Noch ein Beitrag von Anonym:
Eine Apotheke in Paris – im Quartier Montmartre
das links vor dem Eingang sieht nach den Medikamenten-Lieferkisten aus. Die sehen fast aus, wie die bei uns auch.
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Noch ein Beitrag von Anonym:
Eine Apotheke in Paris – im Quartier Montmartre
das links vor dem Eingang sieht nach den Medikamenten-Lieferkisten aus. Die sehen fast aus, wie die bei uns auch.
Die Kundin war wieder da. Ja, die.
Echt, die Frau sollte man von den anderen Kunden separieren.
Situation: ich bin an einem Rezept, neben mir ist die Pharmaasistentin an einer Kundin mit Familie samt Kind an einer anderen gesundheitlichen Frage. Noch ein Kunde steht etwas zurück und wartet – in anständiger Entfernung.
Das erste, was Frau Aufdringlich macht, ist mir das Rezept vor die Nase zu halten.
Ich nehme es .. und lege es demonstrativ neben die Kasse: „Sobald ich hier fertig bin, kümmere ich mich um sie.“
Die Kollegin ist inzwischen mit der Familie fertig und gibt dem Kind unser Körbchen mit den Traubenzuckern, damit es eines aussucht.
Frau aufdringlich sieht das: „Darf ich auch?“
Die Pharmaassistentin hält ihr das Körbchen hin und sie … greift mit der ganzen Hand rein um eine Handvoll zu nehmen.
Kollegin: „Nur eines, bitte, wie die andern auch.“ Etwas angemufft legt sie die meisten wieder zurück.
Die Pharmaassistentin wendet sich dem wartenden Kunden zu und nimmt sein Rezept entgegen.
Fragt Frau aufdringlich: „Ist das etwa Viagra auf dem Rezept, dass sie es so eilig haben?“
Gottseidank nimmt es der Kunde mit Humor – wir daneben sterben fast vor Scham ob der aufdringlichen Frau.
Auch ich bin inzwischen mit meinem Rezept fertig und nehme ihr Rezept zur Hand. Ich lenke ihre Aufmerksamkeit mit ein paar Fragen auf mich – damit sie nicht auf die Idee kommt noch weiter andere Kunden anzumachen.
Ich lege ihr Medikament heraus, gebe alles ein, erkläre ihr die Anwendung.
Frau Aufdringlich: „Haben sie auch sicher das richtige erwischt?“
Pharmama: „Nun, es ist zumindest dasselbe, was auf dem Rezept steht – und laut ihnen auch für das Problem.“
(gekränkte Berufsehre meinerseits)
Frau aufdringlich: „Haben sie mir ein Glas Wasser? Ich will es gleich nehmen.“
Natürlich.
Während ich das Glas hole, wendet sie sich wieder meiner Kollegin zu, die inzwischen auch fertig ist.
Frau Aufdringlich: „Sind sie eigentlich schwanger?“
Kollegin (entsetzt) „Nein!“
Frau aufdringlich: „Wie heissen sie denn? … (schaut auf das Namensschild) , oh, sie haben den gleichen Nachnamen wie mein Freund …“
Und wenn wir schon dabei sind … ich hätte gerne ein paar Muster: Sonnencreme, Shampoo, Zahnpasta … und vielleicht eine Körperlotion?“
Als sie (endlich) draussen ist, geht ein aufatmen durch die Apotheke.
Eine anonym bleiben wollende Blogleserin schickt uns diese Fotos: Zwei Apotheken in Concarneau: der Bretagne. Danke dafür!
Lustig. Wiki weiss, dass Concarneau diverse Partnerstädte hat. Eine davon ist Bielefeld, Deutschland.
Mann: „Ich brauche etwas von meinem Dauerrezept.“
Pharmama: „Was brauchen sie?“
Mann: „Mein Etanol-Mepha“
Pharmama: …? denke: Etanol – Ethanol – Alkohol??
ich schaue etwas sparsam und suche in seinem Computerdossier.
Mann: „Die für meinen Blutdruck!“
Pharmama: (der Groschen fällt) „Aah, sie meinen die Atenolol.“
Mann: „Das habe ich ja gesagt.“
…
Naja, Atenolol und Ethanol ist nicht ganz dasselbe – und dass es Alkohol auf Rezept gibt habe ich auch noch nicht gesehen – ausser vielleicht in Haut-Rezepturen.
