Oh, Junior!

Um das gleich vornewegzunehmen, uns geht’s gut hier in Khao Lak. Wir leiden zwar immer noch arg unter Jetlag und schlafen viel zu viel, aber wir genießen das warme Wetter, den Pool, das Meer und nicht zu vergessen das feine thailändische Essen.
Apropos Essen. Junior macht einen auf selbständig und bestellt gleich selbst. Zumindest versucht er es. Zum Glück verstehen ihn die Thailänder aber nicht, so dass er trotz insistieren (Glace! Das da! *zeig*!) doch keine Glace zum Abendessen bekommt…. Zumindest nicht als Hauptgericht.
Dafür holt er wenn er ausgetrunken hat selbst Nachschub. Das heisst, er schnappt sich das Glas und läuft damit zur Theke, wo er es hinstellt und erwartungsvoll guckt und sagt „noch eins!“ -und das klappt!
Von mir hat er das nicht – ich war zu schüchtern für so etwas. :)
Jedenfalls amüsiert uns das und lässt uns sein sonst alles andere als untadelige Verhalten am Tisch verdrängen … Ernsthaft: weiß jemand eine gute Methode, dass er am Tisch sitzenbleibt solange wir Essen? Nach jeweils ein paar Bissen springt er auf und will etwas anderes machen.
Hmpf. Zum Essen zwingen will ich ihn nicht … so fein es auch ist. Aber sitzenbleiben … Nur für eine Viertelstunde … Bitte?

Das Menschenmögliche

Einer der Gründe für die hohen Kosten des heutigen Gesundheitssystems sind – paradoxerweise – die medizinischen Fortschritte. Wir können heute sehr viel tun, um einen Menschen am Leben zu erhalten.

Die Frage ist nur: sollten wir es auch?

Das ist ein sehr heisses Thema, um das sich nicht nur Mediziner und Ökonomen streiten. Man hat Ethikkommissionen eingesetzt um wenigstens ein paar Richtlinien zu finden, aber im Endeffekt (kein absichtlicher Witz) sind wir es, die das entscheiden.

Im Spital wird man beim Eintritt evaluiert und bekommt einen Status. Der bestimmt, ob man im Falle des Falles wieder belebt wird.  Der Status ist abhängig vom Alter, Lebensqualität und Allgemeinzustand. Man hat auch selbst die Möglichkeit mitzubestimmen, indem man zum Beispiel ein Patiententestament macht, in dem man ausdrücklich auf lebensverlängernde Massnahmen verzichtet.

Am Schluss entscheiden aber der Arzt und die nahen Verwandten.

Und hier mein Appell:

Ich habe es in meiner eigenen Familie schon mitbekommen, wie man seinen lieben Verwandten nicht „gehen lassen“ konnte und dann nur um seinetwillen (nicht um den Willen des Todkranken) diese noch gequält hat mit medizinischen Behandlungen weit über den Punkt hinaus, der sinnvoll und menschlich gewesen wäre.

Beispiel: Wenn jemand aus einem Altersheim, mit Alzheimer im fortgeschrittenen Stadium, der schon lange Bettlägerig ist, wegen einem Hirnschlag inkontinent, nur noch via Magensonde ernährt werden kann … wenn dieser jetzt noch ins Spital kommt wegen einer akuten Lungenentzündung …

Dann gibt es mehrere Dinge die man tun kann. Man gibt logischerweise Sauerstoff und hängt ihn an den Tropf um wieder Flüssigkeit zuzuführen. Antibiotika gegen die Lungenentzündung, eventuell Morphium, falls er Schmerzen hat.

Und dann sollte es genug sein. Ich finde, man soll einen Menschen in Ruhe und Würde sterben lassen, wenn es denn Zeit ist.

Und nicht noch, wenn das Herz dann versagt ihn mit Medikamenten voll pumpen und schocken. Und ihn an das Beatmungsgerät hängen und möglicherweise noch einen Herzschrittmacher. Natürlich lebt er dann noch länger. Aber ist ihm dann geholfen?

Kaum. Trotzdem gibt es so viele Fälle, wo die Familie nicht zulässt, dass er seinen Weg geht. Natürlich ist der Tod eines Menschen traurig für alle, aber jemanden leiden zu lassen (denn leben ist das wohl nicht mehr) nur damit man sich selbst besser fühlt …. und der Moment der kommen wird herausgezögert wird …. das finde ich nicht fair.

