Sind sie sicher?

Frau in der Apotheke nach dem Erhalt des Verschriebenen Medikamentes:

"Ich bin allergisch auf Penicillin. Kann ich das nehmen?"

Pharmama: "Ja. Das geht."

Frau (vorwurfsvoll): "Sind Sie sicher? Sie haben es nicht nachgeschaut, wie können Sie da sicher sein?"

Pharmama: "Das hier ist ein Mittel gegen Depressionen. Der Wirkstoff ist nicht verwandt mit Penicillin. Das macht keine Probleme."

Frau (schaut ihr Medikament an): "Ich denke, ich werde es noch nicht nehmen – ich muss das erst mit meinem Arzt besprechen."

Pharmama: "Dem Arzt, der Ihnen das aufgeschrieben hat und dem Sie ihre Allergien auch gesagt haben?"

Frau: "Ja."

Apotheken aus aller Welt – Zwischenstand

worldmap

Aus den rot angefärbten Ländern habe ich seit Beginn der Aktion „Apotheken aus aller Welt“ schon Apothekenbilder bekommen – Danke vielmals an jeden von Euch, der sich die Mühe gemacht hat, Nah oder Fern eine Apotheke zu suchen, zu fotografieren und sie mir hier zu schicken!

Laut Karte sind wir bei 62 Ländern – oder 27%.

Wie man auch sieht, gibt es aber noch massig graue Flächen … manche von denen könnte man sehr rasch füllen: Australien zum Beispiel – oder Kanada … ich bin sicher, auch dort hat es Apotheken (und nicht nur online …), oder auch Nordafrika. Also … nicht, dass ich es mir leisten kann, Euch dahin zu schicken, aber …. falls ihr sowieso geht … und vielleicht auch noch an einer Apotheke vorbeikommt ….und ein Bild schiesst … ihr wisst, wo ihr mich findet :-)

Kartenquelle

Mein kleiner Indianer ohne Namen …

Das Bild unten hat Junior gemalt (ich find’s superschön, aber das muss ich ja fast) und gestern nach Hause gebracht. Und auf der Rückseite habe ich dann das hier gefunden:

Liebe Eltern

Wir hören im Kindergarten die Geschichte von den Indianerkindern „Fallender Schnee“ und „Tanzendes Blatt“. Bei seiner Geburt fiel der Schnee, bei ihrer Geburt tanzten die Blätter, daher erhielten sie ihren Namen.

Wir möchten nun Sie, liebe Eltern, fragen, ob Sie ihrem Kind erzählen könnten, was am Tag seiner Geburt zusätzlich spezielles geschah. Bitte notieren Sie Stichwort oder kurze Begebenheiten (auf die Rückseite der Zeichnung) damit wir im Kindergarten anhand der Erzählungen der Kinder gemeinsam einen passenden Indianernamen suchen können.

Eigentlich finde ich die Idee ja ganz herzig – nur … habe ich damit ein bisschen Probleme. Juniors Geburt war im Winter – aber es war über 10 Grad warm – nix mit Schnee. Es hat nicht geregnet, aber es war glaub bewölkt. Überhaupt … habe ich von dem Tag nicht viel gesehen, und auch sonst nichts mitbekommen, da wir ihn im Spital verbracht haben wegen dem Versuch der äusseren Wende, die dann schiefgegangen ist. (Wer wissen will, wie das ging, kann hier nachlesen *klick*). Aber das … ist irgendwie nicht gerade das, was ich Junior in dem Moment erzählen möchte. Ausserdem würde das keinen guten Indianernamen abgeben, oder?

Das sind so die Momente, wo ich es bedauere, dass er keine „normale“ Geburt haben konnte. Aber man kann sich das halt nicht immer aussuchen.

Also, was erzählen wir ihm? Erfinde ich einfach etwas?

Falls ihr auch Kinder habt: was würdet ihr denen erzählen? Was ist am Tag der Geburt spezielles passiert? (Ausser der Geburt, natürlich)

Oh ja – und ich habe nur bis morgen …

indianer

Sie wollte das so.

Kommen Sie am Samstag mittag in unsere Apotheke – wahrscheinlich nur aus dem Grund, weil wir im Umkreis einige der wenigen sind, die noch offen haben – denn vorher waren Sie noch nie bei uns.

Bringen Sie ein 3 Tage altes Rezept mit für ein Antibiotikum, ausgestellt vom Notfall im Spital.

Sagen Sie bei der Abgabe rein gar nichts, drücken Sie es mir einfach in die Hand – zumindest gleich zusammen mit der Krankenkassenkarte (man muss auch für kleine Sachen dankbar sein).

Lassen Sie mich das Rezept ganz ausführen, kontrollieren, das Antibiotikum anschreiben, es zu Ihnen bringen, wo Sie nur einen Blick darauf werfen und sagen: „Sind das Tabletten?! Ich kann keine Tabletten schlucken!

Das stellt mich im Nullkommanix vor mehrere Probleme:

Von dem Antibiotikum gibt es keine Form, die flüssig ist – oder flüssig gemacht werden kann. Auch bei den (wenigen) Generika dafür nicht. Nada. Nix.

Ich kann das nicht einfach durch ein anderes Antibiotikum ersetzen – und der Arzt wird auch Mühe haben, da etwas gleichwertiges zu finden, das weiss ich jetzt schon.

Und der Arzt sitzt im Spital … wer hier mitliest weiss vielleicht, wie gerne ich ins Spital telefoniere. Wenn nicht: das ist furchtbar. Bis man da denjenigen am Apparat hat, der einem etwas sagen kann … und am Samstag …

Auf die Frage, ob man das auf Montag abklären kann (immerhin hat es schon ein paar Tage gedauert, bis sie das Rezept einlösen kommt, da könnte es auch nicht so dringend sein) sagen Sie: „Nein, ich brauche das jetzt gleich.“

Natürlich.

Der Arzt, den Sie im Spital hatten, arbeitet heute nicht mehr dort.

Sein Ersatz ist im Moment gerade am operieren.

Dessen Ersatz meint schliesslich (obwohl sie in der Packungsbeilage davon abraten), die Frau soll die Tabletten halt zermörsern, suspendieren und halt so nehmen.

Brrrr. Ich kann mir vorstellen, wie das schmeckt. Deshalb haben sie die Tabletten nämlich mit einem Überzug versehen. Aber: wenn das die einzige Lösung ist vor dem Wochenende …

… sie wollte das so.