30 Minuten bei 200 Grad …

In der Apotheke fragt die Kundin: „Was passiert wenn man, zum Beispiel, versehentlich die Medikamente im Backofen für eine halbe Stunde gegrillt hat?“
Apothekerin: „Ist ihnen das passiert?“
Kundin: „Nun, nicht ganz …. aber ich hatte die Medikamente für meinen Hund im Ofen – meine Kinder müssen sie da rein gemacht haben -und ich habe es nicht gemerkt, als ich den Ofen vorgewärmt habe…“
…
Upps. Also ich würde sie nicht mehr benutzen … mit dem geschmolzenen Plastik dran … und je nachdem sind auch die Wirkstoffe hitzeempfindlich.

Ich hab da was im Auge

2009 Kundin: „Ich habe etwas im Auge.“

Apothekerin: „Sie können dieses Augenwasser verwenden um es herauszuspülen“

Kundin: „Wissen Sie, ich habe meinen Mann heute Morgen befriedigt und habe, ‚sie wissen schon was’ in mein Auge bekommen. Es hat gebrannt, also habe ich mein Auge über dem Lavabo ausgewaschen.“

Apothekerin (behält die professionelle Haltung): „Ich bezweifle nicht, dass es brennt, aber es schadet ihrem Auge nicht. Benutzen sie einfach dieses Augenbad so oft sie möchten oder es brauchen und morgen sollte es wieder gut sein.“

Kundin: „Aber, Ich kann sie herumschwimmen sehen!“

Apothekerin: sprachlos.

… Vater sein dagegen sehr

Mann in der Apotheke: „Was empfehlen sie für ein Baby mit Verstopfung?“

Pharmama: „Wie alt ist das Baby denn?“

Mann: „Einen Tag alt.“

…

Oh, ja.  Gratuliere zum neuen Familiennachwuchs. Die Verdauung von so Kleinen funktioniert noch nicht gleich, wie unsere, aber in etwas ähnelt es sich doch. Wenn man wenig isst, kommt auch wenig raus. Und wenn das Kind voll gestillt wird, dann kann es unter Umständen lange dauern zwischen 2 Stuhlgängen. Bis zu 10 Tagen – was auch kein Problem ist, wenn das Baby normal zunimmt, nicht schreit oder sonst Unwohlsein zeigt. Von daher ist meine Empfehlung klar: Abwarten. Und wie wäre es mit etwas Kamillentee … für Sie?

Eine Bedienungsanleitung wäre für manche frisch gebackene Väter (und manche Mütter) keine schlechte Idee.

Fehlabgabe

Das ist für alle, die denken, ich sei die perfekte Apothekerin. Das bin ich nicht. Leider:

Ja, es war mein Fehler.

Die Kundin bekam ein falsches Medikament mit. Am nächsten Tag bemerkte meine Kollegin das beim Kontrollieren der Rezepte und rief der Kundin an, um das wieder in Ordnung zu bringen.
Es handelte sich um ein neues Medikament, das die Kundin bisher noch nie hatte. Abgegeben wurde die falsche Dosierung – zu meiner Entschuldigung kann ich nur sagen, dass es sich um ein handschriftliches Rezept handelte und ich es so gelesen habe, während die kontrollierende Kollegin es anders las. Laut telefonische Nachfrage beim Arzt war ihre Version die richtige.

Meine Kollegin ruft also der Kundin an, erklärt und entschuldigt sich und versucht eine Lösung zu finden.
Am Telefon erklärte die Kundin meiner Kollegin, dass sie die Packung noch nicht angefangen hat. Meine Kollegin bietet ihr an es auszutauschen, wir könnten mit dem richtigen Medikament noch am selben Tag vorbeikommen – das will sie aber nicht. Sie käme wieder in die Apotheke.

Ok, man macht also alles für den Austausch bereit und legt es in das Bestellregal mit einem Kommentarzettel.
Soweit so gut.

Bis ich nach einer Woche das Medikament immer noch im Regal sehe.
Gut, rufen wir also nochmals an.
Kundin: „Ja, ja, ich weiss es – ich komme vorbei.“

