Zensierter Unfallschein

Ich bin absolut für Datensicherheit und Privatsphäre, aber … irgendwie denke ich, es geht etwas zu weit, wenn Sie den unteren Teil des Unfallscheins aus dem Grund abtrennen.

Jetzt haben Sie mich neugierig gemacht, was da wohl draufsteht, das ich nicht sehen soll.

:-) …

Und weil ich dabei an die (wirklich gute) Mobiliar-Werbung mit ihren Unfallbeschreibungen denken musste:

hier der Link zu den restlichen Schadenskizzen / ein Teil davon wurde animiert – sehenswert!

Sind Sie Apothekerin?

Die Kundin liest das Namensschild der Kollegin: „Pharmaassistentin? Bedeutet das, sie sind Apothekerin?“

PA: „Nein, das bedeutet, ich bin eine Pharmaassistentin“

Kundin: „So, und was bedeutet (Nachname)?“

PA: „…das ist mein Name.“

Kundin: „Oh, dann sind sie Apothekerin?“

…

Klassischer Fall. Das braucht ein paar Erklärungen, z.B.: Wer arbeitet denn hier alles?

Dann ist es für mich!

Der Kunde fragt in der Apotheke nach der Cortison-Creme, die der Arzt dem knapp 2 jährigen Kind aufgeschrieben hat, und die jetzt ausgegangen ist.

Die Apothekerin weigert sich, das ohne neues Rezept oder Arztkontakt abzugeben und erklärt ihm auch warum: Das Kind ist zu jung, da fällt die Anwendung unter Off label use. Die Creme kann bei ihm ernstere Nebenwirkungen haben (wie ein ausdünnen der eh‘ schon empfindlichen Haut), der Arzt hat das für einen bestimmten Zeitraum aufgeschrieben …

Der Kunde schaut der Apothekerin kalt in die Augen und sagt: „Dann ist sie halt für mich!“

…

Nein. SO nicht.

Vor allen Leuten!

Die Kundin, die von uns täglich eine bestimmte Menge eines (abhängig machenden) Medikaments bezieht ruft am Samstag an, kurz nachdem sie die Dosis für das Wochenende abgeholt hat.

Die Apothekerin nimmt das Gespräch hinten im Büro entgegen.

Die Kundin fragt nach mehr Tabletten, weil sie … (such dir eins aus):

  • a) ein paar Tage weggeht und es am Montag nicht mehr reicht, sie dann zu holen.
  • b) sie die Tabletten verloren hat.
  • c) ihr die Tabletten gestohlen wurden.
  • d) sie in einer seelischen Notsituation ist und mehr von den Tabletten braucht.
  • e) sie einer Kollegin ein paar Tabletten ausleihen musste.

Wir haben aber eine klare Abmachung. Und das sagt die Apothekerin ihr auch: „Sie bekommen genau die vorgeschriebene Menge Tabletten. Alle Ausnahmen sonst müssen via ihren Arzt laufen.“

Kundin: „Aber der ist in den Ferien!“

Apothekerin: „Nun, auch für den Fall haben wir eine Abmachung: dann müssen sie mit der Psychiatrischen Klinik XY Kontakt aufnehmen.“

… die Kundin ist alles andere als erfreut und hängt auf.

Kurz darauf ruft die Kundin wieder an und beklagt sich bitterlich bei der Drogisten-kollegin, die im übrigen von dem Ganzen nichts mitbekommen hat, dass „die Apothekerin mir vor allen Leuten gesagt hat, ich müsse in die Psychiatrische Klinik!“

Drogistin, erstaunt: „Äh was, wann? Vor allen Leuten? Ich war die Ganze Zeit im Verkaufsraum und ich habe gar nichts mitbekommen. War das, als sie ihre Tabletten abgeholt haben?“

Am Montag hat sie sich soweit wieder beruhigt, dass sie sich sogar entschuldigt für ihren Ausfall …. „Süchtig zu sein ist Sch…“

Ver-ge-färbt

In die Drogerie kommt eine Kundin und reklamiert, weil die Textil-Farbe, die sie gekauft hat, um ein Kleid zu färben nicht funktioniert hat. Das heisst – irgendwie schon. Es hat einfach nicht die Farbe gegeben, die sie wollte und die auf der Packung ist. Jetzt will sie von uns das Geld zurück. Für die Textilfarbe und möglichst noch für das verfärbte Kleid! Denn schliesslich ist es unsere Schuld, dass das nicht geklappt hat.

Ein paar Fragen später ist klar, was passiert ist. Mit der Textilfarbe, die wir haben, kann man Baumwolle, Leinen oder Viscose färben. Kunstfasern wie Polyester etc. färbt es nicht – oder eben: anders. Das steht auf der Packung, in der Packungsbeilage und im Normalfall fragen wir auch was für eine Art Stoff der Kunde, der das will färben möchte – genau wegen dem. Die Kundin behauptet aber steif und fest, wir hätten nicht gefragt und darum sei das unser Fehler und sie will das Geld zurück.

Obwohl ich mir das eigentlich nicht vorstellen kann, bekommt sie von uns das Geld für die verwendete Packung zurück – aber nicht für das Kleid. (Es hat Grenzen, echt!)

Soviel zu der Annahme, die Leute würden die Beschreibungen, die mit einem Produkt mitgeliefert werden lesen. Das machen sie nicht. Nicht bei so einfachen Sachen wie Textilfarbe und leider auch nicht bei so wichtigen – und teilweise gefährlichen – wie Medikamenten.

Es zeigt nur einmal mehr, dass man davon einfach nicht ausgehen darf.

Grillenzirpen

Telefon.

„Pharmama’s Apotheke, Pharmama am Apparat.“

Frau: „Kann ich mit ihnen reden?“

Pharmama: „Sicher. Um was geht es?“

Frau: „Ich habe eine Frage ….“

…

Als nix mehr kommt: Pharmama: „Ja?“

Frau: „Ich weiss nicht. Ich habe vergessen, was ich fragen wollte.“

… Stille …

Pharmama: „Ok. Möchten Sie zurückrufen, sobald es ihnen wieder einfällt?“

Frau: *Seufz* „Ich glaube ja.“