Highlights aus den Reisen einer Apothekerin …

Inzwischen kommen auch die letzten von Euch wohl aus den Ferien retour … und wie üblich, wenn man reist, bin ich sicher, habt ihr auch einiges zu erzählen.

Ich bin schon ziemlich herumgekommen – mit den Eltern, mit meinen Freunden, mit meinem Mann und schliesslich mit meiner Familie. Und da gab es einige Erlebnisse, die werden mir für immer unvergessen bleiben.

So wie Damals …

… Der Taxifahrer, der uns 4 (Kuschelbär, mich und unsere Freunde) vom Flughafen Bangkok zum Hotel gebracht hat. Der Taxifahrer hatte Tourette Syndrom und verwarf immer wieder einmal seinen Kopf und die Arme.  Er hat uns in einem Stück zum Hotel gebracht, aber zumindest für unseren Freund, der neben ihm auf dem Vordersitz sass und seine unbeabsichtigten Verrenkungen von der ersten Reihe aus mitbekam … war das eine Horrorfahrt!

.. Oder als wir 4 unser Mietauto in Empfang nehmen wollten. Gemietet hatten wir einen Vigo -das ist ein grosser Toyota Hilux. Im Mietdepot haben sie uns vor einen winzigen Suzuki Vitara gestellt – der in einen Vigo gleich 2 x hinein gepasst hätte. Wir vier mit Gepäck für 2 Wochen unterwegs … wir sahen uns an, dann drehten wir uns alle um und sagte: „Okay, das war lustig. WO ist unser Auto?“ Das Problem: sie haben das gewünschte Auto nicht rechtzeitig vom Vormieter zurück bekommen … und keinen anständigen Ersatz, weshalb sie dieses Auto genommen haben – das im übrigen nicht einmal mehr im aktuellen Katalog abgebildet war. Es entsprach kaum der gleichen – geschweige denn besseren Kategorie … und es hatte zusätzlich noch diverse Defekte – so wie ein platter Ersatzreifen. Wir kamen schlussendlich doch noch zu unserem Vigo. Einfach ein paar Tage und ein paar hundert Kilometer weiter.

… Oder beim Mittagessen in einem griechischen Restaurant bei Athen. Der Klassenkamerad auf Matur-Reise bestellte einen gemischten Salat – was er wollte, war ein klassischer griechischer Salat. Bestellt hat er (da er kein griechisch kann): „One mixed Salad please“. Der Kellner hat ihn etwas seltsam angeguckt, also hat er seinen Wunsch wiederholt. Worauf der Kellner hinten verschwunden ist und – einige seltsam Sirrgeräusche aus der Küche später – mit einem griechischen Salat wieder aufgetaucht ist, dessen Bestandteile (Grüner Salat, Tomaten, Oliven, Feta) einzeln und fein … durch den Mixer gelassen worden waren!

… Oder das eine Mal, als ich mit der besten Freundin in Australien bemerken musste, dass das Hotel in Alice Springs, das ich gebucht habe alles andere als „in Zentrumsnähe“ liegt. Offenbar ist das ein – dehnbarer Begriff. Wir wollten uns trotzdem den Ort ansehen und sind losgelaufen – in sengender Mittagshitze und (wie’s einem vorkommt) quer durch die Wüste, der heissen Strasse entlang. Nach etwa 15 Minuten zügigem laufen hält ein Auto an und der Fahrer fragt freundlich, ob er uns mitnehmen soll zur Oase. „Oase? Wir wollten in die Stadt.“ – Oh, die liegt in die andere Richtung.
Das war dann der Moment, wo ich mir einen Kompass zugetan habe.

… Oder den Skorpion, den mein Kuschelbär in Namibia aus dem Hotelzimmer werfen musste. Ich weigerte mich, zusammen mit dem etwa 7 cm langen Tier das Zimmer zu teilen. Eigentlich weigerte ich mich sogar auch nur auf den Boden zu stehen, nachdem ich ihn unter dem Bett entdeckt hatte – ich stand wohl wie in einem schlechten Comic auf dem Bett und liess meinen Kuschelbär die sehr männliche Aufgabe erledigen, das Ungetier loszuwerden.

… Oder damals, als mein Kollege mich nachts aus dem Halbschlaf reisst mit den Worten „Weißt Du was das ist?“ – *das* war ein leises Schaben und Knistern. „Nein“ murmle ich „eine Maus vielleicht, ist doch egal“ … für mehr, war ich zu müde.
Und er: „wollen wir mal schauen?“ und macht im selben Moment das Licht an. Ich öffne die Augen, gerade noch rechtzeitig um etwa 50 Punkte (ohne Brille nicht näher definierbar), die vor dem Schlafengehen aber nicht da waren, aus der Erstarrung aufwachen und davonwuseln zu sehen. Ein paar davon direkt über das Bett. Das Zimmer war Heim von Dutzenden riesigen Kakerlaken. Brrr! Den Rest der Nacht blieb das Licht an. Das „You MAY see a bug“- Schild bei der Rezeption war definitv untertrieben.

Dort gelandet sind wir übrigens nur, weil wir wegen dem (s. Bild) nicht weiterkamen. Das Auto musste auch trocknen, nachher.

Im Rückblick ist all das lustig – und ich hätte es auch nicht missen wollen. Auch wenn es im Moment selber vielleicht gar nicht so toll war.

Und jetzt will ich von Euch hören: Was waren Eure bisherigen „Highlights“ von Reisen? Sachen, die ihr nie vergessen werdet, weil aussergewöhnlich, speziell – nicht ganz das was erwartet … aber am Ende doch ganz okay?

Los!

