A-Mor-alisch

Das interessiert mich jetzt. Nach den Diskussionen über Moral im letzten Post will ich es von Euch wissen! Folgende Situation:

Du (männlich) bist Apotheker und bekommst von der Patientin direkt nach der „Pille danach„-Beratung und Abgabe ihre Telefonnummer zugesteckt.

Oder

Du (weiblich) bist Ärztin, oder (um bei den Stereotypen zu bleiben) Praxisassistentin und bekommst vom männlichen Patienten die Telefonnummer zugesteckt, nachdem er dir erzählt, dass er den Termin hatte um sich auf Gonorrhö testen zu lassen, weil „eine Expartnerin mich angerufen hat, dass sie das hat.“

Soweit die Vorgeschichte, hier die (persönliche) Frage:

2 Sachen zum im Kopf behalten: mögliche Probleme wegen Vermischung von Beruf- und Privatleben und: Welchen Einfluss hat die (eventuelle) Vorgeschichte/n auf Dich?

Für eventuelle Erläuterungen der Wahl benutzt die Kommentarfunktion.

31 Kommentare zu „A-Mor-alisch

  1. Eine mögliche Schwangerschaft mit einer möglichen Sexualkrankheit zu vergleichen ist etwas unschön… Auch bei Geschichte Nr. 1 sind Krankheiten natürlich möglich, aber bei Geschichte 2 sind sie doch um einiges wahrscheinlicher…
    Meinem Kunden, der mir ohne „Sex-Beratung“ seine NR gegeben hat, habe ich jedenfalls freundlich abgesagt.

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  2. Ich hatte bereits beim Lesen des ersten Textes etwas Bauchschmerzen. Moralischer Natur. Das liegt daran, dass man von einer Sache, die völlig aus dem Zusammenhang gerissen steht und die das Individuum als solches nicht hinreichend betrachten kann, um ein verlässliches Urteil abzugeben.
    Damit meine ich, dass es auf viel mehr ankommt als nur auf eine mögliche Geschlechtskrankheit oder Schwangerschaft. (wobei ich auch Apo aus D. zustimmen muss: Eine mögliche Schwangerschaft und eine Geschlechtskrankheit zu vergleichen ist schon nicht ganz passend).

    Soll heißen: Wenn da jetzt der abgeranzte Typ vor mir steht, der seinerseits übel riecht und dafür bekannt ist, dass er gerne wechselnde Partnerschaften hat, dann würde ich sehr wahrscheinlich nie im Leben auf die Idee kommen, die Telefonnummer anzunehmen.
    Wenn da jetzt aber der Typ steht, der eigentlich ein bodenständiger Mensch ist, aber Pech mit der Freundin hatte und in den ich eigentlich schon seit Jahren verknallt bin: Warum nicht?
    Natürlich mag man auf den ersten „Blick“ denken: „Ähh, uh!“ Aber man sieht – auch in der Apotheke – eben nur einen winzig kleine Ausschnitt aus dem Leben der Person. Und daraus abzuleiten, ob man mit einer Person nun zusammen sein möchte oder nicht, finde ich schon schwer.

    Und was Sex mit wechselnde Partnern innerhalb der letzten drei Tage angeht: Das ist für mich eine Frage der Moral. Soll heißen: Die benötigte Pille danach sagt nichts darüber aus, was ich da für einen Menschen vor mir habe. Vielleicht war es lediglich ein One-Night-Stand? Vielleicht hat sie – aus welchem Grund auch immer – vor ein paar Tagen Schluss gemacht? Vielleicht fährt sie mehrgleisig? Wenn „ich“ (fiktives Ich) damit kein Problem habe, dann ist das doch okay.
    Wenn jemand ein Problem damit hat – dann lehnt er das Angebot eben ab.

