Sogar Google …

… gratuliert mir zum Geburtstag sehe ich gerade:

bdayLustig :-)

Und was mir auch heute noch aufgefallen ist – ich komme wieder in google+ rein!

2011 habe ich mich da angemeldet – nur um 2 Monate darauf den Account suspendiert zu bekommen – weil mein „Alias“ dort unerwünscht ist. Nur Echtnamen, bitte.

Und jetzt – komme ich irgendweshalb wieder rein. Heisst das ich bin rehabilitiert? Wurden die Regeln allgemein gelockert? Wie steht das mit den anderen, die dort gesperrt wurden? Heh. Monsterdoc, Kinderdoc, wie sieht das bei Euch aus?

Also, falls ihr mich dort sucht: Hier mein Profil.

 

Bloggeburtstag!

Nein, kein Aprilscherz. Der Blog wird heute 6 Jahre alt – demnächst kommt er in die Schule … und dann lerne ich vielleicht auch in korrektem Hochdeutsch zu schreiben :-)

Jedenfalls wollte ich dafür Danke sagen, dass ihr hier mitlest, mitdenkt und mitkommentiert

 

Wie immer an Geburtstagen überlegt man sich, was das nächste Jahr so bringen mag. Das letzte Blogjahr war je ziemlich ereignisreich, habe ich doch erst im April den Blog auf Overblog gezügelt, habe über 400 neue Posts geschrieben, ist Anfang September (einen Monat früher als geplant) mein Buch erschienen, haben wir Probleme mit dem Kommentarsystem Disqus gehabt – was mich (unter anderem) Ende Januar dazu bewogen hat, doch wieder zu wordpress zurückzukommen. Puh.

Und was wird dieses Jahr? Ideen habe ich noch einige, wieviel sich davon verwirklichen lassen, wird sich zeigen.

Aber was wollt ihr denn von mir? (Umfrage im Post, bitte öffnen)

und wer will kann dem Blog hier ein kleines Geschenk machen:

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Apotheken aus aller Welt, 460: London, England

Bari war auch in London:

In London scheint es inzwischen fast nur noch Boots als Apotheke zu geben. Groß, haben viel und recht austauschbar.
Die kleine Apotheke konnte ich weiter auswärts in der Nähe der Abby Roard Studios entdecken. Aine alte Nachbarschaftsapotheke mit allem was man so braucht, und die Superdrug war eine Entdeckung aus dem Bus auf dem Weg zum Flughafen.

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Rezepte aus dem Ausland

Am Wochenende erreichte mich ein interessantes mail eines Kollegen mit einem Problem, das wir noch gelegentlich haben – und ihr, wenn ihr in einer Apotheke arbeitet wahrscheinlich auch.

Es geht um Rezepte aus dem Ausland und wie man sie handhabt.

Der Kollege hat folgendes mail von einer Kundin bekommen:

Sehr geehrter Herr Inhaber der Apotheke
Kürzlich verlangte ich bei Ihnen Surmontil mit einem Rezept von einer Psychiaterin in Palma de Mallorca. Ihre Apothekerin meinte ich brauche ein Schweizer Rezept. Sie hat es mir aber für einmal gegeben. Darauf kontaktierte ich meine Cousine, Apothekerin in Genf. Sie hat mir eine grosse Packung davon geschickt und meinte folgendes dazu:
Ein ausländisches Rezept ist in der Schweiz gültig, in allen Apotheken, von allen Ländern!
Das ist eine inkompetente Apothekerin…..sag es ihr!
Nur in England und USA kriegst du nichts mit ausländischen Rezepten. Nicht einmal ich mit Ausweis!
Als langjährige Kundin bin ich sehr enttäuscht auf diese Art behandelt zu werden.