30 Kommentare zu „Highlights aus den Reisen einer Apothekerin …

  1. Oha…abenteuerliche Sachen teilweise :)

    Ich war vor 15 Jahren mit meinen Eltern in Schottland, Individualurlaub mit B&B-Übernachtungen, also auch Reise mit eigenem Auto (das damals so 6 Jahre alt war). Wir fahren los, Fähre rüber nach Newcastle, fahren durch Schottland, durch einsamste Gegenden, wo das nächste Haus 15 Meilen weit weg war, genießen 3 Wochen Urlaub (ja, inklusive Regen! *g*). Dann geht’s wieder nach Newcastle zur Fähre, wir reihen uns ein, und als das Beladen losgeht und wir drauffahren wollen – springt der Motor nicht an. Egal was man machte, immer nur „nängängängängängängäng“ :-O Nach langem hin und her haben wir und die Einweiser das Auto als letztes von allen auf die Fähre geschoben und in Amsterdam/Ijmuiden wieder runter. Dort ADAC kontaktiert, die haben irgendwas gemacht – dauerte 2 Stunden, wir haben uns nicht mehr auf der Heimfahrt an dem Tag gesehen – und dann sprang das Auto wieder an. Heimwärts gings, ohne nochmal anzuhalten und den Motor abzuschalten. Tja, mein Vater wollte dann danach wieder zur Arbeit fahren, *nängängängängängäng* . Im Endeffekt stellte sich heraus, dass der Zündverteiler (so ein kleines Ding, das rund 1.000 Mark kostete…) hinüber war. Und das Auto hätte jederzeit nicht anspringen können. Man stelle sich vor, das wäre irgendwo in den schottischen Highlands passiert. Handy hatten wir natürlich damals noch nicht…

    Abreisetag in einem Pariser Hotel, Zimmer leergeräumt, aus dem Zimmer gegangen – sitzt im Treppenhaus des Hotels ein Vogel. Runter zur Rezeption, „il y a un oiseau!“ – aber entweder haben sie mich nicht verstanden oder sie dachten, ich hätte einen Vogel. Jedenfalls haben sie nicht reagiert, also wieder hoch zum Zimmer. Versuche, den Vogel (Buntfink oder so) in Richtung Treppenhaus-Fenster zu scheuchen, misslangen, letztlich ließ er sich auf meinem Rücksack (der auf meinem Rücken war…) nieder. Neue Strategie: ganz langsam mit dem Vogel auf dem Rucksack zurück ins eigene Zimmer, dort Fenster auf und Vogel raus. Hat geklappt, Vogel in Freiheit, gutes Gewissen, Heimreise :) Nicht ganz so abenteuerlich, aber irgendwie für mich trotzdem ein einprägendes Erlebnis.

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    1. Na – immerhin habt ihr es noch mit dem Auto nach Hause geschafft! Das erinnert mich daran, dass wir einmal, als noch meine Eltern mit mir unterwegs waren, von Italien bis nach Hause gefahren sind mit unserem (selbstgebauten) Wohnmobil, dem dummerweise die Schaltung kaputtgegangen war. Anfahren ohne Schaltung ist … nervenaufreibend.

      Das mit dem Vogel ist ja süss! :-)

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  2. Hihi, da werden Erinnerungen an diverse Schwarzbären beim Zelten in Alaska, an Wolfsspinnen in Malaysia und an Palmhörnchen (=touristisch für Ratte) zu sehr frühen Maledivenzeiten wach :D

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  3. Reiseerinnerungen sind toll… dabei sind die schönen nicht mal unbedingt spektakulär. Zwei ganz kleine Teile Reise gab es hier schon im Blog, einmal aus England und einmal von den „schönsten Inseln der Welt“, beide Touren hatten vieles, was ich wohl lange nicht vergessen werde. Viele Eindrücke sind aber einfach erlebt und in der Intensität gar nicht erzählbar, da sind schon Fotos nur ein Hilfsmittel.

    Als ich 2005 eine Woche in Moskau war, wollte ich den Fernsehturm Ostankino (siehe Wikipedia) für einen Blick auf die Stadt nutzen, mein Reiseführer behauptete, der wäre nach einem Brand im Jahr 2000 ab 2004 wieder für den Besucherverkehr geöffnet. Es war schönes Wetter, wir fuhren dorthin, es kamen unten Leute aus dem Eingangsbereich, aber kein Einlass war zu erkennen. Ich sprach eine Frau an (mit meinen zwei Brocken Russisch) und fragte, ob der Turm geöffnet sei. Sie antwortete etwas, das nach „Nein, geöffnet um … sieben“ klang. Ich fragte „morgen um sieben?“ Und sie sagte „Nein, um … sieben“. Dann schrieb sie mir auf einen Zettel „2007“ :-)

    Kaputte Fahrzeuge sind natürlich eher das Gegenteil von schönen Erinnerungen… meine Maschine ist schon dreimal weiter weg von zu Hause ausgefallen, davon zweimal mit grösserem Schaden (Kühlung ausgefallen, Kühlwasser im Ölkreislauf, alles Plastik um den Motorblock herum weggeschmolzen… zum Glück noch in der Garantiezeit, beide Male, aber da war nichts mehr zu fahren). Auf die Erlebnisse hätte ich gerne verzichtet, die waren einfach nur bescheiden – zum Glück gab es immer irgendwie eine Lösung, dass der Urlaub nicht ins Wasser gefallen ist.

    P.S.: Es waren sogar schon drei Apothekenfotos von mir im Blog, fällt mir ein, meinen Schweizbesuch hatte ich fast vergessen :-)