    Die Vermischung von Privat- und Berufsleben kann einem auch in anderen Situationen höchst unangenehm begegnen, etwa, wenn der Angeklagte dem Staatsanwalt seine Nummer zusteckt oder der Patient seinem Arzt oder der Politiker dem Journalist usw.
    Unangenehme Sachen laufen bei Weitem nicht nur im medizinischen Bereich ab.

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  3. Der Bedarf für die Pille danach bedeuted, daß da ungeschützter Sex stattgefunden hat. Und damit ist da nicht nur eine Schwangerschaft sondern auch die Übertragung einer Geschlechtskrankheit möglich, insofern finde ich den Vergleich durchaus passend…
    Die Frau, die die Pille danach holt kann ja selbst nie 100%ig ausschließen, daß ihr letzter Partner eine sexuell übertragbare Krankheit hatte.

    Klar kann man das Angebot annehmen und sich entsprechend schützen. Meins wär das nicht, aber das darf gern jeder für sich selbst entscheiden – solange alle aktuellen und zukünftigen Geschlechtspartner offen gesagt kriegen, was Sache ist.

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    1. Naja. Nicht so ganz. Denn auch wenn theoretisch die Möglichkeit bestünde, dass es zu einer sexuell übertragbaren Krankheit gekommen ist, so ist es doch nicht der Fall, dass dies in diesem Beispiel der Hauptaugenmerk ist.
      Daher ist es so schwer zu vergleichen. Ich versuch es mal andersherum:

      Fall 1: Frau kommt mit Wunsch nach der PiDa in die Apotheke. Das heißt, sie hat Sorgen, schwanger zu sein. Das sagt erst einmal nur aus, dass etwas passiert ist, was dazu führen könnte, dass diese Frau schwanger ist. Das mag vielleicht beklemmend sein – ist aber kein „igitt, igitt“-Gefühl. Denn: Wer weiß, mit wem sie geschlafen hat. Vielleicht kennt sie den Menschen schon lange, vielleicht weiß sie, dass er keine solche Krankheit hat.

      Fall 2: Hier haben wir es mit der Sorge zu tun, dass eine übertragbare Geschlechtskrankheit (und keine Schwangerschaft, die ist auch nicht übertragbar), vorliegt. Warum auch immer. Der Verdacht ist aber da.
      Hier haben wir also ein „igitt-igitt“-Gefühl.
      Beide auf die Stufe „Geschlechtskrankheit“ zu heben, würde aber dummerweise den ersten – und in meinen Augen schwieriger moralisch zu bewertenden Fall – abwerten.

      Das ändert übrigens nichts an meiner ursprünglichen Meinung, dass man so etwas nicht bewerten kann, weil man nur eine Momentaufnahme sieht.

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      1. „Vielleicht kennt sie den Menschen schon lange, vielleicht weiß sie, dass er keine solche Krankheit hat. “
        WISSEN kann sie das nie. Vertrauen, Glauben – ja. Wissen – nein. Wer garantiert, daß ihr letzter Partner – egal ob sie ihn zwei Stunden oder 20 Jahre kennt – nicht auch noch andere Sexualpartnerinnen hat?
        Eine mögliche Geschlechtskrankheit ist sicher nicht IHR Hauptaugenmerk, wenn sie nach der Pille danach fragt. Aber es ist dennoch die erste Möglichkeit die mir einfällt wenn ich höre, daß jemand grade erst ungeschützten Sex hatte und offenbar aktuell nicht in einer festen monogamen Beziehung lebt. Und daher finde ich den Vergleich nach wie vor passend, weil auch der Mann im zweiten Beispiel ja nur vielleicht erkrankt ist, weil eine Expartnerin infiziert ist…
        Das hat mit „Igittigitt“ gar nichts zu tun

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        1. Naja, ich drücke es mal so aus: Das wissen Sie auch nicht, wenn Sie die Frau nicht in der Apotheke, sondern in der Disko kennen lernen. Verlegen wir die Szenerie mal drei-vier Stunden nach hinten. Pille danach genommen und ab dafür.
          Ich sage ja nicht, dass Sie mit der Frau ins Bett müssen, ich merke nur an, dass das Bild der Frau, das man hier bekommt, eben nur kurz ist. Und nein, ich unterschätze nicht die Gefahr von Geschlechtskrankheiten.

