Auf Brennesseln

Kundin: „Was kann ich auf Brennesseln machen?“
Pharmama: „Sie meinen, auf die Haut, wenn sie von Brennesseln gestochen wurden?“
Kundin: „Nein, auf die Brennesseln selbst. Ich will sie weghaben!“
Pharmama: „Äh, vielleicht weiss jemand von der Drogerie ein Unkrautmittel … aber ich würde sie einfach abschneiden – mit Handschuhen geht das.“
Kundin: „Dann gehe ich halt in ein Gartengeschäft ein Mittel kaufen!“

Hmm. Wieso muss es immer die Chemieschleuder sein?

Apotheken in aller Welt: 15 -Bangalore, Indien

Dorotheesophie, die in Indien lebt schickt mir diese 2 Bilder und schreibt dazu:

anbei zwei Bilder aus Bangalore. Die beiden Bilder zeigen sehr verschiedene Apotheken, aber beide sind innerhalb meiner Laufweite. Bei der Apotheke, die geschlossen ist (auch hier gibt es sonntags Ruhetage), kann man sich vorstellen, wie es im Inneren des Geschäfts aussehen muss.

Die zweite sieht doch vielversprechend aus … ausser: Ist das in der Mitte der Aufgang? Nicht gerade Rollstuhlfreundlich, oder? :-)

Überraschungskinder

Gestern haben wir bei einer Diskussion im Geschäft festgestellt, dass einige von uns Überraschungskinder sind.

Wir haben da:
„gewollt, aber nicht geplant“ – Ein Pillenunfall.
„geplant und 7 Jahre später gekommen“ das bin ich … meinen Eltern wurde gesagt, dass sie keine Kinder bekommen könnten. Jetzt haben sie 2.
„sollte eigentlich ein Junge sein“ – bei der Ultraschall Untersuchung wurde den Eltern mitgeteilt, dass es ein Junge wird. die Überraschung bei der Geburt: es ist ein Mädchen!

Da sieht man, dass es auch mit der heutigen Wissenschaft immer noch Überraschungen geben kann.
Ist das nicht schön?

Und wie sieht es bei Euch aus?

Schneller als schnell …

Es ist 13 Uhr – und der Kunde kommt mit einem Rezept für Hormonspritzen für seine Frau (zur Fruchtbarkeitsbehandlung), die er unbedingt und dringend gleich heute noch braucht.
Ah, ja. An Lager haben wir sie nicht. Die Mittagsbestellung für heute 16 Uhr ist schon draussen und nachbestellen geht nicht mehr, dazu ist es zu spät – ich bekomme die nächste reguläre Lieferung morgen früh um 8 Uhr – und das ist ihm eventuell schon zu spät.

Hmm.
Da habe ich doch irgendwo ein Blatt? ah ja: da gibt es noch die Notfalldienst-Lieferung unseres Lieferanten (zwischen 18.30 – 7 Uhr morgens) – die müssten allerdings dann bis 19 Uhr (wo wir schliessen) hier sein – und sie kosten 300 Franken pro Lieferung Extra.

Hmm.
Telefon mit dem Lieferant ob es noch eine andere Möglichkeit gibt: Ja, nämlich Express-Lieferung innerhalb der Öffnungszeiten, das kostet („nur“) 100 Franken Extra.
– Nein, die Krankenkassen zahlen da nichts dran, das muses der Kunde selbst zahlen … und vorschiessen.

Da fällt ihm auf einmal ein, dass es ja noch eine Spritze zuhause hat.

Ok.

Kopfschmerzen

Kann mir eigentlich mal jemand erklären, warum ich meine Migräne immer in der Freizeit bekomme?
Ich meine: es ist ja Arbeitsfreundlich, aber …. echt.

Jetzt lege ich mich wieder hin. Sonst bin ich bis morgen nicht fit – und da muss ich arbeiten.

Tuben in Blind

Zu unseren Kunden gehören auch ein paar sehbehinderte und blinde Personen. Und ich muss sagen, ich finde es bewundernswert, wie diese ihr Leben meistern.

Dass das gerade mit Medikamenten nicht gerade einfach ist, kann man sich vorstellen. Heute finden sich zwar auf manchen Packungen Angaben mit Blindenschrift, aber bei weitem noch nicht auf allen.
Und ganz schwierig wird es mit Salbentuben, wie ich letzthin gemerkt habe.

Der freundliche blinde Mann, blieb wie gewohnt am Eingang stehen, damit wir ihn bedienen können.
Pharmama: „Was darf es denn sein?“
Mann: „Eine Tube Zahnpasta und eine Handcreme“.
Wir fanden rasch etwas passendes und gehen zur Kasse, da fragt er mich:
„Welche von denen ist die Zahnpasta?“
Ich schaue die Tuben an … und dabei geht mir das Problem auf: beide sind natürlich nicht in Kartons verpackt, keine ist mit Blindenschrift angeschrieben. Beide sind diese neueren Kunststofftuben …
Pharmama: „Diese hier (drücke sie ihm in die Hand), ist die Zahnpasta. Sie ist etwas schmaler und länger und hat einen Drehverschluss – die Handcreme ist etwas kürzer und breiter und hat einen Klappdeckel.“
Er hat sie beide in die Hände genommen und gut „angeschaut“ – na ja, angefühlt. Man muss sich das mal vorstellen: Wieviele Tuben hat man zuhause? Und was ist da alles drin? Von Zahnpasta über Senf bis Fusscreme – Verwechslungen wären teilweise fatal – und wenn man etwas neues kauft, muss man das erst mal wieder memorisieren.


Aber mir ist wieder einmal mehr bewusst geworden, wie abhängig ich von meiner Sehkraft bin. Selbst in so kleinen Dingen. Und meine Arbeit, die könnte ich blind nicht erledigen. Da bin ich grad wieder froh über meine Sehkraft. Trotz Brille.