Schwangerschaftstest (7)

(junge) Kundin vor den Schwangerschaftstests: „Welcher von diesen Schwangerschaftstests zeigt einem an, ob es ein Mädchen oder ein Junge wird?“

Apothekerin: „Ah, keiner, die sagen alle nur, ob man schwanger ist, respektive -grob- in welcher Woche.“

Aber: beim Suchen im Internet bin ich auf das hier gestossen: Gender-Prediction-Test. Offenbar gibt es das … zumindest in Amerika. Aber allzu zuverlässig scheint das Ding nicht zu sein, wenn man die Bewertungen liest. Da könnte man genausogut eine Münze werfen … oder warten bis man es im Ultraschall sieht, oder bis zur Geburt.

Mehr von hier über Schwangerschaftstests.

Wurde das Medikament bezogen?

Wie erfährt der Arzt, ob der Patient das verschriebene Medikament überhaupt bezogen hat?
Im Normalfall überhaupt nicht.
Der Arzt stellt das Rezept aus, der Patient bekommt das Rezept mit – und dann kann er damit machen, was er will: Es in einer Apotheke einlösen, es in einer Versandapotheke einlösen, es in die Mülltonne werfen …
Im Prinzip ist das sogar gewollt: der Patient hat die letzte Entscheidung, ob er das Medikament beziehen / respektive nehmen will. Bei der Selbstdispensation des Arztes – also, wenn der Arzt die Medikamente gleich selbst abgibt,  ist das nicht so gegeben. Der Patient kann die Medikamente natürlich auch dann einfach nicht nehmen – und das sehe ich dann teilweise an den (recht vielen!) ungeöffneten Packungen mit Dosierungs-Kleber vom Arzt, die ich in der Apotheke zum Entsorgen zurückbekomme. Es gibt sogar Beobachtungs-Studien, die zeigen, dass der Medikamentenabfall in den SD Kantonen einiges höher ist, als in den Nicht-SD Kantonen.

In der Schweiz bekommt der Arzt höchstens noch eine Rückmeldung, wenn er ein Medikament verschrieben hat und die Apotheke das Generikum des Medikamentes abgegeben hat – der Arzt sollte ja auch in den Unterlagen haben, welches der Patient jetzt bekommen hat. Bei uns erledigt diese Aufgabe die Abrechnungsstelle (Ofac oder Ifac) gesammelt.

Es gibt aber schon eine Möglichkeit, dass der Arzt erfährt, ob der Patient das Medikament bezogen hat. So habe ich letzthin einen Fax von einem Arzt bekommen auf dem unter dem Rezept stand:

„Frau Wankelmütig will das Medikament morgen bei ihnen abholen. Falls sie nicht kommt, benachrichtigen sie mich bitte.“

Vollgesch….

Kundin, ziemlich „geladen“- wirft mir eine Packung Feuchttücher auf den Tisch: „Gibt es die nicht in grösser?“
Ich schaue auf die Packung: „Sie meinen mehr?, nein, das ist die grosse Grösse.“
Kundin: „Nein, nicht mehr, grössere – da steht auch nicht auf der Packung wie gross sie sind?“
Pharmama: „Sie meinen wie 10 auf 10 cm oder so?“
Kundin: „Ja, genau, wieso steht das nicht drauf? Wie soll ich da wissen, welche ich nehmen muss?“
Pharmama: „Für was brauchen sie sie denn?“
Kundin: „Ich arbeite in einem Kinderhort. Können sie sich vorstellen wie toll das ist, wenn eine ganze Gruppe 2-3-jähriger Durchfall hat? Mit diesen Winz-tüchern hat man da gleich mal alles an den Händen! Ich brauche grössere!“
….
Ok, ich verstehe das Problem – mir reicht das, wenn Junior mal Durchfall hat, ja das ist eklig, aber ich habe wirklich noch keine Grössenangaben auf den Feuchttüchern gesehen – und erfahrungsgemäss haben die alle etwa die gleiche Grösse.

Pharmama: „Wie wäre es denn mit Einmal-Waschtüchern? Die müssten sie halt selbst feucht machen, aber die sind grösser und man kann sie auch entsorgen nachher?“

Sp(r)itze Premiere!

Nicht lachen bitte, aber heute hatte ich eine Premiere: ich habe das erste Mal eine Spritze gegeben. Einem Menschen, nicht dem Übungskissen.

Eine Kundin kam ziemlich verzweifelt, sie brauche die Thrombosespritze- sie fliegt heute nachmittag, kann es aber nicht selber machen. Das kann ich gut nachvollziehen, bei mir selber habe ich es damals in der Schwangerschaft auch nicht geschafft. Mein Mann musste es dann machen.

Nun, der Mann der Kundin kann das offensichtlich auch nicht … ob ich nicht, bitte, bitte, Bitte?!

Es hat etwas Überwindung gekostet, aber da ich weiss, dass ich da nicht viel falsch machen kann, – und immerhin habe ich es den Kunden mit Thrombosespritzen schon ein paar hundert Mal erklärt- und da … habe ich es dann gemacht.

Im Nachhinein kann ich sagen: Es ist kein Problem. Stelle desinfizieren, Hautfalte zwischen Finger nehmen, Spritze reinstecken, langsam runterdrücken, einen Moment warten, rausziehen, fertig.

Ahhh! Erfolg.

Und sie hat nicht mal gezuckt :-) Guten Flug, dann!

Es ist Sommer … und die Hüllen fallen

Au ja, das bekommen wir auch in unserer (eingermassen) klimatisierten Apotheke mit:

Manchen Kunden rufe ich sicherheitshalber an vor der Hauslieferung:
„Oh, gut dass sie anrufen, ich werfe mir rasch etwas über, bei der Hitze laufe ich sonst nackt durch die Wohnung“

Ich erkläre der Kundin mit Vaginalpilz, dass sie Baumwollunterwäsche tragen soll – das lässt mehr Luft durch als Kunstfaser:
„Ach, im Sommer trage ich sowieso häufig gar keine Unterwäsche“

Und der Kunde der mit dem Velo einen Unfall gemacht und seine Schulter und Arm lädiert hat, der trägt unter dem Armtragegurt auch … gar nichts.

Es ist Sommer …
… und gut, dass die Kunden nicht wissen, dass ich unter dem weissen Schurz oben ausser dem BH oft auch nicht mehr anhabe :-)