          Außerdem wissen Sie auch nicht, in was für einer Beziehung die Frau gerade lebt. Vielleicht eher eine Art von „wilder Ehe“? Vielleicht – immer noch – ein One-Night-Stand? Vielleicht „Sex-mit-dem-Ex“? Ich finde das Verhalten der Dame ja auch befremdlich. Ich würde (als Mann) vielleicht auch nicht mit ihr schlafen wollen. Aber erstens gibt es Kondome und zweitens wissen wir gar nichts über die Frau und ihr Leben.

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          1. Die hier gestellte Frage ist aber nicht, ob ich mich in der Disko von jemand Fremden anbaggern lasse oder ob ich mir genrell vorstellen kannTeil einer offenen Beziehung zu werden, oder, oder, oder, sondern die einzige hier gestellte Frage ist, ob ich mich von jemandem, bei dem ich DIENSTLICH die Hintergünde kenne (= kurz zurückliegender ungeschützter Sex) anbaggern lassen wollen würde ;-)

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          2. ich habe schon 2 mal die pille danach gebraucht. man kann doch nicht desshalb auf ungeschützten sex schließen! und auch nicht auf „keine feste bindung“ ich WAR in einer festen bindung mit meinem mann, wir wollten nicht schwanger werden und haben mit kondom verhütet und —- es ging kaputt. also habe ich zur sicherheit die pille danach gebraucht. so einfach kann da sein. das zweite mal lag eher in der jugend, ebenfalls fester freund und sex mit kondom, kondom kaputt oder nicht so gut „bedient“ (Waren ja noch jung) und selbes spielchen. die nummer zustecken…..ok das wäre dann komisch, wenn man einen freund hat. aber es könnte ja auch noch ne dritte möglichkeit sein, die frau hätte opfer einer gewalttat werden können und darum die pille danach brauchen. das zustecken der nummer ist allerdings bei allen meinen versionen unwahrscheinlich. mir war das immer total peinlich!

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  4. Wer zu blöd oder zu faul zum Verhüten ist und daher möglicherweise ein werdendes menschliches Leben tötet kommt für mich als Sexualpartnerin nicht in Betracht.

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    1. Möge in Ihrem Leben immer alles so laufen wie geplant und Sie nie vor einer Entscheidung stehen, bei der es kein richtig gibt, nur falsch. Allerdings würden Sie dann vielleicht nicht gar so auf dem hohen Ross sitzend Menschen beschimpfen („blöd und faul“), von denen Sie so gut wie nichts wissen.

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    2. … und was ist, wenn

      – das Kondom reißt (spitze Fingernägel oder so, das passiert wahrscheinlich eher, als es uns allen lieb ist)
      – „frau“ sich auf ihren Partner verlässt und dieser ein nicht passendes Kondom nutzt
      – eine Situation wie im Film hier passiert (http://de.wikipedia.org/wiki/Beim_ersten_Mal)

      Das sind ja noch eher „alltägliche“ Situationen, die sicher häufiger vorkommen. Nur dass nicht alle Frauen die Pille danach holen und es meistens „gut“ ausgeht.

      ABER (Moralkeule): Was ist, wenn der Geschlechtsverkehr nicht einvernehmlich war und die Frau einfach nur verzweifelt ist? Du kannst nicht ernsthaft diese Situation auch als „zu blöd oder zu faul zum Verhüten“ bezeichnen.

