Apotheken aus aller Welt, 462 : Bern, Schweiz

Nochmals Maggy (mit Dank!)

Zweite Station meiner Interrailtour war Bern. Beim Zytglogge gab es zwei Apothekeneingänge. Sie haben auch unterschiedliche Namen und daher denke ich, dass es zwei verschiedene sind. Allerdings wären zwei Apotheken in so kurzer Distanz schon ungewöhnlich.
Das sind 2 verschiedene – tatsächlich gibt es da noch mehrere.
bern12 bern13 bern11 bern14

Nerv‘ mich nicht?

Junger Mann in der Apotheke: „Hallo …. hätten Sie mir irgendwelche Medikamente, damit meine Mom aufhört, mich zu nerven? So was wie Valium oder Xanax?“

– Nee, das ist alles rezeptpflichtig.

Als er wieder weg ist fällt mir ein: ich hätte ihn noch fragen können, ob das jetzt für die Mutter oder für ihn selber gedacht war?

 

Apotheken aus aller Welt, 67: Bern, Schweiz

(Ursprünglicher Post vom 13. Dez 2010)

Von einem anonym bleiben wollendem Leser:

Es heißt ja Apotheken aus aller Welt, aber die Schweiz fehlte glaube ich bisher?  Ich hoffe mal, ich habe nicht durch den totalen Zufall deine eigene erwischt ;-)
Bären Apotheke in Bern, mir gefiel, dass sie noch etwas uriger wirkt :)

Oh, endlich! – ist zwar nicht meine (auch wenn es mir nichts ausmachen würde, wenn jemand mal die „erwischt“) aber endlich mal eine aus der Schweiz – und gleich ein Prachtsexemplar!

Update 2014: Maggy schickt uns das Foto von derselben Apothekebern15

die ist aber auch super gelegen, wie das Bild aus google streetview zeigt:

zytglogge

und Steffi schickt noch ein update 2016:

bern-baeren-2016

 

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Ein Bett von der Apotheke

Die Kundin, die immer sehr kompliziert tut und immer alles von anderen gemacht haben will, verlangt, dass wir der Krankenkasse anrufen, weil sie ein neues Bett will.

Frau: „Ich habe Anspruch auf ein Bett habe ich gehört – Sie wissen ja, dass ich Sozialhilfe beziehe und darum nicht viel Geld habe. Und Sie schauen, dass ich das bekomme.“

Pharmama: „Sie wollen ein Pflegebett? Haben Sie eine Operation oder etwas vor sich, nach dem sie länger nicht mehr aufstehen können?“

Notabene: die Frau ist nicht bettlägerig und gut mobil.

Frau: „Nein, ein einfaches Bett. Ich habe gehört, die Krankenkasse übernimmt das.“

Pharmama: „Ich bin ziemlich sicher, die Krankenkasse zahlt das nicht, wenn es sich nicht um ein Pflegebett handelt … und selbst dann bin ich nicht sicher, wie das übernommen wird.

Frau: „Und wenn ich ein Rezept dafür bringe?“

Pharmama: „Ich bezweifle sehr, dass der Arzt das ohne medizinischen Grund ausstellt – und: Nein, ich frage ihn nicht an.“

(Ich kenne sie – wenn sie irgendetwas abschieben kann, dann macht sie das).

Frau: „Ach, dann frag‘ ich ihn einfach morgen selber, wenn ich dort bin.“

„Bett“ findet sich nicht auf der Mittel-und Gegenstände-Liste, demnach ist das etwas was die Krankenkasse nicht übernehmen muss. Zusatzversicherung wäre eine Möglichkeit, aber selbst da fragt man am besten vorher an. Aber da ich „Bett“ nicht bekomme von unserem Lieferanten kann ich das auch nicht abgeben. Auch nicht auf Rezept.

Im Endeffekt war es ihr dann zu viel Aufwand und sie hat es gelassen. Obwohl sie „es zugute hätte!“ Nach ihrer Ansicht jedenfalls.

mehr Magie in der Medizin …

Die Suchanfragen gestern zeigen eine Häufung für die  Aufrufe meines Posts: Berliner Mauer, verdünnt – Wenn ich das richtig sehe, liegt das an der Sendung „Hart aber Fair“, worin sie über die Anwendung der Homöopathie diskutiert haben. Im Hintergrund war da auch mal eine Flasche mit „Murus Berlinensis“ zu sehen.

Mitdiskutiert haben Befürworter und Gegner der Methode. Ärzte auf beiden Seiten, dazu eine Heilpraktikerin und ein Medizinjournalist. Mit dabei war auch Dr. Eckart von Hirschhausen, seines Zeichens Arzt und Komiker- mit einer … vermittelnden Meinung dazu:

„Wir brauchen mehr Magie in der Medizin, denn Menschen sehnen sich nach Wundern. Gute Ärzte sollten sich um unseren Anspruch auf perfekte Reparatur genauso kümmern wie um unsere spirituellen Bedürfnisse.“

Das passt übrigens auch zu seinem neuen Programm, das sich „Wunderheiler – wie sich das unerklärliche erklärt“ nennt.

der Trailer für seine Show:

… und achtet mal darauf, was er bei der „Operation“ (um 1.43) da herausholt! :-)

Ganz wichtig ist der Placeboeffekt in der Homöopathie… und den könnte man tatsächlich als Magie bezeichnen.  Und obwohl ich nicht dafür bin, dass die alternativen Heilmittel ganz aus den Apotheken verschwinden … schon darum nicht, weil eine gute Apotheke eingreifen wird, wenn die Anwendung von Homöopathie eben nicht mehr angebracht ist … ich bin nicht dafür, dass das von den Krankenkassen von der Grundversicherung übernommen wird – dafür ist die Zusatzversicherung da. Für diejenigen, die das unbedingt wollen. Bitte schiebt das wieder dorthin, ja?