ich: Lügner?

Also von *der* Kundin bin ich ja schon einiges gewohnt – sie kommt auch immer mit den unglaublichsten Geschichten, warum sie jetzt sofort ihre Stilnox (ein starkes Schlafmittel) von ihrem Dauerrezept (übrigens mit reglementierter Abgabe) braucht *

… aber dass sie jetzt behauptet, die letzte Packung Tabletten nicht bekommen zu haben, schlägt alles. Es ist im Computer dokumentiert und ich war es persönlich, die sie ihr gegeben hat.
Dementsprechend nennt sie mich also praktisch einen Lügner.
Na die soll nur wieder kommen!

 

*Da habe ich schon alles gehört: Von „mit der Handtasche gestohlen“ über „bei der Freundin in Italien vergessen – und die hat sie jetzt selber genommen“, bis zu „in die Toilette gefallen“ und natürlich diverse akut auftretende persönliche Probleme, dass sie dann eine höhere Dosis einnehmen „musste“.

Apotheken in aller Welt, 36: Szczecin, Polen

Matthias schreibt und schickt uns dies:

diesmal waren wir für ein Wochenende in Szczecin (Stettin), Polen. Das Wetter war miserabel, so ist dann auch das Foto geworden, aber ich fand es ganz witzig. Die Apotheke passt sich nämlich optisch der danebenliegenden Jakobskathedrale (http://de.wikipedia.org/wiki/Jakobskathedrale_von_Stettin) an, der größten Kirche Pommerns, und befindet sich zudem in der Farma-Straße. Zumindest fast ;)

„Apteka“ steht auf dem Schild am Haus – und das muss eine wirklich grosse Kirche sein, das Haus mit der Apotheke
scheint grad klein daneben.

Eins hinterher-schieben?

Abends nach 6 Uhr kommt ein junger Vater in die Apotheke und fragt nach dem Rezept, das der Arzt gefaxt haben soll für sein 3 jähriges Kind: Mefenacid Zäpfchen gegen Fieber und Schmerzen.
Der Arzt hat das Rezept aber nicht gefaxt und erreichbar ist er auch nicht mehr.
Ich entscheide mich für einen Vorbezug, unter anderem auch, weil das Kind die Mefenacid 125mg Zäpfchen schon gehabt hat. Das Rezept soll er morgen nochmal vom Arzt verlangen.
Alles abgeklärt und das Medikament abgegeben, der Vater ist zufrieden und geht.

Wenig später kommt das Telefon vom Vater: „Der Arzt hat aber 250mg Zäpfchen gesagt, die 125er hatte er ja, als er 1 Jahr alt war und jetzt ist er älter!“
Pharmama: „Tut mir leid, aber die Stärke gibt es nicht. Bei diesen Zäpfchen gibt es nur die Dosierung 125mg und dann springt es gleich auf die Erwachsenen-Stärke 500mg.“
Vater: „… Ja, soll ich dann einfach 2 Zäpfchen reinschieben?“
Pharmama: „Nein!“ (man stelle sich vor, wie unangenehm *das* ist) „– die Dosierung für 3 jährige ist bis maximal 4 x täglich 1 Zäpfchen – einfach etwas häufiger als früher.“ (2-3x täglich).“
Vater: „Ah, ok, gut.“

(Glück gehabt, Kleiner)

Zuckerpillen und Verhütung

junge Kundin: „Ich nehme neu die Pille Qlaira zum verhüten … und jetzt habe ich gelesen, dass die letzten 2 Tage darin Zuckerpillen sind – sollte ich während der Zeit eine andere Form des Empfängnisschutzes verwenden?“

Nein. der Empfängnisschutz ist auch in dieser Zeit gegeben – wie in der 7 Tage Pillenpause bei den üblichen Pillen auch.

Aber mir ist 10mal lieber, sie fragt, als wenn sie es einfach falsch anwendet – so wie der Teeny aus Amerika, die (auch bei Qlaira) gefragt hat: „Kommt es eigentlich drauf an, in welcher Reihenfolge man die Pillen nimmt?“ – und mit dabei hat sie eine Packung in der an verschiedensten, zufälligen Orten die Pillen herausgenommen wurden …

Arrrrhgh!

Apotheken in aller Welt, 35: Vadstena, Schweden

Von Fjarill habe ich das bekommen:

Als ich im Sommer in Schweden war und die Apotheke des Ortes sah, dachte ich an deine Bilderaktion und knipste ein Bild – allerdings ist es recht unspektakulär, man sieht eben nur das Haus von außen. Ich glaube, wenn ich reingegangen wäre und dort Fotos gemacht hätte, hätte ich mindestens seltsame Blicke der Schweden dort geerntet. ;)
Ach ja, der Ort heißt übrigens Vadstena und liegt direkt am Vättern – total schön da. :)

Auch interessant: Kein Kreuz, Kein „A“, immerhin steht da „Apotek“, was ähnlich genug klingt, dass ich es da probieren würde, wenn ich Medikamente bräuchte.

Was war es?

Erinnert sich noch jemand an den Kunden, der sich beklagt hat, dass er einen Auto-Unfall gemacht hat, nachdem er (hier vorwurfsvolle Stimme einfügen) ein Medikament von uns genommen hat  … ach ja, und Alkohol dazu getrunken hatte ?

Der Kunde war wieder da.

Jetzt wollte er es genau wissen: „Was für ein Medikament war das?“
Weil wir aufgrund seiner Aussagen unsicher sind, um was für ein Medikament es sich eigentlich handelte, gehen wir nochmal alle Bezüge von ihm vor dem Unfall durch und nehmen sogar die Packungen heraus, damit er sie sich ansehen kann.
Keine ist es. Nicht mal die Verdächtigen Codein oder Sirdalud.

Auf einmal fällt ihm der Name ein: „Zolpidem!“ Wir zeigen ihm eine Schachtel davon und er bestätigt das.

Nur … das hatte er nie von uns.

Genau da erinnert er sich daran, dass er das Medikament (übrigens ein Schlafmittel) vom Arzt direkt bekommen hat …

Tja.

Und jetzt tut mir der Arzt ein wenig leid, denn das ist sicher der nächste, den er besucht.