Top Suchanfrage im Moment

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Was denn? Dringend? Heute Nachmittag noch? – (Es ist Samstag, richtig?)

Ich bin sicher, der Arzt weiss, wie man ein Ritalin-Rezept richtig ausstellt – und die Apothekerin, wie ein richtiges Rezept dafür aussieht :-)

11 Kommentare zu „Top Suchanfrage im Moment

  1. Gerade AD(H)S Patienten haben oft so ein Chaos – nicht nur im Hirn – dass das Rezept z.B verloren geht. Sie völlig vergessen haben, dass sie hätten Ritalin besorgen sollen. Dass sie sofort Ritalin brauchten, der behandelnde Arzt aber grad in den Ferien ist …

    und dann kann man suchen, wer einem so ein Rezept ausstellt. Da reicht dann nicht mal der Fax einer Klinik wo der Patient eben 3 Monate in Behandlung war an die Fachpraxis, wo der Patient demnächst hingehen wird … mit der dringenden Bitte, dem Patienten das Rezept auszustellen! Weil es GANZ GANZ wichtig ist.

    Mein Mann hat genau so eine Arbeitsstelle nicht bekommen. Concerta ging ihm aus und die Situation war da, dass kein Arzt das Rezept ausstellen wollte / konnte, was auch immer.
    Beim einen Arzt nicht mehr als Patient geführt – weil unterdessen Klinikaufenthalt. Bei der neuen Praxis erst Termin in einer Woche. Und die Klinik kann anscheinend NACH dem Aufenthalt auch nicht mehr verschreiben …!
    Ok, er hatte dann kein Concerta und die nächste Schnupperwoche wurde zum Horror. Ein ADHS Patient erlebt eh schon den Horror für sich, ohne Medis keine Chance. Arbeiten unmöglich.
    Das ist keine schöne Erfahrung …

    … liebe Pharmama, Du glaubst gar nicht, wie versucht man in solchen Momenten ist, solche Begriffe ins Internet einzugeben. Sich was auf dem Schwarzmarkt zu besorgen.

    Und hat man dann das Razept nach einer Woche (!) endlich bekommen … der nächste Stress:
    Mein Mann benötigt Ritalin, bzw. Concerta. Ohne Vorbestellung geht gar nix. Einmal hat er es dringend benötigt, weil es nicht darauf geachtet hat, dass die Packung fertig ist (…eben AD(H)S…).
    Ich weiss nicht, wie viele Apotheken wir abklappern mussten, um die 2 verschiedenen Dosierungen (36er und 18er) zu bekommen.

    Ich weiss, für eine Apothekerin bleibt ob solchen Patienten manchmal bloss Kopfschütteln. Mir als Angehörige auch, ist echt schwer, wenn Menschen zwanghaft zerstreut sind. Aber es ist echt ein Kampf!

    Vielleicht hilft meine Antwort auch zu verstehen, warum solche Anfragen im Internet zustande kommen. Nebst allen wirklich „unseriösen“ Anfragen, das möchte ich gesagt haben.

    Liebe Grüsse und schönes Wochenende
    Franziska Sternenzauber

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    1. Schön erklärt – und nachvollziehbar.
      Ich denke zwar eher, dass der im Moment suchende eher eines fälschen will – sonst würde er kaum ein „Bild“ davon suchen – oder?

      Betäubungsmittel sind ungeheuer kompliziert in der Handhabung – die brauchen für alles Mehrfachformulare – Retouren sind unglaublich kompliziert (und manchmal unmöglich) – nicht zu reden, was man machen muss für eine korrekte Entsorgung…
      Darum halte ich – wie viele andere Apotheken auch – die Dinger nicht gerne an Lager. Da verstehe ich eure Odyssee gut.
      Es hilft in dem Fall eine Stammapotheke zu haben, die das auf Wunsch an Lager hält – das mache ich auch, wenn ich weiss, dass etwas regelmässig geholt wird. Auch bei Betäubungsmitteln.

      Ich kann mir vorstellen, dass das nicht einfach ist für Dich und Mann – vielleicht ist er ja einverstanden, wenn Du sein „Medikamentenregime“ übernimmst, damit das nicht mehr passiert?

