nochmals Danke an Steffi. Offenbar kommt nicht nur die Sonne daher? Sie schreibt zu den Bildern:
Das Capri-Apotheken-Schild fand ich total hübsch – die zugehörige Apotheke haben wir allerdings nicht gefunden. :-)



zu lesen einmal täglich
nochmals Danke an Steffi. Offenbar kommt nicht nur die Sonne daher? Sie schreibt zu den Bildern:
Das Capri-Apotheken-Schild fand ich total hübsch – die zugehörige Apotheke haben wir allerdings nicht gefunden. :-)



Grad wiedergefunden, ein paar Aussagen aus dem Apothekenmonitor / pharmajournal vom 13 6.17:
Das Vertrauen in die Apothekerschaft hängt davon ab, ob jemand über eine „Stamm-Apotheke“ verfügt. Dies ist bei fast drei Vierteln der Bevölkerung der Fall.
Das finde ich gut!
Geschätzt werden an den Apotheken die einfache Erreichbarkeit, die hohe Fachkompetenz des Personals und die unkomplizierte und kosteneffiziente Art, Gesundheitsprobleme zu lösen. Dagegen ist die Bereitschaft der Kunden für Beratungsleistungen selber in die Tasche zu greifen weiter gering.
Nichts neues, oder?
Als Gesundheitsrategeber wird dem Internet immer noch misstraut, dafür werden Freunde und Bekannte herbeigezogen – Laien, die wegen der starken gesellschaftlichen Fokussierung auf die Themen Gesundheit, Ernährung und Fitness als Gesundheitsakteure gelten und beraten. Gerne wird danach auch im Internet bestellt …
Ja, so ist das heute. Wir haben Konkurrenz durch Online-Handel und auch durch die selbstdispensierenden Ärzte. Wir müssen (!) mehr sein als reine Medikamenten-dispenser.
Die Apotheke emanzipiert sich zunehmend von ihrer Rolle als einfache Medikamentenverkaufsstelle. Auch erfreulich: die Akzeptanz der Bevölkerung dass Apotheken dank dem revidierten HMG selber gewisse rezeptpflichtige Medikamente in Eigenverantwortung abgeben dürfen ist hoch. Die Befragten würden sich aber wünschen, dass die Krankenkassen die Kosten für diese Medikamente übernehmen.
That’s it.
Steffi schickt uns noch ein paar Fotos ihrer Italienreise. Neapel sehen und sterben … aber offenbar nicht, weil es dort keine Apotheken gäbe …



Samstag hatten wir wieder einen typischen „Donna“. Vorausschickend: wegen Krankheit sind wir momentan (immer) etwas knapp an Personal. Es zählt jeder der hier ist – und wir sind eigentlich immer beschäftigt, momentan fast zu sehr.
Nun hatte Donna eine Kundin in der Kosmetik die sie während etwa 20 Minuten in Beschlag nahm und der sie eine ausführliche Beratung zu einer Kosmetikmarke gab. Die Kundin stellte Frage um Frage, wollte alles genau wissen wie und was, machte aber keine Anstalten etwas zu kaufen. Und dann meint sie: „Schreiben Sie mir doch auf, wie die Produkte alle heissen, die sie mir empfohlen haben.“
Und Donna, die bis zu dem Zeitpunkt sehr geduldig und freundlich war: „Hmm … Nein, das mache ich jetzt nicht.“
Ihr war da klar, dass die Kundin damit nur woanders die Produkte kaufen würde. Und das sagte sie ihr auch:
„Wenn ich das mache, gehen Sie mit der Info einfach woanders hin, die kaufen. Ich habe Sie jetzt 20 Minuten ausführlich beraten. Ich kann Ihnen noch ein, zwei Muster abfüllen und ich weiss alles, zu was ich Ihnen geraten habe. Wenn Sie etwas davon gut finden und kaufen wollen, kommen Sie später einfach wieder zu mir.“
Das ist ein Problem das mein Mann ebenfalls kennt. Er ist Velomechaniker und verkauft Velos. Momentan ist er ziemlich niedergeschlagen, die Verkaufszahlen sind schlecht. Diesen Sommer hat er diverse Kunden teils Stundenlang beraten und Velos gezeigt und testfahren lassen (mehrmals in einem Fall) – und einige von diesen gingen dann genau das so ausgesuchte Velo woanders kaufen. In mindestens einem Fall über die (nahe) Grenze. Ganz toll ist es, wenn diese Leute dann auch noch später mit dem Velo zurückkommen und von IHM den Gratisservice wollen.
