Geimpften-Bashing

Impfgegner gibt es wohl so lange es Impfungen gibt. Ich hab etwas Schwierigkeiten damit, wenn Leute selber nicht sehen können (oder wollen), was für ein Geschenk für die Gesundheit Impfungen eigentlich sind und wie fantastisch die Erfolge damit schon waren. Aber wenn sie das nur auf ihre eigene Impfungen beziehen, finde ich das meist ignorierbar. Egoistisch ja, dumm vielleicht auch, aber ignorierbar. Ich hab mehr Mühe damit, wenn offenbar gezielt Falschinformationen gestreut werden, die möglichst Zweifel säen sollen, damit sich offenbar möglichst viele nicht impfen. Das ist dann nicht mehr nur egoistisch, das ist gefährdend.

Beispiele für so gestreute Fehlinformationen und vor allem Ergebnisse derselben, sieht man inzwischen sogar ausserhalb dieser Bubbles. Leider. Sowas zum Beispiel: Ein Schild in einem Geschäftseingang, Fitnesstudio (habe ich mir sagen lassen). Darauf steht !!!CORONA !!! Schutzmassnahme GEIMPFTE PERSONEN BITTE NICHT EINTRETEN – nur Gespräche im Aussenbereich und mit FFP2 Maske. Helfen Sie uns die Mutationen zu Unterbinden.

Und was soll das? Das beruht auf der in den sozialen Medien (und so Messengerdiensten wie Telegram) herumgehender Fehl-Information, dass geimpfte ansteckend seien. An manchen Stellen steht als geimpfter würde man das Virus streuen, an anderer grad, es seien die Spike Proteine, die man nach der Impfung produziert. „Shedding“ liest man in dem Zusammenhang.

Dazu ein paar Fakten: Theoretisch kann man nach einer Impfung Viren weiter verbreiten. Einerseits, weil man sich auch nach der Covid-Impfung noch anstecken kann. Zum Glück sind die Folgen aber viel undramatischer als ohne Impfung. Die Impfung vermindert die Schwere des Verlaufes stark und es gibt noch viel weniger Todesfälle (gegen Null). Darum ist es auch weiterhin wichtig, bei Symptomen vorsichtig zu bleiben. Was die Impfung aber auch macht: sie reduziert die Wahrscheinlichkeit andere anzustecken. Man züchtet auch nicht mehr Mutationen durch eine Impfung. Die passieren eher bei massenhafter Verbreitung des Virus – deshalb ist die Eindämmung des Virus wichtig und der Aufbau einer Herdenimmunität durch die Impfung.

Die andere Möglichkeit nach einer Impfung ein Virus zu verbreiten besteht bei Lebendimpfstoffen, die danach ausgeschieden werden können. Aktuell ist das nur bei einem Impfstoff auf der ganzen Welt der Fall: dem oralen Polio-Impfstoff. Gegen Covid werden aber keine Lebendimpfstoffe eingesetzt. Nicht mal Nicht-Lebend-Impfstoffe wie ganze Inaktivierte Viren. Man benutzt mRNA-Impfstoffe und DNA- und Vektorimpfstoffe – diese enthalten keine vermehrungsfähigen Viren und sind somit nicht von Mensch zu Mensch übertragbar.

Ganz abstrus wird die Geschichte bei den Leuten, die glauben, dass geimpfte Personen das Spike Protein streuen …. und dass das irgendwelche gesundheitlichen Auswirkungen habe auf nicht-geimpfte. Das Spike-Protein ist der Bestandteil der Virushülle des neuen Coronavirus für das die m-RNA Impfstoffe praktisch den Bauplan liefern. Der Körper produziert dann (in kleinem Rahmen) dieses „fremde“ Protein, das dann von unseren Immunzellen erkannt wird und darauf Antikörper gebildet. Der Körper macht das mit der Spike-Bildung allerdings nicht lange (ist auch nicht nötig) und die Spike Proteine wurden exta ausgewählt, dass sie wirklich spezifisch sind … darauf gebildete Antikörper reagieren nicht auf körpereigene Strukturen, so dass auch darauf basierende Theorien wie dass das Auswirkungen habe auf die Fruchtbarkeit, mehrfach und mit Sicherheit widerlegt werden konnten. Ausserdem: wenn man das Spike-Protein streuen würde als geimpfter … dann käme das praktisch einer Impfung der Umgebung gleich. Die würde dann ja Antikörper bilden gegen das Spike Protein und damit das neue Coronavirus. Leider passiert das nicht.

