Ordne die folgenden Schmerzmittel-Wirkstoffe nach dem Grad ihrer Magenverträglichkeit:
- Acetylsalicylsäure
- Diclofenac
- Ibuprofen
- Indometacin
- Mefenaminsäure
- Paracetamol
- Piroxicam
Auflösung heute Abend.
Ordne die folgenden Schmerzmittel-Wirkstoffe nach dem Grad ihrer Magenverträglichkeit:
Auflösung heute Abend.
Eine Entwicklung, die ich jetzt schon eine Zeitlang mitverfolge ist dass es bei den Medikamenten immer grössere Packungen gibt. Und ich meine hier nicht die Anzahl der Tabletten, sondern die Verpackung derselben. Die wird grösser und grösser.
Früher haben die Pharmafirmen bei der Entwicklung noch daran gedacht, dass ihre Medikamente ja in der Apotheke in die Schublade kommen – und dementsprechend eine gewisse Grösse nicht überschreiten sollten: Ihr wisst schon: Mindestens die Höhe der Schublade und Breite der Schublade sollten die Packungsgrösse limitieren. Dem ist jetzt wohl nicht mehr so.
Ein paar Beispiele: Während ich die alte Calcimagon D3 wunderbar in der Schublade versorgen kann, liegt die neue Calcimagon D3 forte Packung, weil sie 1 – 2 mm zu hoch ist schräg drin und riskiert bei jedem Öffnen aufgerissen zu werden.
Die neue Desomedine Augentropfen in Einzeldosen dasselbe. Ich weiss, dass Einzeldosen etwas voluminöser sind, aber das (siehe Bild) ist lächerlich. Das sind nur 10 Plastikfläschchen zu 0.6 ml!
Oder die Competact Tabletten zur Behandlung von Diabetes. Hier die Packung neben den Diamicron. In der Diamicron – die genau die Länge der Schubladenbreite hat – sind übrigens mehr Tabletten drin….

Die Liste ginge weiter.
Bitte liebe Pharmaindustrie: bei der Entwicklung der Packungen solltet ihr berücksichtigen, dass sie sowohl in der Apotheke als auch beim Patienten zuhause gelagert werden – in der Apotheke haben wir die Schubladen, die da die Grösse limitieren sollten und auch der Patient hat wohl nicht wirklich Freude an so Monsterpackungen – die sehen auch wirklich gfürchig aus!
Grundsätzlich ist zu sagen, was in einem Land erlaubt ist, kann in einem anderen verboten sein.
Früher hatten wir in der Apotheke noch Listen für die Länder, die gibt es inzwischen nicht mehr – wahrscheinlich wechselt es einfach zu schnell.
Personen unter medikamentöser Behandlung sollten auf einer Reise ins Ausland ihre Medikamente mitnehmen und bestimmte Vorsichtsmassnahmen treffen:
– Immer das Rezept mitnehmen … oder eine ärztliche Bescheinigung.
– Den Namen des Medikaments mit der internationalen Bezeichnung (DCI) festhalten, um Verwechslungen auszuschliessen: Bestimmte Spezialitäten mit gleicher oder ähnlicher Bezeichnung können unterschiedlich zusammengesetzt sein!
Die Bestimmungen im Zielland müssen berücksichtigt werden, insbesondere im Bezug auf psychotrope Wirkstoffe. Bestimmte Substanzen wie z.B. Diazepam gelten als Betäubungsmittel und stehen unter Kontrolle. In manchen Ländern ist für die Einfuhr von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten eine Bewilligung nötig. Aufpassen muss man auch sonst mit starken Schmerzmitteln, Schlafmitteln, Beruhigungsmitteln oder sogar Verhütungsmitteln.
Es gibt auch Länder die sind so streng, dass es in unseren Augen schon fast willkürlich ist.
Zum Beispiel in den Arabischen Emiraten. Wer nach oder auch über Dubai fliegt, sollte sehr vorsichtig sein.
Im Internet findet sich eine Liste der dort verbotenen Medikamente.
Wer mit Medikamenten mit diesen Wirkstoffen angetroffen wird, macht sich des Drogenbesitzes strafbar und das bedeutet 4 Jahre Gefängnis. Man hört in diesem Zusammenhang wahre Horrorgeschichten, wie dem Schweizer, der wegen ein paar Krümeln Mohn vom Mohnbrötchen auf der Kleidung jetzt im Gefängnis sitzt.
