Fundkiste – Suchanfragen

Immer wieder interessant: Mit was für Suchen die Leute auf meinem Blog landen:

ich brauche einen positiven gefälschten schwangerschaftstest – Ich will gar nicht wissen, wozu. Aber in ich würde dafür die Hilfe einer frisch schwangeren Kollegin in Anspruch nehmen…

schwangerschaftstest junge oder mädchen – Das Mädchen muss auf den Test pi… ach, so war das nicht gemeint?

wofür braucht die apotheke zyankali – Heute? Zu fast nichts mehr. Ursprünglich war es noch für Nachweistests von Chemikalien gebraucht, darum steht das noch in manchem Giftschrank.

kleinkind pinkelt ins meer – Echt?? Schockierend. Ich wette die grossen machen das genau so.

pille reicht nicht mehr arzt im urlaub -Ja. Schlecht. In Deutschland würde ich sagen: Vertreter des Arztes aufsuchen, in der Schweiz kann man es noch in der Apotheke probieren, wo man die Pille auf Rezept bekommen hat.

brustvergrößerung 80b zu d bildervergleich tropfenform – wie ist die Person denn hier gelandet? Die Antwort gibt’s wohl beim Schönheitschirurgen.

was passiert mit den rezepten nach der krankenkasse – Der Schredder, würde ich meinen.

ich brauche telefonummer von xenical wo mann bekommt oder wo man bestellen kann – via Arztrezept in jeder Apotheke. Alli (gleicher Inhaltsstoff) gibt es sogar ohne Rezept, wenn man die Voraussetzungen erfüllt.

wie kriegt man das naloxon aus der tilidin tablette raus – Süchtiger auf der Suche nach dem „besseren“ Kick. Selbst wenn ich die Antwort auf die Frage wüsste, würde ich das hier nicht schreiben. Sorry.

menstruationscups beim geschlächtsverkehr – Rausnehmen, würde ich sagen.

bemerkt man vergessenen tampon – Ja, irgendwann schon. (auf eigene Gefahr weiterlesen)

parkgebühren von krankenkasse übernommenDas würde mich wundern.

gehen zäpfchen auch über magen – Die Dinger sind nicht zum schlucken gedacht, sondern um sie sich in den Enddarm zu stecken. Bis zum Magen wandern die auch dann nicht hoch, also: Nein.

teebeutel sex -Was? Wie? Wo?

arzt rezept für 2 gratis eier – Also *das* erkläre mir mal jemand.

Patientenlogik

Ja klar. Wenn Ihr Arzt es verschrieben hat, dann muss es natürlich von der Krankenkasse übernommen werden.

Wenn das wahr wäre, würde ich mir vom Arzt ein Rezept ausstellen lassen für Schokolade, Kinotickets und eine thailändische Massage – all das stellt mich auf, wenn ich deprimiert bin – darum sind sie medizinisch notwendig.

Nicht?

Und was sollte für Euch über die Krankenkasse gehen?

Apotheken in aller Welt: 161: Höxter, Deutschland

Vielen Dank an Petra vom Blog Grenzwanderer !

Auf unserer diesjährigen Radtour durch u.a. Norddeutschland sind mein Mann und ich auf zwei nette Apotheken gestoßen.
Die Ratsapotheke in Höxter (Nordrhein-Westfalen) hat eine wunderschöne Fassade, in der man neben der Geschichte der Apotheke auch nette Reklame für den Apotheker findet. Die Schilder habe ich einzeln fotografiert.

Die Sprüche auf den Plaketten sind ja toll :-)

 

Erschwerte Angestelltensuche

Es ist schwierig, einen geeignete Apotheker (oder Apothekerin) zu finden.