Noch ein Beitrag von Jette:
Die letzten Bilder sind von der Universitäts-Apotheke. Die Inneneinrichtung durfte ich zwar fotografieren, aber nur „für privat“. Sie besteht aus hohen Regalen und Schränken aus dunklem Holz, alles reich geschnitzt mit Ranken und Menschen. Auch am Thresen sind Bildfelder mit geschnitzten Reliefs, die märchenähnliche Szenen darstellen, mit Ranken und Tieren. Außerdem gibt es eine schöne (Kassetten-?)Decke und an einer Stelle ein hochgelegenes altes Fenster zum Nachbarraum, in dem ein Wappen (wie über dem Eingang) abgebildet ist. Im oberen Bereich der Regale sind diverse alte Geräte etc. ausgestellt. Einen minimalen Eindruck der Schnitzereien vermittelt ein Bild aus deren Internetpräsenz.
Sehr schön!
P.S: zur Raths-Apotheke in Göttingen hat sie auch noch einen Zusatz geschickt, den ich aber dort angehängt habe: Siehe https://pharmama.ch/2011/04/12/apotheken-in-aller-welt-102-gottingen-deutschland/
Wie schon erwähnt hatten wir in den Ferien dieses kleine Problem:
Das war einer der Reifen unseres Wohnmobils. Wie wir im Krüger Park, am 3. Tag unserer Reise bemerken durften – verlor er Luft. Das ist toll, weil man da nicht grad anhalten kann um ihn zu wechseln – die Löwen würden es einem zwar danken … Das Problem ist, dass der Reifen offenbar schon geflickt wurde: mit einem, wie mir mein Kuschelbär empört bei Nah-Ansicht des Reifens erklärte „billigen, äusseren Plug.“ Anscheinend absolute Pfuscharbeit und erstaunlich, dass das die Mietstation nicht bemerkt hat.
Wir haben den Reifen gewechselt und bei nächster Gelegenheit – etwa 100 km weiter bei Phalaborwa – den Reifen richtig flicken lassen. Ohne Ersatzreifen sollte man nämlich wirklich nicht herumfahren. Eigentlich … habe ich manchmal sogar gerne 2 dabei. Vor allem, wenn es so neben die üblichen Routen geht, wie in Afrika gelegentlich. Die Leute sind zwar sehr hilfsbereit … selbst beim Reifenwechsel auf dem Piknikplatz im Krüger hatten wir gleich 2, die uns mit Wagenheber und Schraubenzieher zur Seite standen. Und wir hatten enorm Glück, dass wir gleich einen Ort fanden, wo wir den Reifen flicken lassen konnten. Und dass das dann nur eine halbe Stunde ging.
Es sind zwar Ferien, aber … man hat doch häufig seinen Reiseplan: reservierte Unterkünfte, die man erreichen soll und so weiter. Da sind so „Zwischenfälle“ häufig viel unangenehmer, als wenn das Zuhause passiert. Dort weiss man ja auch häufig, wo man hin muss. In den Ferien dagegen …
Dasselbe mit medizinischen Notfällen. Davon sind wir zwar weitgehend verschont geblieben und ich habe wohl so praktisch die umfangreichste Reiseapotheke dabei, die man sich vorstellen kann (samt eigenen Nadeln und Spritzen, wenn wir in Afrika unterwegs sind), aber … wenn Junior genau am Anfang der Reise die eine Plombe, die er hat ausbricht, kann ich auch nicht viel machen. Ausser sehr gut schauen beim putzen und beobachten, ob Junior eine geschwollene Backe bekommt. Bekam er nicht. Zum Glück. Das wäre noch interessant geworden, in Durban oder Johannesburg (oder Nelspruit oder Graskop) nach einem Zahnarzt suchen zu müssen. Einen Plan hatte ich schon: ich würde einfach in die nächste Apotheke spazieren und fragen. Von denen habe ich nämlich einige gesehen unterwegs.
Zuhause war das alles kein Problem, da hatte er einen Termin, kaum dass wir zurück waren.
Und jetzt würde ich gerne von Euch hören: Was hattet ihr schon für Problemchen und Probleme in den Ferien?
Und: wie habt ihr sie gelöst?