Ich denke, er muss das vielleicht in Zukunft auch so machen, wie ich das Donna vorgeschlagen habe: Die ersten Paar Minuten Beratung sind wie bisher gratis – danach kann sie aber, in einem Fall wie oben einen Betrag (20 Franken?) verlangen, die dann beim Kauf von einem Produkt abgezogen werden. Der Kunde verliert dadurch nichts, wenn er etwas bei uns kauft – und wir verbrauchen keine wertvolle Arbeitszeit für Nicht-Kunden ohne irgendwelche Bezahlung.
In den USA gibt es neue Richtlinien zu den Blutdruckwerten. Bisher – und hierzulande bleibt das wohl zumindest bis Sommer 2018 auch noch so – gelten Werte ab 140/90 als Hypertonie, also Bluthochdruck. Die USA passen dies nun weiter nach unten an, auf 130/80.
Das finde ich jetzt nicht wirklich gelungen und eine fragliche Entscheidung.
Es hilft auch nicht viel, das quer durch die Presse zu ziehen, dass sie damit jetzt faktisch Millionen bis anhin als gesund geltende Menschen zu Kranken deklarieren, die behandelt werden müssen.
Bluthochdruck ist ein Problem das gesundheitliche Folgen hat: es steigert das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall, Herzinsuffizienz, Herzinfarkte, Niereninsuffizienz und Demenz. Senkt man den Blutdruck, so senkt man das Risiko für diese Erkrankungen und auch die Chance daran zu sterben.
Das ist nachgewiesen für die bestehenden Zielwerte von <140 systolisch und <90 diastolisch.
Klar: so Zielwerte wurden einmal festgelegt und sind insofern willkürlich: 139 ist noch „gut“ und 141 ist dann schon „schlecht“?
Aber meines Wissens nach ist es nicht in jedem Fall besser, den Blutdruck noch weiter zu senken.

Da gab es vor ein paar Jahren diese grosse „Sprint“-Studie, die das untersucht hat – und sie sind zu gemischten Ergebnissen gekommen. Eine Intensive Behandlung (mit mehreren Wirkstoffen zur Erreichen der Ziele eines Blutdrucks von unter 120) ergab zwar tatsächlich weniger Todesfälle, allerdings haben sie für die Studie eine Menge Patienten ausgeschlossen – sie gilt nicht für Diabetiker und Leute die schon einen Schlaganfall hatten, Patienten mit Nierenproblemen oder deren Bluthochdruck auf einem konkretem Leiden wie Niereninsuffizienz oder Schlafapnöe beruht. 80% der Leute in der Studie hatten auch keinerlei Herz-Kreislauf-Krankheiten, was nicht den aktuellen Gegebenheiten entspricht. Am meisten haben da diejenigen profitiert, deren Ausgangswert schon unter 132 lag. Es gab nicht signifikant weniger Schlaganfälle und Herzinfarkte – aber die Zahlen der Leute mit Herzschwäche ging zurück und auch der Todesfälle aus diesem Grund. Das wundert nicht, da die bei der Studie verwendeten Wirkstoffe auch Mittel waren, die gegen Herzinsuffizienz wirken … also war die gesenkte Sterblichkeit vielleicht nicht mal auf die Senkung des Blutdrucks, sondern auf die Verhinderung der Herzschwäche zurückzuführen.
Dann ist da das Problem, dass wenn man den Blutdruck auf unter 120 senkt, vermehrt (als Nebenwirkung) ein Absacken auf gefährliche Werte droht. So intensiv therapierte Patienten wurden häufiger ohnmächtig und sind umgefallen, der Elektrolythaushalt wird gestört und es gab mehr Fälle von Nierenversagen – deshalb muss bei einer solch intensiven Therapie auch wesentlich intensiver überwacht werden – die Leute müssen häufiger zum Arzt zur Kontrolle.