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      1. Liebe Pharmama

        Danke auch.
        Ich weiss, grad Ritalin ist ein heikles Thema. Und man muss sicherlich sehr verantwortungsvoll damit umgehen – der Arzt, der Patient, die Apotheke – die Allgemeinheit.

        Das mit dem Medikamentenregime ist so eine Sache … hat eben auch mit ADHS zu tun. ADHS Menschen können ganz schlecht Verantwortungen abgeben … selbst im Wissen, dass sie der Verantwortung selber nicht gerecht werden können. Sie fühlen sich sofort zweitklassig, nicht respektiert, nicht für voll genommen.
        Das Ganze hat derart 2 Seiten – die eine, dass diese Menschen dringend auf Hilfe angewiesen sind und diese auch eigentlich möchten – die andere Seite, dass Hilfe annehmen für sie eine Pein ist, ein NoGo. Kaum möglich ohne sich dabei schlecht zu fühlen. Sei sind doch wer! Und man nimmt ihnen schier die Selbstachtung.

        Gerade erwachsene ADHS-Patienten sind schwierige Patienten. Das ist krankheitsbedingt, sie möchten das gar nicht, sind es aber – und der nächste Taucher ist schon vorprogrammiert.
        „Bin ich denn nix mehr wert…krieg ich nicht mal mehr das hin?“.

        Wir lernen gerade damit umzugehen. Ich könnt Romane schreiben …

        Liebe Grüessli
        Franziska Sternenzauber

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  2. Na, ich weiß nicht. In Österreich werden Ritalinrezepte ständig falsch ausgestellt (kein Aufkleber, keine Dosierung, keine Unterschrift) und die Apotheken reagieren tendenziell auch verwirrt und unwillig. Generell habe ich schon öfters ÄrztInnen und teilweise auch Apotheken erklären müssen, was sie zu tun haben, naturgemäß weniger inhaltlich, aber formal.

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    1. Hmmm…. ich glaube ich habe das schon einmal geschrieben: EIn Arzt, der nicht weiss, wie man ein Ritalin- (oder auch anderes) Rezept richtig ausstellt – hat wahrscheinlich keine Erfahrung damit …. und sollte es schon darum vielleicht besser erst gar nicht tun.

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      1. Das mit den Rezepten ist halt so eine Sache. Auch bei PsychiaterInnen wird nicht sooo viele Ritalin verschrieben, da kann das passieren. Wenn ich dein Blog richtig verstehe, könnte es aber auch ein Beispiel für größere Mentalitätsunterschiede zwischen Schweiz und Österreich sein:

        Die Apotheken führen keine Dossiers und interessieren sich in der Regel auch nicht wirklich für irgendwas. Rückfragen bei ÄrztInnen (wie du das öfters machst) habe ich noch nie erlebt, gelegentlich kommt ein »Kennen Sie sich bei der Einnahme aus?«, bei heftigen Sachen, die ich manchmal für KlientInnen geholt habe (HIV/AIDS-Medikamente, Betäubungsmittel, Neuroleptika) wird man etwas skeptisch gemustert, einmal habe ich auch erlebt, dass ich einen Ausweis zeigen musst, das war es aber schon.

        Vielleicht 5% der ÄrztInnen prüfen die Rezepte, bevor sie unterschreiben. In der Praxis werden bei uns Rezepte von Ordinationshilfen ausgedruckt und zwar auf blankounterschriebenen Formularen oder sie unterschreiben das selbst. Wie ist das in der Schweiz?

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        1. Computerausdrucke sind immer noch eher die Ausnahme – obwohl die Menge zunehmend ist – 20% vielleicht?
          Der Rest ist handgeschrieben – meist sieht man ziemlich gut, was der Arzt selbst war (gekritzel) und was die Praxisassistentin (Schönschrift). Unterschreiben muss der Arzt logischerweise alle Varianten (meist noch mit Stempel).
          Betäubungsmittel – und dazu gehört auch Ritalin – brauchen spezielle Rezepte, die sich farblich von normalen Rezepten unterscheiden und im Doppel sind. Die sind *immer* handgeschrieben, immer mit Stempel und Unterschrift, haben eine spezielle Nummer drauf und Einschränkungen, auf die ich jetzt nicht eingehe.