Noch ein Beispiel das in sozialen Medien umgeht: „Wegen dem erhöhten Risiko von Blutgerinseln nach mRNA Impfstoffen diskutierten Fluggesellschaften darüber, dass Geimpfte nicht fliegen dürfen, weil das zu gefährlich wäre“. An andere Stelle schon gehört: „2 Fluggesellschaften transportieren keine Geimpften mehr, weil das zu gefährlich ist während oder nach dem Flug eine Thrombose zu machen.“

Zumindest auf den ersten Blick eine Halb-vernünftige Erklärung. Aber die Fluggesellschaften ignorieren das (auch jetzt schon bei Langzeitflügen vorhandene) erhöhte Thromboserisiko seit Jahren gekonnt … oder jedenfalls hatte es bisher kaum merklich Auswirkungen. Die Stühle sind immer noch gleich eng (bis enger), man soll möglichst angeschnallt bleiben während dem Flug, höchstens, dass sich die Möglichkeit an Flüssigkeit zu kommen etwas verbessert hat. Risikopersonen, die zum Arzt gehen, bekommen Kompressionsstrümpfe empfohlen und Blutverdünner verschrieben (Schwangere zum Beispiel), aber der Rest bekommt kaum etwas davon mit … und kontrolliert werden solche Risikopersonen durch die Fluggesellschaften auch nicht. Da würden sie sich ins eigene Bein schneiden, wenn sie da Vorlagen machen, respektive diese Leute gar nicht fliegen liessen.

Aber was ist mit der Aussage, dass das Risiko von Blutgerinseln nach einer Covid-Impfung erhöht ist? im Artikel im Bild steht da „Genau in diesem Moment beraten die Fluggesellschaften über die geimpften Kunden und das grosse Risiko, dass sie durch die experimentellen mRNA Impfstoffe Blutgerinsel bekommen“. Soooo … ihr habt sicher auch von dan Fällen gehört, dass nach der Covid-Impfung Thrombosen aufgetreten sind. Es sind (bekannte) Einzelfälle. Das Risiko ist etwa 6 auf eine Million Impfungen – und damit wesentlich geringer als das Risiko eine Thrombose zu machen wenn man Schwanger ist, wenn man die Pille nimmt, oder wenn man raucht. Dafür gibt es inzwischen schöne Vergleichstafeln:

Und es betrifft nicht mal alle Covid-Impfstoffe: Es geht hier vor allem um den von Astra Zeneca und den von Johnson und (jetzt kommt der Hammer): das sind beides NICHT mRNA-Impfstoffe!

Es gibt sicher noch mehr so Fake-Information, die zur Verunsicherung gestreut wird. Wer zweifelt wird sich dadurch bestärkt fühlen, auch wenn sich diese Information widerlegen lässt, wenn man etwas besser hinschaut und nachforscht. Sagen nicht grad so Querdenken, dass es wichtig ist, selber nachzudenken und sich zu informieren? Auch deshalb ist es wichtig, dass man derartiges nicht einfach nur stehen lässt, sondern kommentiert. Und dass man auf die Leute hört, die sich damit auskennen.

Zum Beispiel Dr. Constantine Bloch, die hier einen Vortrag hält, um Fehlinformationen zu zerstreuen und die Impfbereitschaft unter dem Pflegepersonal etwas zu erhöhen:

Mit gutem Vorbild voran: bei uns in der Apotheke sind inzwischen 14 von 15 Personen geimpft. Dafür bin ich dankbar.

Gefälschte Impfausweise – wie erkennen?

Seit Montag dürfen in Deutschland die Apotheker Zertifikate für die Covid-Impfungen ausstellen, respektive den QR Code, den man dann in der App hinterlegen kann als einfachen Nachweis der (vollständigen) Impfung. Für den Aufwand (das braucht die Programme, das Wissen, wie das geht, die Zeit die Daten zu übertragen und dabei auch noch zu prüfen, dass es sich nicht um Fälschungen handelt), haben sie anfangs 18 Euro versprochen bekommen – die wurden inzwischen schon wieder auf 6 Euro nach unten korrigiert – was nun auch wieder nicht rentabel ist. Aber das ist ein anderes Thema.

Die Sache mit dem Nachprüfen, ob es sich um echte Impfausweise und -nachweise handelt, ist gar nicht so ohne. Uns in der Schweiz wurde schon vor ein paar Wochen vom Schweizer Apothekerverein davon abgeraten zum Beispiel Covid-Impfungen anhand solcher Zertifikate in die Impfausweise nachzutragen:

Ausserdem ist es nicht möglich, die Echtheit von Bestätigungen für die Covid-19-Impfung, die z.B. von Impfzentren ausgestellt wurden, zu überprüfen. Sollte es durch die Übertragung zu unrichtigen Informationen in den Impfausweisen kommen, sind es die Apotheker:innen, die im Fall von Problemen für den Schaden rechtlich haften. pharmaSuisse empfiehlt deshalb ausdrücklich, nur in der Apotheke selbst durchgeführte Covid-19-Impfungen in Impfausweise einzutragen.

Dasselbe dürfte für das Ausstellen von Zertifikaten gelten. Es existiert nämlich eine Vielzahl verschiedener solcher Nachweise und auch die Einträge im Impfausweis selber können durchaus gefälscht sein. Das musste jetzt eine deutsche Apothekerin merken, die auf Facebook dieses Bild gepostet hat (ich habe ein paar der Daten absichtlich verschmiert).

Ja, DAS IST EINE FÄLSCHUNG! – hättet ihr es erkannt?

