Gestern Mittag kam ein Kunde in die Apotheke, dem dieser riesige Böög* aus der Nase hing. Während er redete (und atmete), windete es den Böög in und aus der Nase. Es war, als ob man einem Fähnchen zuschauen würde an einem windigen Tag.
Es war ziemlich schwierig ihn zu beraten – ich konnte kaum Augenkontakt halten.
Das ist ein bisschen so, wie wenn man versucht nicht hinzusehen, wenn man an einem Autounfall vorbeifährt.
Warum bringen sie einem im Studium nicht bei, wie man damit umgeht?
Am Schluss habe ich ihm ein Kleenex gereicht und ihm gesagt: „Sie … haben da etwas“ – *deut*
… erst nachher ist mir aufgefallen, dass ich dieselbe Worte gebraucht habe wie in dem Sketch von Loriot:
(leider mit portugiesischen Untertiteln – ohne habe ich das nicht gefunden)
dasselbe haben wir zu Hause auch immer am Tisch gesagt, wenn jemand etwas im Gesicht hatte :-)
* für meine deutschen Leser: das ist ein Popel

In Österreich sagen wir dazu Nasenmann ;)
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:-)
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*wirft den deutschen Popel ins Rennen*
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Wie hat er drauf reagiert? Ich selbst bin ja recht dankbar, wenn mich jemand auf so etwas aufmerksam macht (obwohl es auch hier peinlich ist), aber andere Menschen reagieren da anders.
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typisch schweizerisch hat er fast gar nicht reagiert … also, er hat das Tuch genommen, „Danke“ gesagt und ist abgezottelt.
Das ist aber ok, so – ist ja auch nicht grad ein Gesprächsthema :-9
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Ich finde es auch eher nett, wenn man mich auf sowas aufmerksam macht bevor ich so den halben Tag durch die Gegend laufe. Ist natürlich weniger peinlich wenn es ein Bekannter macht als jemand fremdes, aber wenn der dann dezente Worte findet, dann geht das auch völlig in Ordnung. Wie gesagt, besser, als damit ewig in der Öffentlichkeit rumzulaufen.
Ich habe einen Kommilitonen, der panische Angst davor hat mit einem sichtbaren Popel an der Nase rumzulaufen (aber der Junge hat eh Neurosen für eine ganze Kleinstadt…). Der läuft immer mit einem kleinen Taschenspiegel rum, damit er das immer wieder kontrollieren kann.
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@nina: naja, wer weiss in welcher Situation er mal festgestellt hat, dass bei ihm ein fetter Batzen am Nasenhaar Bunjee-jumpen war…
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Bäh, jetzt wird es aber eklig hier…
Bei meinen kleinen Jungs sage ich immer „Komm mal zu mir, ich will den grünen Nasenfrosch fangen!“
Dann lachen die Jungs und lassen sich bereitwillig die Nase putzen.
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Als kleine Kinder sagten wir Butzemann dazu. :-)
Und mir ist es ebenfalls sehr viel lieber, jemand macht mich dezent auf sowas aufmerksam, als das er mich den ganzen Tag damit rumlaufen lässt. Irgendwann noch zu Schulzeiten habe ich mal abends beim Zähneputzen festgestellt, das ich an der Seite einen dicken Boppel Schokosauce vom Mittags verzehrten Eis in den Haaren hängen hatte. Hätte ich doch sehr nett gefunden, wenn mir das mal jemand gesagt hätte…
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Wenn jemand fremdes einen Popel sichtbar hängen hat, versuche ich woanders hinzuschauen, ich konzentriere mich dann mehr auf meine Kinder *g* (immer wieder eine willkommene Entschuldigung in solchen Momenten).
Wenn ich die Person kenne oder mehr als 2 Höflichkeitsworte wechseln muss, biete ich ein Taschentuch an sofern ich eins habe. (mal ein dickes Danke an die Apetheken, die mich damit immer versorgen, das ist immer meine Handtaschenration)
Neulich sprach ich ein paar Worte mit einem Mobilfunktypen und der hatte seinen Hosenstall offen. Ich überlegte noch, ob ich was sagen sollte als ich sah, dass auch sein Schnürsenkel offen war und ob der vielen Baustellen beschloss ich, ihn nur auf den (sicherheitsrelevanten) Schnürsenkel hinzuweisen und schnell zu gehen ;)
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[…] „früher war mehr Lametta“, für „ein Klavier, ein Klavier“ und für „Sie haben da etwas.“ und noch viel, viel […]
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