Alles in Münz!

Jedes Jahr vor Weihnachten haben wir wieder die grossen Schminkkoffer von Lauder. Die sind ein echtes Schnäppchen – vom Warenwert her etwa drei bis viermal soviel wie der Verkaufspreis – und darum entsprechend begehrt.

Nun hatte ich eine Kundin, die sich den Koffer speziell reservieren liess.
Und dann kam sie ihn holen und bezahlen.

Da habe ich erst gemerkt, wie beliebt das Teil ist – sie hat offenbar das ganze Jahr darauf gespart. Und zahlte es jetzt mit dem ersparten Münz.

In 2-Fränklern und 1-Fränklern und 50 Räpplern und ein paar 5-Libern!

Die hatte sie in 10 Franken-Päckchen mit Klebstreifen zusammengeklebt.

88 Franken in Münzen! – Das ist mal ein Anblick… Und ich durfte das dann nachzählen.

Aber ich hatte Zeit zum zählen (und um die zusammengeklebten Münzpäckchen auseinanderzunehmen) – die Kundin ist extra gleich am Morgen gekommen – und so nahm ich es mit Humor.

Kein Vertreterbesuch

Findet es irgendwer angemessen, dass der Vertreter von einer Firma, die wir nicht im Sortiment haben in der Mittagszeit (12.30 Uhr) unangekündigt ankommt, den Geschäftsleiter verlangt und dann stinkig ist, wenn man ihm sagt, dass wir:

  1. Vor dem Besuch ein Telefon haben wollen – zwecks Planung.
  2. Zwischen 12 und 2 Uhr grundsätzlich keine Vertreter empfangen – weil wir da auch Mittagszeit und reduziertes Personal haben.
  3. Jetzt sicher niemanden empfangen, weil ich nämlich am Mittagessen bin.

Pech. Bis nächstes Mal.

Hoppla!

In die Apotheke kommt eine ältere Frau. Sie bleibt vorne bei der Kasse stehen und schaut etwas … verwirrt? Ich bin nicht sicher, wie ich den Gesichtsausdruck deuten soll.

Jedenfalls gehe ich hin, zu fragen ob sie Hilfe braucht – aber sie winkt schon ab, bevor ich wirklich in der Nähe bin.

„Nein, nein, ich bin nur hereingekommen, weil ich meinen Rock verliere!“

Sagt’s und in dem Moment fällt besagtes Kleidungsstück auch schon – und sie steht in den Unterhosen, den Rock an den Knöcheln da.

Hoppla.

Etwas „it stays“, vielleicht? (das braucht man, damit die Stützstrümpfe besser halten ).

Seltsame Formulierung

Aus einem Arbeitszeugnis:

… Sie hat die Anforderungen der Lehre in der Drogerie gut erfüllt und liess sich durch Probleme mit Lehrern in der Schule oder Mitlehrlingen am Arbeitsplatz nicht beirren und hat sich durch Leistung und Geradlinigkeit Achtung erarbeitet.

Mobbing?

Was haltet ihr davon?

Läuse –immer noch

Läuse wegzubekommen ist nicht einfach und scheint immer schwerer zu werden – wir sehen immer mehr Resistenzen und wenn eine ganze Schulklasse befallen ist, sollte man die Behandlung koordinieren, sonst stecken die Kinder sich gegenseitig wieder an. Auch jetzt nach den Herbstferien sehen wir wieder solche Fälle.

Aber zurück zum Thema. Läuse wegzubekommen ist nicht einfach … ganz sicher macht es das nicht einfacher, wenn ihr wirklich süsser Junge Rastalocken hat. Da kommt das Shampoo und die Lösungen zum ersticken der Viecher gar nicht richtig an die Läuse und Nissen ran – die haben da die beste Unterkunft. Und rauskämmen kann man die Nissen dann ja auch nicht.
So leid es mir tut, aber wenn sie nach diesem (dem 4.) Behandlungsversuch immer noch nicht weg sind, sollte man eventuell doch einen Haarschnitt ins Auge fassen. (Please don’t kill the messenger!)

Schön auch die Mutti, die mir erzählt, wie sie der Tochter die Haare über der Badewanne ausgekämmt hat und die ganzen Läuse in der Wanne herumwuseln ….

Mich juckts schon wieder, ich geh jetzt duschen.

Beratungsgespräch

Kundin: „Ich hätte gerne eine Vicks Fiebersalbe“.
Drogistin: „Sie meinen die Erkältungssalbe?“ (andere gibt es nicht von Vicks)
Kundin: „Nein, die Fiebersalbe.“
die Drogistin zeigt ihr das Vicks Vaporup.
Kundin: „Ja, das ist es!“
Drogistin: „Ja, das ist aber nicht gegen Fieber, das reibt man ein, damit man besser Atmen kann bei Erkältungen.“
Kundin (schaut die Packung an): “Was, das ist so teuer? Gibt es da nicht etwas günstigeres?“
die Drogistin zeigt und erklärt ihr 2 günstigere Alternativen
Kundin (hört kaum zu): „Nein, nein, ich habe immer die Vicks gebraucht“.
Die Kundin grübelt ihr Münz zusammen – es reicht nicht.
Kundin (ärgerlich): „Wieso ist das denn so teuer!“.
Kundin geht ohne etwas gekauft zu haben…

(Seufz)