutverdünner verschrieben (Schwangere zum Beispiel), aber der Rest bekommt kaum etwas davon mit … und kontrolliert werden solche Risikopersonen durch die Fluggesellschaften auch nicht. Da würden sie sich ins eigene Bein schneiden, wenn sie da Vorlagen machen, respektive diese Leute gar nicht fliegen liessen.

Aber was ist mit der Aussage, dass das Risiko von Blutgerinseln nach einer Covid-Impfung erhöht ist? im Artikel im Bild steht da „Genau in diesem Moment beraten die Fluggesellschaften über die geimpften Kunden und das grosse Risiko, dass sie durch die experimentellen mRNA Impfstoffe Blutgerinsel bekommen“. Soooo … ihr habt sicher auch von dan Fällen gehört, dass nach der Covid-Impfung Thrombosen aufgetreten sind. Es sind (bekannte) Einzelfälle. Das Risiko ist etwa 6 auf eine Million Impfungen – und damit wesentlich geringer als das Risiko eine Thrombose zu machen wenn man Schwanger ist, wenn man die Pille nimmt, oder wenn man raucht. Dafür gibt es inzwischen schöne Vergleichstafeln:

Und es betrifft nicht mal alle Covid-Impfstoffe: Es geht hier vor allem um den von Astra Zeneca und den von Johnson und (jetzt kommt der Hammer): das sind beides NICHT mRNA-Impfstoffe!

Es gibt sicher noch mehr so Fake-Information, die zur Verunsicherung gestreut wird. Wer zweifelt wird sich dadurch bestärkt fühlen, auch wenn sich diese Information widerlegen lässt, wenn man etwas besser hinschaut und nachforscht. Sagen nicht grad so Querdenken, dass es wichtig ist, selber nachzudenken und sich zu informieren? Auch deshalb ist es wichtig, dass man derartiges nicht einfach nur stehen lässt, sondern kommentiert. Und dass man auf die Leute hört, die sich damit auskennen.

Zum Beispiel Dr. Constantine Bloch, die hier einen Vortrag hält, um Fehlinformationen zu zerstreuen und die Impfbereitschaft unter dem Pflegepersonal etwas zu erhöhen:

Mit gutem Vorbild voran: bei uns in der Apotheke sind inzwischen 14 von 15 Personen geimpft. Dafür bin ich dankbar.

Gefälschte Impfausweise – wie erkennen?

Seit Montag dürfen in Deutschland die Apotheker Zertifikate für die Covid-Impfungen ausstellen, respektive den QR Code, den man dann in der App hinterlegen kann als einfachen Nachweis der (vollständigen) Impfung. Für den Aufwand (das braucht die Programme, das Wissen, wie das geht, die Zeit die Daten zu übertragen und dabei auch noch zu prüfen, dass es sich nicht um Fälschungen handelt), haben sie anfangs 18 Euro versprochen bekommen – die wurden inzwischen schon wieder auf 6 Euro nach unten korrigiert – was nun auch wieder nicht rentabel ist. Aber das ist ein anderes Thema.

Die Sache mit dem Nachprüfen, ob es sich um echte Impfausweise und -nachweise handelt, ist gar nicht so ohne. Uns in der Schweiz wurde schon vor ein paar Wochen vom Schweizer Apothekerverein davon abgeraten zum Beispiel Covid-Impfungen anhand solcher Zertifikate in die Impfausweise nachzutragen:

Ausserdem ist es nicht möglich, die Echtheit von Bestätigungen für die Covid-19-Impfung, die z.B. von Impfzentren ausgestellt wurden, zu überprüfen. Sollte es durch die Übertragung zu unrichtigen Informationen in den Impfausweisen kommen, sind es die Apotheker:innen, die im Fall von Problemen für den Schaden rechtlich haften. pharmaSuisse empfiehlt deshalb ausdrücklich, nur in der Apotheke selbst durchgeführte Covid-19-Impfungen in Impfausweise einzutragen.

Dasselbe dürfte für das Ausstellen von Zertifikaten gelten. Es existiert nämlich eine Vielzahl verschiedener solcher Nachweise und auch die Einträge im Impfausweis selber können durchaus gefälscht sein. Das musste jetzt eine deutsche Apothekerin merken, die auf Facebook dieses Bild gepostet hat (ich habe ein paar der Daten absichtlich verschmiert).