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  4. Mein übelstes Urlaubserlebnis war gar nicht mal in fernen Ländern, sondern auf einer Autobahn in den deutschen Mittelgebirgen. Ich fahr da gemütlich nen Buckel hoch, plötzlich knallts und der Wagen zieht nicht mehr. Am Hang. Auf der mittleren Spur. Rechts ein LKW, hinter mir ein LKW. Die sind nicht eben glücklich, wenn man ihnen am Berg den Schwung nimmt… Also zieht der hinter mir knapp links an mir vorbei, der andere rechts an mir vorbei, DANN SPRINGT MEIN MANN AUS DEM AUTO und schiebt den Wagen auf die Standspur. Irgendwie ist der Golf dann noch tapfer bis zum nächsten Parkplatz gerollt. Da haben wir dann ADAC angerufen, der kam ne Stunde später, stellte fest, da kann er jetzt nix machen und hat einen Abschleppwagen bestellt. Nochmal Sohnemann eine Stunde bespaßt, dann kam der Abschleppwagen. Der Golf gab auf halben Weg die Rampe hoch die letzten Geister auf, die uns noch bsi zu dem Parkplatz gebracht hatten. Also Golf hinten drauf, mein Mann auf dem Beifahrersitz, und ich (schwanger) und Sohnemann unangeschnallt (weil sowas gabs da nicht) hinten auf dem Sperrsitz. Und los gings. Ich bin schon in Ägypten Taxi gefahren. Der Typ toppte das locker. Die Fahrt dauerte vielleicht zehn Minuten, und ich war schweißnass.
    Dann dauerte es wieder zwei Stunden, war inzwischen mitten in der Nacht, bis sie das Auto angeguckt hatten und uns vor die Wahl stellten, entweder bringen sie es zu uns nach Hause und wir müssen es reparieren lassen (war ein Getriebeschaden), oder sie verschrotten es gleich hier und jetzt. Also haben wir nachts um drei vom Koffer bis zur Sonnenblende alles in den Mietwagen geschmissen und dem Golf Lebewohl gesagt.
    Das war dann der Moment, wo ich zu heulen anfing. Dieser stundenlange Wechsel zwischen Stress und Kind beruhigen, dass doch alles in Ordnung ist war etwas viel an dem Abend.

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      1. Oh, das war ein 25 Jahre alter Golf II. Frisch aus der Werkstatt, weil mir ne Woche vor dem Urlaub der Ganghebel mitten auf der Kreuzung abgebrochen ist, weswegen ich im dritten Gang heimfahren und einparken musste. Und mein Mann musste am nächsten Tag im dritten Gang ausparken, anfahren und zur Werkstatt damit. War ein sehr geduldiges Auto, ansonsten auch sehr zuverlässig, aber irgendwann ist eben mal Ende.

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  5. Ich war 2008 mit Freunden in Brasilien unterwegs. Einiges an rumreisen, wie man das dort im Nord-Osten in Pernambucos nur machen kann wenn man sich verständigen kann. Wir hatten nen Brasilianer dabei. Also war das zumindest kein Problem.
    Eine Übernachtung wollten wir im Natirschutzgebiet Catimbau machen. Anreise ging recht gut mit „Taxen“ die uns dorthin fuhren. Anschnallgurte waren zwar angeknotet an die Autrowand, aber das Teil fuhr und war als einziges verfügbar.
    Übernachtet wurde in einer Höhle. Nachts wunderte ich mich, was mir da die ganze Zeit ins Gesicht rieselte. Aus Spalten in der Höhle flogen Fledermäuse und Nachtvögel, und dadurch wehte Sand zu uns runter.
    Die Toiletten waren übrigends in einem Schuppen einige in den Stein gehauene Stufen weit weg. Um 18 Uhr ist es stockdunkel, Taschenlampen hatten wir keine mit.
    Das Klohäuschen bestand aus einem Verschlag mit einem Klositz und einem Wasserfass mit nem Eimerchen drin. Ne Wasserspülung gabs dort nicht. Man mußte per Hand spülen. Licht gabs da auch keines drinnen.
    Am nächsten Morgen hat uns dann noch eine Kuh den Weg ins nächste Dorf versperrt. Man ahnt gar nicht, wie böse die gucken können, wenn ihr Kalb bei ihr ist. Wir sich dann durch ein Auto von Leuten die mit in der Höhle war gerettet worden. 7 Mann in einer Ente, wenn auch nur für 50 Meter bis wie an der Kuh vorbei waren.
    In dem Ort gabs dann die Steigerung des Autos des Hinweges.
    Total verrostet. Anschnaller nicht existent. Der „Tank“ war ne 2 Liter Plastikflasche mit 2 Schläuchen im Fußraum des Beifahrers. Der sollte sie mit den Füßen aufrecht halten, sonst wäre sie ausgelaufen.
    Die recht hügelige Strecke gings mit Vollgas bergauf. Kurz vor der Hügelkuppe wirde wird gehupt. Hupte es zurück wurde abgebremst und rechts gefahren. Kam kein hupen zurück war da wohl keiner, er schoß über den Hügel, machte den Motor aus und rolllte des Hügel runter um Benzin zu sparen. Immerhin sprank das Auto in der Senke immer Problemlos an. Aber trotzdem waren wir froh, dass wir 20km später wieder umsteigen konnten in ein besseres Gefährt.

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    1. Sehr abenteuerlich – und definitiv „off the road“ :-)
      Nächtliches Toilettegehen in gefährlicher Umgebung hatte ich auch schon. Auf einem Campingplatz in Namibia ohne Toilette – man musste es vergraben. Blöd nur, wenn man nachts wegen Bauchgrimmen sehr rasch gehen muss und ohne Taschenlampe und alles losrennt. Zum Glück habe ich die Dokumentation über die schwarzen Mamas, die’s dort gibt erst danach gesehen …

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  6. Auch ich hatte so ein kulinarisches Erlebnis in Griechenland.

    Auf der Menukarte stand „Kalamaris“, so entzifferte ich die griechischen Lettern, und darunter stand die englische Übersetzung, seltsamerweise auch „Kalamaris“.

    Ich ging davon aus, dass es fritierte Tintenfisch-Ringe sind.

