Apotheken in aller Welt, 37: Budapest, Ungarn

Ann-Kathrin schickt uns dies aus Budapest:

Endlich kann ich auch mal was zu dem tollen Blog beitragen, nämlich ein Foto von einer Apotheke aus Budapest, wo ich seit einem Monat lebe (und noch einige Zeit bleiben werde).

Es handelt sich um die/eine Apotheke am Ostbahnhof (Keleti pú.). Leider konnte ich sie erst fotografieren, als es schon gedämmert hat, da die Sicht auf die Apotheke, und der Zugang zu der Apotheke sehr begrenzt und eng ist, wie Du gleich siehst.
Für die Fotos musste ich mich kurz auf die Straße stellen, und hier ist eben nicht wie in Deutschland, wo man schön rücksichtsvoll mit Fußgängern ist. Renn oder Stirb, ist die Devise, und stehen bleiben kann man eben erst abends, wenn nicht ganz so viel Verkehr ist.

Da an dem Kreuz, da ist die Apotheke, links ist die Straße, im Hintergrund das große, gelbe Gebäude ist der Ostbahnhof.
Und einen kleinen Blick nach innen durch die geschlossene Tür konnte ich auch knipsen.
„Nyitva“ heißt übrigens „Geöffnet“

Hier ist noch ein Bild von einer weiteren Apotheke, sie ist direkt am Stadtwäldchen, ca 200 Meter vor dem weltberühmten Heldenplatz.

Interessant – und wer hätte gedacht, dass die Apotheken (zumindest von aussen) den hiesigen so ähnlich sehen?

Aber: In Gefahr braucht man sich wegen Fotos für mich schon nicht zu begeben, ok?

Beratungsgespräch

Kundin: „Ich hätte gerne eine Vicks Fiebersalbe“.
Drogistin: „Sie meinen die Erkältungssalbe?“ (andere gibt es nicht von Vicks)
Kundin: „Nein, die Fiebersalbe.“
die Drogistin zeigt ihr das Vicks Vaporup.
Kundin: „Ja, das ist es!“
Drogistin: „Ja, das ist aber nicht gegen Fieber, das reibt man ein, damit man besser Atmen kann bei Erkältungen.“
Kundin (schaut die Packung an): “Was, das ist so teuer? Gibt es da nicht etwas günstigeres?“
die Drogistin zeigt und erklärt ihr 2 günstigere Alternativen
Kundin (hört kaum zu): „Nein, nein, ich habe immer die Vicks gebraucht“.
Die Kundin grübelt ihr Münz zusammen – es reicht nicht.
Kundin (ärgerlich): „Wieso ist das denn so teuer!“.
Kundin geht ohne etwas gekauft zu haben…

(Seufz)

Nehmen Sie Medikamente?

Beim Dossier erstellen:

Pharmama: „Nehmen sie sonst irgendwelche Medikamente?“
Kunde: „Nein.“
Ich schaue ihn an und … irgendwie glaube ich das nicht. Alter, Gesichtsfarbe, …
Pharmama: „Also auch nichts rezeptpflichtiges?“
Kunde: „Nein.“
Hmmmm.
Pharmama: „Nichts, was der Arzt ihnen gegeben hat?“
Kunde: „Nein. Ausser den kleinen weissen gegen den Bluthochdruck und die fürs Herz, die sie mir im Spital gegeben haben.“

Aha!

Alt und neu

Gelegentlich bekommen wir mit den Medikamentenretouren auch wirklich alte Packungen zurück – vielleicht von einer Haushaltsauflösung oder aus der Hausapotheke der Grossmama. Jedenfalls finde ich das unglaublich spannend die alten Packungs-designs zu sehen und mit den neuen zu vergleichen.

Hier zum Beispiel Dentohexin (eine desinfizierende Mundspülung):

Falls ihr eventuell auch noch irgendwo so alte Exemplare habt (oder bekommt) – auch davon nehme ich gerne Fotos!

ich: Lügner?

Also von *der* Kundin bin ich ja schon einiges gewohnt – sie kommt auch immer mit den unglaublichsten Geschichten, warum sie jetzt sofort ihre Stilnox (ein starkes Schlafmittel) von ihrem Dauerrezept (übrigens mit reglementierter Abgabe) braucht *

… aber dass sie jetzt behauptet, die letzte Packung Tabletten nicht bekommen zu haben, schlägt alles. Es ist im Computer dokumentiert und ich war es persönlich, die sie ihr gegeben hat.
Dementsprechend nennt sie mich also praktisch einen Lügner.
Na die soll nur wieder kommen!

 

*Da habe ich schon alles gehört: Von „mit der Handtasche gestohlen“ über „bei der Freundin in Italien vergessen – und die hat sie jetzt selber genommen“, bis zu „in die Toilette gefallen“ und natürlich diverse akut auftretende persönliche Probleme, dass sie dann eine höhere Dosis einnehmen „musste“.

Apotheken in aller Welt, 36: Szczecin, Polen

Matthias schreibt und schickt uns dies:

diesmal waren wir für ein Wochenende in Szczecin (Stettin), Polen. Das Wetter war miserabel, so ist dann auch das Foto geworden, aber ich fand es ganz witzig. Die Apotheke passt sich nämlich optisch der danebenliegenden Jakobskathedrale (http://de.wikipedia.org/wiki/Jakobskathedrale_von_Stettin) an, der größten Kirche Pommerns, und befindet sich zudem in der Farma-Straße. Zumindest fast ;)

„Apteka“ steht auf dem Schild am Haus – und das muss eine wirklich grosse Kirche sein, das Haus mit der Apotheke
scheint grad klein daneben.