Empathy Cards

Ihr kennt das vielleicht. Jemand den ihr mögt ist krank geworden. Sehr krank. Die klassischen „Werd‘ bald gesund“-Karten dafür sind fast schon ein Hohn und treffen es überhaupt nicht.

Dafür gibt es jetzt etwas. Zumindest in englisch.

Emily McDowell hat eine Kartenserie kreiert, die ich einfach fantastisch zutreffend finde. Sie hat das gemacht nachdem sie selber eine Zeitlang sehr krank war … das sind die Karten, die sie wohl selber gerne bekommen hätte.

treatment-internet-card

Alle Karten und mehr zu finden hier: http://emilymcdowell.com/collections/cards/Empathy-Cards

Zu der oben schreibt sie übrigens: Ich weiss, dass die Leute, die das tun, wohlmeinend sind. Sie versuchen zu helfen. Aber wenn Du krank bist oder wenn Du einer kranken Person nahe stehst, dann weisst Du, dass die Leute in dieser Situation generell gut über die Behandlungsoptionen aufgeklärt sind (auch sie haben Internet) und die Entscheidung getroffen haben, die für sie am besten ist. Es ist wirklich erschöpfend, wenn man seine Wahl dann gegenüber Leuten verteidigen muss, die fast nie so informiert sind wie Du selber über deinen Zustand. Die Karte zeigt, dass Du das verstehst.

Schön finde ich auch die:

Please let me be the first to punch the next person who tells you everything happens for a reason. I am sorry you are going through this.

Lass mich der erste sein, der die nächste Person eins haut, die dir erzählt, dass alles was einem passiert einen Grund hat. Es tut mir leid, dass du da durch musst.

Passt Euch so was auch?

7 Kommentare zu „Empathy Cards

  1. Die Karten finde ich toll und habe sie vor ein paar Tagen trotz der hohen US-Portokosten bestellt. Ich werde berichten – und sie meiner netten Buchhändlerin vorstellen. Vielleicht mag sie sie ja in DL vertreiben?
    Einziger „Haken“ ist die Sprache… bei Bedarf würde ich eine kurze Übersetzung innen hineinschreiben.

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  2. Hm…. ja, schon schön. Aber warum sagt / schreibt man das nicht selbst, sondern sucht sich wieder einen Vordruck?
    Inhaltlich mögen die Karten ja stimmen, aber wenn ich darauf hinweise, dass ich NICHT darauf hinweise, dass andere „an Zitronen gestorben sind“, mach ich es ja irgendwie doch, oder?
    Und warum kann ich nicht einfach schreiben oder besser noch SAGEN, dass mir die Worte fehlen und ich einfach für meinen Freund / meine Freundin da bin (und bin es dann auch, anstatt eine vorgedruckte Karte zu schreiben)?
    Gut, ich gebe zu, ich bin empfindlich, aber ich habe bei wochenlangen Krankenhausaufenthalten und schlimmen Krankheitszeiten meines Kindes soviel wohlmeinenden Quatsch gehört, dass mir die einfachen, persönlichen Worte bei einem Besuch überbracht, einfach mehr bedeuten. Oder einfach nur der Besuch, ohne weitschweifige Worte. Denn nur die allerallerallerbesten Freunde haben es über Wochen mal geschafft, sich auf den Weg in die Klinik zu machen, die zugegebenermaßen eine Spezialklinik im anderen Ort war, aber durchaus erreichbar war.

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    1. Weil man manchmal einfach nicht die richtigen Worte selber findet? … und manchmal sind die Leute auch „live“ einfach hilflos und sagen oder schreiben dann lieber gar nichts, obwohl sie es gerne würden. Ob das besser ist? Vielleicht gehörten eine Menge deiner Kollegen, die es nicht ins Spital geschafft haben auch dazu.
      Zumindest könnte man die Karten als Vorlage nehmen. .. und mir gefallen sie eben.

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  3. Ich finde die Karten toll- außer der mit dem riesigen schwarzen Gebilde: „Theres no good card for this“: da würden mir danach die Worte fehlen.

    Ich finde sowohl die Gestaltung als auch die Aussage nur deprimierend- vor allem wenn ich sowieso schon an einer schweren Krankheit leiden würde.

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