Ja, DAS IST EINE FÄLSCHUNG! – hättet ihr es erkannt?

Woran sieht man das? Nur sehr schwer. Der weisse Chargenkleber des Impfstoffes ist einfach nachzumachen, es haben inzwischen auch einige erfreute frische Impflinge ihre Bilder vom Impfausweis mit der Impfung und den Chargennummern auf den sozialen Medien geteilt. Die Chargennummer „könnte“ also korrekt sein.

Was hier nicht stimmt:

  • Der obere Stempel gehört dem Vorgänger des aktuellen Praxisinhabers (Übernahme vor 17 Jahren).
  • Die untere Praxis hat anscheinend auch schon von Fälschungen mit ihrem Stempel gehört.
  • Impfungen sind in D in Hausarztpraxen erst seit dem 7.4.21 möglich,
  • Der Impfausweis enthält erst seit etwa Mai (?) einen Platz für die COVID-Impfungen

Wenn man den Arzt nicht kennt und das mit der Praxisaufgabe nicht weiss, respektive nicht in der Praxis nachfragen kann, hat man fast keine Chance die Stempel als Fälschung zu erkennen. Ditto mit etwaigen Arztunterschriften.

Einen solch sicher als Fälschung identifizerten Impfausweis würde ich hier (wie ein gefälschtes Rezept auch) einziehen und nicht mehr dem Patienten zurückgeben. Ganz sicher sollte man dafür keinen QR Code ausstellen – das könnte rechtliche Folgen nach sich ziehen. Ob man den Patienten wegen der Urkundenfälschung anzeigen kann? Sollte man wohl – das dürfte aber ähnlich schwierig werden (wie bei gefälschten Rezepten) wegen dem Patientengeheimnis …

Also: Bitte liebe Apotheker, seid aufmerksam beim Ausstellen des QR Codes!

Habt ihr auch schon so Impfausweis / -nachweis Fälschungen gesehen? Wie habt ihr sie erkannt? Wie habt ihr reagiert?

Die Impfung ist da! (Ein Weihnachtsgeschenk)

Gestern, Samstag die kleine Sensation – und ein Hoffnungsschimmer in dieser wirklich düsteren Zeit: Die Schweiz hat den Covid-Impfstoff zugelassen. Und zwar – im Gegensatz zu anderen Ländern – NICHT als Notfallzulassung, sondern nach dem geregelten üblichen Verfahren. Damit sind wir weltweit die ersten. Es ist ein Impfstoff (der von Pfizer/Biontech) von mehreren, die aktuell in der letzten Studien-Phase sind und es ging deshalb so schnell, weil es ein „rollendes“ Verfahren war: die Pharmafirma lieferte laufend alle verfügbaren Daten, die sie zum Impfstoff hatten. Da auch die letzte Phase mit über 40’000 Teilnehmern und auch erste Erfahrungen in anderen Ländern (mit inzwischen über 100’000 geimpften) saubere und gute Ergebnisse lieferte, wurde der Impfstoff durch die swissmedic und das BAG zugelassen.

Das wissen wir:

Es braucht 2 Impfungen im Abstand von (mindestens) 3 Wochen. 1 Woche nach der 2. Impfung besteht ein über 90% Impfschutz gegen das neue Coronavirus. (Das ist phantastisch gut – besser als man sich das hätte vorstellen können. Ausserdem nicht mal ein Jahr nach Beginn der Pandemie. Da wurde wahnsinnig geforscht weltweit und man konnte auf bereits bekannte Forschung und Erkenntnisse mit RNA-Impfstoffen aufbauen.)

Der Impfschutz besteht ausdrücklich auch für die älteren Personen und solche mit (kontrollierten) Vorerkrankungen.
(Die Studien hat man diesmal auch mit nicht-gesunden und älteren Personen gemacht!)

Die Nebenwirkungen entsprechen etwa denen von anderen Impfungen, hauptsächlich lokale Reaktionen am Einstichort (Schmerzen, Rötung), vielleicht 1-2 Tage generalisierte Beschwerden wie Krankheitsgefühl, Gliederschmerzen, Fieber etc, vor allem nach der 2. Impfung.
(Sie sagen, es kann etwas heftiger sein als bei zum Beispiel der Grippeimpfung, die sie mit einem „Mückenstich“ vergleichen. Etwa wie ein „Bienenstich“.)

