Noch ein Fundstück aus der Retourenkiste: Loceryl. Die Packung ist noch fast gleich gross, nur nicht mehr Plastik sondern Karton – und: der Hersteller hat gewechselt?!
Läuse –immer noch
Läuse wegzubekommen ist nicht einfach und scheint immer schwerer zu werden – wir sehen immer mehr Resistenzen und wenn eine ganze Schulklasse befallen ist, sollte man die Behandlung koordinieren, sonst stecken die Kinder sich gegenseitig wieder an. Auch jetzt nach den Herbstferien sehen wir wieder solche Fälle.
Aber zurück zum Thema. Läuse wegzubekommen ist nicht einfach … ganz sicher macht es das nicht einfacher, wenn ihr wirklich süsser Junge Rastalocken hat. Da kommt das Shampoo und die Lösungen zum ersticken der Viecher gar nicht richtig an die Läuse und Nissen ran – die haben da die beste Unterkunft. Und rauskämmen kann man die Nissen dann ja auch nicht.
So leid es mir tut, aber wenn sie nach diesem (dem 4.) Behandlungsversuch immer noch nicht weg sind, sollte man eventuell doch einen Haarschnitt ins Auge fassen. (Please don’t kill the messenger!)
Schön auch die Mutti, die mir erzählt, wie sie der Tochter die Haare über der Badewanne ausgekämmt hat und die ganzen Läuse in der Wanne herumwuseln ….
Mich juckts schon wieder, ich geh jetzt duschen.
Apotheken in aller Welt. 39: Berlin, Deutschland
Noga vom Alzheimerweblog hat sich nicht nur die Mühe gemacht die Apotheke von aussen und innen zu fotographieren, sondern auch noch etwas Geschichte recherchiert:
in Berlin-Mitte beim Hackeschen Markt Ecke Neue Schönhauser-/ Rosenthalerstraße befindet sich die älteste Apotheke Berlins (Gründungsdatum 1731): die Rothe Apotheke.
Es ist die schönste Apotheke, die ich kenne. Sowohl das Gebäude als auch die Apotheke steht unter Denkmalschutz, wobei das ganze Viertel (Spandauer Vorstadt) nach der Wende ein „europäisches Flächendenkmal“ wurde.Das Haus wurde 1929 im Stil der Neuen Sachlichkeit renoviert, kam in den folgenden Jahrzehnten sehr herunter und wurde nach der Wende ab 1995 restauriert.
Die Rothe Apotheke spiegelt in besonderer Weise die Zuwanderungs-geschichte Berlins. Entstanden ist sie infolge der Einwanderung von verfolgten Hugenotten aus Frankreich. Auch die Geschichte des letzten Jahrhunderts schlägt sich augenfällig nieder. Die Apotheke wurde arisiert. Der jüdische Eigentümer starb, seine Frau wurde deportiert. Ein Teil der Familie konnte nach England emigrieren. Nach der Wende wurde die Apotheke der in GB lebenden Enkelin rückübertragen. Mehr zur Geschichte der Rothen Apotheke steht hier.
Der Besitzer erlaubte mir, die Fotos zu machen. Allerdings hatte ich dafür nurden sehr kleinen Wartebereich vor dem Verkaufstresen – so etwa 3 Quadratmeter, denn die Rote Apotheke liegt in einer der teuersten Lagen von Berlin, deshalb muß der Platz so gut wie möglich genutzt werden. Eine Frau, die ich kenne, hatte schräg gegenüber einen Blumenladen, den sie 1995 aufgeben mußte, denn 100 DM Monatsmiete pro Quadratmeter konnte sie sich nicht mehr leisten. Inzwischen ist das Niveau für Gewerbemieten natürlich noch um Einiges höher.
In der Apotheke gibt es so viel zu sehen, daß ich stundenlang schauen könnte.
Hier sieht man noch einige Fotos vorwiegend aus der Perspektive der Mitarbeiter. Allerdings ist es im realen Leben nie so hell in der Apotheke. Die wurde extra für diese Fotos ausgeleuchtet.
Ach neee.
Mittagszeit, Minimalbesetzung und wir haben die Apotheke voll (inklusivem schreiendem Baby), alle sind am rennen und bedienen und beraten, da kommt noch ein Telefon.
Weil ich gerade mit meinem Kunden fertig bin, nehme ich es rasch.
Frau: „Hallo, ist das die Apotheke?“
(Ich habe mich vorher korrekt gemeldet)
Pharmama: „Ja?“
Frau: „Ich versuche den Coiffeur quer über die Strasse anzurufen, aber ich komme nicht durch – ich bin hier sehr beschäftigt – ich mache gerade meine Nägel – seien sie so lieb und laufen sie rasch rüber und sagen ihnen sie sollen aufhängen, damit ich durchkomme?“
Pharmama: „Klar.“ (hänge auf)
Mache nichts dergleichen.
(Vielleicht doch noch eine Erklärung hintendran. Ich bin sonst nicht so fies. Aber meine erste Priorität sind die – anwesenden- Kunden. Dazu zählt die Telefonierende nicht. Und aufhängen tun die beim Coiffeur schon irgendwann, auch ohne mein Zutun.)
Spielen wir doch einfach „Tabu“
Ein Mann kommt mit dem Rezept für seine Frau in die Apotheke. Auf dem Rezept Ovula – das sind Vaginaltabletten.
Man schreibt es sorgfältig an mit „Jeweils abends je 1 Ovulum in die Vagina geben.“
Der Mann liest das und sagt dann: „Sie sind schon ziemlich grosszügig mit ihren Fachwörtern. Erklären sie mir bitte, was Vagina heisst!“
Das war ein eher peinlicher Moment, der auch dadurch nicht besser wurde, dass die Mitarbeiter, die das mitbekommen haben – er hat laut genug geredet- alle plötzlich nach hinten verschwunden sind.
…