Zumindest in der Schweiz ist es so, dass es fast zu wenig qualifizierte Offizin-Apotheker hat.
Die Erfahrung musste ich auch schon machen. Ganz toll ist es, wenn man recht rasch jemanden braucht. 3 Monate hat man ja oft Vorlaufszeit, aber heute ist auch das recht knapp, v.a. wenn man nicht „irgendjemand“ nehmen will. Ich habe auch schon ein paar Wochen 150% gearbeitet, weil ein Kollege abrupt gegangen ist, bevor wieder eine andere Apothekerin gefunden wurde.

Im Moment gehen allerdings zusätzlich noch Betrüger um:

… dass sich dubiose Stellensuchende auf diversen Internetseiten als eidgenössisch diplomierte Apotheker ausgeben und sich für Ferien – und Notfallvertretungen bewerben. Offenbar versuchen diese Personen einen Lohnvorschuss zu erhalten. Sie besitzen aber kein entsprechendes Apothekerdiplom und treten die Stelle unter einem Vorwand nicht an.

(Quelle: pharma30 vom September)

Was ich auch schon gehört habe ist von einer (deutschen) Apothekerin, die nach Unterschrift auf Vertrag nach Erhalt des Arbeitsplanes – 2 Wochen vor Jobantritt anruft und dann gleich im ersten Monat 2 1/2 Wochen Ferien will. Das hat sie vorher nicht angekündet und als man ihr erklärt, wie die Situation ist und dass das da noch nicht möglich ist … sagt sie: „Dann trete ich die Stelle halt nicht an.“

Und das geht! Denn schliesslich ist auch noch Probefrist und in der Zeit kann täglich gekündet werden. Dafür steht dann die Apotheke wieder am Anfang der Jobsuche.
Viel Möglichkeiten hat man da nicht, ausser vielleicht noch die Kollegen zu warnen, damit das denen nicht auch passiert. Und ehrlich, die Frau würde ich auch nicht einstellen bei mir. Verantwortungslos und Unzuverlässig irgendwer?

Unschön.

Apotheken in aller Welt, 160: Santa Cruz de La Palma, Kanarische Inseln

Danke an Julia für folgenden Beitrag:

Als regelmässige Leserin deines Blogs möchte Ich heute auch etwas zu deiner Apotheken-aus-aller-Welt-Sammlung beitragen. Hier schicke ich dir zwei Fotos einer Apotheke aus Santa Cruz de La Palma (nicht Palma de Mallorca, nicht Las Palmas de Gran Canaria, sondern gemeint ist die Hauptstadt der Kanareninsel La Palma). Schön altmodisch finde ich das Innere mit Kronleuchter und Stuck an der Decke. Das vor der Apotheke ist übrigens ein Lotteriestand, vielleicht um für die sprichwörtlichen Apothekerpreise gewappnet zu sein? ;-)

Die Decke ist ja wunderbar :-)

Das ist nicht korrekt!

Heute hatte ich eine Kundin, die sich ganz offensichtlich von mir nicht richtig behandelt fühlte.
So ganz klar darüber, was für ein Problem sie genau hatte, bin ich immer noch nicht, aber ich versuche es mal zu erzählen.
Dass sie nicht gut Deutsch sprach, hat das Ganze wahrscheinlich noch verschlimmert.

Also von Anfang an:
Sie kommt mit einem Rezept in die Apotheke.
Da sie noch nie hier gewesen ist, verlange ich von ihr die Krankenkassenkarte und lese sie ein.
Das Medikament haben wir leider nicht an Lager – was ich ihr sage – und dass wir ihr das Medikament auf den Nachmittag bestellen.
Das Problem fängt an, als ich ihr den Abholzettel für die Bestellung gebe.

Kundin: „Ich hätte gerne das Rezept.“

Pharmama: „Tut mir leid, aber das brauche ich, damit ich kontrollieren kann, ob das richtige gekommen ist und um es der Krankenkasse zu verrechnen.“

Kundin: „Wie teuer ist das denn?“

Pharmama: „35 Franken 40 – ich kann es aber via Krankenkasse abrechnen“.

