Gibt’s die auch in kleiner?

Ein Teenager steht schon eine ganze Zeit vor dem Regal mit den Kondomen. Ich schaue da in angemessener Entfernung zu, da ich weiss, dass das vor allem bei jüngeren Diskretion braucht … und wenn er Fragen hat, bin ich da.
Schliesslich kommt er mit einer Packung zu mir und fragt: „Haben sie die auch in kleiner?“
„Kleiner?“ frage ich, „ich müsste nachschauen, da haben wir einen Prospekt wo die Durchmesser und Längen angegeben sind.“
Er schaut mich an, wird auf einmal krebsrot und sagt : „Die Packungsgrösse! Ich meinte die Packungsgrösse!

Oh. hoppla. :-)

mehr Fragen zu Kondomen hier.

Glückstag

„Sie Glücklicher! Heute geben wir eine gratis Telefonnummer bei jedem Kauf einer Packung extragrosser Kondome!“

Naja, so herum geht es ja noch, aber es erinnert mich irgendwie an die Pharmaassistentin, der ich sagen musste, dass sie die Telefonnummer des gut aussehenden Typs von eben nicht abschreiben darf, um sie für privat zu nutzen …

Negativbeispiel

Es folgt ein Gespräch bei der Beratung der „Pille danach“ in einer Apotheke – nicht unserer, zugegebenermassen – und zum Glück.
Vorausschickend: die Pille danach ist als Notfalllösung gedacht und nicht zur regelmässigen Verhütung.

Patientin: „Umm, ja, also ich hatte ungeschützen Geschlechtsverkehr am Freitag und habe die Pille danach am Sonntag genommen. Dann hatte ich ungeschützen Sex am Dienstag … kann ich sie jetzt noch mal nehmen?“
Apotheker: „Haben sie schon mal daran gedacht die normale Pille zu nehmen?“
Patientin: „Ich nehme nicht gerne Hormone.“
Apotheker:Sie wissen aber, dass Plan B eine ziemlich hohe Dosis Hormone ist?“
Patientin: „Ja, aber ich benutze es nur gelegentlich.“
Apotheker: „Und wie wär’s mit Kondomen?“
Patientin: „Nun, ich bin 29 und mein Freund ist 58 und er verliert seine Erektion, wenn er Kondome benutzt. Ich wäre ja nicht mal beunruhigt, aber normalerweise wenn er ejakuliert, läuft es wieder raus, wenn ich aufstehe, aber dieses Mal nicht.“

Es gibt heute soviele Methoden zum Verhüten – mit Hormonen und ohne … da sollte man denken, auch sie würde etwas besseres finden, denn das was sie da praktiziert ist keine Lösung – und damit ist sie der nächste Kandidat für eine Abtreibung.

Quicky (7)

Telefon von einem jungen Mann:

„Meine Freundin hatte Sex mit einem anderen Mann. Wird sie jetzt schwanger?“

Was will er hören? – Nee … sie wird nur schwanger, wenn sie Sex mit DIR hat….

Also erstens bin ich kein Orakel und zweitens kann ich ja nicht mal wissen, ob sie verhütet hat.

Die falsche Anwendung (7)

Für einmal eine blatante Kopie – aber ich finde es einfach zu gut.

Gefunden auf dem Blog eines amerikanischen Arztes: Grumpy Doc

Hier die Übersetzung:

Die Geschichte von einem Rezept für Nuva Ring (ein Gummiring mit Hormonen zur Verhütung, den man einmal monatlich in die Vagina einbringt).

Das Rezept war ausgestellt für Nuva Ring, 1 po qD, das bedeutet in der amerikanischen Rezeptsprache: 1 Ring EINZUNEHMEN 1 x täglich.

Was noch erschreckender ist, als der Apotheker in die Praxis des Frauenarztes telefonierte um das abzuklären, seine Arztgehilfin (oder Sekretärin oder was auch immer) mit ihm angefangen hat darüber zu streiten, wie man den Nuva Ring denn korrekt anzuwenden hat.

Ich kann es mir vorstellen:

Jenny: „Hey, Suzy? Was kaust du da?“

Suzy: „Das ist mein neuer Verhütungs-Kau-Gummi!“

Jenny: „Wow! Ich wusste gar nicht, dass es sowas gibt.“

Suzy: „Jaaa. Es ist irgendwie gummig und du würdest nicht glauben was der Idiot in der Apotheke mir erzählt hat, was ich damit tun soll! Schon noch gut habe ich beim Arzt angerufen und gefragt, wie man ihn richtig benutzt!“

Ausnahmsweise – klar?

Eine junge Frau kommt in die Apotheke: „Ich brauche die Pille, weil ich heute wieder anfangen muss, habe aber kein Rezept mehr.“

Ich sage: „Wenn sie wissen welche, kann ich ihnen für 1 Monat ausnahmsweise eine Packung geben, ABER sie müssen in der Zeit zum Frauenarzt gehen, ein neues Rezept machen lassen.“

Frau: „Ja ja.“

Ich dokumentiere die Abgabe als Notfallabgabe ohne Rezept. Sie bekommt die Packung, zahlt und geht.

1 Monat später ist sie wieder hier und will wieder eine Packung. Zufälligerweise erwischt sie wieder mich, aber eigentlich macht das kein Unterschied, da wir anhand der Dokumentation sehr wohl sehen, wenn jemand wiederkommt – und ich habe Anweisung gegeben, dass einmal ok. ist, das nächste Mal will ich aber Papier sehen!

Pharmama: „Entschuldigung, aber ich habe ihnen letzten Monat gesagt, dass es AUSNAHMSWEISE war und dass sie zum Arzt müssen. Jetzt bekommen sie keine neue Packung von mir.“

Junge Frau (offensichtlich in Diskussionslaune): „Aber der Arzt stellt immer nur ein Rezept für ein paar Monate aus !“

Pharmama: „Sie könnten ihm sagen, er soll es als Dauerrezept für ein Jahr machen.“

Junge Frau: „Aber das kostet immer, wenn ich zum Arzt gehe!“

Pharmama: „Ja. Das tut es bei mir auch. Trotzdem gehe ich, weil -das Pillenrezept ist nur das eine, das andere ist die Kontrolluntersuchung.“

Junge Frau: „Dann bekomme ich wirklich keine? Aber ich habe jetzt keine mehr!“

Pharmama: „Nun, ich habe es ihnen das letzte Mal deutlich gesagt. Nein. Sorry. – Sie können immer noch in den Notfall vom Spital gehen, wenn ihr Arzt keinen Termin frei hat …“ (Nicht dass das günstiger wäre).

…zum Glück hat sie dann mit Diskutieren aufgehört. Ich hatte schon jemanden, der mir dann vorwerfen wollte, dass es meine Schuld ist, wenn sie jetzt schwanger wird (äh, hallo: die Kondome sind gleich dort drüben, dafür brauchen sie kein Rezept) … in dem Fall hätte sie von mir nämlich eine (kleine) Standpauke über Verantwortung und Eigenverantwortung bekommen. Auch die Pille ist nicht ganz ungefährlich (wie sich in der Yasmin-Diskussion letzthin wieder gezeigt hat) und nicht umsonst ist sie Rezeptpflichtig. Dass man einmal vergisst rechtzeitig wieder zum Arzt dafür zu gehen, kann ich verstehen, aber … eben.