Basteln mit Junior: Badebomben mini

Man nehme:

1/2 Tasse Zitronensäure (etwa 100g)

1 Tasse Natron (ca. 200g)

3/4 Tasse Maisstärke

verrühre alles in einem Topf zusammen …

mische 1/4 Tasse Roh-Rohrzucker darunter

(oder lasse mischen)

In eine Sprühflasche füllt man etwas Wasser und gibt Lebensmittelfarbe dazu, bis man eine satte Farbe hat (ich habe zuwenig genommen, darum sind unsere eher blass herausgekommen)

Jetzt kommt der kritische Teil: Man muss die Mischung damit besprühen und dazwischen mischen. Sie soll feucht werden, aber nie so nass, dass sie zu schäumen anfängt. Man mischt solange, bis das Ganze die Beschaffenheit von feuchtem Sand hat, der sich mit den Händen formen lässt.

Dann gibt man tropfenweise Ätherisches Öl bei (wir haben nochmal Blutorange gemommen), bis der Geruch so ist, wie man will (etwa 1 Teelöffel).

Alles gut mischen mit den Händen oder Metallöffel. Wenn die Mischung zu trocken wird, nachsprühen.

Jetzt füllt man die Masse in Eiswürfelfomen (aus Silikon wäre am besten, Plastik geht auch, auch wenn man es nicht so gut rausbekommt). Leicht andrücken.

Weil ich noch Masse übrig hatte (unsere Eiswürfelformen sind offenbar zu klein) habe ich noch mit Guetzliformen experimentiert. Das geht auch – es ist einfach schwerer, die Bömbchen da wieder rauszubekommen.

 

Bei Raumtemperatur über Nacht (oder länger) trocknen lassen. In Gläser abfüllen oder in Zellophan packen.

Ins Bad geworfen sprudeln / schäumen diese „Badebomben“ weil die Zitronensäure mit dem Natron reagiert – dabei entstehen Bläschen aus Kohlensäure – wie bei einer Brausetablette zum trinken …

Weitere Bastelarbeiten mit Junior:

Salzteig

klassische Seife

Dann ist es für mich!

Der Kunde fragt in der Apotheke nach der Cortison-Creme, die der Arzt dem knapp 2 jährigen Kind aufgeschrieben hat, und die jetzt ausgegangen ist.

Die Apothekerin weigert sich, das ohne neues Rezept oder Arztkontakt abzugeben und erklärt ihm auch warum: Das Kind ist zu jung, da fällt die Anwendung unter Off label use. Die Creme kann bei ihm ernstere Nebenwirkungen haben (wie ein ausdünnen der eh‘ schon empfindlichen Haut), der Arzt hat das für einen bestimmten Zeitraum aufgeschrieben …

Der Kunde schaut der Apothekerin kalt in die Augen und sagt: „Dann ist sie halt für mich!“

Nein. SO nicht.

Pflaster gefällig?

Ja, liebe ärgerliche Mama, ich habe ihnen ein Pflaster für ihr Kleinkind, das sie in der Apotheke herumrennen lassen haben.

Aber vielleicht denken sie das nächste Mal daran, dass dies hier kein Spielplatz ist und wir nicht der Kindergarten. Das heisst: hier gibt es scharfe Kanten, ätzende Lösungen und viel giftiges Zeug.

Es ist ihre Aufgabe, ein Auge auf ihr Kind zu haben.

Darf es eines mit Bildchen drauf sein?

:-)

Nicht verboten …

„Warum darf ich nicht mit meinem Kind ins Spital?“

Das sagte letztens eine Mutter mit krankem Kind in der Apotheke zu mir – praktisch als Begrüssung.

Ich machte erst mal ein sehr fragendes Gesicht: „Wer sagt denn, dass sie das nicht dürfen?“

Frau: „Ich habe mit dem Spital telefoniert, wissen sie mein Kind hat 39 Grad Fieber und ich brauche etwas dagegen, aber die Ärztin hat gesagt ich soll nicht kommen, ich soll mit ihm in die Apotheke.“
….

Ah.

Verboten ist der Spitalbesuch natürlich nicht, aber die sind dort nicht allzu erfreut, wenn man mit Bagatellerkrankungen zu ihnen kommt. Der Hausarzt (oder Kinderarzt) wäre eine andere erste Anlaufstelle, aber das hat die Frau offenbar nicht. Und dann gibt es natürlich noch uns, die Apotheke.

In dem Fall finde ich noch nett, dass das Spital sie in die Apotheke schickt – da kann ich abklären, ob es wirklich nur eine Bagatelle ist, oder etwas, das zum Arzt gehört. Ausserdem habe ich hier ganz viele Sachen, um Fieber zu behandeln. Wir haben auch für den Jungen etwas gefunden – und so wie’s nach ansehen und befragen aussieht war es eine einfache Erkältung ohne Komplikationen.

Nein, dafür muss sie nicht ins Spital in den Notfall. – mal abgesehen davon, dass es sich um wirklich nichts Schlimmes handelte – das wäre auch für sie einiges stressiger geworden: Die haben nämlich manchmal recht lange Wartezeiten, die mit wegen Fieber quengeligem Kind nicht angenehmer werden. Und dann hätte sie anschliessend ja trotzdem noch bei uns vorbeischauen müssen.

Also: zuerst in die Apotheke!