Ok, ich verstehe gut, dass ein Ausflug in die Apotheke nicht zum Wunschprogramm des Tages gehört. Zudem kommt man oft noch von einer wohl stundenlangen Warterei im Vorzimmer des Arztes oder aus dem Spital und ist entsprechend gestresst.
Hier ein paar (nicht ganz ernst gemeinte) Anregungen, wie Du den Besuch in der Apotheke etwas lustiger gestalten kannst.
- Stell Fragen, die nichts mit dem Thema zu tun haben. … Wenn der Apotheker fragt: „Haben sie noch Fragen?“, frag etwas total abstruses wie: „Wie heissen die 7 Bundesräte noch mal?“
- Frag ob die aktuelle Aktion der Drogerie für Vitamine auch für das Medikament auf Rezept gilt, oder ob „man da etwas am Preis machen könne“…
- Verlange eine direkte Beratung nur durch den Apotheker und erzähle ihm dann (mit ernstem Gesicht) eine völlig abwegige Geschichte über deine traumatische Kindheit „Als ich 5 war, sind alle meine Eltern väterlicherseits in einem Autounfall ums Leben gekommen“ oder „Ich habe Alpträume von Sockentragenden Hühnern, könnte das ein Zeichen von unterdrückten Kindheitserinnerungen sein?“ Der Blick auf dem Gesicht des Apothekers dürfte unbezahlbar sein.
- Tanze. Wenn Du Tabletten in Dosen oder Granulat gekauft hast, benutze sie auf dem Weg nach draussen als Rhythmusinstrument. Das funktioniert am besten, wenn man dazu noch singt. Ich empfehle „Jump the line“ von Harry Belafonte. Du weißt schon, der Song am Ende des Films Beetlejuice? „Shake, shake, shake Senora“ … oder vielleicht auch „La Cucaracha“

Gute Idee. Ich schätze mal, dass Du das alles schon in Deiner Apotheke erlebt hast.
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Ausser das mit dem Singen .. was ich bis jetzt gehört habe, war nicht ganz so melodisch.
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Nicht das du in den nächsten Tagen vermehrt solche Kunden hast;)
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Ach das verteilt sich auf verschiedenste Apotheken :-)
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Apothekengang mit Varieté. :D Ich glaube, ich frage demnächst mal, ob es die Tabletten zufällig auch in einer anderen Farbe gibt oder sowas.
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Ob Du’s glaubst oder nicht, *die* Frage habe ich (ernsthaft gestellt) schon einmal gehört!
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„Apothekengang mit Varieté. :D Ich glaube, ich frage demnächst mal, ob es die Tabletten zufällig auch in einer anderen Farbe gibt oder sowas.“
Approved! Mal bischen würze in den öden Alltag bringen muss die Devise sein!
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Nr. 3) gehört doch zum Tagesgeschäft, oder nicht. Abstruse Geschichtenso und der Wunsch unbedingt vom akademischen Personal bedient zu werden sind doch nicht ungewöhnlich?
Kundin: „Ist der Herr Meier da?“ (Meier=Chef)
PTA: „Ja, einen Moment bitte“
Chef: „Guten Tag Frau Liebstekundin“
Kundin: „Guten Tag Herr Meier“
Chef: „Was kann ich für Sie tun?“
Kundin: „Ich hätte gerne eine Schachtel Paracetamol“
Chef: „Biddeschönmachtzweifuffzig.“
PTA: hält hinter den Kulissen Schreikrampf zurück und streckt durch die Wand nicht sichtbar die Zunge heraus Richtung Kundin.
(PTA kann auch durch Pharmaziepraktikant(in) oder Jungapotheker(in) ersetzt werden)
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Für solche Kunden habe ich sogar Verständnis: Die fühlen sich da gut bedient (beraten wäre ja offensichtlich falsch), haben das Gefühl, der Apotheker hat ihre Medikation im Blick. Da geht es (gerade bei Stammkunden mit 40 Jahren Kundenbindung aufwärts) um Vertrauen in die Person des Apothekers, vielleicht auch das Schwätzchen nebenher.
So wie manche ihrem Hausarzt vertrauen, nicht weil er ein tolles Namensschild hat, sondern weil „der Herr Doktor“ ihnen vermittelt, Vertrauen zu verdienen. Solche Patienten muss man sich erarbeiten und sollte das zu schätzen wissen.
Schön wäre natürlich, wenn der Apotheker seine Mitarbeiter da nicht doof stehen lässt – „Herr Gaunt, das ist Frau Liebstekundin. Wie geht es uns denn heute?“ und ihm dann den Verkaufsvorgang überlässt oder so. Kunden binden, aber auch zeigen, dass man Vertrauen in die Mitarbeiter hat.
Das ist natürlich eher wirtschaftlich gedacht als therapeutisch – ohne kann man aber heute glaube ich auch keine Apotheke mehr führen :-)
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Stimmt schon, man sollte sich über treue Kunden freuen. Ab und zu ist es trozdem frustrierend, mit welcher Selbstverständlichkeit manche Kunden Chefbedienung einfordern, auch für banale Dinge.
Das trifft dann selbst langjährige Mitarbeiter, die die Kundin (meist sind es Damen) eigentlich auch persönlich kennen und sie sogar mit Namen begrüsst haben. Das weibliche Personal hat zudem oft mal das Problem, dass jeder greifbare Mann hierarchisch höher eingestuft wird, solange er einen weissen Kittel trägt. Aber da lernt man, drüber zu stehen.
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@ Mr. Gault: wir hier haben das Problem immer weniger, aber es gibt auch immer weniger Männer in unseren Berufen (Apotheker, Pharmaassistenten und Drogisten)…. und so ganz langsam kommt auch beim Kunden das Umdenken.
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@debe: das mit dem Vorstellen und weitergeben ist eine gute Idee.
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Musik .. bla … SME … bla … GEMA hat Verlagsrechte nicht eingeräumt. Irgendwann fällt mir zu diesem System auch noch mal die passende Antwort ein.
Das mit der Tablettenfarbe ist geil. Das muß ich mal probieren. Mal sehen, ob ich mal für meinen Daddy die Tabletten holen darf. Der hat immer verschiedene. Da könnte ich das plausibel fragen ;)
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Sieben Bundesräte, sieben… die neue Regierung (ich kann noch nicht mal den Namen des Premier ministre auswendig, den kannte ich vorher nicht) hier hat 34 Ministerinnen und Minister…
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