Time to say goodbye

Nicht für immer. Aber für die nächsten 2 Wochen bin ich ferienhalber abwesend … und dann ruht auch der Blog hier.

Für diejenigen, welche nicht ohne tägliche Dosis Pharmama auskommen empfehle ich dies hier:

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Was wir machen? Das:

Damit:

 Also: falls ihr zufällig auch unterwegs sind auf einem Kanal – winken!

Es könnte sein, dass wir es sind.

Ich verspreche auch zurückzuwinken :-)

Basteln mit Junior: Regenbogen-Reis

Rainbow-Rice, Regenbogen-Reis. Darauf bin ich beim Surfen gestossen und ich wusste: Das will ich mit Junior auch machen. Das Projekt ist auch etwas für kleinere Kinder, die Zutaten ungiftig und das ganze super-einfach. Das braucht es:

  • 6 Tassen Trockenreis
  • 6 Ziplock Tüten
  • Lebensmittelfarben: Gelb, Rot, Blau
  • Essig

In jede Ziplock Tasche mache man eine Tasse Reis.

In einem Gefäss daneben mischt man 2 Teelöffel Essig mit Lebensmittel-Farbe (mehr oder weniger, je nach gewünschter Intensität).

Dabei kann man auch schön ein bisschen Farbenlehre unterbringen:

  • Gelb und Rot gibt Orange
  • Gelb und Blau gibt Grün
  • Blau und Rot gibt Violett

Die Farb-Essig-Mischung gibt man zum Reis in die Tüten, schliesst sie gut (!) und überlässt Junior die Schwerarbeit, die Farben gut unterzumischen.

Danach sollte es etwa so aussehen:


Auf Backpapier ausgebreitet trocknet das ganze danach rasch an der Sonne (1 Tag maximal)

Und was macht man jetzt mit dem hübschen, bunten Reis?

Kleinkinder können das verwenden um den Tastsinn zu schulen – man kann in der Reismischung kleine Gegenstände verstecken, die sie heraussuchen müssen. Grössere Kinder können mit Leim und Reis farbige Bilder kreieren. Oder man kann es schichtenweise (wie Sand) in hübsche Gefässe abfüllen und die als Dekoration brauchen.

Das steht jetzt bei uns im Badezimmer. Mir gefällt es sehr!

Highlights aus den Reisen einer Apothekerin …

Inzwischen kommen auch die letzten von Euch wohl aus den Ferien retour … und wie üblich, wenn man reist, bin ich sicher, habt ihr auch einiges zu erzählen.

Ich bin schon ziemlich herumgekommen – mit den Eltern, mit meinen Freunden, mit meinem Mann und schliesslich mit meiner Familie. Und da gab es einige Erlebnisse, die werden mir für immer unvergessen bleiben.

So wie Damals …

… Der Taxifahrer, der uns 4 (Kuschelbär, mich und unsere Freunde) vom Flughafen Bangkok zum Hotel gebracht hat. Der Taxifahrer hatte Tourette Syndrom und verwarf immer wieder einmal seinen Kopf und die Arme.  Er hat uns in einem Stück zum Hotel gebracht, aber zumindest für unseren Freund, der neben ihm auf dem Vordersitz sass und seine unbeabsichtigten Verrenkungen von der ersten Reihe aus mitbekam … war das eine Horrorfahrt!

.. Oder als wir 4 unser Mietauto in Empfang nehmen wollten. Gemietet hatten wir einen Vigo -das ist ein grosser Toyota Hilux. Im Mietdepot haben sie uns vor einen winzigen Suzuki Vitara gestellt – der in einen Vigo gleich 2 x hinein gepasst hätte. Wir vier mit Gepäck für 2 Wochen unterwegs … wir sahen uns an, dann drehten wir uns alle um und sagte: „Okay, das war lustig. WO ist unser Auto?“ Das Problem: sie haben das gewünschte Auto nicht rechtzeitig vom Vormieter zurück bekommen … und keinen anständigen Ersatz, weshalb sie dieses Auto genommen haben – das im übrigen nicht einmal mehr im aktuellen Katalog abgebildet war. Es entsprach kaum der gleichen – geschweige denn besseren Kategorie … und es hatte zusätzlich noch diverse Defekte – so wie ein platter Ersatzreifen. Wir kamen schlussendlich doch noch zu unserem Vigo. Einfach ein paar Tage und ein paar hundert Kilometer weiter.

… Oder beim Mittagessen in einem griechischen Restaurant bei Athen. Der Klassenkamerad auf Matur-Reise bestellte einen gemischten Salat – was er wollte, war ein klassischer griechischer Salat. Bestellt hat er (da er kein griechisch kann): „One mixed Salad please“. Der Kellner hat ihn etwas seltsam angeguckt, also hat er seinen Wunsch wiederholt. Worauf der Kellner hinten verschwunden ist und – einige seltsam Sirrgeräusche aus der Küche später – mit einem griechischen Salat wieder aufgetaucht ist, dessen Bestandteile (Grüner Salat, Tomaten, Oliven, Feta) einzeln und fein … durch den Mixer gelassen worden waren!