Mit freundlichen Grüssen
Frau Kundin

Darauf hat der Kollege sehr freundlich reagiert:

Liebe Frau Kundin
Besten Dank für diese Rückmeldung. Es ist für uns immer wichtig, Meinungen unserer Kunden zu kennen und Fehler unsererseits allenfalls zu beheben.
In Ihren Fall hat die Apothekerin aber richtig gehandelt. Das Problem besteht darin, dass wir nach geltendem Gesetz (siehe Anhang Punkt 6.5. ausländische Rezepte) handeln müssen (dies müsste eigentlich auch Ihre Cousine wissen, betr. Inkompetenz).
Da Sie ja eine langjährige gute Kundin bei uns sind, hätte ich möglicherweise für weitere Bezüge beide Augen zugedrückt. Unsere Apothekerin kennt Sie aber wenig und muss daher, da sie zum Zeitpunkt der Abgabe die alleinige Verantwortung trägt, sich an die geltenden Gesetze halten. Sie hat also absolut richtig gehandelt und Ihnen trotzdem eine Packung abgegeben.
Gerne würde ich von Ihrer Cousine wissen, von wo sie denn diese Aussage her hat:
Ein ausländisches Rezept ist in der Schweiz gültig, in allen Apotheken, von allen Ländern!
Wir müssen uns an die Vorschriften des Kantonsapothekers halten, es wäre uns auch lieber die obige Aussage wäre korrekt und offiziell.
Ich hoffe Sie verstehen unsere Situation und hoffe, dass Sie weiterhin Kundin bei uns bleiben.

Mit freundlichen Grüssen
Inhaber der Apotheke

Darauf hat die Kundin folgendes zurückgeschrieben:

Lieber Herr Inhaber der Apotheke
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Ich werde dies an meine Cousine in Genf weiterleiten. Offenbar wird dies in Genf anders interpretiert! Allerdings habe ich in zwei Apotheken in Basel nachgefragt und beide sagten, ein ausländisches Rezept sei kein Problem. Auch ein Schweizer Arzt war erstaunt darüber. Ich finde es auch aus Kostengründen unsinnig für ein Medikament wie Surmontil extra einen Arzt zu konsultieren. Auch in Frankreich ist offenbar ein ausländisches Rezept gültig.
Mit freundlichen Grüssen
Frau Kundin

Der Anhang auf den sich der Kollege bezieht (und den er mitgeschickt hat) ist das Positionspapier zu den Ärztliche Verschreibungen  H010.01 der Kantonsapotheker (zu finden hier) in dem unter Punkt 6.5 Abgabe von Arzneimitteln ohne Rezept steht

Hinweis: Ausländische Rezepte sind grundsätzlich ungültig (vorbehalten sind spezielle Regelungen für Grenzpraxen). Eine allfällige Abgabe von Arzneimitteln ist wie eine Abgabe ohne Rezept zu handhaben.

… und genau so handhaben wir das bei uns in der Apotheke auch. Ein ausländisches Rezept ist wohl ein guter Hinweis darauf, dass das Medikament gebraucht wird, ist aber in der Schweiz nicht gültig. Man kann es auch nicht den Krankenkassen abrechnen. Eine Abgabe wird also wie eine „Abgabe ohne Rezept“ gehandhabt, das heisst, es gilt als Ausnahmefall und wird entsprechend abgeklärt und dokumentiert.

Ein Bezug wie für das Surmontil (Trimipramin, ein Antidepressivum) in den mails wäre dementsprechend einmal okay und kein grosses Problem, aber für die weiteren Bezüge müsste sie bei uns (auch als Kundin) ein Rezept eines Schweizer Arztes besorgen, auch als Kontrolle dass sie in Behandlung ist. Immerhin wohnt sie ja sonst in der Schweiz.

Im übrigen bezweifle ich ihre Aussage, dass das im (gesamten) Ausland (ausser den USA und England) problemlos ginge – In Deutschland ziemlich sicher nicht, Frankreich bezweifle ich auch sehr – bitte korrigiert mich, wenn das anders sein sollte.

Wir selber nehmen ausländische Rezepte an, wenn es zum Beispiel für den Verwandten eines Kunden im Ausland ist und das Produkt dort nicht erhältlich ist – das muss aber auch im Einzelfall entschieden werden- und Betäubungsmittel gehen da gar nicht.