    Weit gefehlt, eine fast schwarze, ölig glibberige Masse Tintenfisch bekam ich zu futtern… heldenhaft sein ist angesagt! :)

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  7. oh ha, da hast du ja schon viel Spannendes erlebt. ;) wir hatten bisher bei jeder unserer Reisen mindestens ein DIng dabei, was wir heute noch erzählen…
    Ägypten – die Tour zum Tal der Toten mit massiver polizeilicher Bewachung aus Angst vor Anschlägen (ein paar Wochen später haben sie dann genau diesen Bus wohl tatsächlich nochmal beschossen)
    Lanzarote – die kurze Bergwanderung, aus der mal eben 8 Stunden Wanderung durch den Naturschutzpark wurden
    Mexiko – Chichén Itzá, das ich noch besteigen durfte (mein Mann konnte wegen Bänderriss nicht), 3 Monate später wurde es für immer geschlossen, weil zu viele Leute runter gepurzelt sind – und wenige Wochen nach unserer Abreise wurde unser Hotel von einem Hurrikan vollkommen zerstört
    Kenia – die „gruselige“ Stadtrundführung durch Mombasa mit einen Einheimischen, der an jeder Straßenecke Schmiergeld an windige Typen bezahlt hat, anscheinend damit wir nicht überfallen werden und uns trotzdem durch immer engere Gassen geführt hat (wie waren heilfroh, als wir endlich HEIL auf dem Markt angekommen sind) – Ende des Jahres wurde durch den Tsunami 2004 auch dieses Hotel dem Erdboden gleich gemacht, obwohl in Kenia gelegen
    Norwegen – das unvergleichliche Gefühl, wenn man nach stundenlangem Langlauf auf oder vor einem Gletscher steht und diese unheimliche Stille und das wunderschöne Blau der Gletscher genießen darf
    Dubai – so heißer Sand, dass man im Sprint ins Wasser hechtet – um dann festzustellen, dass das Wasser leider Badewannentemperatur hat
    Malediven – die beiden Feuerfische, die uns beim Schnorcheln den Rückweg zur Insel versperrt haben, sodass wir 50m gegen die Strömung zum vorherigen Exit zurück mussten. Der Barracuda, den mein Mann dort geangelt hat – mit Wäscheleine ;). Die Doktorfische, die „so lustige Blasen“ gemacht haben und die mein Mann unbedingt fotografieren wollte – abends haben wir dann gelesen, dass die Doktorfische damit Luft in ihr Nest pusten und dann bei Zunahekommen seeeehr agressiv reagieren.
    Dänemark – als mich auf unserer Rückreise so ein komisches Gefühl überfallen hat, sodass wir eine Stunde früher los sind, als wir eigentlich wollten – und ca 30 Minuten nach unserer Durchfahrt eine Brücke zusammen gestürzt ist
    Schweden – wenn man abends durch die Küche zum Bad geht und auf einmal einen riesigen Elchkopf direkt am Küchenfenster sieht – so ein Elchkopf ist echt riesig…
    Naja, wir werden wohl noch ein bisschen reisen – aber bisher ist alles gut ausgegangen und wir erinnern uns gern daran zurück… :)

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    1. Au ja die Maldiven. Wir hatten das Pech beim Schnorcheln unbeabsichtigt über ein solches „Triggerfish“-Nest zu schnorcheln – was dann prompt den Angriff von so einem Biest ausgelöst hat. Die machen wirklich nicht nur Scheinangriffe – im Flossen hat Kuschelbär heute noch die Schramme von dessen „Schnabel“.

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  8. Hmm, ganz klassisch wie es im Reiseführer steht. Die Taxifahrer in Delhi, die uns nicht zu unserem Hotel bringen wollten. Nach dem langen Flug morgens um 5 in Delhi. Natürlich die Tickets fürs Taxi am Schalter gekauft, so dass die ihr Geld erst später erhalten, hat aber nichts genützt. Und weil das Hotel mein Freund organisiert hatte, hatte ich keine Ahnung wo das war, geschweige denn wo wir mit dem Taxi rumkurvten. Irgendwann durfte ich dann auch noch mit jemandem telefonieren, der mir mitteilte, dass es keine Reservierung gibt oder unser Hotel abgebrannt ist, auch dass ich dem sagte er sei ein totaler Idiot half nicht. Mittlerweile hatte ich mir auch noch meine Hose zerrissen, so dass man meine Unterhosen sah. Glücklicherweise hab ich das nicht gemerkt. Aber der Taxifahrer hat wohl meine Freund ausgelacht und ihm gesagt er solle mir doch bitte anständige Unterwäsche kaufen..
    Dann kam mein Freund auf die glorreiche Idee die sollen uns doch einfach wieder zurück fahren, denn irgendwo abgsetzt zu werden, das war mir zu unsicher. Also bezahlen wir den doppelten Preis und fanden uns dann am Innlandflughafen wieder. Mittlerweile war es 7 und schon ziemlich brütend heiss. Da wir am falschen Eingang abgeladen wurden, fanden wir auch keine Taxis und stiegen irgendwann einfach in einen Bus. Dort waren die Leute total nett und meinten wir sollen doch am Bahnhof aussteigen. Das taten wir dann auch uns sofort kamen etwa 20 Riksha Fahren auf uns zu, verfolgten uns und redeten auf uns ein (ausser uns waren sonst kaum Reisende und schon gar keine Ausländer da).. Da wir ziemlich müde waren und etwas Ruhe wollten, beschloss mein Freund, dass wir bei dem alten Rhiksah Faren mit langem Bart und Tuban einsteigen. Ich dachte wir fahren nun einfach an ein anderes Ort, aber es war mir egal.
    Der Fahren kurvte durch ein paar kleine Strassen und setzte und nach ca. 5 Minuten vor unserem Hotel ab. Ich konnte es gar nicht glauben. Er bekam ein ordentliches Trinkgeld und ich ging erst mal schalfen..

    Andere Highlights der Indien Reise. Schwarz fahren in der Ubahn von Chennai – zu doof um Tickets zu kaufen – und als wir dann auch noch kontrolliert wurden, sind wir einfach wortlos weiter gegangen.
    Schmiergeld und bewaffnetet Soldaten an jeder Ecke in Kashmir..
    Der schwimmende Kiosk der unser Hausboot im Kashmir regelmässig besuchte und vieles mehr..

