Nicht in unseren Hauseingang!

Mein Mann kommt (Feuerwehr sei Dank) noch gelegentlich erst spät Nachts nach Hause. Vorgestern war es auch so -und ich und Junior schon länger im Bett und am Schlafen. Ich habe gerade noch so mitbekommen, dass er hereingekommen ist, da höre ich kurz darauf, wie die Wohnzimmertür aufgerissen wird und er die Treppe hinunterpoltert. Es folgte eine kleine Aufruhr draussen, war aber bald wieder ruhig.

Er hat mir dann erzählt, was das war.

Wie er nach Hause kam, hat er auf der anderen Strassenseite eine Gruppe Jugendlicher gesehen – etwas, was auch hier öfter vorkommt. Meist sitzen sie an den Haltestellen und trinken Alkohol. Das haben diese wohl auch gemacht, jetzt waren sie ziemlich abgefüllt und dabei die Müllsäcke herumzukicken. Dem hat mein Kuschelbär vom Fenster aus eine Weile zugesehen. Aber als sie dann anfingen die Müllsäcke aufzuschneiden und den Inhalt auf der Strasse und den Vorgärten zu verteilen, hat er die Polizei angerufen.

Die braucht natürlich einen Moment, bis sie hier ist – und genau da hat sich einer aus der Gruppe gelöst und ist über die Strasse in Richtung unser Haus geschwankt. Jetzt: unser Haus hat einen etwas zurückversetzten Eingang und der Junge wollte sich offensichtlich vor unserer Tür (oder an?) erleichtern.  Das war der Moment wo mein Grummelbär nach unten gestürmt ist – und ihm ziemlich ärgerlich erklärt hat, dass er „ihn besser gleich wieder wegpackt!“ Der Junge hat sich das mit dem Pinkeln dann anders überlegt und ist wieder über die Strasse zurückgewackelt … den Moment hat sich die Polizei ausgesucht aufzutauchen, worauf die ganze Gruppe dann Reisaus genommen hat.

Echt: Haben die nichts besseres zu tun? Müllsäcke ausleeren?

Wieder Einarbeiten

So, wir sind wieder zurück.

Aaaahhh – ich gehe ja gerne in die Ferien, aber genauso gerne komme ich auch wieder zurück. Zum Glück habe ich noch ein paar freie Tage, bevor Montag wieder der Arbeitsalltag losgeht.

Wobei – Alltag. Es gibt schon einiges, was sich auch in der Apotheke immer wiederholt an Arbeit, dazwischen wird das aber immer wieder unterbrochen von – sagen wir mal- Überraschungen und Herausforderungen. Ungewöhnlichem, Aussergewöhnlichem, Neuem … das können Patienten sein, Kunden, das Computerprogramm – Ah, ja, die LOA IV ist ja jetzt endlich da (das neue Abgeltungs-Abkommen zwischen dem Krankenkassenverbund und den Apotheken). Am Montag werde ich also eine Zeitlang verbringen, die Änderungen zu suchen und mich einzuarbeiten. Dann die Post, Direkt-Bestellungen meiner Depots, während meiner Ferien aufgetretene spezielle Probleme mit der Krankenkassenabrechnung undsoweiter undsofort. Ich bin gespannt.

Aber bevor ich dort anfange, habe ich zuhause noch ein bisschen zu tun: noch mehr Post, Fotos anschauen, Mails anschauen, ganz viele Blogposts nachlesen (das kommt davon, wenn man keinen Internetanschluss hat in den Ferien – da hat sich einiges angestaut)…

Jedenfalls: ich bin wieder da und ihr werdet bald wieder mehr von mir zu hören bekommen – das als faire „Warnung“ :-)

Auf Wiedersehen!

Bis Anfang September! Jetzt zischen wir (endlich) auch ab in die Ferien. Genauer gesagt hierhin:

da waren wir ja schon mal – mehr Fotos sieht man z.B. hier.

Ich werde Euch vermissen, seid anständig während meiner Abwesenheit!

Im Blog wird es während dieser Zeit ruhig bleiben, emails werde ich wohl auch nicht beantworten können – ich freue mich aber trotzdem, falls ihr neue Zusendungen zur Serie „Apotheken in aller Welt habt“.

Und bis dann? Warum versucht ihr es nicht einmal mit einem Zufallspost?

klick hier: „I feel lucky“

Kontaktfreudig

Ja, das ist er, unser Junior. Das muss er vom Kuschelbär haben, denn ich selbst bin in der Öffentlichkeit – wenn ich nicht gerade bei der Arbeit Selbstvertrauen und Autorität verströme (*hust*) eher zu den schüchternen zu zählen. Bei Partys findet man mich mit einem Glas in der Hand am Rand und ruhig die Leute beobachtend.

Aber Junior. Der braucht die anderen Leute und vor allem die Kinder. Ein Glück ist er im Tagi – dort kann er sein Bedürfnis voll ausleben. Aber wenn wir zusammen sind, da „muss“ ich mit ihm auf den Spielplatz – und die Standardfrage lautet: „Sind anderi Kinder au dört?“

Ja, andere Kinder sind meist auch dort. Und kaum angekommen, rennt er schon zum nächsten hin, baut sich vor ihm auf und sagt: „Ich bin der Junior!“ und „Ich bin soo alt..“ (zeigt 3 Finger) – dabei ist es völlig egal, ob es sich um Junge, Mädchen, älter oder jünger handelt. Sitzt eine Gruppe zusammen, so setzt er sich mittendrin hin.

Es ist lustig zu sehen, wie die anderen Kinder reagieren. Während manche erfreut sind über den neuen Spielkameraden, können andere mit soviel Nähe gar nichts anfangen.

Gefremdet hat er nie. Eine Tatsache, die mich schon etwas beunruhigt. So offen und vertrauend wie er ist, läuft er mit jedem mit, der ihn anlächelt. Aber was soll ich da tun? Ich will ihm ja auch nicht einfach unnötig Angst einjagen vor „Fremden“ – und vorläufig bin ich oder Papa (oder Oma, Opa, Omi oder die Tagesmutter) ja immer in seiner Nähe. Aber später … das gibt noch ein paar ernstere Gespräche.