Hauslieferungs – Horror

Hauslieferungen, die wir übrigens gratis und wann immer möglich machen -sind manchmal für die Lehrlinge, die bei uns die Auslieferungen machen gar nicht lustig.

Zum Beispiel wenn die ältere und ziemlich übergewichtige Empfängerin die Tür öffnet und kein BH anhat sondern nur ein winziges Oberteil und Unterhosen. Das ist kein Spass für unsere weiblichen Lehrlinge und kann für die männlichen schon fast traumatisch sein. Wir versichern uns dann, das es nur Frauen sind, die die Auslieferung machen – oder telefonieren vorher, dass die Kundin sich bitte etwas anzieht ….

Das Bild diene nur als „optische Hilfe“ – man muss sich das Ganze noch ohne Sweater und ohne Rock vorstellen …

Quelle: People of Walmart

Andererseits hatten wir auch schon die Situation, wo der weibliche Lehrling sich bedroht fühlte, weil bei der Auslieferung der Freund der Patientin die Wohnungstüre hinter ihr abschloss, als sie hereinkam um die Anwendung der Medikamente und das Verbandmaterial bei der Abgabe zu demonstrieren. Der Mann war unheimlich und einschüchternd und das mit Grund. Als Drogensüchtig bekannt, ungepflegt und aggressiv – und eigentlich durchaus in der Lage die Medikamente für die Freundin abzuholen.

Das nächste Mal habe ich mit der Kundin verabredet, dass der Freund die Produkte holen kann, der ist nämlich gut zu Fuss – Falls doch einmal jemand gehen musste, verbot ich ihr in die Wohnung hineinzugehen und wenn möglich schickte ich da einen männlichen Lehrling.

Gottseidank kommen so Sachen nicht allzu häufig vor.

Labor ist gefährlich …

Das habe ich auch schon erwähnt.
Heute sehe ich in den Nachrichten gleich 2 Vorkomnisse mit Chemikalien aus/in der Apotheke:

Sprengstoffalarm in der Apotheke.

50 Menschen mussten evakuiert werden, weil eine Apothekerin eine Säure im Regal hat austrocknen lassen. Die verdickte Pikrinsäure hätte beim Herunterfallen eine stärkere Explosion als Dynamit auslösen können.

In einigen -vor allem älteren- Apotheken kann man wirklich überraschendes unter den Chemikalien finden. Im Laufe der Zeit häuft sich da einiges an – und wenn man da nicht regelmässig Kontrollen macht …

So wundert es auch nicht gross, wenn man den nächsten Artikel sieht:

Lebensgefährliche Beute: Einbrecher stehlen Zyankali

Nach einem Einbruch in eine Apotheke im unterfränkischen Kreis Miltenberg warnt die Polizei vor höchst gefährlichem Diebesgut. Offenbar entwendeten die unbekannten Täter nicht nur Bargeld und teure Medikamente – sondern auch das tödliche Gift Zyankali.

Da kann man nur hoffen, dass die Einbrecher das weisse Pulver nicht mit Kokain oder derartigem verwechseln und schnupfen …

Quicky (10)

„Ich bin allergisch gegen das Medikament, das mein Freund einnehmen muss. Können wir trotzdem küssen und Sex haben?“

Naja, wenn er sie schluckt, sind sie ja nicht mehr im Mund, dass man noch Kontakt damit hätte. Und im Sperma finden sich höchstens noch Spuren der Abbauprodukte. Also: Ja.

Mehr Quickys

Grrrrrr!

Kundin kommt abends mit Rezept für ein Schmerzmittel in die Apotheke.
Das Medikament gibt es schon eine Zeitlang, aber ich habe es bisher noch nie gebraucht und darum auch nicht an Lager.
Als ich ihr erkläre, dass ich es bestellen muss, reisst sie mir das Rezept aus der Hand und keift mich an: „Ihr lernt es nie! Genau darum lassen immer mehr Leute ihr Rezept von der Apotheke zur Rose* kommen. Es gibt Leute die haben Rheuma, wisst ihr?“

Sage ich: „Nun … das Medikament haben wir in den letzten Jahren NIE gebraucht und ich kann es auf morgen früh bestellen – … kann die Versandapotheke das auch so schnell?
Aber da ist sie schon aus der Apotheke gestürmt.

Grrrrrr! Solche Leute ärgern mich elend.

Klar, sie hat Schmerzen, aber andere haben das auch und reagieren nicht so.
Darum möchte ich an der Stelle mal an alle „Danke“ sagen, die nicht so sind. Ehrlich, ich schätze jeden einzelnen von Euch, die Ihr nett und freundlich und vielleicht sogar fröhlich seid und Verständnis habt, wenn man von den paar Tausend Medikamenten mal eines nicht an Lager hat.

*Versandapotheke

Die Zähne zeigen

Was macht man mit dem Kunden, der in der Drogerie bei jeder passenden -und unpassenden- Gelegenheit seine Dritten Zähne aus dem Mund nimmt und auf die Theke legt.

Zum Beispiel gestern: „Ich brauche eine neue Prothesenzahnbürste. Für diese hier“

*Klatsch* – liegen sie wieder auf dem Tisch.

(Igitt)