Nicht da.

Nein, ich bin noch da. Was nicht da ist oder genau gesagt „Nid do“ ist der Nuggi.

Nicht dass er verloren gegangen wäre, aber weil Junior so oft den Nuggi (oder Schnuller) im Mund hat, hat er jetzt so eine fleckige Rötung rund um den Mund herum. Darum versuche ich – wieder einmal – ihm den Nuggi so oft wie Möglich wegzunehmen.

Naja, erste Auswirkungen hat das schon. Junior weiss zwar, dass das Ding Nuggi heisst, aber gesagt hat er das noch nie. Auch jetzt nicht. Dafür deutet er auf seinen Mund und sagt: Nid do! Nid do? Das ist also jetzt sein Wort dafür.

Hab ich schon erzählt, dass er Frauen in den Ausschnitt fasst?

Daran bin ich schuld.

Ich habe nämlich einmal, als ich ihm den Nuggi wegnahm und eine Hose ohne Hosentaschen anhatte, mir den Nuggi vorne in den BH gesteckt – ich meine, es war in dem Moment der beste Ort, damit ich ihn nicht verliere. Weil er das aber gesehen hat, sucht er jetzt halt auch dort nach ihm wenn er weg ist. Und eben nicht nur bei mir. Beide Omas und die Betreuerin vom Tagi sind schon Grapsch-Opfer geworden.

Ausserdem entdeckt Junior im Moment die Fotographie. Er hat herausgefunden, wie er die Digitalkamera einschalten und auf den Auslöser drücken kann. Vorläufig produziert er allerdings nur viele Fotos von der Decke und ab- und zu ein paar Ecken von Köpfen.

Dass er durch den Auslöser schauen muss und nicht in die Linse hat er noch nicht ganz draussen. Aber das kommt. Ich bin gespannt, was sich dann auf den Bildern findet …

Noroviren – ein Erfahrungsbericht

Nachdem ich vorher die trockenen Fakten über Noroviren gebracht habe, kommt hier ein persönlicher Erfahrungsbericht – Vorsicht, vielleicht besser nicht beim Essen lesen!

Junior (damals 13 Monate alt – das war letzten Herbst) fängt Sonntag Nacht plötzlich an zu schreien wie am Spiess. Als ich ihn hochnehme, um ihn zu trösten, übergibt er sich schwallartig. Kleider und Bettzeugs wechseln, Junior, der wieder ruhig ist, zurück ins Bett legen.

Nach 1 Stunde fängt er wieder an zu schreien, und kotzt diesmal Kuschelbär übers PJ. Selbes Prozedere nochmals, nur kommt das arme Kind jetzt zu uns ins Bett. Etwa alle Stunde muss er wieder brechen, dazwischen ist er unruhig (Magenkrämpfe?).

Gegen Morgen beruhigt sich das Ganze etwas, allerdings kommt der Morgenschoppen um 11 Uhr komplett wieder hoch – danach will er nichts mehr essen. Wenigstens trinkt er noch genug Tee, Kinder verlieren sehr schnell viel Flüssigkeit durch Erbrechen und Durchfall und müssen darum häufig ins Spital.

Mit Itinerol für Säuglinge gibt sich das Erbrechen, allerdings hat er inzwischen Durchfall bekommen – sehr flüssigen, was ausser dem Windel- noch häufiges Kleider-wechseln nach sich zieht. Der Appetit auf Essen ist praktisch nichtexistent, ansonsten ist er fit. Ich gebe ihm Bioflorin zum Aufbauen der Darmflora.

Am Dienstag (2. Tag) nur noch Durchfall (aber häufig! und ebenso häufiges Kleiderwechseln) aber er isst wieder ein bisschen was.

Zurückrechnen zeigt, dass er das Virus im Tagi aufgelesen haben muss und tatsächlich bestätigt telefonisches Nachfragen, dass dort der Virus umgeht (etwas, was ich das nächstemal lieber Vorher wissen will).

Am Dienstag abend habe ich dann selbst ein leichtes Grummeln im Bauch. Nachts um 12 reicht es gerade noch auf die Toilette, bevor sich das Essen schwallartig verabschiedet – oben und unten hinaus. Zum Glück haben wir ein Lavabo direkt vor der Toilette! Danach fühle ich mich besser, bis sich das Ganze 1 Stunde später nochmals wiederholt .. und nochmals und nochmals … bis nichts mehr drin ist, was rauskommen könnte.

Itinerol hilft auch mir gegen die Übelkeit, aber nicht gegen das Schwäche- und Krankheitsgefühl. Den Mittwoch verbringe ich halbtod zwischen Bett und Toilette. Ich habe absolut keinen Appetit und das einzige, was ich zu mir nehme ist Tee und Zwieback und dazwischen etwas Cola. Gegen Abend macht mein Mann eine Suppe, die schaffe ich zu essen. Danach geht es wieder steil aufwärts.

Mein Mann hatte übrigens nur ein bisschen Durchfall – offensichtlich nützt das Actimel das ich ihn zwinge zu nehmen wegen seinem schlechten Immunsystem doch etwas…

Nein, nein, nein!

Junior entdeckt das „Nein“.

Nachdem lange Zeit nur das „Ja“ angesagt war (hat wohl mit seiner Sprachentwicklung zu tun: „Mama“, „Papa“, „Da“ ist einfach näher an „Ja“ ) kommen jetzt nach „Stei(n)“, „Ei“  halt das „Nei(n).“ – und Kopfschütteln natürlich, ausführliches Kopfschütteln.

„Willst Du noch etwas Mandarinli?“ –  „Neineinein“

– aber die Hälfte der Zeit nimmt er es nachher dann doch.

Gut, bei manchen Sachen hat er nicht unbedingt ein Mitspracherecht. Z.B.: „Du gehst jetzt ins Bett, Du bist ja schon ganz müde.“ „Neineinein!“

Doch, doch.

Haare lassen

Heute war es soweit: Junior musste ein paar Haare lassen.

– damit er endlich wieder wie ein Junge aussieht, – damit er nicht so schwitzt in den Ferien und damit es hinten nicht ständig so Mini-Nester gibt in den Haaren.

Seit der Abstimmung Anfang September (schneiden oder nicht schneiden) sind seine Haare noch ein bisschen länger geworden. Von daher fällt der Entscheid etwas einfacher. Das letzte Resultat der Abstimmung war übrigens: 3 für schneiden, aber dezent, 1 für: die Haare müssen runter und 1 dagegen.

Jedenfalls war es gar nicht so schwer, wie ich gedacht habe. Mit der richtigen Coiffeurschere, etwas Wasser, einem Kamm und Kuschelbärs Hilfe war es eine Sache von wenigen Minuten.

Ich bin auch wirklich zufrieden mit dem Ergebnis :-)

Perfektes Kleine-Jungen Essen (4)

Überbackener Toast

Den gibt es in 2 Varianten: mit Tomaten oder mit Birnen:

Rezept:
Backofen vorheizen (ca. 220 Grad)
Toastbrot auf Backpapier auslegen
mit Kochschinken belegen
Tomatenschnitten oder Birnenschnitze darauf verteilen
Mozzarella in Scheiben darübergeben
Würzen mit etwas Pfeffer, Salz, die Tomaten ev. mit etwas italienischem Gewürz

in den Backofen schieben und ca. 25 Minuten backen (bis der Mozzarella verlaufen ist und ev. etwas angebräunt).
Fertig!