… Oder das eine Mal, als ich mit der besten Freundin in Australien bemerken musste, dass das Hotel in Alice Springs, das ich gebucht habe alles andere als „in Zentrumsnähe“ liegt. Offenbar ist das ein – dehnbarer Begriff. Wir wollten uns trotzdem den Ort ansehen und sind losgelaufen – in sengender Mittagshitze und (wie’s einem vorkommt) quer durch die Wüste, der heissen Strasse entlang. Nach etwa 15 Minuten zügigem laufen hält ein Auto an und der Fahrer fragt freundlich, ob er uns mitnehmen soll zur Oase. „Oase? Wir wollten in die Stadt.“ – Oh, die liegt in die andere Richtung.
Das war dann der Moment, wo ich mir einen Kompass zugetan habe.

… Oder den Skorpion, den mein Kuschelbär in Namibia aus dem Hotelzimmer werfen musste. Ich weigerte mich, zusammen mit dem etwa 7 cm langen Tier das Zimmer zu teilen. Eigentlich weigerte ich mich sogar auch nur auf den Boden zu stehen, nachdem ich ihn unter dem Bett entdeckt hatte – ich stand wohl wie in einem schlechten Comic auf dem Bett und liess meinen Kuschelbär die sehr männliche Aufgabe erledigen, das Ungetier loszuwerden.

… Oder damals, als mein Kollege mich nachts aus dem Halbschlaf reisst mit den Worten „Weißt Du was das ist?“ – *das* war ein leises Schaben und Knistern. „Nein“ murmle ich „eine Maus vielleicht, ist doch egal“ … für mehr, war ich zu müde.
Und er: „wollen wir mal schauen?“ und macht im selben Moment das Licht an. Ich öffne die Augen, gerade noch rechtzeitig um etwa 50 Punkte (ohne Brille nicht näher definierbar), die vor dem Schlafengehen aber nicht da waren, aus der Erstarrung aufwachen und davonwuseln zu sehen. Ein paar davon direkt über das Bett. Das Zimmer war Heim von Dutzenden riesigen Kakerlaken. Brrr! Den Rest der Nacht blieb das Licht an. Das „You MAY see a bug“- Schild bei der Rezeption war definitv untertrieben.

Dort gelandet sind wir übrigens nur, weil wir wegen dem (s. Bild) nicht weiterkamen. Das Auto musste auch trocknen, nachher.

Im Rückblick ist all das lustig – und ich hätte es auch nicht missen wollen. Auch wenn es im Moment selber vielleicht gar nicht so toll war.

Und jetzt will ich von Euch hören: Was waren Eure bisherigen „Highlights“ von Reisen? Sachen, die ihr nie vergessen werdet, weil aussergewöhnlich, speziell – nicht ganz das was erwartet … aber am Ende doch ganz okay?

Los!

Neues vom Junior

Seit ein paar Wochen jetzt geht Junior (wieder) in den Kindergarten. Ihm gefällt’s sehr – und für uns ist dieser auch fast noch besser, da er wirklich sehr in der Nähe liegt. Einmal „über die Strasse fallen“ sozusagen und noch ein bisserl weiter. Leider ist besagte Strasse sehr befahren – und obwohl er sich sehr bemüht vorsichtig über den Fussgängerstreifen zu gehen (er stellt sich vor Überqueren der Strasse auf mit nach beiden Seiten in „Halt“-Position ausgestreckten Armen), traue ich dem noch nicht, das heisst: Über die Strasse geht er vorläufig nur mit Begleitung.

Sowohl mein Kuschelbär als auch ich arbeiten, aber wir haben uns aufgeteilt, dass immer einer ihn begleitet. Vorläufig ganz, später nach Wunsch nur noch über die Strasse. Ausser einmal in der Woche, wenn er auch am Nachmittag Kindergarten hat und ich am arbeiten bin – da geht er nach dem Kindergarten direkt Mittagessen an einem Mittagstisch – speziell für Kinder. Der ist praktisch direkt neben dem Kindergarten. Die ersten 2 Wochen hat jemand vom Mittagstisch die Kinder danach begleitet. Danach mussten sie es aber selber schaffen.