Woran sieht man das? Nur sehr schwer. Der weisse Chargenkleber des Impfstoffes ist einfach nachzumachen, es haben inzwischen auch einige erfreute frische Impflinge ihre Bilder vom Impfausweis mit der Impfung und den Chargennummern auf den sozialen Medien geteilt. Die Chargennummer „könnte“ also korrekt sein.

Was hier nicht stimmt:

  • Der obere Stempel gehört dem Vorgänger des aktuellen Praxisinhabers (Übernahme vor 17 Jahren).
  • Die untere Praxis hat anscheinend auch schon von Fälschungen mit ihrem Stempel gehört.
  • Impfungen sind in D in Hausarztpraxen erst seit dem 7.4.21 möglich,
  • Der Impfausweis enthält erst seit etwa Mai (?) einen Platz für die COVID-Impfungen

Wenn man den Arzt nicht kennt und das mit der Praxisaufgabe nicht weiss, respektive nicht in der Praxis nachfragen kann, hat man fast keine Chance die Stempel als Fälschung zu erkennen. Ditto mit etwaigen Arztunterschriften.

Einen solch sicher als Fälschung identifizerten Impfausweis würde ich hier (wie ein gefälschtes Rezept auch) einziehen und nicht mehr dem Patienten zurückgeben. Ganz sicher sollte man dafür keinen QR Code ausstellen – das könnte rechtliche Folgen nach sich ziehen. Ob man den Patienten wegen der Urkundenfälschung anzeigen kann? Sollte man wohl – das dürfte aber ähnlich schwierig werden (wie bei gefälschten Rezepten) wegen dem Patientengeheimnis …

Also: Bitte liebe Apotheker, seid aufmerksam beim Ausstellen des QR Codes!

Habt ihr auch schon so Impfausweis / -nachweis Fälschungen gesehen? Wie habt ihr sie erkannt? Wie habt ihr reagiert?

2 Monate Selbsttests – 10 Dinge, die wir gelernt haben

Heute sind es exakt 2 Monate, dass wir in der Apotheke Selbststest abgeben. Dinge, die wir in den 2 Monaten gelernt haben:

Die Packungsbeilage erklärt wirklich gut, wie man den Selbsttest macht. Trotzdem haben wir Rückfragen wie „Da ist so ein Beutel mit Pulver drin. Was mache ich damit?“ – Das ist das Trocknungsmittel. In der Beschreibung steht, dass man das wegwirft. Bitte streuen sie es nicht über die Testkassette oder gar in das Röhrchen mit dem Puffer. Das saugt nämlich den Puffer auf.

Das Resultat des Selbsttests soll man nach 15 Minuten ablesen. Und dann nur bis etwa 30 Minuten nachdem man ihn gemacht hat. Es kann nämlich sein, dass bei langem stehen der Test 2 Striche anzeigt (also positiv „wird“). Das hat sogar unsere Mitarbeiterin, die das gemacht hat erschreckt.

Wenn man die Tests bei Temperaturen über 25 Grad „lagert“ kann es sein, dass sie kaputtgehen. Ja – im Auto zum Beispiel, auch wenn es noch nicht so heiss ist.

Für die Krankenkassen bedeutet „einmal im Monat“: „im Abstand von mindestens 30 Tagen“. Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich in den letzten 2 Monaten das (oder ähnliches) gesagt habe. Besonders Anfang Mai (da war jeder, der die Tests schon mal hatte zu früh) aber auch jetzt noch. Ich sage das jedem einzelnen. Und auch, was passiert, wenn sie trotzdem zu früh sind: Die Krankenkasse bezahlt das (nur) alle 30 Tage. Ansonsten stellt sie eine Rechnung. An den Kunden … wobei das inzwischen angepasst wurde. Jetzt differenziert die Krankenkasse: wenn der Kunde das bei verschiedenen Apotheken bezogen hat (zu früh), geht die Rechnung an den Kunden. Wenn er es bei der selben Apotheke gemacht hat (und die hat es nicht bemerkt) dann zahlt die Apotheke die Tests ….

Manche Apotheken scheinen das tatsächlich als „Geschäftsmodell“ entdeckt zu haben und bieten „Schnelltest-Abos“ an. Das bedeutet, dass die Patienten automatisch alle 30 Tage 5 Schnelltests bekommen (zugeschickt). Ich bin da ziemlich kritisch. Zum einen der Postversand (wie warm wird das im Briefkasten/Postauto jetzt?), zum anderen gibt es sicher Leute, die die 5 Tests pro Monat ausnutzen, aber bei anderen sammelt sich das dann einfach an (da ja „gratis“) und wird dann in 2 Jahren oder so entsorgt?

Dagegen gibt es immer noch Leute, die nicht wissen, dass es die Selbsttests in der Apotheke (gratis für sie) gibt, andere wissen nichts damit anzufangen (wann / warum soll ich mich überhaupt testen?) und bei manchen, die das wissen fehlt die Konsequenz mit dem Ergebnis etwas anzufangen.

