Silikongel

„Ich hätte gerne Silikongel“ sagt die blonde, junge Frau zu mir.
Pharmama: „Für was brauchen sie es denn? … Als Narbenpflege?“
… denn dass sie das Roh-Material kaufen will zum selber spritzen ist eher …. unwahrscheinlich.
Frau: „Zum Entfeuchten!“
Pharmama: „Ah, sie meinen Silica-gel!“

...

Das ist das Zeug, das auch in den kleinen Entfeuchter-Packungen bei manchen empfindlichen Medikamenten driin ist. Interessant noch: Sie wollte es, damit im Auto die Scheiben nicht so anlaufen.

Münz

Das Total des Kunden kam auf 20 Franken und 15 Rappen.
Der Kunde nimmt das Portemonnaie, nimmt eine 20er Note raus und legt sie auf die Theke … und steckt das Portemonnaie wieder ein.
Ich schaue ihn erwartend an … es fehlen noch ein paar Rappen.
Keine Reaktion.
Pharmama: „Haben sie noch 15 Rappen?“
Er greift in die Jackentasche, zieht einen Haufen Münz raus, wirft einen Blick darauf. „Nö.“ Steckt es wieder ein.
Pharmama: „Vielleicht: 20 Rappen?“
Er zieht wieder die Hand in die Tasche mit dem Münz, nimmt sie raus, schaut drauf: „Nö.“
Pharmama (seufzt innerlich): „Vielleicht 50 Rappen oder einen Franken?“
Kunde (stöhnt) steckt die Hand in die Tasche, wirft 1 Franken auf die Theke.

Na also. Geht doch.

Nicht gerade meine Lieblingsfragen

Das gehört gar nicht zu meinen Lieblingsfragen: Zu Homöopathischen und Anthroposophischen Mitteln – respektive, wenn der Kunde genau wissen will, für was das jetzt ist.

Es ist nicht so, dass ich total gegen diese Mittel bin, aber ich kann bei manchen von diesen Sachen (auch aus mangelndem Wissen – ich habe einfach nie die Energie aufgebracht, die paar hundert Grundmittel zu lernen) einfach nicht mit Überzeugug sagen: „Ja, nehmen sie das, das wirkt.“ Und weil in meinen Augen dem Erfolg der Behandlung auch mit der Überzeugung, respektive der Überzeugungskraft des Therapeuten zusammenhängt, überlasse ich das lieber den Spezialisten.
Das Problem fängt für mich dann aber dort an, wo diese ihre Patienten nicht genügend über das Mittel instruieren. Und die dann zu mir kommen und wissen wollen, für was das jetzt ist.

Ich meine jetzt nicht die fertigen Mittel aus dem Similasan System (die tatsächlich Liste D sind), wo es ja im Namen draufsteht, oder die normalen OTC Mittel der Weleda oder Wala, wo ich zumindest auf einen gewissen Erfahrungsschatz zurückblicken kann, sondern irgendwelche mehr oder minder exotische Sachen.

Beispiel vom Montag:
Kundin kommt zurück mit dem anthroposophischen Mittel, das ihr der Naturarzt verschrieben hat.
„Sollte da nicht eine Packungsbeilage drin sein?“ – was sich für mich anhört wie: „Sie haben mir ein defektes Produkt abgegeben!“
Nein, da sollte keine drin sein. Weil das ja nicht als Medikament zugelassen ist (die meisten davon sind ungelistet), darf da auch keine Indikation draufsein, denn das wäre eine Heilanpreisung – und die dürfen nur für Medikamente gemacht werden.
Dementsprechend steht auf dem Mittel nicht drauf für was es ist – und oft auch nicht, wie man es anwendet. Doof, ja. Ich kann der Firma ja anrufen und fragen, wie man es anwendet.

„Aber was ist drin? „– Nun, das steht zumindest drauf. Ich übersetze die Inhaltstoffe.
„Und was sind das für Pflanzen?“ Auch das kann ich noch einigermassen erklären: wie sie aussehen etc., immerhin ist diesmal nichts derart abstruses drin wie Stinktier oder Berliner Mauer.


Und jetzt: Bitte fragen sie mich nicht, was genau die in dem Mittel machen – die anthroposophische Erklärung dazu ist etwas eigen – die gehen vom Aussehen und Verhalten der Pflanze aus, wenn sie beurteilen, für was sie gut ist. Für alle weiteren Fragen, wenden sie sich am besten an ihren Naturheilpraktiker.

Danke.

(Ent-) Haariges

Ein älterer Mann -er scheint etwas verängstigt -kommt in die Drogerie: „Haben sie Mittel zum Haare entfernen?“
Drogistin: „Für wo brauchen sie das Mittel denn?“
Mann: „Ja, wissen sie, ich habe nächstens eine Operation wegen meinem Leistenbruch – und da hat man mir gesagt, ich muss die Haare ‚da unten’ entfernen.*“
Drogistin: „Ah, ja.“
Mann: „Jedenfalls bin ich vorher bei einer Kosmetikerin gewesen – und die hat mir einen Termin gegeben um die Haare zu entfernen.“

„Und dann hat sie mir noch gesagt, ich solle vielleicht vor der Behandlung ein Schmerzmittel nehmen. – Wissen sie, die wollen die Haare ausreissen!
Drogistin: „Eine Behandlung mit Wachs also?“
Mann: „Ja, genau!. Und da habe ich Angst bekommen …. gibt es da nicht etwas, das nicht so wehtut?“
Drogistin: „Ja, klar, sie können rasieren oder die Veet Enthaarungscremen benutzen.“
Mann: „Ah, Gottseidank!“

*Ja, ich weiss, normalerweise macht man das direkt im Spital- oder? Vielleicht hat man ihm auch die Wahl gelassen, das selbst vorher zu erledigen?

Das Superwaschmittel

Mitgehört in der Drogerie letzthin. Ich lasse die Antworten der Drogistin mal weg, ich glaube man kann sich ihren Teil gut denken:

Kundin:Haben sie dieses Superwaschmittel, das ich letzthin auf der Herbstmesse angeboten gesehen habe?“

„Nein, keine Ahnung wie es hiess, oder was darin, war, aber der Verkäufer der es demonstriert hat, hat gezeigt, wie toll es Flecken aus Stoff entfernt.“

„Sie haben es also nicht?“

„Und wie sieht es mit Bestellen aus?“

„Könnten sie nicht nachfragen?“

Gibt’s die auch in kleiner?

Ein Teenager steht schon eine ganze Zeit vor dem Regal mit den Kondomen. Ich schaue da in angemessener Entfernung zu, da ich weiss, dass das vor allem bei jüngeren Diskretion braucht … und wenn er Fragen hat, bin ich da.
Schliesslich kommt er mit einer Packung zu mir und fragt: „Haben sie die auch in kleiner?“
„Kleiner?“ frage ich, „ich müsste nachschauen, da haben wir einen Prospekt wo die Durchmesser und Längen angegeben sind.“
Er schaut mich an, wird auf einmal krebsrot und sagt : „Die Packungsgrösse! Ich meinte die Packungsgrösse!

Oh. hoppla. :-)

mehr Fragen zu Kondomen hier.