Die Impfung ist nicht zugelassen für Schwangere und unter 16 Jährige, da hier die Datenlage zu dünn ist. Ausserdem gehören die jüngeren nicht zu den durch Covid gefährdeten Personen.

Jetzt geht es weiter. In den Kantonen sind sie schon seit ein paar Wochen dran die nötige Infrastruktur für die Impfungen aufzubauen. Die Logistik ist hier etwas komplizierter als bei anderen Impfstoffen, da der Covid-Impfstoff von Pfizer bei Temperaturen von -70°C transportiert und gelagert werden muss. Deshalb wird es vorläufig auch keine Impfung in der Apotheke geben, die meisten Kantone scheinen auf Impfzentren und mobile Impfgruppen zu setzen. Noch im Dezember beginnen die Kantone der Innenschweiz: Uri, Schwyz, Nidwalden, Obwalden, Luzern und Zug – und Freiburg. Der Rest folgt im Januar. Wir bekommen monatlich etwa 250’000 Impfungen – die wollen möglichst sinnvoll eingesetzt werden.

Wer wird geimpft? Die Impfung ist prioritär für folgende Zielgruppen vorgesehen:
1. Besonders gefährdete Personen (ohne schwangere Frauen)
2. Gesundheitspersonal mit Patientenkontakt / Betreuungspersonal von besonders gefährdeten Personen
3. Enge Kontakte (Haushaltsmitglieder) von besonders gefährdeten Personen
4. Personen in Gemeinschaftseinrichtungen mit erhöhtem Infektions- und Ausbruchsrisiko (mit altersdurchmischten Bewohnern).
Im weiteren Verlauf wird auch eine Impfung für alle anderen Erwachsene, die nicht unter 1.-4. fallen, möglich sein. – Das kann ein paar Monate dauern.

Ich weiss noch nicht, ob wir in der Apotheke zur 2. Gruppe gehören und dann geimpft werden, aber ich bin froh, dass meine Eltern voraussichtlich bald drankommen. Dann kann ich mich etwas sicherer fühlen, auch wenn ein paar Fragen betreffend der Impfung noch offen sind: kann das Virus durch geimpfte Personen noch übertragen werden? Wie lange hält der Impfschutz an? Die geltenden Hygienemassnahmen müssen auf jeden Fall noch eine ganze Weile weiter durchgeführt werden.

Für das Gesundheitssystem ist das aber sicher eine Entlastung – eine dringend benötigte ausserdem. Inzwischen sind die Spitäler voll, das Pflegepersonal am Anschlag (und darüber) – die Situation ist wirklich furchtbar, auch wenn das trotz gelegentlicher Meldungen in den Medien immer noch nicht zu den Leuten auf der Strasse durchgedrungen ist. Aktuell will ich nicht krank werden oder einen Unfall haben und im Spital landen müssen. Nach aussen „verhält“ das noch als Sicherheitsnetz, aber … nein. Eigentlich will ich nicht mal drüber schreiben. Wir sind vielleicht noch knapp nicht am „sterbende Leute in den Spital-Gängen liegen lassen“, aber soooo weit davon auch nicht mehr. Denkt mal darüber nach und (Bitte) passt euer tägliches Verhalten danach an. Grad jetzt in der Ferien- und Feier-Zeit. Übrigens: Man kann sich jetzt immer noch gegen die Grippe impfen lassen. Bitte tut das – das macht grad jetzt noch Sinn.

Aber konzentrieren wir uns auf die guten Dinge. Wir haben jetzt eine wirksame und sichere Impfung. Meine Familie ist gesund: immer noch alle, wofür ich wahnsinnig dankbar bin. Sogar meine Eltern haben dieses Jahr überstanden (und das sah aus verschiedenen Gründen zeitweise nicht gut aus). Wir haben mehr als genug zu essen, eine warme Wohnung (die aufgeräumter sein könnte), Kontakt mit den Liebsten – halt nicht mehr so häufig und vor allem meist nicht mehr als Treffen, sondern mit Telefon, Chat etc. Dafür bin ich dankbar.

In dem Sinne: Euch allen schöne Festtage und bleibt gesund!

