Waaas ist da drin??

Kundin: „Ich brauche etwas gegen harte Hornhaut an den Füssen.“
Drogistin: „Da kann ich ihnen diese Hühneraugentinktur empfehlen …“
Kundin: „Hat es da etwas vom Huhn drin??“

Nein, hat es nicht. Genauso wenig wie im Tiger Balsam Tiger drin ist.

Aber es gibt andere Produkte, die tatsächlich tierisches enthalten (oder enthalten haben).

zum Beispiel:


Hirschtalgbalsam von Scholl – die fettende Salbe für die Füsse enthält wirklich adeps cervinus. Anscheinend fettet das länger als Vaseline.

Nerzölshampoo – von  Klorane. Inzwischen ausser Handel, aber vorher habe ich mal angerufen und gefragt. Es enthielt wirklich Nerzöl. Keine Ahnung wie das gewonnen wurde, aber für die Nerze dürfte das nicht angenehm gewesen sein.

Maniwell – enthält  Purcellin, das Fett vom Pürzel der Ente als Spreitmittel – also, dass die Handcreme besser verteilbar ist und auch leicht wasserabstossend.

Einige andere Produkte enthalten Proteine aus Milcheiweiss oder Rinderfett oder Gelatine, ausserdem Seidenproteine – nur für die, die es noch nicht wissen: Seide kommt vom Kokon der Seidenraupe.

Kosmetika enthält gelegentlich ganz erstaunliche Sachen, siehe hier.

 

Noch mehr nervige Vertreter

Da war letzthin ein Vertreter, der tatsächlich ein Besuchs-Avis geschickt hat, zusammen mit (wie üblich) den Bestellzetteln … und als er dann in die Apotheke kommt sagt er nur:

Wo ist die Bestellung? Ich bin nur hier, um die Bestellung entgegen zu nehmen!“

Nun, die Bestellung, die mache ich normalerweise nachdem der Vertreter hier war und mir gezeigt hat, was es Neues gibt, wo es vielleicht Aktionen gibt und wenn ich die Retouren mit ihm angeschaut habe etc.

Ich brauche ihn auch nicht zwingend damit er die Bestellung entgegen nimmt – die hat nämlich (s)eine Faxnummer drauf, an die ich sie schicken kann.

Und wenn er ohne Info zu geben wieder abrauscht … nun, dann brauche ich ihn wohl gar nicht mehr. Aber die Bestellung, die werde ich jetzt noch besser anschauen, ob ich davon wirklich etwas brauche.

Es gibt gute Vertreter. Das war keiner von denen.

Die „etwas andere Art“ abzunehmen

Die Drogistin, die immer ein bisschen mit dem Gewicht kämpft und darum auch im Weight Watchers Club ist erzählt mir, wie sie das letzte Mal beim wägen gelobt wurde, weil sie ihr gesetztes Ziel mehr als erreicht hat.

Drogistin: „Aber weißt Du auch, wie ich das geschafft habe? Das habe ich denen nämlich nicht gesagt.“
Pharmama: „Nein, wie denn?“
Drogistin: „Du erinnerst Dich noch, dass ich eine Woche krank war? Ich hatte eine derartige Magendarmgrippe … tagelang Durchfall und ich konnte absolut nichts bei mir behalten. Mal ganz abgesehen davon, dass ich auch keinen Appetit hatte.
Der Effekt ist ziemlich erstaunlich….“

Und dann, als Nachsatz: „Nicht dass ich das irgendjemandem empfehlen kann…“

:-)

Abnehmen mit dem Norovirus?

Wohin damit?

Coloured condoms
Image via Wikipedia

Wir haben zu einer Kondom-Bestellung einen ganzen Haufen einzelne Kondom-muster mitgeschickt bekommen. Nicht die gewöhnlichen, sondern „Performa“ – mit …ah, verlängernder Wirkung und „Senses“: genoppt, gerippt …

Und dann ging die Diskussion los, wo wir die jetzt hinstellen?

Wenn wir sie offen zu den Kondomen selbst stellen, dann gibt es einige, die sich hampfelweise Muster einpacken und keine mehr kaufen.

Wenn wir sie offen neben die Kasse stellen – traut sich dann noch jemand, die zu nehmen?

Sie selbst an die Kunden zu verteilen … ah, lieber nicht.

