Fälschungen ??

Kunde in der Apotheke beim Einlösen eines Rezeptes: „Sie können mir auch diese Fälschungen geben, wenn es das gibt von meinen Medikamenten.“
Apothekerin: „Ich glaube sie meinen Generika?“
Kunde: „Ja, genau!, halt diese nachgemachten Dinger.“
:-)

Und dazu passt noch der hier:

Übersetzung: Medizin  keine Fälschungen

auf dem Schild einer asiatischen Apotheke (japanisch? chinesisch?). Sehr vertrauenserweckend.
Gefunden auf engrishfunny.com

Citrate in Limonade etc. und Medikamente

Teil 7 der Reihe Wechselwirkungen zwischen Nahrungs- und Genussmitteln und Medikamenten. Heute: Citrate

Limonaden, Obstsäfte, Wein, Brausetabletten enthalten Salze der Zitronensäure, so genannte Citrate. Schluckt man damit Medikamente, die Aluminiumsalze enthalten (z. B. die Antacida Riopan, Alucol), kann die
Aluminiumkonzentration im Blut ansteigen.

Mögliche Symptome: Anämie, Verwirrung, Krampfanfälle bis hin zum Koma. Aluminium steht außerdem im Verdacht, die Alzheimer Krankheit zu begünstigen.

Soviel zur Theorie. In der Praxis ist das eine Frage der Dosis: Wer nimmt Mittel gegen Magensäure und trinkt dann sofort viel Limonade? Kurzfristig sollte das kein Problem sein.
Aufpassen müssen höchstens Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und Kinder. Die sollten das nicht gleichzeitig einnehmen – ein Abstand bei der Einnahme löst auch hier das Problem.

… Mal abgesehen davon, dass Brausetabletten oder Kohlesäurehaltige Getränke sowieso nicht gut sind bei Magenbrennen und übersäuertem Magen.

Kaffeelöffel

Apothekerin: „Sie nehmen also 2 Kaffelöffel davon vor dem Essen.“
Kunde: „Aber ich trinke keinen Kaffee.“
Apothekerin: „Ich meinte ja auch nicht 2 Löffel voll Kaffee, sondern 2 Kaffee-löffel voll.“
Kunde: „Ja, aber wenn ich keinen Kaffee trinke, was mache ich dann?“
Apothekerin: „Dann nehmen sie einfach 2 kleine Löffel?“
Kunde: „Ok, das kann ich.“
…

und das ist einer der Gründe, warum es besser ist Mengenangaben von flüssigen Medikamenten in Mililiter (ml) anzugeben – und einen richtigen Messlöffel dazu abzugeben.

Angaben:
Tee- oder Kaffeelöffel: ca. 5ml
Ess- oder Suppenlöffel: ca. 15 ml (an manchen Orten auch nur 10ml)

Genug ist genug

Der Lehrling in der Drogerie ruft mich, nachdem sie für einen Kunden das Teppichreinigungsgerät aus dem Keller geholt, den Mietvertrag ausgefüllt und ihm gezeigt hat, wie es geht, weil der Mann über den Preis diskutieren will.
Der Kunde fragt, warum die Miete für das Teppichreinigungsgerät bei uns 20 Franken am Tag kostet – in der anderen Drogerie sei es nur 10 Franken.

Pharmama: „Das ist unser Preis.“ Viel anderes kann ich dazu nicht sagen.
Mann: „Aber ich bin Stammkunde!“
Pharmama: „Ja, auch Stammkunden zahlen die 20 Franken.“
Kunde grummelt: „In dieser Apotheke hat einfach keine gute Service!“

Moment! Soll ich das jetzt einfach so stehen lassen? Immerhin kenne ich den Herrn, und zwar nicht als Stammkunde: derselbe war vor nicht allzu langer Zeit schon einmal hier …damals habe ich ihm mühsam und mehrmals das Blutzuckermessgerät – das er im übrigen nicht von uns hatte – instruieren dürfen. Und ich habe ihm noch gratis ein neues als Austausch besorgt.
Das sage ich ihm dann auch so.

Was sagt er: „Aber das war gratis.“
Pharmama: „Das Gerät von der Firma ja, aber meine Arbeitszeit – die ist nicht gratis.“

Nein, ehrlich, das macht mich etwas stinkig. Jetzt haben wir ihm einige mal etwas gegeben, ohne etwas zurückzubekommen … und dann so was. Kein Service?

Als er dann noch mal erwähnt, dass er es anderswo günstiger bekommen kann, sage ich es: „Dann gehen sie doch da hin.“ Und räume die Mietunterlagen und alles wieder weg.
Genug ist genug.

P.S: es war nicht alles vergeblich: nur wenig später am Tag kommt jemand anders und mietet das Gerät.

Blutverdünner und Ernährung

So, die grossen Themen in der Reihe Wechselwirkungen von Nahrungs- und Genussmitteln mit Medikamenten haben wir abgehakt. Jetzt kommen wir zu den kleineren und manchmal kontrovers diskutierten Dingen.
Teil 6: Antikoagulation (Blutverdünner) und Nahrung:

Früher hat man gesagt, man muss aufpassen, was man isst, wenn man den Blutverdünner Phenprocoumon (Marcoumar) nimmt. Dem ist heute nur noch bedingt so:

Die Ernährung sollte unter einer Therapie mit Antikoagulantien vom Typ: Vitamin-K-Antagonisten (Marcoumar) in den Grundzügen gleich bleiben, ohne extreme Bevorzugung oder Ausschaltung bestimmter Nahrungsmittel. Es ist wichtig, die Ernährungsweise, unter welcher die Antikoagulantieneinstellung erfolgte, beizubehalten, insbesondere hinsichtlich des Verzehrs Vitamin-K-reicher Nahrungsmittel.

Vitamin K Gehalt in der Nahrung:

  • hohe Gehalte (> 100µg): Gemüse, insbesondere grüne, blattförmige Pflanzen (beispielsweise Blattspinat, Blumenkohl, Brokkoli, Grünkohl, Kopfsalat, Lauchgemüse, Rosenkohl, Sauerkraut, Soja, Zwiebeln)
  • mittlere Gehalte (10-100µg): Getreide, Eier, Kartoffeln und Fleisch
  • niedrige Gehalte (< 10 µg):  Fisch, Früchte und Milchprodukte.

Der Einfluss von Vitamin K-haltigen Nahrungsmitteln wird jedoch oftmals überschätzt.

Cumarinreiche Vegetabilien wie Waldmeister, Steinklee und Tonkabohnen sind hingegen zu meiden, weil die Blutverdünnung dann stärker ist.

Grössere Mengen Alkohol beeinflussen die Blutgerinnung ebenfalls.

Und nicht zu vergessen eine Menge Medikamente! Achtung bei Schmerzmitteln (nur Paracetamol macht keine Probleme) und einer Vielzahl anderer, v.a. rezeptpflichtiger Medikamente – hier ist eine Einstellung der Blutgerinnung und Überwachung wichtig.

Blutverdünner die man spritzen muss (Heparine wie Fragmin, Fraxiparin, Clexane) werden durch die Nahrung kaum beeinflusst. Sie können aber auch mit anderen Medikamenten Wechselwirkungen haben, v.a. solchen, die auch blutverdünnend wirkenden.