Impfauffrischer, Grippe und FSME

Vor ein paar Tagen habe ich einen Teil meiner 2jährlichen obligatorischen Weiterbildung gemacht, damit ich weiterhin impfen darf. In der Schweiz dürfen die Apotheker seit ein paar Jahren impfen. Das neue Heilmittelgesetz sieht diese Möglichkeit vor und die Kantone, respektive die Kantonsärzte definieren die Bedingungen dafür. Das gibt ein ziemlich uneinheitliches Bild (wen es interessier, hier finden sich die Info wo was erlaubt ist: impfapotheke.ch) aber in der meisten Kantonen können die Apotheker inzwischen gegen die Grippe und FSME impfen. (Falls nicht: der Kantonsarzt ist da die richtige Anlaufstelle …(*hint*).

Die Weiterbildung war interessant. 2 Aspekte (eben die Grippe- und FSME-Impfung) möchte ich hier im Blog bringen, da beides aktuell.

Die Grippeimpfung – gerade dieses Jahr mit dem neuen Coronavirus wird sehr empfohlen sie zu machen und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hatte eigentlich angekündet, dass sie zusätzliche Impfdosen einkaufen würden. Weshalb? Es gibt zwar keinen Zusammenhang zwischen der Grippeimpfung und COVID-19. Die Grippeimpfung verringert weder das Risiko für COVID-19 noch erhöht sie es. Aber es gibt gemeinsame Risikofaktoren und damit die Möglichkeit, die Überlastung aller Gesundheitsdienste zu vermindern, indem möglichst viele Risikopersonen und ihr Umfeld gegen Grippe geimpft werden.

Das Problem ist: So ein Influenza Impfstoff braucht 6 Monate zur Herstellung. Wer also nicht diesen Frühling schon bestellt hat, bekommt keinen zusätzlich. Auch nicht das BAG. Das meldet auch die Infovac in ihrem letzten Bulletin: Alle für den Schweizer Markt vorgesehenen Grippeimpfstoffdosen sind bereits vorbestellt/reserviert. Und wer daran denkt, im Ausland zu bestellen … in anderen Ländern sieht das genau gleich auch, die brauchen sie auch mehr selber.

Wir müssen also mit dem was wir haben, sorgsam umgehen. Das BAG empfiehlt die Grippeimpfung deshalb (wie in den Vorjahren) nun doch (nur) vor allem Risikopersonen: Ab 65 Jahren, Schwangeren, Menschen mit chronischen Krankheiten… UND den engen Kontakten dieser Risikopersonen (auch Kinder ab 6 Monaten).

Wann sollte man impfen? Die Wirkung einer Grippeimpfung hält 4-6 Monate an, meistens kommt der „Peak“ Anfang Jahr. Also sollte man zuerst im Oktober die Risikopatienten mit Co-Erkrankungen oder in Pflegeheimen impfen und ab November den Rest (die über 65 jährigen). Angesichts dessen ist es fraglich, ob der allgemeine Grippeimpftag im November wie bisher stattfindet.

In der Apotheke darf ich übrigens die wirklichen Risikopersonen nicht impfen: die mit Blutverdünner ausser Aspirin Cardio, die Schwangeren, Kleinkinder, Immunsupprimierten. Aber wer über 65 Jahre alt ist und sonst gesund schon – und auch die engen Kontakte der Risikopersonen.

Ich hoffe nur, der von uns bestellte Impfstoff reicht…

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Ansonsten kann ich den Leuten im Herbst/Winter ja anbieten zumindest grad die Zeckenimpfung gegen FSME zu machen. FSME – die Frühsommer-Hirnhautentzündung wird durch Viren verursacht und durch Zeckenstiche übertragen. Im Gegensatz zur Borreliose (die auch durch Zecken übertragen wird und wo man mit Antibiotika die bakterielle Infektion behandeln kann) kann man bei FSME nur symptomatisch behandeln – und es landen auch hier doch einige im Spital und haben lebenslange Folgeschäden. Aber mit einer Impfung kann man vorbeugen. Eine gute Infoseite findet sich hier: zecken-stich.ch

Das Risiko bei einem Stich eine FSME zu bekommen hat sich in den letzten Jahren stetig erhöht. 2018 hatten wir ein Zecken-Rekordjahr mit vielen Infizierten. Nach einem kleinen Rückgang letztes Jahr übertreffen wir dieses Jahr aber 2018 bei weitem. Der Grund dafür liegt heuer am Corona-virus bedingten Lockdown. Es gingen viel mehr Leute raus in die Natur laufen und wurden deshalb gestochen.