Woanders machen sie nicht viel Sinn. – Oder hat sonst noch jemand eine Idee?

Im Moment stehen sie also neben der Kasse. Sie werden weniger, nicht gerade rasch, aber … immerhin. Ich selbst habe nur zwei mal jemanden welche nehmen sehen. Ein netter junger Mann mit Rezept, der auch noch fragte, ob er einen haben darf (klar!). Und eine mittelalte Frau, die fand: „da nehme ich ein paar für meinen Sohn mit!“

Wo würdet ihr sie denn hinstellen?

Kundenkarten-Probleme

Wir haben schon seit einiger Zeit Kundenkarten, die wir anbieten.
Im Normalfall fragen wir nach der Kundenkarte, aber zugegeben (noch) nicht jeden. Wir sind ja auch nicht die Migros „Hei sie au e Kümülüskaarte?“ jedes ver*+“% Mal.

Heute nun kommt eine Kundin und sagt – wohlgemerkt nach dem Verkauf: „Ich habe eigentlich eine Kunden-Karte bei ihnen … funktioniert das automatisch?“ – Nein, das ist nicht so wie beim Skifahren, wo man mit der Karte nur in die Nähe der Kasse kommen muss …

Oder: „Wie funktioniert das jetzt mit dieser Karte, wann bekomme ich da etwas?“ … Ich erkläre ihr das Punktesammeln und dass entsprechend Bons per Post zugeschickt werden … sagt sie: „Oh, ich habe die Briefe immer weggeworfen.“ Tja, Pech – ihre Bons damit auch grad. Nein, ich kann nicht nachschauen, wie viel das gewesen wäre und es ohne die gutschreiben.

Oder sie kommen zwar mit den Bons- auf denen aber auch statt einem Betrag nur XXX gedruckt ist, weil sie nicht genügend Punkte haben. – und wollen die jetzt einlösen…

Kunde: „Ich habe meine Karte immer noch nicht zugeschickt bekommen! Das ist jetzt ewig her.“ Lassen sie mich mal nachschauen …. sie haben ihren Antrag vor gerade mal 9 Tagen ausgefüllt. Das dauert aber mindestens 3 Wochen, bis die Karte gedruckt und zugeschickt wird.

Nett auch von dem Mann, der uns brieflich mitteilte, dass wir die Briefe einstellen sollen, weil seine Mutter, die Karteninhaberin gestorben ist – und dazu hat er extra eine Kopie der Sterbeurkunde mitgeschickt …. ok, ok, ich hab’s begriffen!


Und: habt ihr bei Euch auch Kundenkarten? Wie sind die Erfahrungen damit?

Und noch einpacken, bitte!

Genau vor einem Jahr hat sich dies zugetragen:

Ort: Pharmama’s Apotheke und Drogerie

Zeit: 5 Minuten vor 6 Uhr und Ladenschluss

Der Laden ist soweit bereit geschlossen zu werden nach einem anstrengenden und ereignisreichem Arbeitstag, da läuft ein jüngerer Mann hinein.

Man ahnt was kommt: „Ich suche ein Parfum für meine Freundin.“
Meine liebe Drogisten-kollegin übernimmt das und hilft ihm ein passendes zu finden.

6 Uhr 05 Er hat sich für etwas entschieden– aber er hat kein Geld dabei.
„Mein Kollege kommt gleich.“ meint er – das tut er dann auch nach 3 weiteren Minuten und wir können endlich bezahlen.

„Könnten sie es noch einpacken?“ – Ja, können wir.
Die Drogistin verschwindet nach hinten, einpacken, … da fällt dem Freund ein, dass auch er noch 2 kleine Sachen braucht. Ich zeige ihm den Halbpreisständer …

6 Uhr 12– er entscheidet sich für 2 kleinere Duschgels.
„Könnten Sie mir daraus auch noch ein Geschenk machen?“
Seufz. „Ja.“
Ich mache die Geschenke, beim zweiten hilft mir die Drogistin.

6 Uhr 17. Auch er zahlt und sie gehen.

Bis wir alles geschlossen haben und draussen sind ist es 6 Uhr 25. Meine Kollegin hat wegen den beiden den Zug verpasst und wird noch später heimkommen, ich bin mit dem Velo hier, mir macht das nicht ganz soviel aus … allerdings will ich auch endlich nach Hause, zu Familie und etwas feiern!