Totale Verwirrung

Auf dem Rezept für ein Kind sind ein paar Medikamente, die ich heraussuche und anschreibe – die Mutter sucht in der Zwischenzeit im Laden etwas zusammen.
Als ich fertig bin und die Mutter wieder da, brauche ich noch ein paar Angaben, weil das Kind zwar im System ist, das letzte Mal aber schon länger her.

Auf dem Rezept stehen Name und Adresse, trotzdem frage ich nochmals nach, ob alles stimmt.
Pharmama: „Also: ‚Nils Holgersen, Gänsestrasse 15‘?“
Mutter: „Nein.“
Pharmama: „Oh, was ist dann die Adresse?“
Mutter: „Weihergasse 10“
Pharmama: „Aber sie haben einmal in der Gänsestrasse gewohnt?“
–       es kommt noch häufig vor, dass die Leute umziehen und dann denken sie, alle müssten das wissen, automatisch sozusagen.
Mutter: „Nein, da haben wir nie gewohnt.“
Pharmama: „Aber ihr Kind heisst Nils Holgersen?“
Mutter: „Äh, nein.“
Pharmama (total verwirrt): „Aber …  das Rezept ist auf einen Nils Holgersen ausgestellt ..“
Mutter: „Ah ja, das habe ich gesehen – ich dachte das sei der Name des Arztes.“
…
(Das Rezept ist aus dem Spital, aber der Stempel zeigt, dass sie eine Ärztin hatten … Nils??)

…
auch das gab ein Telefon.

(Alle Namen und Adressen sind natürlich auch hier frei erfunden).

Wie eine Krankenkasse ihre (teuren) Kunden vergrault

Originaltext hier im Tagesanzeiger. Hier nur 2 kleine Auszüge:

W. B. aus Zürich traute seinen Augen nicht, als ihm seine Krankenkasse Intras gleichzeitig mit dem Prämienaufschlag mitteilte: «Ab 1. Januar 2011 sind kassenpflichtige Medikamente in Apotheken ausschliesslich gegen Barzahlung oder mittels EC-/Kreditkarte erhältlich.» Für den HIV-Patienten bedeutet das, dass er künftig in der Apotheke fast 7500 Franken hinzublättern hat, wenn er seine Medikamentenration für drei Monate bezieht. Die Quittung muss er dann mit dem Arztrezept der Kasse einschicken und drei Wochen auf die Rückerstattung warten.

…
Die Umstellung des Vergütungsmodus begründet Intras damit, dass sie die «Eigenverantwortung der Patienten fördern» wolle. «Wenn die Patienten in der Apotheke selbst bezahlen müssen, haben sie einen Anreiz, auf ein Generikum zu pochen oder eine kleinere Packung zu beziehen.»

Na super. Dann kann ich die Intras nächstes Jahr auf die Liste der anderen Krankenkassen mit dem „tiers garant“-System setzen, wo die Kunden selbst in der Apotheke bezahlen müssen. Das gibt wieder die schönsten Diskussionen. Für mich in der Apotheke macht es keinen grossen Unterschied. Etwas weniger Arbeit vielleicht, weil ich die Rezepte nicht einschicken muss und ich habe das Geld gleich in der Kasse … ohne Wochen (oder gar Monate) darauf warten zu müssen.

Zu den „Selbstzahler-Krankenkassen“ gehören inzwischen:

  • Assura,
  • Fondation Natura Assurances (GM)
  • Intras (NEU ab 2011)
  • Maxi.ch
  • Moove Sympany
  • Sana Top
  • Sanagate
  • Sanitas Compact
  • Supra

… und wenn ich das richtig gelesen habe, macht die CSS selbst das dann 1 Jahr später wohl auch?

Kunden die „auf ein Generikum pochen“ … das finde ich leicht amüsant. Die meisten Apotheker machen die Kunden sowieso auf die Möglichkeit eines Generikums (wo vorhanden) aufmerksam. Und kleine Packungen mögen bei vorübergehenden Beschwerden vielleicht besser sein, aber bei chronischen Krankheiten sind mehrere kleine Packungen meist teurer als die entsprechenden grossen Packungen. Was die Krankenkasse da macht ist ein Teil des Verwaltungsaufwandes an den Patienten abwälzen … und sie hoffen natürlich auch darauf, dass eine Menge Rezepte die eingelöst wurden dann nicht eingeschickt werden.

Apotheken in aller Welt, 42: Puerto de la Cruz, Teneriffa, Spanien

Silvia vom NichtnocheinSeifenblog schickt uns dies:

Nachdem ich im Frankreich-Urlaub so gar nicht dran gedacht hab, mal ein paar Apotheken zu fotografieren, schicke ich dir hier nun zwei Bilder von einer Apotheke in Puerto de la Cruz auf Teneriffa. Das Kreuz blinkte natürlich und zeigt neben der Temperatur auch die Uhrzeit.
Mir gefällt das Schlangenmosaik besonders.
Drin war ich leider nicht, dafür in einer anderen Apotheke und die sah völlig gewöhnlich aus.

Apothekenkreuz und Palmen …. hach!

 

Verständigungsprobleme

Liebe Kundin … Nein, ich kann kein chinesisch. Und ich finde es etwas befremdlich, wenn Sie offensichtlich mindestens seit 2006 hier wohnen – zumindest habe ich von da noch ein von ihnen eingelöstes Rezept im Computer und sie immer noch nicht eine der Landessprachen können. Weder Deutsch noch Französisch oder Italienisch. Nix. Und Englisch nur so gebrochen, dass man es kaum versteht.
Und ganz hört die Verständigung offensichtlich auf, wenn ich sage, dass es für das Temesta, das sie wollen ein Rezept braucht.
Verständnisloser Blick- nochmals mir die leere Schachtel unter die Nase gehalten: „Das, das!“
Ja. aber- Sie wissen schon: „Arzt schreibt auf Papier, dann bekommen sie es von mir.“ (heh, das reimt sich!)
„Rezept, Prescription, Ordonnance … ja, vom Arzt, Doctor, Dottore, Medecin.“
Nein, das bekommen sie ohne nicht von mir.

Seltsame Formulierung

Aus einem Arbeitszeugnis:

… Sie hat die Anforderungen der Lehre in der Drogerie gut erfüllt und liess sich durch Probleme mit Lehrern in der Schule oder Mitlehrlingen am Arbeitsplatz nicht beirren und hat sich durch Leistung und Geradlinigkeit Achtung erarbeitet.

…

Mobbing?

Was haltet ihr davon?

Apotheken in aller Welt, 41: Spiekeroog, Deutschland

Melanie aus Oberbayern schickt uns diese Apothekenfotos:

wir waren kürzlich auf Spiekeroog, da mußte ich an Deinen Blog denken.
Anbei die Bilder der Apotheke die wir dort gesehen haben.

Zugegeben, ich musste erst nachschauen, wo Spiekeroog denn liegt. Hättet Ihr es gewusst?

Ah, eine norddeutsche Insel! – die Apotheke sieht auch recht beschaulich aus :-) kaum von einem normalen Haus dort zu unterscheiden.