Ein Extasy

Junger Mann in der Apotheke: „Ein Extasy*, bitte.“

Habe ich richtig gehört? Habe ich was verpasst und das gibt es seit neustem beim ‚legalen Drogendealer‘?

Besser nachfragen.

Pharmama: „Für was brauchen sie es denn?“

junger Mann: „Für die Füsse.“

Ah – er meint Etiaxil! Das ist ein Mittel gegen Schweiss. Nicht *ganz* dasselbe :-)

 

(*Ja, ich weiss, eigentlich schreibt sich das Ecstasy – aber so hat es sich angehört)

Apotheken aus aller Welt, 322: Cuenca, Ecuador

dvizard, dessen Reisen man auf delnortealsur2012 nachlesen kann, schickt uns dies:

ich habe hier in Cuenca, Ecuador, ein echt schönes Apothekchen gefunden. Die meisten Apotheken hier sind sonst mehr oder weniger normale Lädeli à la Südamerika oder gelegentlich (die grösseren) à la USA. Die hier hat dagegen ein schönes Innenleben und stellt in den alten Holzregalen neben den dekorativen Flaschen etc. auch tatsächliche Verkaufsprodukte aus :)
Der Apotheker führte mich dann auch noch durch den hinteren Teil der Apotheke, wo gemäss seinen Angaben auch der älteste Kühlschrank der Stadt steht…

cuenca10

cuenca8cuenca9

Au – das sieht noch nach mehr Handarbeit aus, als bei uns – so viele Chemikalien zum Mischungen machen … Bei uns hat das (QMS sei dank) enorm abgenommen – es bringt nicht viel Chemikalien an Lager zu halten, die nach maximal 5 Jahren „verfallen“ für etwas, das man heute nur noch vielleicht einmal in der Zeit herstellen muss.

Auffallend: Das Schaugefäss – typisches Apotheker-Zeichen. Wer sieht es?

Klatsch.

Ich gebe der Mutter den zubereiteten Antibiotikasirup für ihr Kind.

Sie reicht ihn dem Mädchen.

Pharmama (zur Mutter): „Das ist eine Glasflasche, bitte seien Sie vorsichtig damit.“

Die Mutter reagiert darauf gar nicht.

Das Kind lässt die Tasche prompt beim herausgehen fallen. *Klatsch* :-(

– ihm mache ich keine Vorwürfe – Kindern fehlt es teilweise noch an manchen Fähigkeiten, Gleichgewicht und Taktiles wollen geübt werden, aber die Mutter … hätte es besser wissen sollen.

Jedenfalls kommt sie – mit Sirup-tropfender Tasche – zu mir zurückgelaufen, stellt die Tasche auf den Tisch und sagt:

„Geben Sie mir eine andere, die hier ist kaputt!“

… während der Sirup anfängt sich auszubreiten.

Pharmama: „Ja, jetzt ist sie das. Sie bekommen eine neue Flasche von mir – die wird aber auch berechnet. Und bitte tragen Sie sie jetzt selber.“

Ich gebe Junior auch Sachen zum helfen und tragen, wenn wir unterwegs sind – aber möglichst nichts allzu zerbrechliches. Ich weiss warum.