    Und kürzlich in Mexico. Auf dem Rückflug hatte unser Flug von Cancun nach Mexico City über 3 h Verspätung. So dass uns Air France nicht mehr einchecken lassen wollte, obwohl das Flugzeug noch da stand und auch gleich mitteilte, dass wir eh Pech hätten, weil zuvor mit einer Fluggesellschaft geflogen, die keine Abmachungen für solche Fälle hat.
    Mittlerweile war es Mitternacht und alles geschlossen, also erst mal ein Bier trinken und dann ein Hotel suchen. Nicht ganz einfach, waren doch auch noch Präsidentschaftswaheln. Aber zum Glück wussten wir ja schon, dass Taxifahren immer ein Hotel wissen. Also egal, wir nehmen das..
    Am nächsten Morgen nach vielleicht 3h nicht sehr gutem Schlaf, wieder am Flughafen. Wir wollten eine Bestätigung, dass unser Flug so viel Verspätung hatte, denn ich hatte die Hoffnung dass wir ev. irgendwo eine Versicherung für solche Fälle hätten.
    Nun es war etwas schwierig jemanden aufzutreiben der englisch sprach, der zeigte sich aber erstaunlich kooperativ und meinte es sei ihr Fehler und sie werden sich darum kümmern, dass wir eine Flug erhalten, wir sollen doch in 3h wieder kommen.
    Also etwas essen und etwas am Flughafen schlafen. Nach 3h wurde dann jemand mit unserem Fall beauftragt, bitte 2h waren.
    Nach 2h meinte derjenige er hätte um 5 ein Treffen mit Air France und werde mal versuchen mit denen was zu dealen.
    Als wir um 6 wieder kamen, wusste niemand von der Sache, die zuständige Person war nicht mehr da bzw. niemand wusste wo er war und sowieso sei dies nicht ihr Problem. Wir beharrten darauf mit Mr. Raul zu sprechen und dann hiess es wir sollen warten..
    Irgendwann kam der auch und meinte wir würden nun mal zur Air France gehen und etwas mit denen reden.
    Aber der Flug heute sei wohl voll und sowieso müssten wir einen neuen Flug bezahlen, da unser Ticket nicht umbuchbar war.
    Darauf hatte ich mich dann mal ernsthaft mit dem Gedanken in Mexico zu bleiben befasst, denn ein Rückflugticket für beide, das überstieg meine finanziellen Möglichkeiten und auch die Limite meiner Kreditkarte.
    Nun die Air France setzt uns dann auch die Reserveliste und wir mussten warten bis das Check-in beendet war. Etwa eine halbe Stunde vor Ende wurden dann unsere Pässe gecheckt und unser Gepäck nach hinten gestellt. Auf Anfrage hiess es wir sollen es aber wieder bekommen, für den wahrscheinlichen Fall, dass wir nicht fliegen. Mr. Raul musste dann mal wieder an die Arbeit und verliess uns. Nach Check-in Ende hiess es noch 10 min warten, Dann war die zuständige Person verschwunden. Nach ein paar weiteren Minuten stellte ich fest, dass nun unser Gepäck verschwunden war.
    Mein Freund versuchte dann dort auf französisch zu erklären, dass wir unser Gepäck wieder benötigen. Ein paar Verständigungsschwierigkeiten später: Ja habt ihr denn keine Tickets? Was Tickets, ja nein eben nicht!!! Ah also die liegen hier, Mexico-Paris und dann Paris-Zürich, aber das Boarding hat im Fall schon angefangen, ihr müsst rennen!!
    Also rennen wir durch den halben Flughafen, mittlerweile ist es nur noch etwa 10 min früher als am Tag zuvor. Der Herr bei der Handepäckkontrolle zieht langsam seine Handschuhe an und bringt mich damit fast um den Verstand.
    Aber als wir beim Gate eintreffen sind die noch mit Boarden beschäftigt und wir fliegen tatsächlich ab in Richtung Europa und bezahlt haben wir weder neue Tickets noch die Differenz noch sonst etwas..
    In Paris gab es dann nochmals Probleme mit unserem umgebuchten Ticket, aber wir durften dann trotzdem mitfliegen und wir waren sowieso einfach froh in Europa zu sein.
    Abends um 10 zu Hause und am Morgen dann wieder pünktlich hinter der Theke (der Reservetag war eigentlich zum erholen gedacht).

    Des weiteren hatte ich noch ein paar Problem mit meiner Bankkarte. So versuchte ich am Flughafen als erstes Pesos fürs Taxi zu beziehen und gab nach 5 vergeblichen Versuchen auf. Später fand ich dann 5 Belastungen auf meiner Rechnung. Die HSBC hat mir das Geld aber nach Reklamation zurückbezahlt.
    2 Monate nach unserer Reise stellten wir dann fest dass auch noch jemand unsere beiden Katen geskimmt hatte und unsere Konten je um ca. 800 CHF leichter waren, bevor die Karten automatisch gesperrt wurden. Für diesen Schaden sind dann unsere Banken aufgekommen. Insofern auch hier alles gut gelaufen..

    Und was wir sonst noch gerne über dies Reise erzählen. Die absolut geniale, bombastische, übertriebene Hochzeit zu der wir geladen waren und Grund für unsere Reise war, das sprengt aber hier den Rahmen..

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  9. Zum Thema Kakerlaken fällt mir spontan ein:

    Ich war mit einer Freundin unterwegs in Flordia und wir sind in einem Hostel abgestiegen. Auf jeder Etage befand sich eine offene Küche mit Terasse. Eigentlich hätte man da ja mit Kakerlaken rechnen müssen. Hatte ich aber nicht. Ich öffnete also eines abends die Besteck-Schublade und es find an zu wuseln… Ich ließ einen ziemlichen Schrei los, der im Nachhinein betrachtet dann doch etwas übertrieben gewesen sein muss, denn es war ziemlich spät abends und innerhalb von 30 Sekunden standen drei kampfbereite Männer in Unterhosen in der Küche, einer davon mit gezücktem Jagdmesser. Alle drei hatten gedacht ich werde gerade überfallen! Das hat mich mehrere Runden Beruhigungs-Bier gekostet, aber der Abend wurde trotzdem lustig…