          Ich glaube ich mache mal einen Post, was sonst so alles auf ein Rezept gehört :-)

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        2. Und genau darum bin ich ein Verfechter des handgeschriebenen Rezeptes… Denn wenn der Arzt es selber geschrieben hat, dann weiss ich wenigstens, dass er auch das gemeint hat… (Schönschrift-Rezepte mal ausgenommen…)

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          1. Also ich kenne mindestens zwei Ärzte die auch Handschriftlich großen Blödsinn aufschreiben, Paracetamol bei bestehender Hepatitis zum Beispiel… und dann ist mir lieber die Fehlerquellen „unsaubere Handschrift“ oder „Schreibfehler“ sind durch einen PC Ausdruck deutlich minimiert.

            Nebenbei ist dieser Beitrag mittlerweile Nummer 3 bei Google wenn man die Suchbegriffe nutzt, ich versichere hiermit es nur aus Neugier und nicht aus unlauteren Motiven geprüft zu haben…

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  3. Ritalin macht halt auch Gesunde leistungsfähiger und ich kann mir durchaus vorstellen, dass so mancher damit „Hirndoping“ veranstalten möchte, um bessere Noten und somit bessere Jobchancen zu bekommen. Dass es verboten, unfair und wahrscheinlich auch ungesund ist, ist den Leuten dann egal.

    Ich kann Pharmamamas Bedenken wirklich gut nachvollziehen und gebe zu, dass ich an die Möglichkeit eines vertüdelten echten Rezepts eines ADHSlers oder einen ratlosen Vertretungsarzt nicht gedacht habe.

    Mir war auch bislang nicht bekannt, dass es so unglaublich schwer ist, an dieses Mittel ranzukommen. Ich bin halt fachfremd und bekomme nur die Informationen, die es in der Presse gibt. Und da heißt es meistens, dass zu viel und zu häufig Ritalin verordnet wird.

    Darum finde ich es gut, dass hier ein paar Angehörige von ADHSlern ihren Standpunkt mit einer entwaffnenden Offenheit dargelegt haben.
    Ich habe gerade wieder etwas dazugelernt.

    Jede Geschichte hat zwei Seiten, und irgendwie wird jeder Recht haben.

    Und weil ich auch jemand bin, der ungern Verantwortung abgibt, frage ich mich gerade, ob das nur ein Charakterzug oder ein Symptom sein könnte…auf jeden Fall kann ich ADHSler mit diesem Problem voll und ganz verstehen. Mich macht das auch jedesmal wuschig, bringt mich in völlig unnötigen Druck und nimmt mir die Unbeschwertheit.

    Liebe Grüße,
    Liz

    PS: Liebe Pharmamama, ich hätte auch gern eine Apothekerin, die so gut auf ihre Kunden/Patienten aufpasst und Dossiers führt. Nicht für mich mit meinen paar Kopfschmerztabletten im Jahr, aber für all die Leute, die viele verschiedene Sachen einnehmen müssen oder chronisch krank sind. Da habt Ihr Schweizer eine Schutzfunktion, die in D nicht vorkommt.

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    1. Liz, dein PS spricht mir aus der Seele!
      Selbst bei einer Stammapotheke hat man nicht die Sicherheit die eine Apotheke in der Schweiz (die nach dem QM geführt wird, richtig?) bietet.
      Gerade in größeren Apotheken mit 5 oder mehr Mitarbeitern bringt es kaum etwas wenn ich Stammkundin bin, weil mich jedesmal jemand anders bedient. Gut, ich weiß um meine Krankheiten, kenne alle meine Medikamente und lese die Beipackzettel. Muss ich auch! Auf den Arzt verlassen? Schön wärs, aber die achten meist nicht auf Nebenwirkungen. Und selbst in der Apotheke habe ich oft erlebt das es hieß „Tut mir leid, da müssen sie in der Beilage nachsehen.“ wenn ich fragte ob das Medi zu meinen Krankheiten passt.

      Pharmama, kannst du nicht ein paar Zweigstellen in D eröffnen? :)

      Sternenzauber, danke! Durch deine Kommentare hast du ein gutes Licht auf die Schwierigkeiten bei AD(H)S geworfen, das vielen unbekannt ist! Leider gibt es sogar Ärzte die diese Schwierigkeiten nicht wissen und/oder nicht ernst nehmen.

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