Kundin: „Aber ich brauche das Rezept.“

Pharmama: „Zum abholen brauchen sie nur diesen Zettel hier – das Rezept brauchen sie nur, wenn sie es selbst zahlen und selbst einschicken wollen.“

Kundin: „Das ist nicht richtig so. Es geht über die Krankenkasse, dafür haben sie meine Karte genommen.“

Pharmama: „Ja, und damit ich es über die Krankenkasse abrechnen kann, brauche ich das Rezept. Ich kann ihnen eine Kopie davon machen, wenn sie wollen …“

Kundin: „Nein, nein, eine Kopie habe ich schon von der anderen Apotheke!“

(?) … das Rezept das ich in der Hand halte, ist definitiv ein Original.

Pharmama: „Dann reicht doch der Abholzettel.“

Kundin: „Nein, nein, da steht nicht drauf, dass es bezahlt ist – es ist ja nicht gratis.“

Pharmama: „Nun, gratis ist ja nichts, es geht einfach über die Krankenkasse … aber sehen sie hier: Auf meinem Teil des Bestellzettels steht drauf, dass es ein Rezept ist und via Krankenkasse abgerechnet wird …“

Kundin: „Aber ich will nicht, dass sie es abrechnen, ich komme es holen!“

Pharmama: „Wollen sie es dann zahlen?“

Kundin: „Nein, ich will das Rezept mitnehmen!“

Rinse and repeat … ich erkläre noch etwa 3x, dass ich das Rezept hier brauche zur Kontrolle und zum Abrechnen – irgendwie kommt die Info nicht an. Sie erklärt mir, dass ich das nicht richtig mache – darauf bin ich dann doch etwas angemifft … immerhin mache ich das jetzt schon über ein Jahrzehnt so … und bisher gab das noch keine Reklamationen, weder von der Kasse noch von irgendwelchen Patienten. Ich bezweifle auch, dass das eine andere Apotheke so viel anders macht. Das unschöne ist, dass sie, obwohl ich wirklich ruhig und freundlich bleibe und es ihr nochmals erkläre immer aufgeregter und schriller wird – und lauter. :-(

Schliesslich bin ich soweit, dass ich sie frage: „Was wollen sie? Soll ich das ihnen jetzt bestellen, oder nicht?“

Kundin: „Doch, sie haben es ja nicht hier und ich brauche das! Aber ich finde, sie behandeln mich nicht korrekt!“

Pharmama (die jetzt langsam genug hat): „Sie können das Rezept mitnehmen, aber ich sage ihnen gleich: Wenn sie nicht mit dem Rezept kommen beim abholen, dann bezahlen sie es trotzdem – ich kann es nur mit Rezept der Kasse verrechnen. Und wenn sie nicht innerhalb von 3 Tagen kommen, schicke ich das Mittel zurück, es sei denn, sie lassen mir das Rezept hier.“

Was ich vermeiden will ist auch, dass sie in 3 Apotheken das Rezept vorlegt und das Zeug bestellen lässt – es ist zwar nichts, was missbraucht wird, aber … es ist auch ein Aufwand das zu bestellen, nur um es nachher mit Verlust zurückzuschicken. Ein Wiederholungs-Rezept ist es auch nicht.

Kundin: „Aber das ist nicht ok, es geht über die Krankenkasse.“

Pharmama: Nur. mit. dem. (zeigt) Rezept.“

Kundin: „Aber wenn ich es nicht holen komme, rechnen sie mir das ab! Ich habe ihnen meine Krankenkassenkarte und alles gegeben!“

Was denn? beschuldigt sie mich jetzt, dass ich sie betrügen will?

Pharmama: „Wenn sie es nicht abholen kommen, schicke ich es wieder zurück.“

Kundin: „Sie machen das einfach nicht richtig!“

Pharmama: „………………..“

Wartend. Jetzt habe ich langsam genug geredet.

Kundin: „Bis wann haben sie offen?“

Sie kam es dann mit Rezept abholen und ich durfte es über die Krankenkasse nehmen.

Seufz.