Ein positiver Selbststest sollte immer zur Reaktion haben: Selbst-quarantäne und Anmeldung für einen PCR Test. Er sollte auf gar keinen Fall imterpretiert werden als „könnte ja falsch-positiv sein, das gibt’s“ und „ich gehe jetzt trotzdem raus und ignoriere das Ergebnis, weil ich das jetzt grad nicht brauchen kann.“

Ein Selbststest wird nicht positiv nach der Impfung.

Selbsttests sind keine Schnelltests die man zum Beispiel für Reisen / Grenzübertritte etc. braucht. Ausserdem ist es nicht ganz einfach herauszufinden, welches Land jetzt welche Bestimmung hat. Am besten hilft da eine Internetrecherche, das Reisebüro oder die Botschaft.

Selbsttests (und Schnelltests) sind keine Schutzmassnahmen für sich selber, sondern für andere (ähnlich wie die Masken). Auch hier gilt halt „there’s no glory in prevention.“ Leider. Und die „Gültigkeit“ ist grad mal 24 Stunden.

Inzwischen kann man Selbsttests auch selber kaufen, falls man mehr braucht. In der Schweiz auch nur in der Apotheke. Ausser dem Test von Roche wurde noch ein zweiter zugelassen. Die Qualität sollte vergleichbar gut sein bei denen. Ich erwähne das, weil ich schon häufiger aus D oder Ö gelesen habe, dass da auch Selbststest im Umlauf sind, die häufiger falsch positiv angeben …dafür kann man die dort auch im Supermarkt günstig kaufen.

10 Typen von Pandemietreibern

Ein Gast-Text von „Die Apothekerin“ – Originalseite hier auf facebook. Total nachvollziehbar, sicher nicht nur für Apothekenmitarbeiter.

10 Typen von Pandemietreibern – denn genau das sind sie, manche mit voller Absicht, die meisten aber eher aus Schludrigkeit, Bequemlichkeit oder Unwissenheit. Viele davon sind mir in der Apotheke schon begegnet, manche auch im Alltag. Die überwältigende Mehrheit findet sich aber in sozialen Netzwerken. Dort sind sie laut, hartnäckig und zur Zeit omnipräsent. Ich hoffe ich kann das ein oder andere Schmunzeln erzeugen in einer Zeit, in der viele sich ausgelaugt und ermüdet fühlen, in der Abstand und Einschränkung zur Normalität geworden sind, weil sie nötig sind um Leben zu bewahren. Die Zahlen sinken, die Immunisierung in der Bevölkerung steigt. Haltet durch! Und wenn ihr euch über Pandemietreiber ärgert, so wie ich mich oft über sie ärgere, dann denkt auch immer daran, dass die nicht die Mehrheit sind, sie sind nur, vorallem im Netz, sehr laut oder sie wissen es manchmal anscheinend wirklich nicht besser. Anmerkung: Wann immer ich in der männlichen Form geschrieben habe ist auch die weibliche gemeint.

1. Der Ich-bin-die-Ausnahme-Typ
Mir begegnet dieser Typus meist in Form von Senioren. Sie leugnen nicht, dass eine Infektionskrankheit mit schlimmen bis schlimmsten Folgen um sich greift. Sie finden die Maßnahmen dagegen auch völlig in Ordnung. Sie tragen ihre Masken meist korrekt. Dass die jungen Leute mit Homeoffice, Homeschooling, mangelnder Kinderbetreuung, Kurzarbeit, Existenzängsten, enormer Arbeitsbelastung in den systemrelevanten Berufen usw. zu kämpfen haben tut ihnen leid, aber sie selbst wollen doch nicht auf „alles“ verzichten, schließlich haben sie doch kein Corona. „Zu meinem/r Nähkreis/Kaffeekränzchen/Geburtstagsfeier/etc. kommt doch keiner, der Corona hat!“ ist das Mantra. Nur „ausnahmsweise“ wird sich heimlich getroffen. Die Vorhänge kann man ja zuziehen, Rollos runter lassen. Über die Monate wird aus der einen Ausnahme eine Routine aus regelmäßigen, semiheimlichen Treffen im größeren Kreis. Ein Geheimnis ist das längst nicht mehr. Der Apothekerin gegenüber deutet man da gern mal kichernd etwas an. Da kommt doch keiner mit Corona hin, bis dann doch einer kommt und ein Cluster entsteht. Mein Trost bei dieser Gruppe ist, dass die Betreffenden mittlerweile zu großen Teilen geimpft sind und auch Schnelltests werden mittlerweile recht gern von ihnen beansprucht.