      Versteh mich nicht falsch, ich bin kein Fürsprecher der Abtreibung. Und wenn etwas passieren würde, würde ich auch das Kind bekommen, denke ich. Aber Abtreibung und Pille danach sind nochmal zwei verschiedene Schuhe. Soweit ich weiß, verhindert die Pille den Eisprung. Also die Möglichkeit, dass Leben entsteht. Aber das tun Kondome auch…

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      1. danke! ich war eben schon total schockiert, von so einerm fiesen kommentar! da mir wie ich oben schrieb im leben zweimal das kondom riss (das kann auch bei bestimmungsgemäßen gebrauch sein! man kann das googeln, wie viele kondome statistisch reißen „dürfen“ damit es noch als „gut“ gilt). wenn eine frau abtreiben will ist das für mich ganz allein ihre sache. das leben der frau ist auch etwas, das schützenswert ist. man muss nicht über solche menschen, die sicher in einer sehr unangenehmen lage sind und sich das gut überlegen (müssen) und dann auch ihr ganzes leben diese entscheidung tragen müssen, lästern, sie schlecht machen etc. das steht keinem menschen auf der welt zu. finde es ganz schlimm menschen an den pranger zu stellen ohne selbst die situation gehabt zu haben.

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  5. Ich finde ehrlich gesagt beides nicht so schlimm. Die Frau braucht die PiDa – hey, das kann ja eben mal passieren. Aus tausend Gründen. Pille vergessen, verschlafen, verpeilt oder Durchfall oder erbrochen… Besser sie kümmert sich jetzt drum als 9 Monate später.
    Und ähnlich der Kerl. Besser er traut sich dann auch zum Arzt um das checken zu lassen, als (wie bestimmt einige andere) nicht! Und hier glaubt doch wohl niemand, dass die meisten Mensch IMMER verhüten? Und das darf dann ja auch jeder selbst entscheiden.
    Und man muss sich ja vielleicht nicht melden oder treffen solang der andere noch bei einem in Behandlung ist, sondern ein wenig später… Sonst kommts nur zu bloßem Getratsche.

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  6. Für löst „Pille danach“ erst einmal die Assoziation „Kondom gerissen“ aus. (Vielleicht könnt Ihr Euch denken, warum. :-) ) Sehr wahrscheinlich ist jedenfalls, daß die Frau, die die PiDa haben wollte, vor kurzer Zeit einvernehmlichen Geschlechtsverkehr hatte. Ich gehe mal nicht davon aus, daß ein Vergewaltigungsopfer diesen Weg zur PiDa beschreiten würde oder müßte. Sich so kurz schon wieder auf die Suche nach einem neuen Partner zu machen — also stilvoll ist anders. Bei dem Mann ist dieser unmittelbare Zusammenhang nicht gegeben. Eine Ex hat ihm geraten, sich doch mal testen zu lassen … ich denke mal, da reden wir nicht unbedingt von Tagen.

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    1. Richtig. Stilvoll ist das nicht. Nur ändert es im Endeffekt eben nichts. Wieso interessiert es die Menschen überhaupt, wann ein anderer Mensch zum letzten Mal Sex hatte? Ich meine damit folgendes: Wenn wir sagen: „Oh, die Frau hatte Sex, weil sie jetzt die Pidana braucht [wobei ich hier eventuelle Geschlechtskrankheiten erst einmal außen vor lassen]“ dann bewerten wir natürlich die Situation und eine bestimmte Art von Wissen, das wir damit über sie haben.
      Das ist legitim.
      Aber mal ehrlich: Die Argumentation wird zu dem Zeitpunkt schwer, wenn man die Frau dann abends in der Disko kennenlernt. Soll heißen: Wenn sie da nicht erzählt, dass sie Sex gehabt hat innerhalb der letzten drei Tage: Interessiert das dann? Fragt man nach? Fragt man: „Hey, wann hattest du das letzte Mal Sex?“ Man fragt vielleicht: „Hast du einen Freund?“ und wenn sie dann sagt: „Nein“, dann fragt man doch auch nicht unbedingt weiter, wenn sie das letzte Mal Sex hatte.