FSME kommt übrigens auch aus Asien und hat sich (vergleichsweise langsam) westwärts übers Land ausgebreitet. Das hat mit dem Beuteschema der Zecken zu tun: kleine Zecken gehen eher auf Kleintiere (oft in Gruppen), zB Mäuse. Grössere Zecken „nehmen“ auch grössere Tiere wie Hunde oder halt den Mensch. In Asien ist FSME ein grösseres Problem als bei uns – und deshalb die Impfung unbedingt für Reisende in diese Länder (Japan, China, Mongolei, Russland, Korea und die „stans“: Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan, Aserbaidschan…) empfohlen. Dort gibt es aggressivere Zeckenarten und die Zeit der Übertragung ist wegen dem wärmeren Klima länger.

Die FSME breitet sich von Osten her via Schweiz auf Rest von Europa aus … seit diesem Jahr auch in England- die Viren haben den Kanal überschritten (via Mäuse wahrscheinlich). In der Schweiz sieht man die Entwicklung an den Risikokarten gut. Inzwischen ist die ganze Schweiz betroffen. Okay – ich könnte jetzt einen auf Asterix und Obelix machen und schreiben: „die ganze Schweiz?“ Nein. Das Tessin und (etwas unerklärlicherweise) Genf ist ausgenommen, obwohl es inzwischen auch da vereinzelt Herde gibt. Die Bilder zeigen übrigens die Risikokarten 2013 und heute 2020.

So ein Zeckenbiss … Verzeihung -stich spürt man nicht, so lange sie dranhängt, erst wenn sie weg ist oder man sie entfernt. Ihr Speichel enthält ein Anästhetikum, wenn das weg ist, fängt es an zu jucken. Wer aber eine Zecke findet sollte sie schnellstmöglichst entfernen, da das das Risiko einer Übertragung verringert. Am besten sucht man sich nach einem Wald- und Wiesenspaziergang rasch ab. Ob man die Zecke jetzt abkratzt, abdreht oder abzieht (alles möglichst dicht an der Haut) ist egal – und es ist auch kein Weltuntergang, sollte doch ein Teil des Stechapparates in der Haut bleiben. Für den Körper ist das wie ein Sprissen (Holzsplitter). Gut desinfizieren und die Stelle für die Beobachtung markieren und in die Agenda schreiben. Wenn danach (innert Tagen bis Wochen) Beschwerden auftreten wie grippeartige Symptome, Hautrötungen etc. Dann gehört das zum Arzt.

Die beste Zeit für die FSME-Impfung ist im Winter (2x im Abstand von mindestens einem Monat) und dann kann man im nächsten Winter die 3. Impfung machen, damit der Impfschutz lange gegeben ist. Wie lange? Für eine normale Person 10 Jahre, wer beruflich oft im Wald ist mindestens 5 Jahre. Der Impfschutz der erreicht werden kann nimmt mit dem Alter ab. Für Impfungen allgemein gilt: Frauen, Nichtraucher und unter 30 jährige haben die „beste“ Impfantwort. Bei alten Leuten hat man eine schlechtere Immunantwort. Ab 85 könnte man so eine Impfung (wie die Grippeimpfung) auch lassen, deshalb ist der Schutz durch die Umgebung hier wichtig.

Es het solang‘s het

So – Fazit des heutigen Tages: die hiesigen Ärzte haben überhaupt kein Problem damit, jetzt wo ihnen der Grippeimpfstoff ausgegangen ist, die Patienten zum Impfen in die Apotheke zu schicken. Mal sehen, wie lange mein Impfstoff noch reicht. Nachbestellen ist nämlich auch für uns nicht mehr.

Der Twitter-Tag

Der Twitter-Tag zum nachlesen – in chronologischer Reihenfolge, leider ohne genaue Zeitangaben.

Erläuterung: «normale» Rezepte (ohne pharmazeutische Probleme) und Verkäufe erwähne ich heute nicht, ihr könnt Euch aber vorstellen, dass die dazwischen nicht nur vereinzelt stattfinden.