    Oder einmal, da war ich mit einer Freundin in Spanien im Urlaub. In unserem Hotel waren auch eine Gruppe männlicher, leider ziemlich aufdringlicher Italiener untergebracht. Ihre Balkone befanden sich direkt gegenüber von unserem. Jeden Abend fragten sie uns auf’s neue in ziemlich schlechtem Englisch „Coffe, coffe, what time?“ (Sie wollten unbedingt mit uns Kaffee trinken gehen), wir antworteten immer gleich: „Never!“ und immer kam die gleiche Frage „what time is never?“…

    Oder einmal, auch in Florida, als wir unterwegs waren nach Key West, als auf einmal das Auto so komische Geräusche machte, auf dem eingezäunten Straßenabstrich mit den „Crocodile crossing“ Schild und den Warnhinweisen, dass man auf keinen Fall anhalten und aussteigen soll… Gott sei Dank hat das Auto bis zu unserem ersten Zwischenhalt in Key Largo gehalten, wo es auch eine Werkstatt gab…

    Oder einmal in New York, mit meinem amerikanischen Freund. Wir waren dort zwei Wochen bevor ich zurück nach Deutschland sollte und wir hatten damals überlegt, ob er vielleicht mitkommen könnte (daraus wurde dann leider doch nichts). Wir waren im Guggenheim Museum und als wir raus kamen, war auf der 5th Avenue gerade eine große „German Parade“ , so richtig kitschig mit Lederhosen, Bollenhuttrachten etc., im Gange… Klar, war mein Freund natürlich der Meinung ich hätte das absichtlich so eingefädelt! ;-)

    Oder einmal in Baltimore, als ein total fertig aussehender Typ mich nach einer Zigartte fragte. Ich war leicht angetrunken und gab ihm nicht nur eine Zigarette sondern auch eine Umarmung, denn wie ich fand sah er so aus als könnte er eine gebrauchen. Das lockerte ihn etwas auf und er fing an zu erzählen, dass er gerade aus dem Knast entlassen worden wäre und jetzt gar nicht wüsste, wo er hin soll… ich hab dann ganz, ganz schnell das Weite gesucht…

    Oder einmal in Tunesien, am Morgen des Heimflugs. Mein Exfreund und ich waren mit einem befreundeten Pärchen unterwegs und er hatte Flugangst. Wir bestiegen also das, zugegeben ziemlich gammlige Flugzeug und als wir saßen meinte mein Freund nur grinsend das Flugzeug sei von außen mit Gaffa Tape geflickt worden. Wir alle, vorallem der Freund mit Flugangst, dachten er will uns auf den Arm nehmen und waren entsprechend angesäuert. Wir steigen also nach der Landung aus dem Flugzeug und drehen uns um und tatsächlich: an der Seite des Flugzeugs war eine Klappe mit Gaffa-Tape angeklebt… der Freund mit Flugangst sank zu Boden und küsste diesen, es war ein Bild für Götter… ich glaube er ist nie wieder geflogen! Kommentar meines Ex: Tja, ich sag’s ja immer: Gaffa hält die Welt zusammen!

    So, mehr fällt mir gerade nicht ein! ;-)

    LG Simone

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    1. Au fein: Kakerlaken in der Bestck-schublade.

      Vom Fliegen in kleinen Flugzeugen weiss ich auch noch einen: Auf dem Rückflug auf Mombasa von einem Nationalpark in Kenia juckt der sonst sehr locker dasitzende Pilot auf einmal auf, greift nach dem Steuer und wir fliegen eine reichlich abrupte Kurve nach unten. Offenbar ist uns ein Geier auf Flughöhe entgegengekommen …

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  10. Gar nicht mal weit weg, knappe 2 Flugstunden…Hotel im 17ten Bundesland. Spätabends angekommen, empfangen worden mit dem lapidaren Kommentar: \”Ach..wir dachten sie kommen nicht mehr, nein..ihr Zimmer haben wir schon anderweitig vergeben\” (Teilen Reiseveranstalter die Uhrzeiten nicht mit? Wie sich herausstellte sehr wohl, war alles in den Unterlagen vermerkt…typischerweise halt einfach überbucht…und den letzten beißen die Hunde)
    Nach etlichen Diskussionen und viel Mühe meinen Gelduldsfaden zusammenzuhalten war man bereit uns in einem Nachbarhotel unterzubringen….nachts um zwei dann endlich ein Bett gehabt.
    Am nächsten Morgen wieder zurück, wieder Diskussionen, dann gab es endlich ein Zimmer…mit dem Kommentar das man uns aus Kulanz ein \”Zimmerupgrade\” gewährt hätte….mhh…hatten wir nicht sowieso die bestmögliche Zimmerktegorie gebucht? Egal..wir freuten uns über ein Zimmer mit Balkon und Meeresblick….knapp 2mtr bis zu den Klippen, 2mtr tiefer das azurblaue Mittelmeer..glatt wie ein Popo
    Nur der muffige Geruch war etwas störend…aber wozu hatten wir große Terassentüren…
    Was noch auffiel war ein kleines Löchlein in der Decke im Badezimmer aus der lustig etwas Wasser tropfte.
    Dies gegen Mittag der Rezeption gemeldet, Badesachen geschnappt und an den Strand.
    Bei der Rückkehr entdeckten wir hocherfreut das ein Heinzelmännchen das Loch bereits zugegipst hatte….\”wo das tropfende Wasser jetzt wohl hinläuft? \” überlegt ich noch…
    Zwei Tage später…ich steige aus der Dusche, trockne mich ab…und wundere mich über einen weissen Flatschen der plötzlich auf meiner Schulter landet…dann noch einer, dann noch einer, dann ein ganz großer inkl. gefühlten 200ltr Wasser….
    Was war passiert? Ein Held der Arbeit hat einfach Gips und viel Zeitungspapier in das Löchlein gestopft ohne zu hinterfragen wo das Wasser herkommt…irgendwann stand wohl die Zwischendecke unter Wasser, weichte selbige auf…und dann kam der ganze Mist runter.
    Die Dame an der Rezeption wird den nur mit Handtuch bekleideten und mit Gips beschmierten Gast bestimmt noch lange in Erinnerung behalten
    Wer glaubt das die Geschichte ein Ende hat täuscht sich…Decke im Bad wurde instand gesetzt (nein..wir bekamen kein neues Zimmer weil ausgebucht..)…das Wasser hatte man wohl auch im Griff..soweit alles gut. DreiTage später wurde es sehr windig. Die Wellen brachen sich lautstark an den Klippen, somit waren wir gezwungen nachts die Balkontüren zu schließen. Nachts um zwei/halb drei wache ich auf weil meine Frau recht stark hustet, dabei fällt mir auf das es im Zimmer extrem stickig/muffig ist und man kaum vernünftig Luft bekommt, man schon fast das Gefühl hat trotz intensivem atmen zu ersticken. Wir also wieder alle Fenster aufgerissen, Balkontür auf und mitten in der Nacht versucht zu ergründen wo der Gestank herkommt……und wo kam er her? Direkt an der Wand zum Badezimmer war ein Einbauschrank (den wir allerdings nicht benutzt haben da noch ein weiterer großer Schrank im Zimmer war)..nachdem ich die Tür geöffnet habe wusste ich was den üblen Geruch verursachte: Die komplette!! Innenseite war dick mit schwarzem Schimmel bedeckt, das ganze Holz der Rückwand komplett aufgeweicht…nu guck…da war das Wasser also auch hingesickert….jetzt wussten wir auch warum es trotz lüften immer so muffig gerochen hatte.
    Auch der Nachportier wird den Touristen der mitten in der Nacht im Schlafanzug an seiner Rezeption stand wahrscheinlich so schnell nicht vergessen….wir haben dann nach Rücksprache mit der Reiseleitung am nächsten Tag das Hotel gewechselt…..