      Geänderte Situation – geändertes Verhalten.
      Der Apotheker muss sie ja auch nicht anrufen, genauso wie die Ärztin nicht ihn.
      Im Übrigen: Mich würde es auch wundern, wenn es jetzt keine Pidana oder eine Geschlechtskrankheit wäre, sondern ein Hautekzem, ansteckende Pilzerkrankung, Schuppenflechte oder sonst etwas. In der Apotheke ist das einfach komisch, wenn man nicht gerade Hustenbonbons oder Pflaster kauft.

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      1. Versteht mich nicht falsch — die Frau kann machen, was sie will. Ich verurteile sie auch nicht, wenn sie sexuell promiskuitiv lebt. Aber ich habe doch das Recht, nach meinen eigenen Kriterien zu entscheiden, mit wem ich Sex haben will und mit wem nicht. Und eine Frau, die nach wenigen Tagen schon wieder einen neuen Partner sucht, kommt für mich halt nicht in Frage. (Wobei ich meine persönliche Situation hier mal ausklammere — mich würde ohnehin keine zugesteckte Telefonnummer interessieren.)

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  7. also erstens: mein wahlspruch war schon immer „nie intim im team“ – und dazu gehören nicht nur arbeitskollegen, sondern auch mehr oder weniger alle leute, mit denen man wie mit arzt, apotheker, installateur, hausverwaltung, nachbarn, oder was auch immer in irgendeinem verhältnis steht. der freie markt ist gross genug, glauben sie mir.

    und zweitens: mehr oder weniger offen sexuellen kontakt zu suchen unter manchen umständen ist einfach unschön. einerseits die angst, möglicherweise am anfang einer schwangerschaft zu stehen, medizinisch gegen diese vorzugehen und gleichzeitig … nö, brrr. sage ich als frau.

    und drittens: möglicherweise hab ich ja was ansteckendes, aber komm, was soll’s, kann ja auch was anderes sein: nö, brrr. sage ich als mensch.

    und es ist mir dabei ziemlich egal wie es zur möglichen befruchtung der eizelle oder zur ansteckung gekommen sein mag, ob durch bosheit, blödheit oder gewalt. ein verhalten wie das von pharmama beschriebene ist in meinen augen tatsächlich unmoralisch, weil es eine sorglosigkeit widerspiegelt, die in manchen zusammenhängen einfach nicht angebracht ist.

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  8. Ich habe mit „auf gar keinen Fall“ gestimmt, aber nicht wegen der vorherigen Beratungs-Themen, sondern aus Prinzip lasse ich mich während der Arbeit nicht anbaggern. Das liegt aber wohl auch an der Branche. Habe jahrelang im Hotel gearbeitet und manche Gäste glaubten, nur weil die Bedienung freundlich zu einem ist, könnte da mehr laufen.

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  9. Wenn es darum geht ob man sich mit Kunden/ Patienten einlassen sollte: Da bin ich dagegen. Man kann natürlich nie verhindern, dass Amors Pfeil einen Volltreffer landet, aber wenn man dann seine Prinzipien über Bord schmeißt, ist alles drumherum vermutlich auch egal.

    Wenn es darum geht, ob man mit jemandem ausgehen würde, der offensichtlich vor kurzem irgendwie misslungenen Sex hatte: Ich denke, es ist irgendwie eine peinliche Situation, „zu viel“ über den anderen zu wissen, aber wenn sonst die Chemie stimmt sehe ich da kein Problem. An der Geschlechtskrankheit/möglichen Schwangerschaft könnte ein geplatztes Kondom genauso schuld sein wie verantwortungsloses Verhalten (wird das wie nicht sowieso im PiDa Gespräch geklärt?) und kann jedem mal passieren. Damit offen umzugehen, sich um das Problem zu kümmern und nicht dafür zu schämen ist doch eigentlich begrüßenswert.

    Und allein der Fakt, dass die betreffende Person vor kurzem einen anderen Partner hatte: Stört das wirklich so viele? Wenn ihr jemanden woanders kennenlernt, woher wollt ihr dann wissen dass derjenige *nicht* vor drei Stunden noch Sex mit dem/der Ex hatte? Wie lange muss jemand denn abstinent sein damit er/sie euch die Telefonnummer zustecken darf?