Start 7.45 Uhr

Am Vorbereiten die Apotheke zu öffnen. Kassen nach vorne, Anrufbeantworter abschalten, schauen, ob schon etwas anfällt (Sieht gut aus). Emails durchgehen, Twitter und Blog vorbereiten … das nur heute :-)

Wir öffnen. Die eine Stammkundin mit der kontrollierten Abgabe steht schon vor der Türe und wartet. Verstehe ich nicht wirklich, weshalb man um 8 Uhr morgens schon «sein Stilnox» haben muss? Das ist ein Schlafmittel.

Kurz vor seinem Arbeitsbeginn kommt ein Mann zum Impfen vorbei: FSME – die zweite. Er war im Sommer schon mal da. So schlecht scheine ich das nicht zu machen :-)

Inzwischen sind auch die andern nicht untätig: Wareneingang im Gange.

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Nitroglyzerin Kapseln für einen älteren Mann. Abgabe im Ausnahmefall ohne Rezept. Er war noch nie bei uns, deshalb längere Abklärungen. Ist für Notfälle zu Hause, war letztens beim Arzt, hat vergessen Rezept ausstellen zu lassen.

Telefonanruf eines erbosten Mannes unbestimmten Alters: «weshalb wir seiner Tochter kein Makatussin abgegeben haben?!» Sie war deutlich unterhalb unserer Altersgrenze für den Codein-Sirup. Schlage vor, dass wir es abgeben, wenn er ihr einen Ausweis von sich mitgibt.

Nachtrag zum Makatussin: Das Zeug wird wirklich häufig missbraucht. Und so alt (und krank) hörte sich der Mann auch nicht an. Bin gespannt, ob sie (oder er) nochmal kommt.

Telefon wegen Videoüberwachung die vor ein paar Tagen ausgefallen ist. Sie schicken jemand vorbei das anschauen. Hoffentlich bald. Im Moment scheint der 5-Fingerrabatt wieder aktuell zu sein vor allem bei der Kosmetik

Bestellung Wintervorrat Erkältungsmittel direkt bei der Firma. Brauche ich wirklich 60 Packungen Vicks Medinait? Wie entwickelt sich das wenn das ab nächstem Jahr pro Forma «rezeptpflichtig» wird bei uns?

Kontrolle der Bestellungen im Wareneingang. Der Arzt will wirklich Isotretinoin einer 11 jährigen geben und verschreibt grad eine 100er Packung mit „sic“. Ui.

Grippeimpfung – ich würde ja gerne mal Striche an die Wand des Beratungsraums machen zum zeigen, die wievielte das ist … aber das sieht wahrscheinlich etwas doof aus? (überleg)

Grad noch eine Grippeimpfung. Online eingeben für die offizielle Statistik muss ich das später, wenn ich Zeit habe. Die nächsten Patienten warten.

Spitex (Haushilfe) Fax-Bestellung für Patient den ich nicht im Computer habe und angehängt Rezept für einen bekannten Patienten für ganz andere Medikamente? Telefon an die Spitex um das auseinander zu beineln. Sie rufen zurück.

Kundin will Bürgermeister Zink Tabletten für die Kollegin und ist verwirrt, dass ich ihr Burgerstein Zinkvital bringe, nimmt es aber doch. Die Autokorrektur des Smartphone ist ja amüsant.

ca. 10 Uhr

Telefon mit der Arztpraxis wegen einer unserer Patientinnen mit Wochendosett, die eine Medikamentenumstellung wünscht, aber partout nicht in Kontrolle will. Sie rufen zurück. Irgendwann. Versprochen.

Es riecht verbrannt … respektive wie wenn etwas zu heiss wird. Wo kommt das her? Ich irre schnüffelnd in der Apotheke herum, finde aber nichts. Rauchgeruch macht mich immer noch nervös, auch über 10 Jahre nach dem Feuerwehrdienst.

Die Spitex ruft zurück, das erste Fax sollte an eine andere Apotheke. Beim Rezept klären sie noch ab, ob grad etwas gebraucht wird. Sie rufen wieder an. Sobald sie es herausgefunden haben.

Computer frei von der PA, die die Krankenkassenabrechnung gemacht hat. Versuch Rezepte vom Vortag zu kontrollieren. Versuche – weil: neue Patienten und Kunden.