2. Der Verschwörungsmythenswitcher
Er kam letzten Februar in die Apotheke und erzählte mir, dass eine schlimme Pandemie auf uns zurollt, dass die Chinesen ein Virus entwickelt haben, das ganz Europa und die USA niederraffen wird. Es sei dort, in Wuhan, aus einem Labor ausgeschleppt worden und nun seien dort ungeplant die eigenen Leute krank. Trotzdem werden die Chinesen ihren Plan weiter verfolgen und es bei uns aussetzen. Vielleicht war der Ausbruch in Wuhan sogar Absicht, damit ihr Plan nicht so auffällt. Unsere Regierung stünde mit den Chinesen im Bunde und spielt deshalb den Ernst der Lage runter. Damals trug er schon FFP2 Maske aus dem Baumarkt, Nitrilhandschuh, hatte Desinfektionsmittel dabei und beteuerte nur noch aus dem Haus zu gehen, wenn es unbedingt nötig sei (er kam oft zu uns). Prompt mit Einsetzen der ersten Pandemieeindämmungsmaßnahmen kam der Sinneswandel. Nun beteuerte er, dass unsere Regierung Teil einer Weltverschwörung sei zur Schwächung der deutschen Wirtschaft (er sprach wirklich nur von der deutschen Wirtschaft), dass das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zu Sauerstoffmangel im Hirn führen würde und dass Corona doch nur ein Erkältungsvirus sei. Das könne man alles im Internet nachlesen. Natürlich stirbt auch keiner an Corona, sondern mit Corona und die Totenscheine seien alle gefälscht. Als der erste Impfstoff gegen Covid19 zugelassen wurde, beteuerte er sich nie und nimmer damit impfen zu lassen, denn dann würde seine DNA verändert und ein Nanochip eingepflanzt mit dem Bill Gates ihn kontrollieten möchte. Mittlerweile würde er sich nur noch mit „Biontekk“ impfen lassen, aber er bekäme ja gar keinen Termin, weil die da oben das nicht wollen, dass er geimpft ist und wenn er nachfragt, wird ihm ja nur „Aschdrasennekka“ angeboten und damit wollen die ihn ja nun umbringen. Das Besondere an diesem Typus von VTler ist nicht, dass er an Verschwörungsmythen glaubt, sondern, dass sie einer Art Mode unterliegen und sich schneller ändern, als die umgehenden Challanges auf TikTok.

3. Der Attestquarzer
Er oder riecht nach Qualm, als ob er gerade einer 70er Jahre Polittalkshow entsprungen ist. Er hat gerade noch schnell zwei bis viele Kippen weginhaliert, direkt vor der Glastür der Apotheke. Er sieht eigentlich ganz fit aus, ist mittleren Alters und müffelt nach Aschenbecher. Er trägt keine Maske und wedelt auf Anfrage sofort mit einem Attest, das bescheinigt, dass das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bereits nach Nanosekunden bei ihm Atemnot auslösen würde. Ein ungleich dickerer Zigarettenfilter scheint als Inhalationsbarriere aber kein Problem darzustellen.

4. Der Maskenrunterzieher
Ich staune schon darüber, wie viele Menschen offenbar mit Maske nicht reden können und diese jedes Mal runterziehen und dann nach gesprochenem Satz wieder hochziehen. Noch erstaunlich sind Menschen die mit Maske auch schlecht hören und sie jedes mal runterziehen mit der Silbe:“Hä?“ Die größte Faszination bei gleichzeitigem Entsetzen lösen bei mir aber jene aus, die zum Niesen und Husten reflexartig ihre Maske runterziehen und dann wieder aufsetzen.

5. Der Unwissende
Diese Person kommt in die Apotheke und braucht nur etwas gegen Halsweh und gegen Reizhusten und gegen Kopf- und Gliederschmerzen, dann vielleicht noch ein Nasenspray, dass den Geruchssinn wieder zurückbringt und dann noch was gegen Durchfall. Während eine Kollegin schon alle Türen weit öffnet und eine andere die Sprühdesinfektion holt, weist man freundlich darauf hin, dass die Maske auch über der Nase zu tragen ist und dass unverzüglich ein Abstrich zwecks Covid19-Diagnostik erfolgen sollte. Die betreffende Person fällt derweilen aus allen Wolken: „Ach das sind Symptome von Corona? Das habe ich ja noch nie gehört!“

6. Der Besserwisser
Er trägt seine Maske bewusst falsch, denn die nützt eh nichts, aber er kennt die Geheimwaffe gegen Corona. Es ist im März Paracetamol, im April Ibuprofen, im Mai Cistrosentee, dann der Sommer, im Oktober sind es Cistrosenkapseln, im November hochdosiertes Vitamin D, im Dezember hochdosiertes Vitamin C, im Januar Chlorhexamed forte, im Februar Gargarisma, im März Betaisodonalösunggurgellösung, im April Algovir und im Mai Budesonid („Wie, dazu brauche ich ein Rezept?“). Das will die Pharmaindustrie aber geheim halten (also die, die das alles herstellen), das weiß er aus der Zeitung (Was für ein Geheimnis!).

