und nochmal Danke an Kanadafrau!
Danke auch, Doktor.
Apotheken aus aller Welt, 521: Kanchanaburi, Thailand
ich hoffe, du hast diese Bilder noch nicht, weil du ja selbst oft in Thailand unterwegs bist… :)
Danke, Kanadafrau, die hatte ich noch nicht – wobei ich sicher bin, die zweite schon gesehen zu haben! Kanchanaburi ist beim River Kwai – ja, da wo sie auch den Film „die Brücke über den River Kwai“ gedreht haben und wo die Todesstrecke der Eisenbahn endet.
Wunsch-Rezepte
Rezept (wie man sieht schon eine Weile her) – Computergeneriert, also lesbar, aber das ist schon das beste, was ich darüber sagen kann.
Erst mal war der Patient auf dem Rezept nicht identisch mit dem, der das dann eigentlich bekommen sollte, dann fehlen die Dosierungen (die handschriftliche Ergänzungen sind von mir nach dem Telefonat)
Und was ist mit dem Nifedipin? – Das Mittel, das über Gefässerweiterung gegen hohen Blutdruck wirkt, gibt es bei uns in 20, 30, 40 und 60 mg … und alles Retard-Tabletten. Die sollte man nicht teilen.
Antwort vom Arzt: „Die Patientin hat das gewünscht, sie hatte das anscheinend schon einmal. Ich habe einfach aufgeschrieben, was sie mir gesagt hat.“
Hmm, offenbar sind die Medikamente, die der Arzt heute aufschreibt reines Wunschkonzert?
Ich habe das dann in Absprache mit dem Arzt nicht abgegeben. Er war sowieso nur der Ersatzarzt für ihren, der dort in den Ferien war und weder er noch wir hatten Unterlagen, dass sie das überhaupt schon einmal bekommen hat und in welcher Dosierung.
Ich vermute, dass sie es irgendwann einmal für die Akutbehandlung einer „Hypertonien Krise“, also eines plötzlichen sehr hohen Blutdrucks bekommen hat. Sie hat auch (andere) Blutdruckmedikamente und momentan ist der Blutdruck unter Kontrolle. Das muss also warten, bis ihr Hausarzt zurück ist.
Eine Pille für … gegen …
„Haben Sie die Pille zum abtreiben?“
Das fragt mich das seltsame Duo das in der Apotheke steht. Die ältere Frau (50?) und der junge Mann (20-30).
Das heisst, eigentlich fragt nur die Frau – der Mann steht etwas belämmert daneben.
„Ah,“ sage ich „Wir haben die Pille danach … die ich unter bestimmten Umständen geben kann, aber …“ (die Formulierung war doch etwas seltsam, vielleicht meinen sie wirklich die Pille zum abtreiben, die gibt’s so nicht) „… wie lange ist es denn her seit dem Geschlechtsverkehr?“
„Es ist nicht für mich,“ sagt die Frau. „Und es ist jetzt etwa 3 Wochen her …“
Oh.
„Da bleibt ihnen nichts übrig, als mit der betroffenen Person zum Frauenarzt oder zur gynäkologischen Beratung zu gehen. Die Pille danach wirkt nur in den ersten 72 Stunden. Aber auch jetzt gibt es noch Möglichkeiten. Nur: sagen sie ihr, sie soll bald gehen.“
Man fragt sich manchmal, was für Geschichten und Schicksale hiner so (einfachen) Fragen stecken.
Something wicked this way comes (Rezension)
Halloween ist nicht mehr weit entfernt – und das ist eine Buchempfehlung, die perfekt dazu passt. Ray Bradbury – vielen vielleicht aus der Schule bekannt für sein Buch Fahrenheit 451 – liefert hier in seinem ur-eigenen Stil eine gruselige Vor-Halloween-Geschichte: Something wicked this way comes – Unbedingt auf englisch lesen!
In die amerikanische Kleinstadt kommt unüblich spät im Jahr ein Wanderzirkus. Für zwei 13-jährige Freunde wird das ein ungewöhnliches, dann geheimnisvolles und schliesslich gefährliches Abenteuer, denn der Zirkus bringt ein paar seltsame Attraktionen und Figuren. Das Spiegelkabinet zeigt mehr von einem, als man will, das Karussell ist nicht wirklich kaputt … und Inhaber Mr. Dark hat mehr zu verbergen, als man denkt. Immer tiefer rutschen Jim Nightshade und sein Freund William Halloway in die düstere Welt und die Geheimnisse ab. Auch ältere können ihnen nicht mehr helfen, denn das Alter selber … ist nicht mehr sicher hier.
Ray Bradbury zaubert mit seinem Stil einem hier dunkle Bilder in den Kopf … kein Wunder wurde das Buch verfilmt. … nur finde ich, kommen so Verfilmungen meist nicht an die eigenen Bilder heran :-)






