Für die Wartezeit

Ein Fundstück von Nano:

Apotheken müssen sich schon vieles einfallen lassen um noch konkurrenzfähig zu sein. Ein Beispiel siehst Du hier. Plant ihr dies ebenfalls?

Oh je – Pausenunterhaltung wie am Telefon? Hauptsache, ich soll nicht singen, ich glaube, die Kunden sind zufriedener, wenn ich *nicht*
singe – ich bin absolut unmusikalisch.

Sind Sie Apothekerin?

Die Kundin liest das Namensschild der Kollegin: „Pharmaassistentin? Bedeutet das, sie sind Apothekerin?“

PA: „Nein, das bedeutet, ich bin eine Pharmaassistentin“

Kundin: „So, und was bedeutet (Nachname)?“

PA: „…das ist mein Name.“

Kundin: „Oh, dann sind sie Apothekerin?“

Klassischer Fall. Das braucht ein paar Erklärungen, z.B.: Wer arbeitet denn hier alles?

Apotheken aus aller Welt oder „Apotheken die eigentlich keine sind“

Ganz lieben Dank an Mona/cataya aus Bayern für diese Zusendung:

hier meldet sich eine stille, aber begeisterte regelmässige Mitleserin. ich habe hier evtl. etwas für deine Rubrik „Apotheken aus aller Welt“, aber eher ist es was für „Apotheken, die eigentlich keine sind“.

Dazu eine kleine Story: hier in Deutschland, genauer gesagt in Dachau im schönen Oberbayern wird eine Daily Soap namens *Dahoam is dahoam* (auf hochdeutsch: zuhause ist zuhause oder noch korrekter „Daheim ist Daheim“) gedreht. Darin geht es um ein kleines fiktives bayrisches Dorf namens Lansing und um das Leben und Miteinander seiner Bewohner. Alles sehr lebensnah und nicht, wie man es eigentlich von Seifenopern gewöhnt ist, überkandidelt. Unter anderem gibt es da auch einen „Zug’roastn* (einen Zugezogenen aus dem „verfeindeten“ Franken), und der ist Apotheker ;) Sehr schön dargestellt als naturliebender aber manchmal nicht verstandener Pharmazeut mit Leib und Seele. Und „seine“ Apotheke durfte man sich von aussen ansehen zum Fantag am 3.9.

Ein Apotheker im Film. Wenn das keine Erwähnung wert ist!

Dahoam is Dahoam ist eine Fernsehserie des Bayerischen Rundfunks. Sie wird seit 2007 ausgestrahlt. Die Serie spielt im fiktiven Ort Lansing. Gedreht wird auf dem Gelände einer ehemaligen Feinpappenfabrik am Rand von Dachau. Innerhalb kürzester Zeit wurden auf dem 15.000 m² großen Gelände alte Gebäude der Fabrik in das Filmdorf Lansing umgebaut. Die Landschaftsaufnahmen zeigen dagegen das zur Gemeinde Waging am See (Kreis Traunstein/Oberbayern) gehörige Dorf Tettenhausen im Rupertiwinkel.
Horst Kummeth spielte den Apotheker Roland Bamberger.

Foto: Bayerischer Rundfunk / Marco Orlando Pichler

Der sympathische Apotheker aus Franken ist ein echter Vereinsmeier. Kaum einer engagiert sich mit soviel Herzblut für Lansing wie der „zuagroaste“ Franke Roland Bamberger: Er leitet die Blaskapelle, ist im Schützenverein und bei der freiwilligen Feuerwehr. Mit seiner Apotheke steht er den Lansingern nicht nur in gesundheitlichen Fragen mit Rat und Tat zur Seite …

Quelle

Dann ist es für mich!

Der Kunde fragt in der Apotheke nach der Cortison-Creme, die der Arzt dem knapp 2 jährigen Kind aufgeschrieben hat, und die jetzt ausgegangen ist.

Die Apothekerin weigert sich, das ohne neues Rezept oder Arztkontakt abzugeben und erklärt ihm auch warum: Das Kind ist zu jung, da fällt die Anwendung unter Off label use. Die Creme kann bei ihm ernstere Nebenwirkungen haben (wie ein ausdünnen der eh‘ schon empfindlichen Haut), der Arzt hat das für einen bestimmten Zeitraum aufgeschrieben …

Der Kunde schaut der Apothekerin kalt in die Augen und sagt: „Dann ist sie halt für mich!“

Nein. SO nicht.

Web-Fundstück

Ich weiss ja selber, dass es nicht ganz einfach ist, auch nur eine einzige Tablette täglich und regelmässig zu nehmen. Aber *das* ist lächerlich:

Darunter steht: „Also bin ich durch die Kisten gegangen, die ich nie ausgepackt habe nach dem Umzug und ich denke, ich habe herausgefunden, wie ich schwanger geworden bin.“  (Quelle)

Tatsächlich.

Alkohol auf Rezept

Im Blog-Post Ethanol-Mepha habe ich erwähnt, dass ich noch nie ein Rezept für Alkohol gesehen habe. Das heisst natürlich nicht, dass es das nicht doch gibt … oder zumindest gab:

Das hier ist ein Rezept für Whisky – einzunehmen 1 Löffel 3 x täglich. Ausgestellt wurde das Rezept in Amerika zur Zeit der Prohibition, 1928 – als Alkohol für den öffentlichen Gebrauch verboten war. Er war aber noch erhältlich für „medizinische Zwecke“ mit einem ärztlichen Rezept. Zu der Zeit wurden Apotheken in Cartoons darum auch oft mit Barbetrieben verglichen …

Die Rezepte waren spezielle Rezepte, ausgestellt vom „U.S. Treasury Department Bureau of Prohibition“ – mit 2fach Durchschlägen. Das Rezept war nach dem Ausstellen nur während 2 Tagen gültig, die Personalien der Bezugsperson mussten kontrolliert werden und die Kopien mussten aufbewahrt werden, falls die Behörde später Einsicht verlangt. Das erinnert alles sehr an unsere Betäubungsmittelrezepte heute. Quelle