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  11. Bei meinem letzten Flug standen wir schon startbereit an erster Stelle der Warteschlange, rollten dann aber doch wieder zurück. Irgendwann die Information, das ein Warnlicht leuchte, das einen Defekt an den Bremsklappen anzeige, das müsse repariert werden. Zweieinhalb Stunden später ging es dann doch los (so ein Flugzeug das mit ausgeschalteten Mototren und geschlossenen Türen doof rumsteht wird innen übrigens verdammt warm – aber wir bekamen jeder als Entschuldigung 0,2 l O-Saft…).
    Als wir in der Luft waren meldete sich der Copilot mit der Durchsage: „Liebe Passagiere, nach der langen Verspätung sollen sie auch wissen was los war. Die Bremsklappen waren nicht defekt, sondern das Warnlicht. Solange das an ist startet die Maschine aber nicht. Es ließ sich leider nicht reparieren. Letzten Endes haben unsere Mechaniker die Bremsklappen deaktiviert, da ging das Licht dann aus. In Stuttgart ist die Landebahn so lang, da brauchen wir die eh nicht. Wir wünschen Ihnene nun einen guten Flug“
    Ich bin beim Fliegen normalerweise echt tiefenentspannt – aber das war eindeutig too much information :-)))

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    1. Raaah!
      Was ich schon einmal hatte: die Durchsage, die kommt, wenn man in der Luft einen Druckabfall hat und die Sauerstoffmasken rausfallen. Nur waren wir da noch am Boden und kurz vor dem Start. Weil sich das nicht im Flugzeug anschalten liess, mussten sie zurück ans Terminal und an den Computer anschliessen.
      Dafür kann ich das jetzt fast auswendig: „This is an emergency!“

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  12. Mir fällt dazu die Rückreise aus dem Skiurlaub von Norditalien nach Schleswig-Holstein ein. Ich war mit meinen Eltern und meiner jüngeren Schwester unterwegs. Wir hatten uns Opas Voyager geliehen, um Platz für die Skier zu haben. Auf Höhe von München zerbarst auf einmal die Seitenscheibe auf der Beifahrerseite. Zum Glück schliefen meine Mutter und meine Schwester, die auf der Seite saßen, zu diesem Zeitpunkt und hatten die Augen geschlossen. Meiner Mutter haben wir dann auf dem nächsten Rastplatz, der zum Glück nur wenige Kilometer entfernt war, die Scherben aus den Haaren und aus der Kleidung gesammelt.
    Dann haben wir den ADAC angerufen, der dann auch irgendwann kam und uns eine Folie in die Scheibe geklebt hat.
    Eigentlich wollten wir auf dem Weg nach Hause noch übernachten, wir hatten aber keine Lust das Auto komplett auszuräumen, also haben wir nur noch einen kurzen Halt bei dem goldenen M gemacht, das Auto direkt vor der Tür geparkt und die ganze Zeit beobachtet.
    Als wir in Hamburg aus dem Elbtunnel kamen, fing es auf einmal an zu stürmen und zu regnen (einer der heftigsten Stürme in Schleswig-Holstein in dem Jahr). Die letzten 50 km musste meine Mutter die Folie festhalten.
    Es waren ja auch nur ca. 800 km Mitten in der Nacht und es war nicht möglich schneller als 100 km/h zu fahren.
    Das Highlight kam dann am nächsten Tag: Opa beichten, dass eine Scheibe kaputt ist und das gesamte Auto putzen. Dazu muss man sagen, dass das Auto meines Opas immer penibel sauber ist und sogar mit Dekoteppichen ausgelegt ist :)

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  13. Oh ja, Urlaubsanekdoten sind doch oft die besten *lach*
    Am schönsten in deiner Erzählung fand ich im Übrigen den Salat in Griechenland. Einmal durch den Mixer, herrlich *kugelvorlachen*

    Sehr schön (und vor allem niedlich) fand ich unseren Trip durch Amerikas Westen.
    Wir waren irgendwo mitten in der Mojave unterwegs und hatten Hunger. Also haben wir am nächstbesten Diner angehalten (die gibt’s da ja irgendwie überall). Mein Mann spricht wirklich sehr sehr gutes Englisch (Jobmässig braucht er das). Er wollte irgendwas mit Kartoffeln. Die Kellnerin fragt also nach wie er seine Kartoffeln möchte und fängt auf einmal ein Pantomimenspiel an. Sie hat meinem Mann mit Gesten vormachen wollen, wie die Kartoffeln zubereitet werden können: braten, Püree, kochen. Ich fand das sooooo niedlich.