7. Der unterdrückte Freiheitskämpfer
Er widersetzt sich der herrschenden Diktatur! Er kämpft an gegen eine Bundesregierung, die ihn freundlich darum bittet, doch mal eine Weile vernüftig zu handeln und auf ein bisschen Kontakte zu verzichten. Er sagt mutig seine Meinung in einem Land in dem das auch wirklich jeder darf, egal wie blöde sie ist. Er heult rum, wenn andere ebenfalls von diesem Recht Gebrauch machen und ihre Gegenmeinung kundtun. Er riskiert sein Leben, indem er in diesem totalitären Staat auf genehmigte Demonstrationen geht und sich trotzdem nicht an Abstands- und Maskenregeln hält.

8. Der Whatabouttist
Auch bei diesem Thema gibt es sie, die Leute, die angesichts einer globalen Pandemie fragen, wann denn mal einer an die Kinder, die Senioren, die Obdachlosen, die Krebskranken, die Kriegsgebeutelten, die Künstler oder sonstwen denkt. Selbst hilft derjenige zwar keiner der genannten Personengruppen und eigentlich hat er sich auch noch nie großartig für jemand anderen, als sich selbst intressiert, aber es klingt doch viel schöner, wenn man das eigene Rumgemotze hinter anderen verstecken kann. Diesen Menschen kann man sehr gut begegnen, indem man sie auf passende Hilfsangebote hinweist.

9. Der Drängler
Schon vor der Pandemie war der heiße Atem dieses Fremden im Nacken in Warteschlangen der Horror. Schon vor der Pandiemie hielten sie keinen Diskretionsabstand, um die Gespräche anderer belauschen zu können und sie fuhren einem im Supermarkt mit ihren Einkaufswagen in die Hacken, als ob die Kassiererin dann auf magische Weise schneller arbeiten würde (die scannen ihre Waren ja schon fast mit Schallgeschwindigkeit). Sie tun all das immernoch, aber im Freien ohne Maske und drinnen mit Maske unter der Nase.

10. Die Unverwundbaren
Sie meinen die Natur regelt nur gerade das Überbevölkerungsproblem. Die Welt würde nur sich selbst reinigen. Wer alt ist, ein „schlechtes Immunsystem“ hat oder Vorerkrankungen, den trifft es dann eben. Alle anderen würden doch problemlos überleben. Sie kommen scheinbar nicht auf die Idee, dass sie es selbst sein könnten oder einer ihrer Nahestehenden. Sie sind so naiv, wie sie widerlich sind.

Antikörpertest auf Covid aus der Apotheke

Die 20 Minuten hat vor ein paar Tagen getitelt: „Millionen sind schon genesen: Politik will mit gratis Antikörper-Tests schneller lockern“ … und ich finde das, naja, nicht ganz treffend. Man vermutet zwar, dass schon einige mehr Covid durchgemacht haben, als bekannt ist, aber die im Artikel angegebene Zahl von 1/3 der Bevölkerung empfinde ich als zu hoch. Dann schreiben sie, dass laut BAG „möglich ist, dass diese Tests Antikörper anzeigen, obwohl keine vorhanden sind. Die getesteten Personen wiegen sich dann in falscher Sicherheit.“ und dass die Politik (wie die SVP) darauf drängt, dass Antikörpertests mehr (und gratis) eingesetzt werden, damit schneller Lockerungen möglich sind. Darin ist einiges nicht ganz zutreffend.

Als Apotheke, die Anktikörpertests auf Covid anbietet, möchte ich hier einen Überblick über die aktuelle Situation mit den Antikörpertetst geben.

Wer soll / kann einene Antikörpertest Coronavirus machen? Der Test ist für alle Personen geeignet, die wissen möchten, ob sie sich in den letzten Monaten mit dem neuen Coronavirus (Sars-CoV-2) angesteckt haben und nun Antikörper gebildet haben. pharmaSuisse empfiehlt die Durchführung ab einem Alter von 16 Jahren. Gerade wer typische Krankheitssymptome bemerkt hat oder in Kontakt mit einer infizierten Person stand, erhält bei einem positivem Resultat Gewissheit, ob eine Ansteckung stattgefunden hat und Antikörper gegen das Coronavirus gebildet wurden.

Wann kann man den Antikörpertest Coronaviurs machen? Der Test kann frühestens 3 Wochen nach Auftreten von akuten Symptomen gemäss BAG-Beprobungskriterien oder 30 Tage nach Kontakt mit einer infizierten Person durchgeführt werden.

Wann kann man den Antikörpertest nicht machen? Wenn man akut Symptome hat! Oder es zu wenig lange her ist seit einer möglichen Infektion.

Weshalb ein Antikörpertest in der Apotheke? Es werden im Internet Testkits angeboten, wo die Blutentnahme durch einen selber zu Hause erfolgt und das Blut dann an ein Labor eingeschickt wird. Das Ergebnis bekommt man 7-10 Tage danach. Beim Antikörpertest in der Apotheke erfolgt die Blutentnahme durch eine Fachperson, der Versand gesichert und der Test in einem von Swissmedic bewilligten Labor in einem speziell entwickelten mehrstufigen Verfahren. Dies gewährleistet ein aussagekräftiges Ergebnis auch bei Personen ohne typische Covid-19-Symptome (niedrige Vortestwahrscheinlichkeit). Als Patient erhält man das Ergebnis schnell: nach etwa 4 Tagen direkt vom Labor. Zusätzlich zum Resultat (positiv/negativ) enthält der Befund eine Angabe der Wahrscheinlichkeit, mit der ein positives Resultat eine vergangene COVID-19-Infektion anzeigt resp. mit der nicht nachweisbare Antikörper eine solche ausschliessen. Die Datenverarbeitung erfolgt nach den Vorgaben der Gesetzgebung Elektronisches Patientendossier (EPDG) und den kantonalen Datenschutzgesetzen.