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Anruf der Stammkundin, die wieder über ihren schlecht funktionierenden Stuhlgang reden will. Muss sie abklemmen wegen Patienten in der Apotheke.

Abgabe des Isotretinoins aus der Bestellung an die Mutter der jungen Patientin und ausführliche Beratung wegen Nebenwirkungen und dass Off Label use (und deshalb ev. von Krankenkasse nicht übernommen.

Kundin fragt nach Kohlensäure-Bad. Sie hätte das in der Reha empfohlen bekommen und will das für zu Hause zum Selbermachen. Finde nach längerer Recherche etwas in Deutschland, das ich besorgen könnte. Ist ihr zu teuer.

Aber das Kohlensäure-bad hat eine wirklich interessante «Packungsbeilage» – vor Ersticken wegen dem Entstehenden Kohledioxid wird gewarnt. Wieder was gelernt. (Ich wusste gar nicht dass Kohlesäurebäder ein Ding sind – ausser Badebomben …)

Mir fällt auf, dass bisher niemand Makatussin mit Ausweis holen gekommen ist …Hmmmhmm.

ca. 12 Uhr

Hatte gerade eine Pille danach Beratung. Unspektakulär: vernünftige Frau mit kaputtem Kondom – nur blöd, wenn man deswegen fast versäumt die Mittagsbestellung durchzugeben. Grad noch.

Die Ultracortenol Augensalbe auf Rezept ist mal wieder nicht lieferbar. Der Patient will aber nicht in die andere Apotheke (die es noch hat) wir sollen beim Arzt nach Ersatz fragen. Der hat Mittagspause. Wir versuchen es später wieder.

Der Arzt hat dem 7jährigen Kind Nasivin 0.1% aufgeschrieben auf Rezept. Eigenständig dem Alter entsprechend auf 0.05% gewechselt – wahrscheinlich hat er das mit Xylometazolin verwechselt. Nasivin gibt es nur in 0.01, 0.025 und 0.05%. Wenn alles so einfach wäre …

Versuche ein Sandwich und eine Cola möglichst rasch zu verdrücken, bevor der nächste Kunde kommt. Klappt nicht. Ja, ich finde es auch nicht so schön, noch kauend vor dem Kunden zu stehen …

Mir fällt ein, dass ich der Stammkundin mit dem ungenügenden Stuhlgang noch zurückrufen muss! 15 Minuten am Telefon mit TMI (too much info) und einem Versuch der Anpassung ihrer Medikation. Abführmittel hat sie schon genug zu Haus.

Für den Patienten hätte ein Rezept für ein Antibiotikum gefaxt werden sollen (nach Telefonischer Konsultation). Es ist nichts gekommen. Jetzt ist niemand erreichbar – Mittagspause. Machen die Ärzte hier.

Kundin will mit mir diskutieren wegen dem „Wundermittel“ kolloidalem Silber und der bösen Pharmaindustrie. Ich aber nicht mit ihr – im übrigen kann (und will) ich das nicht bestellen. Sie geht’s im Internet kaufen. Ok!

Ernsthaft, kolloidales Silber: das Zeug ist weder besser noch harmloser als ein Antibiotikum – und die Pharmafirmen sind nicht der (einzige) Grund, weshalb das nicht mehr offiziell verwendet wird, sondern das schlechte Nutzen-Risiko-Verhältnis, vor allem bei der Einnahme.

Schon wieder Vitamin D auf Rezept. Das zehnte allein heute? Das Zeug ist der Renner. Jeder muss es haben, alle wollen es verschrieben. Nur scheinen manche Ärzte sich nicht wirklich auszukennen. Nein, die öligen VitD-Tropfen kann man nicht in Wasser einnehmen!

Wenn wir grad beim Vitamin D sind: Es macht finanziell wenig Sinn die 30ml Flasche zu verschreiben (VP CHF16.15 plus Pauschalen! da rezeptpflichtig) mit Dosierung «1/3 Flasche im Monat», wenn eine OTC 10ml Flasche VP 4.25 hat Auch das ändern wir selbständig.

ca. 14 Uhr

Bald Mittag vorbei – ich versuche wegen dem Antibiotikum-Rezept in die Praxis anzurufen. Noch zu. Der Anrufbeantworter meldet, dass sie ab 14 Uhr «wieder für Sie hier sind»

Noch eine Grippeimpfung. Da nützt jemand seine Mittagspause. Interessant ist, wie häufig ich höre „der Impfstoff ist dieses Jahr hoffentlich wirksamer als letztes Jahr?“ … aber keiner der dort schon geimpften hat wirklich die Grippe bekommen.

