Wandelnde Geräuschkulisse

Junior redet zwar immer noch nicht wirklich – jedenfalls nichts verständliches -bis auf vereinzelte „Auto“, „Banane“ oder „Tüü-taa“ Ausrufe.

Das meiste hört sich an wie der Stefan Raab Song „Wadde hadde du denn da“.

Aber dafür kommentiert er lautstark was er gerade macht. Dabei macht er auch Geräusche, die fast Comicartig sind.

Wenn er aus einem Glas trinkt und es absetzt, macht er „Aaaaah“ (wie in der besten Bier-Werbung).

Wenn wir die Zähne putzen, macht er „Aarrrrarrrarrr“ (wie unsere elektrische Zahnbürste), dabei putzen wir seine mit Handbetrieb.

Wenn er etwas isst, was er fein findet, macht er beim in den Mund stecken „HaMMmmmmm!“

Vor dem Einschlafen, wenn er am Nuggi mummelt, macht er noch gleichzeitig Ummummummumm“.

Ich weiss schon, woher er das hat. Kuschelbär kann auch nicht einfach durch die Wohnung laufen. Die ganze Zeit summt es, pfeift es oder er schlägt den Takt auf irgendwas.

Das kann ja heiter werden, sobald er redet – wenn er wie Kuschelbär ständig etwas von sich geben muss und wie Pharmama der Umgebung ein Ohr abfragt…

Aber wie könnte man so einem süssen Kerl widerstehen?

Perfektes Kleine-Junge-Essen (3)

Teigwaren mit Sauce

Vorteile: In der Sauce lässt sich das Gemüse gut verstecken, man kann immer wieder andere Saucen machen und Teigwaren sind viel handlicher als Reis oder Ebly (die man nachher einzeln vom Boden losklauben kann).

Zum Beispiel: Pasta mit Sauce Bolognese
Rezept:
In einer beschichteten tiefen Pfanne in etwas Olivenöl 1 kleine geschnittene Zwiebel und eine feingeschnittene Knoblauchzehe anbraten.
ca. 250g Hackfleisch dazu, durchbraten
fein gewürfelte Rüebli (Karotten für Nicht-Schweizer) daruntermischen
Eine Dose Pelati passiert (ich frag mich immer, was denen „passiert“ ist :-) )
etwa 15 Minuten köcheln lassen
abschmecken und mit Teigwaren der Wahl servieren

Perfektes Kleine-Junge-Essen (2)

Überbackene Griess-schnitten mit Käse

Rezept:

Griessbrei nach Anweisung zubereiten mit Milch, etwas Salz und etwas Butter

etwas Käse unterrühren (in Stückchen oder gerieben)

Brei etwa 3 cm hoch in eine Auflaufform geben

mit geriebenem Käse und etwas Muskatnuss bestreuen

im Backofen ca. 20 Minuten überbacken.

Dazu serviert man Salat oder Gemüse

Gemüse in weicher Form mögen Kinder definitiv besser als Salat, Junior isst ihn jedenfalls (noch) nicht.

Aber Griessbrei ist fein! Gut ist auch, dass man das relativ fleckenfrei spachteln kann.

Und wenn man ihn abends macht, hilft die Muskatnuss beim Einschlafen!

Übrigens: Muskatnuss ist ein Halluzinogen – also wirklich nur sparsam verwenden.

Statt im Griessbrei kann sie natürlich bei Einschlafschwierigkeiten mit einem Glas warmer Milch und etwas Zucker darin gegeben werden.

Pädophil = Kinder-„liebend“? Der glatte Hohn!

Das ist ein Thema, das mich sehr auf die Palme bringt. Menschen, die Kinder sexuell missbrauchen. Z.T. sehr kleine Kinder. Pädophil ist das falsche Wort. Kinderschänder trifft es eher. Meiner Meinung nach sollte man diese einsperren – und zwar lebenslänglich. Es hat sich gezeigt, dass die Rückfallquote sehr hoch ist. Für die sexuell missbrauchten Kinder bedeutet dass in jedem Fall ja auch Lebenslanges Leiden, weshalb sollte das für die Täter anders sein? Und für eine Chance dasselbe wieder anderen Kindern anzutun?

Oft sind es ja nicht Fremde, die das den Kindern antun, v.a. bei sehr kleinen Kindern, es sind Verwandte, Lehrer, Erzieher, Sportleiter– es ist wesentlich einfacher für die Täter, wenn die Kinder ein gewisses Verhältnis zu ihnen haben, dann können sie den Kindern Schuldgefühle einreden, sagen, dass es normal sei, dass das ihr kleines Geheimnis ist, etc. Es ist so wichtig, dass man den Kindern beibringt, dass sie zu jedem „Nein“ sagen dürfen, der ihnen körperlich zu nahe tritt und dass sie auch damit zu den Eltern kommen können und das sagen.

Dass jemand tatsächlich dem Kind auf der Strasse „auflauert“ und es verschleppt kommt seltener vor, als uns die Medien glauben lassen – man hört heutzutage einfach viel mehr davon. Wie das Mädchen, das in Leipzig jetzt tot aufgefunden wurde – und es würde mich nicht wundern, wenn sich herausstellt, dass das ein schon einschlägig vorbestrafter Pädophiler war.

Das Internet ist (leider) der ideale Tummelplatz für die Pädophilen: anonym, weitreichend, perfekt um rasch Bilder oder Videos auszutauschen – und auch um neue Opfer kennenzulernen.

Man hört ja immer wieder davon. Wen es interessiert, der kann auf dieser Seite (englisch) nachlesen, wie diese Monster vorgehen: Vorsicht, die dargestellten Chats sind z.T. sehr grafisch.