Wie ist das bei Euch? Wie handhaben das die deutschen, österreichischen und französischen Apotheker? Habt ihr als Patienten schon Erfahrungen gemacht mit Rezepten aus/in anderen Ländern?

Rezension „Rezeptfrei“ Von Karin Wahl – mit Andreas Straub

Das Buch musste ich natürlich lesen – als direkte „Konkurrenz“ zu meinem: Haben Sie diese Pille auch in grün?  :-)

62 authentische Anekdoten verspricht das Buchcover von Rezeptfrei – und das bekommt man auch. Autorin Frau Wahl war 30 Jahre lang Apothekerin, hatte auch eine eigene Apotheke in Stuttgart und war aktiv im Apothekerverband Baden Württemberg – als Präsidentin und danach als Vorstandsmitglied der Bundesapothekerkammer.

Ihr Buch hat sie zusammen mit Andreas Straub geschrieben – der als freier Autor arbeitet seit er nach seiner Zeit als Bereichsleiter von Aldi Süd ein Buch über die internen Machenschaften des Einzelhändlers veröffentlicht hat (Inside Aldi & Co.). „Rezeptfrei“ ist aber kein Enthüllungsbuch, sondern erzählt – sehr feinfühlig – die Geschichten von verschiedenen Kunden aus Frau Wahls Apotheke.

Man spürt das Engagement der Apothekerin heraus … auch wenn man den – ich sag mal- Filter der Zeit und die professionelle Schreibhilfe merkt.

„Bedingung für diesen Beruf ist, Menschen zu mögen, aber auch ein dickes Fell zu haben.“ Sagt sie – und das kann ich vollständig unterstreichen.

Ihre Geschichten sind meist mehr nachdenklich machend als lustig– was ich aber auch einen guten Effekt finde. Und unterhaltend sind sie allemal – speziell auch für andere in Gesundheitsberufen arbeitende, die die Situationen oft wieder erkennen. Gelacht habe ich sehr über Frau Mulde – die gibt es irgendwie wohl in jeder Apotheke so  mit ihren endlosen (und oft seltsamen) Fragen. Schade fast, bleibt uns Frau Wahl die Antworten dazu schuldig.

Was mir fehlte war das Eingehen auf die – sagen wir jetzt mal speziellen Probleme, mit denen deutsche Apotheken heute zu kämpfen haben. Retaxationen durch die Krankenkasse zum Beispiel. Die kommen zwar in einer Geschichte (Peanuts) vor:

„Und was wird aus den bereits für die Kunden abgerechneten Rezepten?“

„Ja, die retaxieren wir selbstverständlich alle, nachdem wir jetzt davon Kenntnis haben.“

(nachdem die Apothekerin selber bei der Kasse angerufen hat um die gefälschten Rezepte zu melden).

„Da habe ich mir ja einen schönen Verlust eingehandelt.“

„Hätten Sie besser überlegt, bevor Sie anrufen.“

Retaxationen finden sich auch nicht im sonst erklärenden Glossar am Ende des Buches. Nur als Info: da erlaubt sich die Kasse wegen einem Fehler gleich das ganze Geld für die schon abgegebenen Medikamente von der Apotheke zurückzufordern. Egal ob der Fehler etwas wie die Rezeptfälschungen in der Geschichte war (böswillige Täuschung der Apotheke) oder auch nur ein Formfehler wie wenn die Dosierung nicht ganz korrekt auf Rezept angegeben wurde oder dass nicht genau das von der Krankenkasse gewünschte Generikum abgegeben wurde.

Eigentlich eine verpasste Gelegenheit die Leser (und damit die Öffentlichkeit) über derartige Praktiken zu informieren.

Ansonsten, wie geschrieben: ein unterhaltsames Buch, bestehend aus (kurzen) Geschichten zum zwischendurch lesen.

Meines … gefällt mir halt trotzdem besser. Meine Geschichten sind vielleicht auch nicht ganz so entschärft. :-/