Der Effekt mag sich lohnen – bei einer bestimmten, definierten Patientengruppe mit hohem Risiko: höheres Alter und kardiovaskuläre Risiken. Und das mit der Herzinsuffizienz ist sicher zum im Auge behalten. Aber – eben, das gilt nicht für alle Patienten. Wenn, müssen da nicht nur neue Richtwerte her, sondern neue Richtlinien.
Besonders toll finde ich die Diskussionen, die ich in der Apotheke habe bei manchen Leuten, die den Blutdruck messen kommen und bei denen er zu hoch ist. Gerade letzthin wieder. Bitte: Mit einem Blutdruck von 170 zu 110 sollte ich nicht diskutieren müssen, dass die Werte ja „willkürlich“ seien und ja sowieso immer weiter gesenkt werden um „Gesunde zu Kranken zu machen“ damit die Pharmaindustrie davon profitiert. 170 und 110 ist ZU HOCH! Da sind wir so jenseits von den Grenzwerten, das ist nicht diskutabel, das ist so. Bitte gehen Sie doch (gleich) zum Arzt, damit der sich das ansieht.
Bei der letzten Person mit der ich diese Diskussion hatte, fand ich speziell spannend, dass sie das offenbar nicht nur mir nicht geglaubt hat, sondern auch 2 meiner Kolleginnen nicht, die ihr den Blutdruck im Abstand weniger Tage gemessen haben – sehe ich schön an dem Büchlein, wo wir die Werte für den Patienten eintragen. Werte bei allen vorigen Messungen zu hoch. Kommentare, die einen baldigen Arzttermin empfehlen. Und der Kommentar, sie vor der Messung mindestens 10 Minuten sitzen zu lassen. Ja – weil sie sonst die hohen Werte nicht glaubt. Besser geworden ist es (trotzdem) nicht von alleine. Also habe ich jetzt die Diskussion noch mal mit ihr. Hoffentlich geht sie jetzt.
Denn unabhängig davon, wie die Richtwerte sind: Viele Leute wissen nicht mal, dass sie einen erhöhten Blutdruck haben (merkt man ja häufig auch nicht) und sind deshalb nicht in Kontrolle beim Arzt. Und der kann am besten entscheiden, wie (und ob) er das therapiert.
Gelegentlich finde ich etwas auf Kickstarter, das mich interessiert. Und während manches ein Flop ist (die High-Tech-Handschuhe waren zum Beispiel alles andere als warm), manches lange dauert, bis es kommt (auf den Ulo warte ich jetzt ein Jahr!) klappt das bei anderem tatsächlich so wie’s soll. Zum Beispiel das hier:
Die Box ist das All-in-One Kit von Makeblock Neuron, einer „Electronic Building Platform“.
Die Box ist super. Die grünen Teile sind die Energie- und Kommunikations-Blöcke, machen WiFi, Wireless und Bluetooth-Verbindung. Die orangen Teile sind Kontroll-Blöcke: Knöpfe zum drehen, drücken, ein mini-joystick, Spracherkennung und das „funny-touch“ das auf Berührung reagiert, Input-Blöcke sind gelb, das sind Sensoren für Licht, Temperatur, Feuchtigkeit, Bewegung, Abstand, Farbe, Bodenfeuchtigkeit … Die Output-Blöcke sind blau: Damit kann man ein Display anhängen, Microfon und Lautsprecher, LED-Panel, LED-Steuerung, Buzzer (Geräuschmacher), Motor-Treiber, LED-Streifen. Und dann hat es Zubehör noch und noch: Laser-Pointer, diverse Kabel, Reifenteilchen, LED-Streifen und und und …
Alles sehr einfach zu verbinden mittels Stecksystem (magnetisch), zum Teil vorprogrammiert, zum Teil kann man selber die Reaktion ändern mittels App und einfachem „programmieren“ …
Ich habe das für Junior gekauft – und der liebt es. Er testet alle Möglichen (und teils unmöglichen) Verbindungen aus, kann schon selber die App bedienen und den Output der LED Anzeige auf die Sprachbefehle ändern. … Ich denke, das gibt noch ein Video, wo ich seinen Kommunikator (Verbindung per Wifi) zeige.