Was weist der Antikörpertest Coronavirus nach? Ziel ist eine aussagekräftigere Testung, auch bei Personen ohne typische Covid-19-Symptome (niedrige Vortestwahrscheinlichkeit). Er beinhaltet folgende Schritte mit dem Kapillarblut: Schritt 1: Bestimmung der Gesamtimmunglobuline gegen das Nucleocapsid-Protein (Elecsys®, ECLIA-Test). Schritt 2 (bei positivem oder unklarem Resultat): Bestimmung selektiver Antikörper gegen das Spike-Protein (Euroimmun, ELISA-Test); zuerst Test auf IgG, falls negativ Test auf IgA (IgG kann negativ sein, obwohl eine IgA-Immunantwort nachweisbar ist). Also mit weniger Fachausdrücken: Man testet erst allgemein ob Antikörper auf ein Kapselprotein das das Coronavirus hat vorhanden sind. Falls das so ist (oder das Resultat unklar ist), werden spezifische Antikörper gegen das Spike-Protein der Virushülle mittels noch genauerem Test gesucht, erst die IgG (langanhaltende) und falls die negativ sind auch noch auf igA. Das Ergebnis ist zu 99% zuverlässig! Testresultate können für die Statistik anonymisiert und gesammelt durchs Labor an das BAG gemeldet werden.

Was bedeutet ein positives oder negatives Resultat? Ein positives Resultat eines Antikörpertests Coronavirus bedeutet, dass in der Vergangenheit eine Infektion mit SARS-CoV-2 stattgefunden hat und das Immunsystem spezifische Antikörper dagegen gebildet hat, die im Blut gemessen werden können. Ein negatives Resultat bedeutet nicht unbedingt, dass kein Kontakt mit dem Virus stattgefunden hat. Besonders bei Ansteckungen ohne Symptome sind oftmals bereits nach wenigen Monaten keine Antikörper mehr nachweisbar. Weitere Informationen zu den Resultaten findet man im «Informationsblatt für Kunden». In beiden Fällen ist eine künftige Ansteckung nicht ausgeschlossen und die Schutzmassnahmen wie z.B. Händehygiene und Abstand halten müssen unbedingt weiterhin befolgt werden.

Kann man damit auch testen, ob die Impfung angeschlagen hat / genug Antikörper gebildet wurden? Der aktuelle Test macht das nicht. Die Antikörper auf die man testet, werden als Reaktion auf die Erkrankung gebildet – die Antikörper, die man als Reaktion auf die Impfung bildet sind anders. Der Test könnte in Zukunft aber adaptiert werden, dass er das auch anzeigen kann.

Wie lange nach einer vermuteten Infektion oder Kontakt mit positiver Person macht der Test Sinn? Angegeben wird nur ein Minimalabstand nach vermuteter Infektion, aber sonst wird keine konkrete Zeitphase angegeben, weil das wissenschaftlich noch nicht geklärt ist. Man rechnet momentan mit etwa 3-5 Monaten, wobei gewisse Studien auch eine längere Nachweisfrist belegen konnten. Aber wenn man (wie bei mir) vor über 6 Monaten so eine Phase hatte, wo ein PCR Test in der Zeit auch noch negativ gewesen war, macht der Test wenig Sinn.

Was kostet der Test? Oder gibt es den auch gratis? Da der Antikörpertest von der BAG als „falsche Sicherheit“ angesehen wird, wird er von der Krankenkasse nicht übernommen. Die Kosten trägt die getestete Person selber. Im Internet gibt es Angebote von um die 100 Franken pro Test, in den Apotheken kostet der Test um die 75 Franken.

