Gute Zuhörer?

Es gibt ja verschiedene Typen von Zuhörern. Ich musste aber feststellen, dass sich nicht alle Strategien für alle Fälle eignen. Da gibt es zum Beispiel den Typ Mensch, der gerne den Gesprächspartner widerspiegelt. Das sind die, die in einem Gespräch gerne Teile von dem, was man gesagt hat wiederholen. So wie: „Ich gehe auf Thailand in die Ferien.“ „Oh, Thailand?“, „Ja, wir fliegen mit der Thai Air“ „Ah, die Thai Air?“ und so weiter.

Für manche mag das gut sein – weil egoschmeichelnd, aber das ist definitiv nicht für jede Situation geeignet. Vor allem, wenn es nicht nur Wiedergabe ist, sondern wenn man jeden Gedanken, den man hat, auch gleich ausspricht.

Letzthin in der Drogerie habe ich einen ganz extremen Fall mitgehört:

Drogistin: „Diese Grundlag…“

Frau: „Jaaa?“

Drogistin: „..Grundlage hat..“

Frau: „hat?“

Drogistin: „eine mattierende …“

Frau: „Ich mag lieber einer glänzende.“

Blick der Drogistin: grrr, ich bin amversuchenerwaszuerklären

Drogistin: „… Grundierung, aber nicht zu schwer. Ich …“

Frau: „Jaaa?“

Drogistin: „Ich habe …“

Frau: „Was denken sie, was eine gute Farbe für mich wäre?“

Ich bin erstaunt, dass die Drogistin es trotzdem geschafft hat, genug Information auszutauschen, dass ein Verkauf zustande kam.

Pop-ups? Werbung?

2 Leser von meinem Blog hier, berichten von einem „Pop-Up“ das auffordert zum folgen per mail.

Haben noch andere dieses Pop-Up? Von wo kommt das?

Und: sieht irgendwer auf der Seite Werbe-einblendungen oder so etwas?

Falls ja: meldet Euch doch in den Kommentaren oder im mail – vielleicht grad mit was für einen Browser ihr benutzt (Explorer, Safari, Opera …) und was ihr seht.

Wenn das ein allgemeines Problem ist, werde ich versuchen das zu lösen (ich habe zwar nicht so viel Ahnung wie, aber …)

Auch wenn ihr sonst noch eine Anmerkung habt zur Funktionalität von dem Blog … sagt es!

Nachtrag: Das Pop-up Problem habe ich gelöst und es beseitigt. Falls jemand sonst noch ein Problem mit dem Blog hat (oder Verbesserungsvorschläge): bitte melden!

tägliche Hauslieferungen

Wir machen Hauslieferungen für Kunden. Speziell für solche, die nicht gut zu Fuss sind.
Aber wir haben da eine Kundin, mit der haben wir immer wieder Probleme.

Anzumerken ist, dass das wohl die Kundin ist, die am weitesten von uns weg wohnt. Wenn eine Lieferung für sie gemacht werden muss, ist der Lehrling mindestens eine halbe Stunde weg. Es gäbe ein paar Apotheken, die näher dran wären, aber nein, wir müssen es sein.

Das ist schon ok, solange es nicht gerade tägliche Lieferungen sind. Aber genau das ist hier das Problem. Da kann man noch so nachfragen, ob sie auch alles hat … So auch gestern (Freitag):

Wir bringen ihr die bestellten Medikamente nach Hause und gleich darauf kommt das Telefon: „Ich brauche noch diesen Spezialverband. Der Arzt ist aber im Moment weg. Können Sie mir einen Vorbezug machen und es morgen vorbeibringen?“

‚Morgen’ ist aber Samstag. Und Samstag habe ich keine überschüssigen Leute, das heisst, da werden auch keine Auslieferungen gemacht – es sei denn, der Patient stirbt, wenn er es nicht bekommt. Also sage ich: „Ich kann ihnen dafür schon einen Vorbezug machen, aber sie müssten selbst jemanden schicken. Am Samstag kann ich keine Auslieferungen machen.“

Manchmal ist es schon interessant, dass es dann auf einmal nicht mehr so wichtig ist.

Wir sollen es Dienstag bringen.

Alt und Neu: Dorithricin

Von shug (?):

Da ich gerne in deinem Blog lese und du ja öfters alte mit neuen Medikamenten vergleichst, musste ich vorhin an dich denken, als mir diese alte Packung (drei Bilder im Anhang) in die Hände gefallen ist. Dürfte irgendwann zwischen 1960 und 1980 in Deutschland hergestellt worden sein. Hat leider nur eine Chargennummer und selbst im Beipackzettel steht keinerlei Datum, aber der Fundort (alter Arzneischrank mit Hausapotheke) und das Zeug, das noch dabeilag (durch ausgelaufenes Jod und Wasserschaden leider fast unkenntlich) lassen eine ungefähre Datierung zu.

und neu:

 

Dorithricin gibt es in der Schweiz nicht. Thyroqualin dürfte aber denselben Wirkstoff drin haben.

An der Stelle sollte ich mich wieder einmal bei meinen Lesern für ihre Einsendungen bedanken – die ich wirklich sehr schätze! Und dann muss ich mich entschuldigen, wenn es wieder etwas länger dauert, bis eine Antwort kommt, oder bis ein Beitrag veröffentlicht wird. Ich bemühe mich aber, nichts untergehen zu lassen!

Unbelehrbar

Ein Mann kommt in die Apotheke und fragt nach etwas für sein schmerzendes rechtes Ohr. Er sagt es „fühle sich an, wie wenn Wasser drin wäre.“

Ich schaue mir das an. Sein Ohr ist entzündet, der Kanal praktisch vollkommen zugeschwollen und so wie es aussieht hat er Eiter drin.

Ich sage ihm, er soll dringend damit zum Arzt, ich kann ihm nichts geben.

1 Stunde geht vorbei, da kommt er wieder, in der Hand eine Flasche Ohrentropfen gegen Ohrenschmalz, gekauft in einer anderen Apotheke.

Er hält mir das Fläschchen hin und sagt: „Ich habe jetzt das hier benutzt und jetzt brennt es im Ohr!“

Apotheken in aller Welt, 166: München, Deutschland

Santanyi schickt uns dies: Danke!

In meiner näheren Umgebung gibt es leider keine interessanten Apotheken, daher habe ich mich sehr gefreut, im Münchner Stadtteil Solln (kurz vor dem Ortsschild Pullach) an der Wassermann-Apotheke vorbei zu kommen.

Hinein konnte ich leider nicht – sie war schon geschlossen – aber beim Blick durch die Schaufenster fand sich sowieso nur die übliche „Standard-Einrichtung“.

Die Apotheke hat ein paar nette Details, wie der Dreizack als Schildhalter und das Bullauge als Durchreiche (für den Notfalldienst).