    In Summe würde ich das sicher als eine kuriose Situation betrachten, aber es käme mit primär darauf an, wie anziehend ich die Person ganz abgesehen von diesen Rahmenbedingungen finde.

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  10. >> Eher nicht, klar lernen sich viele Leute am Arbeitsplatz kennen, aber doch eher, weil beide dort arbeiten.
    Bei/Nach einem Termin beim Doc/Apotheke würd ich eher von niemandem die Nummer haben wollen..
    Soll er sich anders/etwas länger bemühen.

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  11. Jeder hat seine Leichen im Keller. Ich habe mir selbst auch schon oft Gedanken über solche Situationen gemacht, da mein Arzt sehr hübsche Hilfen hat. Diese Personen füllen allerdings natürlich auch immer meine Überweisungen (inkl. Krankheit) aus, weshalb ich ihnen wohl nie meine Nummer zustecken würde.

    Aber zur Umfrage: Ich würde es wohl mal drauf ankommen lassen. Man kann die Person ja erst einmal kennenlernen und sich dann immer noch ein Bild über die Gesamtsituation machen – vor allem, wenn sie einem gut gefällt.

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    1. Mit anderen Worten: Die „netten Hilfen“ dürften @Erichs Nummer sowieso schon (in der Patientenakte) haben. Nochmaliges Zustecken führt da nur zu einer Aktualisierung der Kartei… ;-)

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  12. Ich werfe mal in den Raum dass wir gar nicht wissen WARUM die Patientin ihre Telefonnummer an den Mann gebracht hat …..

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    1. oh weh! mir fällt nun erst auf, dass hier alle davon ausgehen, das eine zugesteckte nummer gleichbedeutend ist mit: „ich will mit dir schlafen“…. wieso? ich bin rückwirkend gearde rot geworden, denn ich habe schon mal jemandem in der bahn meinen nummer gegeben. aber ich hatte weder sex noch beziehung im sinn! einfach nur so, weil ich den nett fand. einen freund hatte ich und wollte auch keinen anderen ;)

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  13. Ich habe keine Ahnung, wie ich reagieren würde – wahrscheinlich mit einer hochgezogenen Augenbraue. (Der Punkt fehlt…) Liegt aber auch daran, dass für mich (in einer langen Beziehung) auch attraktive Menschen nicht als „Partner“ in Frage kommen (ja, ich fahre eingleisig) – und danach hat die Umfrage ja abgezielt. Daher würde ich vielleicht anmerken, dass ich mich (wenn mir die Person sympathisch ist) geschmeichelt fühle, aber dass ich eben vergeben bin. Als das noch anders war… hätte es vermutlich von 1000 nicht genauer benannten Umständen abgehangen.

    Aber ich kann mich zu einer anderen hypothetischen Situation äußern – denn ich hatte mal ein fast 4 Wochen altes Rezept zur antibiotischen Behandlung einer Geschlechtskrankheit in den Händen… und selbst wenn diese Person mir attraktiv erschienen wäre und mir eine Telefonnummer zugesteckt hätte (beides war nicht so) hätte ich wohl dankend abgelehnt, denn eine passende Antibiose mehrere Wochen zu verschleppen (SO lange dauert ein Test dann auch nicht, wenn das Rezept schon mit Verdacht ausgestellt wurde und erst bei Bestätigung des Verdachts eingelöst werden sollte) spricht nicht unbedingt für jemanden, der übertrieben auf seine Gesundheit achtet…

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  14. Wenn es rechtlich zwischen Apotheker und Patienten erlaubt ist, sehe ich überhaupt kein Problem. (Ist es das in D?)

    Die Vorgeschichte würde mich nicht abschrecken, im Gegenteil. Zumindest würde sie wohl im unwahrscheinlichem Falle eines Kondomversagers vernünftig handeln.

    LG

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