Jetzt ist es etwas doof, weil er ja nur 1 x die Woche geht – und in der ersten Woche gar kein Kindergarten am Nachmittag war. Das heisst, das erste Mal wurde er nach Hause gebracht. Erst beim 2. Mal hat man ihn in den Kindergarten begleitet. Öfter hat er ja nicht Mittagstisch, also war es das. Und das 3. Mal? Da stand er auf einmal vor der Haustüre und hat geklingelt – Kuschelbär war gerade in seiner kurzen Mittagspause in der Wohnung (zum Glück). Er ist also ganz alleine nach Hause gelaufen – über die Strasse. Puh. Ich sage nicht, dass es *nicht* geht – und ich bin froh, dass es nicht um die 12 Uhr war – dann ist nämlich dort sehr viel los, aber … mir ist unwohl. Trotzdem gut zu wissen, dass er seinen Weg im Notfall auch alleine findet.

Seitdem funktioniert das aber – auch mit dem Mittagstisch.

Was wir auch sehr nett  haben jetzt ist der „Kindergarten-Effekt“: Weil er unter der Woche jeden Morgen um etwa 7 Uhr aufstehen „muss“ – hat er sich da schon so dran gewöhnt …. dass das auch am Wochenende der Fall ist. Sehr zum Leidwesen von uns Eltern, die gerne „einmal nur“ morgens ausschlafen wollen.

Ist nicht.

Vögel anschauen

… beobachten ist das noch nicht, dazu braucht es etwas mehr Ruhe. Aber immerhin: Vögel anschauen. Im Tierpark. Und nicht nur anschauen:

wer erkennt sie?

               

Wisst ihr eigentlich, warum der Flamingo so schön rosa Gefieder hat? In der Natur, weil er viel Shrimps isst – wenn er das nicht macht, ist er auch eher weiss als pink. In den Parks sind Shrimps zum Füttern zu teuer, darum wird ein bisschen nachgeholfen. Die Flamingos bekommen Beta-Carotin (das ist eigentlich auch der Stoff, der Krebsschalen beim Kochen rot werden lässt) zugesetzt.

Der ewig lebende Hamster

Eine Mutter mit einem um die 8 Jahre alten Mädchen kommt in die Apotheke. Meine Pharmaassistentin übernimmt das Rezept der Mutter.

Als ich mit meiner Kundin fertig bin, frage ich das Mädchen, das bis dahin brav gewartet hat: „Willst Du ein Traubenzucker?“

Mädchen: „Au ja!“

Pharmama: „Das ist aber toll, dass Du Deine Mama begleitest.“

Kind: „Ja, wir sind beim Arzt gewesen, der hat uns etwas aufgeschrieben. Für Mama. Nicht für den Hamster.“

Pharmama: „Also geht es dem Hamster gut?“

Mädchen: „Ja, jetzt wieder. Eine Zeitlang war er gar nicht so fit, aber jetzt geht es wieder gut! Und morgen feiern wir seinen Siebten Geburtstag!“

Pharmama: „Sieben? Wow.“

Das überrascht mich jetzt doch sehr, ich selber hatte ja keinen Hamster sondern Meerschweinchen und später eine Katze, aber so ich weiss, werden normale Hamster vielleicht 3 bis 4 Jahre alt, Goldhamster etwas älter.

Also frage ich sie: „Ist das denn so ein grösserer Hamster?“

Mädchen: „Nein, der ist ganz klein – passt noch gut in meine Hand.“

Jetzt bin ich doch etwas irritiert, aber als ich den Mund öffne, um etwas zu sagen, sehe ich den Blick der Mutter auf mir, die gleichzeitig leicht den Kopf schüttelt.

Ich schliesse den Mund wieder, lächle und meine: „Dann sag’ ihm morgen auch meine besten Wünsche, ja?“

Die Mutter gibt mir ein stummes „Danke“ und die beiden gehen wieder.

Auch Haustiere sterben. Und häufig gehören diese Haustiere den Kindern der Familie – respektive, diese sind für sie verantwortlich. Umso stärker trifft es die dann.

Das gehört in meinen Augen zu den Lebenserfahrungen. Trotzdem verstehe ich natürlich auch die Eltern, die das den Kindern vielleicht nicht ganz so hart machen wollen.

Ich würde meinem Junior z.B. noch keinen Hamster geben – v.a. nachdem ich gehört habe, dass die übliche Lebenserwartung von denen bei 1-2 Jahren liegt … da weiss man schon, was kommt.

Aber wenn ich von Hamstern höre, die 5, 7, 10 Jahre gelebt haben … Ich weiss schon, was diese Eltern gemacht haben … das tote Tier unauffällig mit einem neuen ersetzt. Wer kann schon einen Hamster (oder Goldfische) vom anderen unterscheiden, wenn sie nicht gerade eine Auffälligkeit haben?

Aber: was, wenn die Kinder das dann einmal herausfinden?

Wobei … ich habe eine Kollegin, die hat auch so ein lang-lebendes Tier gehabt – und glaubt da nicht an Manipulation. Na – wer weiss? Methusalem-Tiere gibt es gelegentlich sicher auch …

(Nachtrag: habe zufällig das Bild gefunden und das alte ersetzt – ich finde das passt!)