    Ach mir fallen grad soooo viele schöne und lustige Geschichte ein. Da werd ich richtig Rührselig und bekomm Fernweh 
    Dieses Jahr fiel unser Urlaub leider aus (Geburt meines Sohnes). Mal gucken was sich so im nächsten Jahr ergibt…

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  14. Einen hab ich auch noch.
    Wir waren auf Roadtrip in Schottland, einfach nen Mietwagen genommen, Verpflegung eingekauft und 2 Wochen rumgefahren und das Land erkundet. Eines Tages fahren wir grad über ne lange Brücke als es im Auto einen lauten Schlag gibt. Erstmal Schreck gekriegt, aber Gas tat noch, Bremse tat noch, die Brücke stand noch, gerammt hatte uns auch niemand, also was war das? Irgendwann gucke ich runter und der Fußraum des Beifahrersitzes schwimmt.
    Ich: Ohgottohgott, fahr ran, hier läuft was aus!
    Irgendwie roch es auch benebelnd…
    Mein Mann fährt am Ende der Brücke irgendwo ran (wer schottische Straßen kennt weiß, das ist gar nicht so einfach) wir steigen aus und gucken nach.
    Tja, es war der Kanister Orangensaft, den wir zur Verpflegung mithatten, der die letzten zwei Tage unter dem Beifahrersitz angefangen hatte zu gären und dann schlussendlich explodiert ist.
    Den Geruch haben wir den Rest der Reise nicht mehr rausbekommen, mussten die meiste Zeit mit offenen Fenstern rumfahren (und wer das schottische Wetter kennt weiß, das ist gar nicht so einfach…). Zum Glück hat niemand reingeschnüffelt, als wir den Wagen am Ende wieder abgegeben haben…

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  15. Es war um 1990, Urlaub in Frankreich mit meinen Eltern. Ich hatte noch keinen Führerschein, und wohnte natürlich auch noch nicht in Frankreich. Wir hatten einen Mitsubishi L300, mit dem großen Diesel (2,4l steuerfähiger Hubraum, 68 gesunde Arbeitspferde), und Wohnwagen. Der ging auch senkrecht die WÄnde rauf, man mußte ihm nur mächtig viel Zeit lassen – so manche Autobahnsteigungen in Frankreich und Belgien haben wir mit dem Gespann im 2. Gang gemeistert. Etwa 35 km/h, glaub ich.
    Nun, in der Stadtdurchfahrt Rennes tut es einen Schlag unterm Beifahrersitz, einige Kontrolleuchten leuchten auf, und eine übel riechende Wolke kommt aus dem Motorraum (eben unterm Beifahrersitz). Wir fahren auf den nächsten Parkplatz, lüften den Motor, das Kühlwasserausgleichsgefäß hat seinen Deckel abgeworfen und ist leer. Und der Keilriemen hängt verdreht auf der Welle vom Kühlerventilator (der vom Keilriemen angetrieben wird).
    ADAC-Schutzbriefe sind was Feines. Aber in Frankreich einen Mechaniker aufzutreiben, um fünf nach Mittag, ist eine Sache für sich. Um halb zwei trifft ein ziemlich alter Abschlepper ein – ich meine das Fahrzeug. Wir hängen den Wohnwagen ab, meine Mutter und mein Bruder bleiben dabei, mein Vater und ich fahren im Abschlepper mit. Er fährt in eine kleine Werkstatt, wo hauptsächlich Oldtimer restauriert werden; eine Mitsubishi-Werkstatt gibt es im Umkreis wohl nicht.
    Der Keilriemen ist hin: sie ziehen ihn wieder auf, aber sobald der Motor läuft, verdreht er sich und springt wieder ab. Also einen neuen aufziehen. Leichter gesagt als getan, das Modell wird in Frankreich nicht vertrieben… nach langem Suchen paßt ein Keilriemen von Nissan, ist nur einen Zentimeter kürzer. Inzwischen ist es halb fünf. Wir brauchen etwas Zeit, um unseren Parkplatz wiederzufinden – GPS gibt es ja für Zivilisten noch nicht – und fahren mit einem halben Tag Verspätung weiter.
    Zuhause gabs dann noch mal einen neuen Keilriemen, weil der Garagist meinte, der fremde wäre vielleicht doch nicht so gut – und einen Ersatzkeilriemen für den Werkzeugkasten, der aber nie zum Einsatz gekommen ist.

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  16. Eine Taxi-Geschichte hab ich noch: Wir sind beim Abendessen in einem Restaurant in Lilongwe (Hauptstadt von Malawi, „the Warm Heart of Africa“, wie das da am Flughafen heißt) und lassen uns mit der Rechnung auch ein Taxi bestellen – nach Einbruch der Dunkelheit soll man ja nicht mehr unbedingt zu Fuß unterwegs sein. Nach einer Weile kommt der Kellner: Das Taxi sei da. Am Straßenrand vor dem Restaurant steht ein uralter Wagen, Kühlerhaube aufgeklappt, zwei Männer schauen ratlos mit einer kleinen Taschenlampe auf den Motorblock. „This is the taxi?!“ – „Yes!“ Ok, wir steigen ein, die beiden Motorbetrachter auch, der auf dem Fahrersitz dreht den Zündschlüssel um – abgewürgt. Nächster Versuch – abgewürgt. Nach fünf Versuchen hoppelt das Auto ein paar Sprünge vorwärts, bevor der Motor wieder abgewürgt wird. Schließlich hüpfen wir die Hauptstraße hoch, alle Night Security Guards, die vor den Geschäften stehen, können nicht mehr vor Lachen. Als wir dann auf den Hotelparkplatz hoppeln und die Fahrt bezahlen, zeigt der zweite Mann vom Beifahrersitz auf den „Fahrer“ und klärt uns auf: „He’s a learner.“ Lustigste Fahrstunde ever …

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