Das tut sie dann auch – nachdem eine weitere Woche vergangen ist.
Da steht sie also 2 Wochen nach der Medikamentenabgabe bei uns in der Apotheke und macht einen Aufstand.
Kundin: „Was für eine Apotheke ist das hier eigentlich, dass sie mir nicht das richtige Medikament abgeben können!“
Ich versuche zu beschwichtigen, drücke mein Bedauern aus, aber sie will nicht hören und tobt einfach weiter. „Ich sollte sie verklagen, ich brauche dieses Medikament und dann bekomme ich etwas falsches!“
Ich schaffe es ruhig zu bleiben und mache den Austausch mit dem korrekten Medikament. Die Packung die sie zurückbringt ist übrigens wirklich noch nicht angefangen.
Kundin: „Ich hätte vergiftet werden können!“
Nochmals ein Erklärungsversuch: „Aus genau dem Grund machen wir am nächsten Tag ja Kontrollen – und hat man ihnen nicht gleich angerufen?“
Kundin: „Ja, aber …“
Pharmama: „Und haben sie denn schon eine Tablette genommen?“
Kundin: „Nein, aber….“
Pharmama: „Und selbst wenn sie eine genommen hätten, es ist das richtige Medikament, nur die Dosierung war nicht korrekt. Bei dem Medikament wäre es auch nicht gefährlich gewesen, selbst wenn sie ein paar genommen hätten.“
Sie grummelt immer noch vor sich her.
„Pharmama: „Also, hier haben sie ihr Medikament und als Entschuldigung für den Aufwand hätte ich ihnen noch ein kleines Präsent ….“

Die Kundin schnappt sich Medikament und Creme und geht aus der Apotheke.
Ich fürchte aber, die Kundin haben wir verloren.

Auf der anderen Seite: Von wegen sie braucht das Medikament … fängt nicht gleich damit an und lässt sich mit dem Austausch 2 Wochen Zeit …
Mea culpa, aber wenn man den Fehler bemerkt, sich entschuldigt und ihn so schnell wie möglich bemüht zu korrigieren (die Verzögerung lag dann ja an ihr), ausserdem nichts passiert ist, dann erwarte ich einen gewissen Anstand in der Apotheke.

Ein Blick auf ihre restliche Medikation lieferte dann aber doch noch eine Erklärung: Beruhigungsmittel noch und noch … vielleicht hat sie noch andere Tabletten nicht genommen?

5 am Tag (5 a day)

Aus Amerika: (könnte aber auch bei uns vorkommen)

Pharma-assistent (neu) kommt zum Apotheker und fragt: „Wo haben wir die 5 Tabletten?“

Apotheker: „Die was?„

Pharmaassistent: „Der Kunde fragt nach den 5 Tabletten.“

Apotheker zum Kunde: „Guten Tag, vielleicht kann ich ihnen helfen?“

Kunde: „Ich suche nach diesen 5 am Tag Tabletten.“

Apotheker: „Sie müssen mir ein bisschen helfen: für was sind die?“

Kunde: „Keine Ahnung, sie sollen auf jedenfall gesund sein. Ich höre immer man soll 5 am Tag nehmen – also, wo sind sie?“

Apotheker (ihm geht langsam ein Licht auf): „Meinen sie vielleicht diese Kampagne überall: „5 a day?“ -(Dass man 5 mal täglich eine Portion Früchte oder Gemüse essen soll?)

Kunde: „Ja, im Fernsehen sagen sie immer, man soll 5 am Tag nehmen, das sei gesund. Verkaufen sie die?“

Apotheker: „Ummm, nein, aber der Supermarkt unten wird ihnen gerne ihre Auswahl an Früchten und Gemüse zeigen. Diese Werbung redet über Früchte und Gemüse.“

Kunde: „Dann kann ich nicht einfach Tabletten nehmen?“

Apotheker: „Nein.“

Kunde: „Und was, wenn ich 5 Vitamin Tabletten am Tag nehme? Wäre das dasselbe?“

….


Seit wann denn?

Telefon:

Apothekerin: „Apotheke … , wie kann ich ihnen helfen?“

Kundin: „Könnten sie nachschauen, wann ich zuletzt meine Pille bezogen habe?“

Apothekerin: (schaut im Computer nach) „Sie haben im Februar eine Dreimonatspackung bezogen.“

Kundin: „Sind sie sicher?“

Apothekerin: „Äh, ja.“

Kundin: „Aber ich habe seit Januar keine Periode mehr gehabt.“…

Apothekerin: „Dann sollten sie besser ihren Frauenarzt aufsuchen.“

Kundin: „Und seit Dezember nehme ich die Pille nicht mehr…“

Apothekerin: „….Ah…“

Kundin: „Seit wann denken Sie, bin ich schwanger?“

Apothekerin: „Das kann ich wirklich nicht sagen ….“

Kundin: „Aber sie arbeiten in der Apotheke …“

Apothekerin: „Das macht mich nicht zum Frauenarzt. Ich schlage ihnen vor, dass sie einen solchen aufsuchen.“

Kundin: „Aber ich versuche nur das Datum herauszufinden …“

…