Apotheken aus aller Welt, 430: Edinburgh, Schottland

ich glaube, dass du die Apotheke, aus Edinburgh, Stadtteil Bruntsfield noch nicht in deinem Blog hattest. Ich habe 2 Aufnahmen, einmal die Apotheke grob in Gesamtansicht (wo das Apothekenkreuz zu erkennen ist und der Tiegel über der Tür) und eine Aufnahmen des interessanten Schaufensters (das andere Schaufenster hatte nur das große Kosmetikangebot)

Das Schild mit der Bitte nicht zu Rauchen, bezieht sich auf den überdachten Eingang, wo sich Raucher oft im regnerischen nördlichen Britannien zurückziehen. Studenten erhalten auf einige Produkte 10% Rabatt (verschreibungspflichtige Medikamente gehören da aber natürlich nicht zu), das Schild, was Studenten 10% Rabatt verspricht ist auf der einen Aufnahme grob im Fenster zu erkennen.

Kim

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Besten Dank an Kim! Ich sollte unbedingt auch einmal wieder nach Edinburgh, die Stadt hat mir sehr gefallen. Vor allem tagsüber. Nachts auf dem Velo den Alkoholleichen auf der Strasse auszuweichen weniger.

Schöne neue (verbundene) Welt

Neben dem direkten Besuch des Hausarztes gibt es inzwischen ja noch mehr Möglichkeiten sich medizinisch beraten zu lassen.

Ich bin kein Fan von Online-Ärzten wie Dr. Ed (oder Med?) oder die bei der zur Rose, wo sich jeder nach ankreuzen von ein paar Fragen à la multiplechoice ein Pseudo-Rezept meist für den Medikamentenversand ausstellen lassen kann. In Deutschland stellt sich inzwischen die Frage, ob eine Apotheke derartig ausgestellte Rezepte überhaupt akzeptieren soll.

Eine andere einfache Variante an ein Rezept zu kommen ist bei uns die Tele-Medizin. Der Arzt wird via Telefon konsultiert – er kann gezielter auf den Patienten eingehen. Das Rezept wird dann in eine Apotheke der Wahl gefaxt. Schön auch: der Arzt ist für Nachfragen erreichbar.

So sieht zum Beispiel so ein Rezept aus:

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Ich finde das ein ziemlich vorbildliches Rezept. Schön die genauen Dosisangaben und die Warnung wegen dem Antibiotikum zusätzlich auf die Verhütung zu schauen.

Der „telefonische Arztbesuch“ kostet etwas – eine Menge Krankenkassen übernehmen das aber wie eine normale Konsultation.

Was diese Ärzte aber nicht können, ist ein Arztzeugnis ausstellen für den Arbeitgeber … wobei genau das im Moment in Diskussion ist, dass sie das machen dürfen sollen.

Seit etwa 2 Jahren gibt es noch eine Variante mehr: netcare – da kann man in der Apotheke direkt den Arzt per Computerzuschaltung (also Ton und Bild) konsultieren.

Darüber habe ich schon geschrieben – siehe hier: Integrierte Versorgungsmodelle

Offenbar hat sich das System in den mitmachenden Apotheken gut eingeführt, so dass es ausgebaut werden soll. Dass aber jede Apotheke in der Schweiz das jetzt einführt ist weder praktikabel noch zu erwarten.

Schöne neue Welt.

Dass das den Hausarzt ersetzen wird, ist kaum zu erwarten. Aber ich denke, es sind Alternativen, die man im Auge behalten muss.

Apotheken aus aller Welt, 429: Leer, Deutschland

lange hatte ich mir vorgenommen, dir ein Bild von dieser Apotheke zu schicken. Gestern haben wir einen Ausflug nach Leer gemacht und ich habe endlich dran gedacht. Die Apotheke selbst ist völlig unspektakulär, das besondere ist der Springbrunnen davor.

Kathrin

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Danke Kathrin. Ein hübscher Brunnen. Aber der Apotheker dort muss aufpassen: in letzter Zeit kommen immer wieder auch Metallskulpturen und Brunnen weg. Da war sogar ein Fall von einem anderen Apothekenbrunnen dieses Jahr:

http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/nachricht-detail/nordrhein-westfalen-apotheken-brunnen-gestohlen/

Ohrschau

Am Morgen lese ich noch, dass es neu offenbar Kurse gibt in Otoskopie für die Apotheke – also die Untersuchung des äusseren Gehörgangs mit einem Otoskop … das ist das Ding, mit dem auch der Arzt in die Ohren schaut.

Ich bin noch am überlegen, ob das wirklich etwas ist, dass ich brauchen kann – ich meine: wie oft muss ich schon einem Patienten in die Ohren schauen? Die meisten Ohrentzündungen lassen sich (meiner Meinung nach) auch ohne das erkennen … und für mehr muss ich den Patient sowieso zum Arzt schicken.

Dann fragt mich praktisch die zweite Kundin an dem Tag, ob ich ihr helfen kann:

„Ich denke, ich habe noch ein Teil vom Wattestäbchen im Ohr.“

Sie zeigt mir den Rest des Wattestäbchens – ja, ich denke auch da fehlt ein Stück Watte.

Ein Blick mit einer Taschenlampe ins Ohr (Ja, Jetzt könnte ich das Otoskop tatsächlich mal brauchen) zeigt auch wirklich ganz hinten halb um die Ecke etwas weisses.

Allerdings so weit hinten, dass ich mich nicht getraue, das mit einer Pinzette herauszuholen.

Also schicke ich sie dafür zum Arzt, denn ich glaube auch mit spülen bekommt sie das nicht selber raus.

 

Ihr habt das bestimmt schon einmal gehört: Wattestäbchen gehören nicht in die Ohren. Das gibt immer wieder mal Verletzungen. Das Ohr reinigt sich innen selber und zuviel Ohrenschmalz schiebt man mit den Wattestäbchen eher noch zusammen, als das man das rausbekommt.

Und dann gibt es auch noch die Spezialisten, die es schaffen, sich das Wattestäbchen praktisch ins Trommelfell zu rammen – zum Beispiel wenn die Badezimmertür plötzlich aufgeht, weil der Partner reinkommt … Autsch.

Auch da nützt mir in der Apotheke ein Otoskop nicht wirklich viel.