Wie geht der Test in der Apotheke? Testende Apotheken in der Schweiz finden sich auf der Seite https://www.ihre-apotheke.ch/de/2113/Corona-Tests.htm. Achtung: Unbedingt den richtigen Test aussuchen: Die Antikörpertests (auf der Seite sind alle aufgeführt). Für die Antikörpertests braucht es meist keine Voranmeldung. Gegen Wochenende sind sie eher schlecht machbar (wegen dem nötigen zeitnahen Postversand der Proben). Im Beratungsraum wird erst ein Triagefragebogen ausgefüllt und der Patient informiert. Es braucht die Krankenkassenkarte (zum Nachweis der Identität und eingeben in die Verbindungsapp zum Labor) und ein Smartphone (um den Bestätigungscode des Labors per SMS zu empfangen). Die Personendaten werden aufgenommen – mit der email an die das Resultat geschickt wird. Die Blutentnahme erfolgt am Finger. Für den Test braucht es 250 microliter, was etwa 5-10 Tropfen Blut entspricht. Inzwischen kann ich das mit einmal stechen, aber das ist schon einiges mehr als ein Blutzuckertest benötigt. Das Probenröhrchen wird mit den Patientendaten gekoppelt. In der Apotheke wird der Test bezahlt. Das Proberöhrchen wird bis zum Versand im Kühlschrank gelagert. Etwa 4 Tage nach dem Test erhält man das Ergebnis via E-Mail mit einem Link auf ein gesichertes Internetportal. Darauf ist das Resultat während 30 Tagen via personalisiertem Link und Freischaltcode per SMS einsehbar. Die Apotheke hat übrigens keine Einsicht auf das Ergebnis – ausser die Testperson gibt das ausdrücklich für sie frei. Deshalb weiss ich auch bei denen, die wir getestet haben nicht, wie das Ergebnis war – und offenbar wurden auch alle Fragen dabei beantwortet.

Habt ihr schon einen Antikörpertest gemacht und: war das Ergebnis wie erwartet?

Ich habe ihn aus Interesse gemacht (und zum üben), da ich letztes Jahr im April eine Phase hatte, die Covid hätte sein können. Der PCR Test damals fiel negativ aus. Der Antikörpertest jetzt war auch negativ – möglicherweise ist es aber auch zu lange her gewesen. Man sieht: auch so ein Test ist nicht der Schluss der Weisheit. Eine gewisse Unsicherheit bleibt.

Frag den Enkel wie anmelden …

Ihr kennt vielleicht die lustigen Wäscheetiketten in manchen Kleidern, die den überforderten Jugendlichen anleiten doch „Mama zu fragen, die weiss wie das geht“. Dass man etwas nicht oder noch nicht kann, gibt es auch umgekehrt. Grad jetzt können viele ältere Leute Hilfe von den jüngeren Generationen brauchen. Ich hab eine Bitte an Euch: Bietet die Hilfe an!

Es geht hier hauptsächlich um Computer. Schon mein Mann nervt sich – heute wird tatsächlich vieles (nur noch) via Computer angeboten. Und das geht dann komplett an denen vorbei, die keinen Computer haben (Ja, die gibt’s noch!) oder ihn nicht genügend gut bedienen können. Dasselbe gilt übrigens für Smartphones oder Mobiltelefone.

Zwei Beispiele: Immer sind noch einige ältere Personen und Risikopersonen nicht geimpft, obwohl sie schon lange dran wären. Nicht alle von denen haben einen Arzt, bei dem sie regelmässig vorbeischauen, oder der sie auf die Möglichkeit aufmerksam macht oder sie grad angemeldet hätte. Fragt doch eure Bekannten und Verwandten an, ob ihr da helfen sollt. Ich hab meinem Mann einmal gezeigt. wo das zu machen ist (hier die kantonale Seite der Behörden), was es dazu braucht (Krankenkassenkarte und Mobilephone) … und vorgestern hat er im Gespräch mit einem alten Kunden mitbekommen, dass der wohl offen für eine Impfung wäre, aber keine Ahnung hat, wie er sich anmelden soll. Mein Kuschelbär hat das dann grad im Geschäft zusammen mit ihm gemacht. Ein paar Stunden später (!) kam die SMS mit dem Impftermin. – Das kann also jeder mit Computer und Minimalkenntnissen.

Die Anmeldung an diversen Orten funktioniert inzwischen online – manchmal nur noch online. Die Schnelltests in manchen Apotheken hier in der Schweiz zum Beispiel (bei anderen geht es noch via Telefon). In Deutschand kommt man ohne aktuellen Schnelltest noch nicht mal zum Coiffeur (Friseur) – und auch mit Schnelltest nur nach vorheriger Anmeldung – online. Das PTAchen schreibt grad heute darüber:

Mit panikgeweiteten Augen und vor Adrenalin winzig gewordenen Pupillen stehen diese Damen nun entweder vor mir im HV, oder keuchen ins Telefon: „Waaaas? Auf der Homepage anmelden? Mailadresse??? Das hab‘ ich nicht! Aber ich muss doch morgen zum Friseur!!!“

Sie machen das jetzt für manche ihrer Kunden – obwohl das weder die Aufgabe der Apotheke sein sollte (die haben WIRKLICH grad mehr als genug zu tun) und die Leutchen notorisch undankbar reagieren („Das ist aber kompliziert bei Ihnen!“).

Also nochmal mein Aufruf: Bietet Euren Verwandten und Bekannten Eure Hilfe an! Ihr habt Computer (immerhin lest ihr das hier) und das Wissen. Das ist wenig Aufwand, gibt den älteren einen Kontakt zum reden (geht auch via Telefon, also risikofrei kontaktlos) und ist gut fürs Karma.

Danke (schonmal von mir).

Hashtag #fragdenenkel – weil heute ja alles ein Hashtag braucht.