Apotheken aus aller Welt, 355: Chester, England

Offenbar habe ich auch Fans in England, denn von dort erreicht uns dieser Beitrag von Eva Maria: Merci!

Ich möchte gerne ein Foto, das ich letzten Samstag in Chester (Grossbritannien) aufgenommen habe, für deine Sammlung beitragen. In diesem alten Gebäude an der Foregate Street (sowie im angrenzenden Gebäude rechts davon) befindet sich eine Filiale der Apothekenkette Boots.

Chester-1

 

Oh, das ist eine Apotheke? Schick! Wahrscheinlich dürfen die an der Fassade nichts anbringen, darum die Schilder nur nebenan.

Apotheken in aller Welt, 170: Norfolk, England

Gast-Prominenz :-) Der kinderdoc hat an mich gedacht und schickt uns diese Apotheke:

endlich ist es mir auch einmal gelungen, eine apotheke für dich einzufangen. diese hier ist aus norfolk, nordsee-küste, auch wells-next-the-sea. ein wunder schöner badeort mit traumhaftem strand und dünen – hier macht wohl auch ab und an die queen urlaub. aber die wird vermutlich ihre medikamente selbst dabeihaben und muß nicht in die schnuckelige apotheke des mr jagger.

Schadenersatz-Forderungen an Apotheker

In der Apotheke Adhoc steht ein interessanter Artikel zu Klagen gegen Apotheker in England – offenbar schwappt die aus Amerika bekannte „Schadenersatz-Kultur“ jetzt über den grossen Ozean:

In Großbritannien sehen sich Apotheker immer öfter mit Schadenersatzforderungen von Patienten konfrontiert. Grobe Vernachlässigung der Sorgfaltspflicht, falsche pharmazeutische Beratung und Abgabefehler sind die häufigsten Vorwürfe. Angeheizt wird die Prozessfreudigkeit der Patienten weniger durch tatsächliche Mängel bei der Versorgung, sondern vielmehr durch Anwälte, die in Klagen gegen Heilberufler ein Geschäft entdeckt haben.

Der geforderte Schadenersatz ist im Vergleich zu den Kosten der Anwälte oft gering. Dass sich die Patienten trotzdem auf den Streit mit ihrem Apotheker einlassen, liegt schlichtweg am Angebot: Mehrere Kanzleien werben mit unter dem Motto „No win no fee“ mit der Zusicherung, dass im Falle einer Niederlage keinerlei Kosten fällig werden.

Und um was für Anklagen geht es da? Hier zwei Beispiele:

Der Fall einer 20-jährigen Kundin, die aus der Apotheke regelmäßig Kontrazeptiva bezog und trotzdem schwanger wurde. Der Apotheker hätte sie auf das Restrisiko hinweisen müssen, begründete die junge Frau ihre Forderung.

Oder eine Patientin, der zu Hause eine Dose mit Antidepressiva auf den Küchenboden gefallen war: Weil die Packung kaputt gegangen war, hatte ein dreijähriges Kind zwei Tabletten geschluckt und im nahe gelegenen Krankenhaus intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Für die Mutter Grund genug, gegen die Apothekerin Schadenersatzansprüche geltend zu machen.

Ehrlich? Ehrlich??

Na toll. Weitere  Förderung der „alle anderen ausser ich selbst sind schuld“-Kultur. Eigenverantwortung? Fehlanzeige.