Auf dieser Liste findet sich auch z.B. Abilify, das für Schizophrenie genommen wird, Dextromethorphan, ein „einfaches“ frei erhältliches Mittel gegen Husten, Antidepressiva und Parkinsonmittel, Mittel gegen Psychosen, Hormone, Aknemittel wie Roaccutan, das Grippemittel Tamiflu (!) … das fällt zwar nicht unter Drogen, so dass es nicht verboten ist, aber dafür sollte man (zwingend) eine Bescheinigung vom Arzt mitführen, dass man das braucht.
…
Um also ganz sicher zu sein, sollte man vielleicht frühzeitig bei den Botschaften der betreffenden Ländern anfragen. Die Kontaktadressen der ausländischen Vertretungen in der Schweiz können auf der Website des EDA abgerufen werden.
Eine Bemerkung im letzten Post hat mich daran erinnert: Bedarfsweckung und Bedarfsdeckung….
In Amerika ist es ja so, dass auch für rezeptpflichtige Sachen öffentlich Werbung gemacht werden darf. Bei uns in der Schweiz darf Werbung für rezeptpflichtige Medikamente höchstens in Fachzeitschriften gemacht werden, was ich sinnvoll finde. Klar ist es für die Pharmaindustrie lohnend, wenn sie direkt ans Publikum kann: „Sie fühlen sich niedergeschlagen, müde? Wahrscheinlich haben Sie eine Depression. Fragen Sie ihren Arzt nach (füge neustes Medikament ein) …“
Hier ist ein Beispiel für solche Werbung, ein Fernsehspot von 2008 – man beachte auch die Liste Nebenwirkungen und Warnungen – unterlegt mit beruhigender Musik ….
Meiner Meinung nach hat das nichts mit dem „informierten Patienten“ zu tun, der heute so gerne propagiert wird. Was es allerdings ist, ist eine Bedarfsweckung. Der Patient geht dann zum Arzt mit seiner Selbstdiagose und sagt: „Schreiben Sie mir (füge neustes Medikament ein) auf! Wenn Sie es nicht tun, gehe ich zum nächsten Arzt!“
Ganz offensichtlich ist die Vorgehensweise in Amerika bei der Veröffentlichung der Werbung auch eine ganz andere als bei uns in der Schweiz. Bevor bei uns eine Werbung für ein Medikament (auch nicht rezeptpflichtige) ins Fernsehen oder die Printmedien kommt, schaut die swissmedic sich das an und erlaubt oder verbietet die Veröffentlichung.
In Amerika ist es so, dass erst mal die Werbung gemacht wird, dann wird die FDA informiert, die sich das dann anschaut und gegebenfalls die Firmen aufruft sie nicht mehr zu bringen oder zu ändern.
Aus dem Artikel Pharmawerbung öfter abgemahnt:
„Nach Angaben der Zulassungsbehörde FDA haben im vergangenen Jahr 41 Unternehmen entsprechende Briefe erhalten. Im Vorjahr waren es 21.“
„Die Werbung für Arzneimittel beeinflusst die öffentliche Gesundheit … Daher soll die Industrie dazu gebracht werden, sich an die bestehenden Gesetze zu halten. Irreführende Angaben, die sich an Verbraucher oder Ärzte richten, können nicht toleriert werden.“
Und das schaut ihr euch erst an, nachdem der Schaden schon gemacht wurde?
Genetisch bedingter Haarausfall ist für Männer (und seltener Frauen) ein ziemliches Problem. Ich will das hier auch nicht kleinreden, aber meine Erfahrung zeigt, dass das meist nur ein Problem für die Männer selbst ist, will heissen: vielen Frauen ist es nicht so wichtig wie viel Haar da noch auf dem Kopf des Mannes ist, wenn der Rest stimmt.
Ob das jetzt beginnende Geheimratsecken oder schon fortgeschrittener mit Tonsur ist, ist uns eigentlich wirklich häufig egal.