Die Leute auf dieser Seite jagen die Jäger. Sie geben sich in Chaträumen als Minderjährige aus. Wenn ein Pädophiler sie anspricht und wirklich Anstalten macht, sie zu treffen, sind sie mit der Polizei vor Ort, um ihn festzunehmen.

Wenn es das bei uns auch gäbe, ich würde mich sofort melden.

Denn wird denkt, das gäbe es nur in Amerika oder „woanders“, dem empfehle ich, sich einmal in einem Chatroom als 12, 13 jähriges Mädchen oder Junge auszugeben (oder jünger, nach unten geht immer).

Ich habe das einmal gemacht auf Odigo (den gibt es jetzt nicht mehr). Ich hatte keinen besonders „herzigen“ Namen gewählt und gab mich nicht aufreizend. Trotzdem hatte ich innert 30 Minuten über 10 Anfragen von Männern (nicht Jugendlichen, sondern älter als 20) zum Chatten. 4 nach Zufall ausgewählt und alle 4 kamen innert kürzester Zeit zur Sache: „Bist Du alleine zu Hause?“, „Was für Unterwäsche trägst Du?“ „Schickst Du mir Fotos von Dir?“, „Wo wohnst Du? Ich komme Dich besuchen“ …  Und hartnäckig, selbst als ich keinerlei Zugeständnisse machte und keine Adresse genannt habe, immer wieder die Frage danach…

Echt, mir wurde schlecht davon, körperlich schlecht. So dass ich das Experiment schnell abbrach.

Einem (der nach der Adresse gefragt hat) habe ich dann gesagt, dass ich nicht 13 bin sondern 30 – und dass ich ihm die Polizei auf den Hals hetzen würde, für das was er da versucht hat. Er hat nur gelacht – weil er weiss, wie schwierig das ist über das Internet.

Darum bin ich für eine Überwachung des Chatverhaltens von Kindern. Ich weiss noch nicht genau, wie durchführbar das ist, aber ich denke, dass ich das Junior, wenn er gross genug ist bald einmal erklären werde, wie er sich verhalten muss im Netz – und wie nicht. Und falls er chattet, sollte das unter meiner Aufsicht sein.

Gute Seite für Kinder: Security4kids

Gute Seite für Erwachsene: Stopp-Kinderpornographie

Kinderwagen und ÖV

Letzthin war ich mal wieder mit Junior im Zoo. Dazu habe ich nicht das Auto genommen, sondern bin mit Bus und Tram gefahren.

Dazu hätte ich jetzt ein paar Bemerkungen.

Bus: es gibt Busfahrer, die umsichtig sind und auf Frauen mit Kinderwagen achten. Diese fahren nahe ans Rändli heran und senken im Idealfall auch den Bus auf der Einstiegsseite ab (ja, das kann man!), so dass der Spalt beim Einsteigen möglichst klein ist. Die Kinderwagen sind nämlich nicht gebaut für grosse Löcher im Boden (es sind ja meist keine Offroader) und oft bleibt man mit den Rädern fast im Zwischenraum stecken (gell Mama?).

Und dann gibt es Busfahrer, denen ist es wurst, ob man Probleme hat beim Ein- oder Aussteigen. Dass sie die Türe nicht gleich noch zumachen, während man dabei ist, ist grad ein Wunder. Dass es mit etwas Umsicht ihrerseits auch schneller gehen würde sehen sie nicht ein. Dann fahren sie noch wie die Henker, dass man den Kinderwagen trotz angezogener Bremsen stabilisieren muss, damit er nicht umkippt. Wahrscheinlich muss er die bei unserem Einsteigen verlorene Zeit wieder gutmachen.

Und im Tram? Nach dem ersten Mal weiss man meist, wo man hinstehen muss mit dem Wagen, damit man den Eingang zur Sänfte erwischt. Gelegentlich gibt es aber Tramkombinationen, die gar keine Sänfte haben (weil sie älteren Datums sind) und man ausserdem 3 Stufen (!) hochmuss (weil sie älteren Datums sind). Mach das mal mit einem Kinderwagen. Das kommt einem vor wie der Mount Everest. Alleine ist das nicht zu schaffen.

Dann sind da die Mitfahrenden. Danke an den Herrn, der mir geholfen hat, den Wagen auf der Hinfahrt hochzuwuchten. Und an die Dame, die bei der Rückfahrt in die Sänfte eingestiegen ist und uns ständig böse Blicke zugeworfen hat … ihr möchte ich gerne folgendes sagen: Die Sänfte wurde entworfen für Leute mit Kinderwagen oder Personen in Rollstühlen. Ausserdem für solche, die sonst Mühe haben mit dem ein- und aussteigen. Soweit ich sehen konnte gehören Sie in keine dieser Kategorien. Also sollten sie es das nächste Mal in Betracht ziehen, in einen anderen Teil des Wagens zu steigen (ja, es hatte dort noch viel Platz) und nicht böse schauen, bloss weil ihre Beinfreiheit durch einen der drei anwesenden Kinderwagen eingeschränkt wurde.

Ja, das ist meiner. Nein, der bleibt genau dort, wo er ist. Ich bin froh, dass ich noch einen Platz dafür gefunden habe. Sie können froh sein, dass Junior gerade schläft (2 Stunden durch den Zoo wandern haben auch ihn erschöpft), ansonsten hätten sie ausser dem Platz- auch noch ein akustisches Problem.

In dem Sinne: Danke ÖV und bis zum nächsten Mal! (Zum Glück kann ich für den Arbeitsweg das Velo nehmen)