Ist es doch! … Nein, ist es nicht!

Es kommt eine Kundin in die Drogerie, die nach einem Produkt fragt, von dem ich noch nie gehört habe. Nachdem ich im Computer nachgeschaut und sogar bei meinen Kolleginnen nachgefragt habe, bin ich sicher, dass wir es nicht an Lager haben.

Pharmama: „Entschuldigen Sie, aber dieses Produkt haben wir nicht hier.“

Dann starrt sie mich an, als ob ich ihr etwas vorenthalte. „Nein, sie haben es!“ sagt sie

Dann starrt sie weiter, als ob sie erwartet, dass ich es aus der dünnen Luft herzaubere, wie David Copperfield.

Ich muss sagen, ich finde das etwas irritierend.

Eigentlich ist das, wie wenn jemand zu deinem Haus kommt: „Entschuldigung, ich suche nach Gabi.“

und Du sagst: „Sorry, aber hier wohnt keine Gabi.“

und die Person sagt: „Aber sicher tut sie das!“

Schau, das ist mein Haus. Und ich kenne die Namen der Leute, die hier wohnen. Solange der Goldfisch sich nicht auf einmal Gabi nennt, haben wir hier keine Gabi.

Und genau so ist es manchmal mit gewissen Produkten.

Besorgungsauftrag

Eine Frau kommt in die Apotheke, weil sie für ihren Mann vom Dauerrezept Medikamente braucht.

Pharmaassistentin:Welches Medikament braucht er denn?“

Frau: „Oh, ich weiss den Namen nicht.“

Pharmaassistentin: „Ok, wissen sie denn für was er es nimmt? Ich habe eines gegen Bluthochdruck, eines gegen Cholesterin und ein Schilddrüsenmedikament …“

Frau: „Nein, ich bin nicht sicher.“

Pharmaassistentin: „Okay??? …“

Frau: „Aber ich weiss, es waren 98 Stück drin!“

Glücklicherweise traf das nur für eines der Medis zu …

Seltsames auf Rezept

Auf einem Zahnarztrezept:

1 Packung Celebrex.

Zahnarztrezepte werden nicht bezahlt von der Krankenkasse, der Patient muss es selber zahlen.

Celebrex ist ein Schmerzmittel das (immer noch) relativ teuer ist – und im Normalfall für Leute mit chronischen Schmerzen wie Arthritis oder so eingesetzt wird. Kaum zur Nachbehandlung von Zahnarztprozeduren.

Nachdem der Patient fast einen Aufstand gemacht hat in der Apotheke, rufen wir den Zahnarzt an, ob wir das nicht auf etwas anderes wechseln können.

Zahnarzt:Natürlich, kein Problem. Eigentlich habe ich es nur aufgeschrieben, weil der Patient es verlangt hat – er meinte, das habe ihm in der Vergangenheit gut geholfen.“

Der Patient ist unter 20 Jahre alt.

Ist demnächst Vollmond oder so?

Früchte und Gemüse

Eine Kundin vor dem Vitaminregal.

Drogistin: „Kann ich ihnen helfen?“,

Sie: „Ja, ich suche nach einem Antioxidans das mir der Arzt empfohlen hat. Es heisst ‚Früchte und Gemüse’“

–und dann glaubt sie es nicht, dass der Doktor höchstwahrscheinlich will, dass sie mehr Früchte und Gemüse isst.

Merke: Nicht alles kommt in Medikamentenschachteln!

Interessanterweise habe ich vor ein paar Tagen aber tatsächlich Werbung gesehen für Kapseln mit pulverisierten Früchten oder Gemüsen drin – offensichtlich besteht da Bedarf … zumindest ist es etwas, was man der Frau oben hätte abgeben können :-)

Antibakteriell

Älterer Mann kommt in die Apotheke und fragt: „Ich habe da diese heftige Erkältung. Kann ich – statt zum Arzt ein Antibiotikum zu holen – nicht stattdessen eine Flasche Wasserstoffperoxid trinken? Das tötet doch auch Bakterien ab?“

Wasserstoff ist ein Desinfektionsmittel, aber für die äusserliche Anwendung. Wenn man es trinkt, v.a. unverdünnt, macht es sicher Verätzungen und da es in Wasser und Sauerstoff zersetzt wird, bevor es überhaupt in den Körper aufgenommen werden kann, ist alles was er damit erreichen würde ein sehr irritierter Magen-Darm Trakt.

Nicht sooo gross …

Der Patient ist etwas irritiert darüber, dass seine Salbe nicht so lange hielt (Mengenmässig) wie die Apothekerin geschätzt hat:

„Ich soll es 2 Wochen lang einmal täglich anwenden, und jetzt ist 1 Woche vorbei und sie ist schon fast leer!“

Die Apothekerin fragt also nach: „Wie gross ist denn die Fläche auf der sie die Salbe anwenden müssen?“

Kunde: „Nicht so gross. Es ist mein Penis.“