Was ist passiert?

„Und? Wie ist es passiert?“

Das ist etwas, was ich gelegentlich noch frage, meist wenn jemand mit einem gebrochenen Bein oder Arm oder dick eingebundener Hand und entsprechendem Rezept kommt. Ich bin halt neugierig. Und dann lenkt es die Leute etwas ab, während ich das Rezept in den Computer eingebe. Zu dem Zeitpunkt haben sie es meist auch noch nicht so satt, darüber zu erzählen – bei manchen Verletzungen gilt offensichtlich, dass jeder fragt.

Ein paar Interessante Dinge habe ich da auch schon gehört.

Z.B, der mit der dick eingebundenen Hand. Er war im Kaufhaus und hat sich neue Küchenmesser angesehen – die richtig grossen. Als er vor der Auslage stand, löste sich auf einmal eines der aufgehängten Messer und fiel –senkrecht- aus hängender Position nach unten, direkt vor ihm. Reflexartig hat er versucht es festzuhalten. Und dabei ist es ihm durch die Hand geglitten und hat die Sehnen glatt durchtrennt. Autsch.

Z.B. das gebrochene Bein; beim Aussteigen aus dem Tram auf einem Schneehaufen ausgeglitten – das war dort, wo es so enorm geschneit hat, dass die Strassen wohl frei waren, aber der auf die Seite geschobene Schnee die Trameinstiege blockierte. Zum Bericht gehörte noch eine längere Lamentei von wegen den öffentlichen Verkehrsmitteln, aber das lass ich hier mal aus.

Z.B. der Spinnenbiss in den Ferien. Der Mann war irgendwo auf einer afrikanischen Insel in den Ferien und wachte mit etwas auf dem Bein aus, was wie ein grosser Insektenstich aussah. Dass er gebissen oder gestochen wurde, daran konnte er sich nicht mehr erinnern. Fenistil half nichts, um den Stich bildete sich rasch eine sich ausbreitende Rötung. Er bekam Fieber und Schmerzen, ging dann zum Arzt. Der wusste wohl, was das war: ein Tarantelbiss, die haben offensichtlich eine ziemlich hässliche Mundflora, konnte ihm aber – weil ihm die Medikamente fehlten (Antibiotika) nicht helfen. Er musste dann praktisch Notfallmässig ausser Landes gebracht werden – der Rega sei dank. Zuhause im Spital musste man ihm einen Teil aus dem Bein entfernen und es gab ziemlich viel Antibiotika.

So Sachen sind selten, aber eindrücklich. Aber es ist tatsächlich so, dass ich in den Ferien in Thailand eine Tauchkollegin zum Arzt schickte, wegen einem verdächtig aussehendem Stich. Der erwies sich auch als Spinnenbiss und sie bekam Antibiotika. Gut, dass sie so früh gekommen ist, meinte der Arzt.

Ein Grund mehr, gut zuzuhören, wenn Kunden und Patienten einem etwas erzählen!

Und für diejenigen, die das Ganze nicht nochmals durchkauen wollen, wäre das doch noch toll:

Ein Kommentar zu „Was ist passiert?

  1. Autsch… Das mit dem Messer, jep Reflexe sind manchmal ne blöde Sache.Ist ja das selbe wenn Frau mit Einkausfstaschen auf die Nase fliegt aber die Taschen nicht loaslassen, sieht übel aus echt…

    Das mit dem Biss… ja, in manchen Ländern sollte man gleich zum Arzt gehen wenn was ist, denn man weiss nie was es sein kann.

    Und die Stützen sind ja genal!!

    Guten Start in die neu Woche
    Alexandra

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