In manchen Fällen ist es jedoch nicht so einfach eine Grenze zu ziehen.

Was ist mit dem Baby mit schwerstem Herzfehler das nur mit mehreren komplizierten und langandauernden Operationen überleben wird und die ersten paar Jahre mehr im Krankenhaus, als zu Hause sein wird?

Es kann vielleicht einmal ein fast normales Leben führen. Wieviel Schmerz wollen die Eltern ihm Zumuten? Oder sagt man: das gehört halt zum Leben dazu?

Wann sagt man bei einem Motorradunfallopfer mit schwersten Hirnverletzungen und schliesslich Hirntod: jetzt ist genug? Den Körper können wir noch Jahrzehnte am Leben erhalten, deshalb kommt die Person aber nicht mehr zurück.

Solche Entscheidungen sind sehr schwierig – und oft sind es die Verwandten, die eigenen Kinder, der Ehepartner, die sie treffen müssen.

Darum: wenn Du eine Meinung dazu hast, sag es deinen Liebsten. Vorher. Irgendwann könnte es zu spät sein.

Dreister Einbrecher

Passiert zwischen Weihnachten und Neujahr bei unseren Nachbarn.

Sie sitzen gemütlich beim Nachtessen in der Küche, als die Tochter, die zu Besuch da ist sagt: „Da hat grad jemand in die Küche geschaut!“ Das ist etwas überraschend, da sie im 2. Stock sind, die Wohnungstüre und Fenster alle geschlossen sind und sonst eigentlich niemand in der Wohnung sein sollte.

Ja, sollte. Ist aber nicht.

Ein Einbrecher hat den Weg über ein Fenster in den Hausgang gefunden, mit Spezialwerkzeug die abgeschlossene Wohnungstür (ein Sicherheitsschloss) geöffnet und ist einfach reingekommen, während die Familie beim Essen sitzt.

Er nimmt das Portemonnaie der Tochter vom Tischchen in Gang, durchwühlt ein paar Schubladen im Büro, wo er das Portemonnaie und eine Uhr vom Vater findet und schaut schliesslich in die Küche.

Als er merkt, dass er entdeckt worden ist, schliesst er die Familie in der Küche ein und flieht über Fenster und unser Vordach.

Offensichtlich ein Profi, der auch noch Handschuhe getragen hat. Ziemlich skrupellos.

Da fühlt man sich in der eigenen Wohnung auf einmal nicht mehr so sicher, oder?

Rauchende Mütter

Aus einer Radioshow in Sydney, Australien:

„Hallo, geht Nikotin in die Muttermilch über?“

„Warum wollen sie das wissen?“

„Weil so ein Baby aufziehen ist sehr stressig und ich sehe immer Raucher aussen vor den Gebäuden stehen und sie sehen so ruhig aus, da dachte ich, ich fange auch an zu rauchen, um mich zu beruhigen.“

Basteln mit Junior: Salzteiggebäck

Man nehme: 2 Tassen Mehl, 1 Tasse Salz, Wasser q.s. (lateinisch quod satis: d.h. bis es genug ist) um einen geschmeidigen, aber nicht-klebenden Teig herzustellen

Alles gründlich mischen, Wasser portionenweise dazugeben. Teig auswallen ca. 1/2 cm dick

mit Guetzli-Förmchen Teile ausstechen, vorsichtig auf ein Backblech mit Backpapier transferieren. Mit Zahnstocher Löcher reinstossen – damit man sie als Geschenkanhänger oder Christbaumschmuck brauchen kann.

Im Backofen bei 150 Grad etwa 45 Minuten backen, bis sie hart sind (dauert ev. länger).

Abkühlen lassen und mit Wasserfarben anmalen.

Fertig!

Rechts unten noch eine Variante: ich hatte noch Reste, also habe ich sie zusammengeknetet und wir haben noch einen Handabdruck  gemacht. Ist gut geworden, aber der muss noch etwas nachtrocknen, weil er dicker ist.

Gute Nacht! Gute Nacht?

Noch ein Fundstück im Internet:

Ein 38jähriger Mann hat ein paar Charts zu seinen Schlafproblemen gemalt.

Darunter fallen Moskitos, Geräusche, Harndrang … und offensichtlich ist er auch ein Papa:

„Besuch aus dem Kinderzimmer: es fängt so kuschelig an und dann …“

Das kommt mir (und Euch sicher auch, wenn ihr Eltern seid) SOOO bekannt vor!

Mehr hier. (in Englisch)