Was nicht so toll ist, sind dagegen manche Versuche das zu verstecken: also „drüberkämmen“ ist gar nicht und einsprühen mit Farbe … gibt es wirklich Leute, die das machen? Offenbar. Haarteile sehen heute vielleicht nicht schlecht aus … aber irgendwann muss man auch die abziehen. Und Implantate sind auch eine ziemlich teure Angelegenheit.
Ok, es gibt noch Medikamente, die man anwenden kann … und die wirken auch tatsächlich, ABER – sie haben auch Nachteile. Das sollte man sich vorher gut überlegen.
Propecia – Finasterid, Regaine – Minoxidil(und Generika) wirken …
… solange noch Haarwurzeln da sind, die sie stimulieren können. Wo gar keine Haarwurzeln mehr sind, wächst auch damit nichts mehr. Sie generieren kaum neue Haare, sie machen nur, dass die welche es gibt, weniger ausfallen und wieder stärker / dicker werden.Rückgängig machen kann man da gar nichts, nur aufhalten.
… solange man sie nimmt. Sobald man damit aufhört, fallen die Haare wieder aus und man fällt auf den Stand zurück, den man hätte, wenn man gar nichts genommen / angewendet hat, das heisst: der Haarausfall wäre ja fortgeschritten, man hat also optisch nach dem aufhören oft weniger Haare als vor Beginn der Behandlung.
… wenn man sie täglich anwendet. Regaine (und Generika Neocapil etc.) muss man 2 x täglich auftragen / sprayen / tupfen, Propecia muss man täglich einmal einnehmen.
… aber haben auch Nebenwirkungen. V.a. Propecia ist bekannt dafür, dass es Potenzstörungen verursachen kann, v.a. am Anfang. Was ist euch lieber? Haare oder Sex?
Dann kommt noch dazu, dass keine Krankenkasse die Mittel bezahlt und dass sie nicht gerade günstig sind. Propecia kostet für 3 Monate an die 200 Franken. Regaine an die 100 Franken, Generika sind etwas günstiger.
Für Propecia muss man ausserdem ein Rezept haben und zum Arzt der das ausstellt, mindestens 1 x pro Jahr.

Das ist ziemlich viel für ein gutes Aussehen … und wie gesagt, viele Frauen
stört das gar nicht, wenn da nicht so viele Haare auf dem Kopf sind.
Darum Männer: steht zu euren Köpfen, wenn die Haare weniger werden: auch (sehr) Kurzhaarfrisuren sind elegant … und das Geld kann man dann für anderes brauchen: z.B. für einen edlen Restaurantbesuch, da hat auch eure Freundin viel mehr daran als von so ein paar Haaren….
Und ausserdem: es gibt tonnenweise gut aussehende Berühmtheiten mit Glatze. Patrick Steward zum Beispiel, oder Bruce Willis, oder Sean Connery oder oder oder … da ist man doch in bester Gesellschaft.
Da will die Migros doch anscheinend Medikamente verkaufen. Nachzulesen z.B. hier.
Na toll. Wie man sieht, sehen sie die Medikamente rein als Konsumartikel an – die offenbar keine Beratung brauchen.
Als Beispiel nennen sie Perskindol (eine Muskelsalbe), Supradyn (Multivitamine) und Aspirin.
Ausgerechnet ASPIRIN!
In meinen Augen zeigt das, dass sie wirklich keine Ahnung haben. Aspirin ist ein Medikament gegen Schmerzen und Fieber … und eines, das heute wohl Mühe hätte, durch die Tests und Studien zur Zulassung zu kommen. Zu viele Neben- und Wechselwirkungen.
Wen es interessiert, auf was man beim Aspirin-Verkauf alles achten muss, der lese hier nach: Aspirin und die umfassende Beratung.
Wer das toll findet, soll mal einen Blick nach Amerika riskieren und schauen, was für Probleme sie dort haben, eben weil sie solche Sachen auch im Supermarkt verkaufen. Viele Rückrufe von Medikamenten kommen nur daher, weil sie eben dort so missbraucht worden sind. Jedes Jahr Tausende Todesfälle wegen Wechselwirkungen mit eben diesen „harmlosen“ Medikamenten.
Aber das ist typisch für die Migros. Letztes Jahr war es der Medikamenten-Abholposten, dieses Jahr das.