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Meine Pharmaassistentin versucht es nochmals bei der Praxis wegen dem AB-Rezept. Immer noch der Anrufbeantworter? Hey! Es ist 2 Uhr vorbei!

Die andere Praxis mit dem Ultracortenol Rezept nimmt dafür ab. Die Praxisassistentin muss wegen dem Ersatz beim Arzt nachfragen, der grad beschäftigt ist. Sie rufen zurück.

Endlich erreicht meine PA die Praxis. Sie faxen uns das AB-Rezept … nochmals (sagen sie)? Das Rezept kommt fast sofort. Wir geben es an die inzwischen wartende Patientin ab.

Die Stuhlgang Stammkundin ruft wieder an. Sie will jetzt doch etwas Neues probieren (die Nachbarin hat empfohlen) und wir sollen ihr das bringen. Und beim Arzt ein Rezept verlangen.

Nur damit ihr nicht denkt, dass ich hier alleine am arbeiten bin. Neben den Rezepten und Beraten wurden auch die Wochendosette befüllt. Jetzt muss ich sie nur noch kontrollieren.

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Mann kommt mit Rezept für Frau über Antibiotika (offensichtlich gegen Chlamydien Infektion) plus Partnerbehandlung. Er kann schlecht Deutsch (aber besser als die Frau wahrscheinlich). Dauert etwas, die Anwendung für beide zu erklären.

Ausserdem hat er noch den abgelehnten Bescheid der Kostengutsprache der Krankenkasse für … eine operative Fettschürzenentfernung dabei und fragt was das ist. Uh …

Die Patientin mit dem Ultracortenol Rezept ist wieder da. Die Praxis hat noch nicht zurückgerufen wegen dem Ersatz. Die Patientin nimmt das Rezept wütend wieder mit und versucht jetzt woanders das Ultracortenol zu bekommen … Viel Glück.

Was meine PA nicht lesen konnte auf dem Rezept ist Wobenzym. Ich kenne das, in der CH ist das aber nur im Kanton Appenzell verkehrsfähig. Ich darf es nicht mal importieren aus D. Ein ungeeigneter Versuch Traumanase zu ersetzen, das seit langem nicht lieferbar ist?

Das Faxgerät spukt ein Faxrezept für Antibiotikum aus … das mir sehr bekannt vorkommt. Es ist dasselbe das wir schon bekommen haben. Absender: eine andere Apotheke. Offenbar ist es falsch dort gelandet. Wann??

Kundin will Magnesiumöl bestellen. Ich stelle erstaunt fest, dass es tatsächlich einen Artikel gibt der bestellbar ist. Sie fragt mich, was ich davon halte. Ich sag‘s ihr (das wird kaum über die Haut aufgenommen). Sie nimmt etwas zum einnehmen das wir da haben.

Rezept vom Hautarzt für Clarelux Schaum. Weiss der immer noch nicht, dass das seit Monaten nicht lieferbar ist?

Übergabe an meine Kollegin, die heute Spätdienst hat. 1) Der Arzt hat wegen der Dosett-Umstellung nicht zurückgerufen. Naja – theoretisch hat das noch Zeit bis nächsten Mittwoch.

Übergabe 2) Die Spitex hat wegen dem Rezept noch nicht wieder zurückgerufen ob sie es wirklich brauchen. Das «kann» in dem Fall auch warten.

Übergabe 3) Das Abführmittel für die Stammkundin muss man noch bringen. Zusammen mit anderen Sachen, die noch zum ausliefern sind.

Übergabe 4) Den Rest wird sie dann anhand der Rezepte beim Kontrollieren selber sehen. Ich überlasse ihr Dankbar die Apotheke für heute – sie ist ja mindestens so gut wie ich.

16.10 Uhr Erschöpft nach Hause fahren.

(Alles nachlesbar auch auf Twitter unter dem Hashtag )