Sturzbetrunken

Sturzbetrunken im wahrsten Sinn des Wortes war der Mann, der bei uns vor ein paar Tagen etwas gekauft hat. Am Anfang war ich nicht sicher, ob er nicht ein anderes Problem hat: er war sehr unsicher auf den Beinen. Es hätte auch ein neurologisches Problem sein können. Beim Bedienen musste ich ihn 2 x festhalten, weil er sonst einfach langsam umgekippt wäre.

Nach dem Bezahlen frage ich ihn nochmal, ob er Hilfe braucht … „Neinnn, geht schhhonn!“ meint er, macht drei Schritte … und fällt längelang hin!

Nachdem wir ihm wieder aufgeholfen haben klopft er sich kurz ab und schwankt dann aus dem Laden.

Ehrlich: dem gegenüber bin ich etwas hilflos. Kann / soll ich ihm helfen? Wie denn? Indem wir ihn und die Sachen heimbringen?

 

Hier sind noch ein paar betrunkene Leute mehr … eins haben sie alle gemeinsam: der Boden scheint auf sie eine grössere Anziehungskraft auszuüben …

Ungewöhnliche Geschenke

Gift box icon
Image via Wikipedia

Gestern habe ich etwas eher … seltsames als Geschenk verpackt.

Lid-Care – das sind Pads zum Reinigen der Augen und zum Abschminken. Die Kundin die das von mir verpackt haben wollte hat sich schon etwas dabei gedacht: Sie und ihre Freundin schenken sich immer irgendwelche Kleinigkeiten und da sie weiss, dass sie Probleme hat mit dem Abschminken – noch mehr wegen den Kontaktlinsen, die sie neu hat, dachte sie das wäre etwas für die Freundin, denn sie selbst findet die super. Die Alternative, die auch noch erwogen wurde wäre ein Spezialtee im Glas gewesen.

Also finde ich das zwar etwas seltsam, aber insgesamt … noch toll. Nicht so das 08-15 Geschenk. Durchdacht :-)

Aber jetzt die Frage an Euch: Habt Ihr schon einmal etwas eher seltsames als Geschenk verpackt? Das muss nicht im Beruf gewesen sein, auch zuhause gilt. Was war es und – wenn ihr es wisst: warum?

Was ich auch schon als Geschenk verpacken durfte waren ein Pack Kondome – ob das wohl gut angekommen ist?

 

Apotheken in aller Welt, 66:Den Haag, Niederlande

Von tiefblau:

gestern beim Bilder aussortieren bin ich über dieses Bild von einer tollen Drogerie in Den Haag gestolpert, eine der ältesten, mit ebenso alter Einrichtung.
Auch das Schild links oben ist uralt, wir konnten die gotische Schrift kaum lesen.
Sie befindet sich direkt im Zentrum, unmittelbar neben der größten Einkaufspassage.

Ok, ok, es ist also keine Apotheke – aber die Drogerie ist so hübsch, die musste ich einfach bringen.

Ehrlich währt am längsten

Die Kollegin in der Drogerie merkt, dass sie dem Kunden zuwenig herausgegeben hat – leider zu spät: er ist schon weg.

Weil es aber ein Stammkunde ist, telefoniert sie ihm später, dass sie ihm die 10 Franken auf die Seite legt, damit er sie abholen kann.

Der Kunde ist dankbar für die Meldung und kommt am nächsten Tag.
„Mit dem Geld, das ich gestern so nicht ausgegeben habe, gehe ich jetzt gleich 2 Lottoscheine kaufen!“ Strahlt er.

Und als er kurz danach wieder zurückkommt, drückt er der Drogistin einen Zettel in die Hand: „Das sind die Zahlen. Falls ich gewinne, bekommen sie die Hälfte!“

Nachtrag: Er hat tatsächlich etwas gewonnen!

Millionäre sind sie jetzt nicht, aber die beiden teilen sich die 30 Franken. :-)

Getestet und für „sehr gut“ befunden

In der Schweiz gibt es das Magazin K-Tipp, in dem auch immer Tests (und die Ergebnisse) zu verschiedensten Produkten drin sind.

Obwohl ich die Tests eigentlich noch gerne lese und sinnvoll finde, möchte ich an der Stelle jetzt doch einmal etwas Kritik anbringen.

Was bringt es dem Schweizer Leser, wenn sie Produkte zitieren, die nicht in der Schweiz erhältlich sind? Denn die Tests sind oft 1:1 aus dem deutschen Magazin „Öko-Test“ übernommen – was wohl im Text steht, aber von vielen Kunden nicht wahrgenommen wird. Und gelegentlich finden sich wirklich Sachen, die nur in Deutschland zu bekommen sind.

Oder aber: was bringt es, wenn sie Produkte hervorheben, die praktisch nicht zu bekommen sind?

Beispiel gefällig?

Im K-Tipp vom Oktober zum Beispiel über Körperlotionen.
Prominent dargestellt im Bild: Logona Bio Daily Care Sensitive Bodylotion
Steht im Text: … Sechs der „sehr guten“ Körperlotionen sind auch in der Schweiz erhältlich.
Naja. theoretisch ….

Kommt letztens die Kundin und will genau dieses Produkt.
An Lager haben wir es nicht, ich kenne es nicht, aber ich schaue mal.
Oh, gut! Es ist im GalDat Stamm unseres Computers.
Nur: Keiner der Grossisten (also der Zulieferer der Apotheken und Drogerien) hat das.

Ich verspreche der Kundin abzuklären, ob ich das bekomme – bei der Firma oder anderswo, mit dem „Cave“, dass es eventuell zusätzlich Porto und eventuell Einzelhandelszuschlag kostet. Sie will es trotzdem, also mache ich mich an die Arbeit.

Telefon an den Lieferanten von Logona: „Tut mir leid, Bestellungen sind erst ab einem Warenwert von 250 Franken möglich.“
Sie gibt mir aber eine Internetadresse und 2 Läden in der relativen Nähe, die Logona Produkte führen.

Laden Nr. 1 hat nur die Haarpflege und Babysachen von Logona,
Laden Nr. 2 hat es nicht an Lager „Könnte es aber bestellen“, die nächste Lieferung ist in einer Woche…

Im Internet finde ich es schliesslich. Es ist auch bestellbar, aber natürlich mit 7 Franken Porto (für ein ca. 11 Franken teures Produkt) und nur mit Vorauszahlung oder gegen Kreditkarte bei einem Kauf unter 50 Franken.

Der Kundin war das dann auch zuviel Aufwand (Internet hatte sie übrigens selbst nicht).

Das Produkt mag ja gut sein, aber … vielleicht wäre es besser, die Produkte zu nennen in den Tests, die man auch (einfacher) bekommen kann?