Fand ich süss letzte Woche:
altes Frauchen bei uns: „Grüetzi. Machen Sie auch Produkte von Clarins?“
:-)
Für diejenigen, die das nicht wissen: das ist eine Kosmetikmarke. Die vertreiben wir vielleicht, aber „machen“ tun wir die nicht.
Fand ich süss letzte Woche:
altes Frauchen bei uns: „Grüetzi. Machen Sie auch Produkte von Clarins?“
:-)
Für diejenigen, die das nicht wissen: das ist eine Kosmetikmarke. Die vertreiben wir vielleicht, aber „machen“ tun wir die nicht.
Man hört immer wieder, dass es manchen Kunden (immer noch) peinlich ist, Kondome zu kaufen. Das sollte nicht so sein. Für uns Verkäufer ist das etwas alltäglich normales – und wenn man in der Apotheke / Drogerie das kaufen geht sowieso. Da plagt man keine Kunden mit peinlichen Rufen durch den Laden oder ähnliches.
Umgekehrt sollte es aber auch so sein.
Wer redet von der geplagten Verkäuferin (in dem Fall die junge Drogistin), wenn von den beiden jungen Männern, die zusammen in die Drogerie kommen, wovon der eine durchweg am Telefonieren ist und der andere eine Kondompackung schnappt und dann ein laufendes Verkaufsgespräch mit der (über-)lauten Frage unterbricht: „Gehen die auch für Analverkehr?!“
Ja. (Ich bin sicher das wussten sie schon.)
Benutzen sie Gleitmittel, die Kasse ist da drüben.
Und Tschüss.
Keine Angst, das ist ein ganz jugendfreier Post.
Morgens früh in der Apotheke. Kaum geöffnet läutet das Telefon. Am Apparat eine Frau – von der Stimme her vielleicht in meinem Alter.
Frau: „Hallo? Sind sie die Apothekerin? Ich habe da eine Frage?“
Pharmama: „Ja. Was ist die Frage?“
Frau: „Ich habe immer die Tampax Tampons …“ fängt sie an.
Und ich frage mich jetzt schon, ob das dafür wirklich die Apothekerin braucht. Aber hier bin ich und ich höre zu.
Frau: „… Und jetzt habe ich eine neue Packung und auf der Packung aussen … das sieht aus als ob das Noppen hätte …“
Pharmama: „Welche Tampax haben sie? Die mit dem Applikator?“
Frau: „Ja, die gelben.“
Pharmama: „Moment, ich gehe schnell eine Packung holen.“
Was immer sie mich fragen will – ich bin sicher, das geht besser, wenn wir beide das Objekt vor uns haben. Also hole ich eine Packung.
Frau: „Sehen Sie da auf der Rückseite die Bilder, wie man das anwendet? Da hat es auf dem Applikator so Noppen drauf. Spürt man die denn nicht beim Einführen? Das will ich nicht! Das stört doch sicher!“
Jetzt … ich muss zugeben (hier im Blog zumindest), dass ich nicht Tampax verwende. Ich brauche seit jeher die OB. Ohne Applikator oder so etwas. Aber auf dem Bild sind da tatsächlich so etwas wie … Rillen drauf.
Pharmama: „Meinen sie diese Rillen?“
Frau: „Rillen oder Noppen – sie sehen sie auch, oder?“
Pharmama: „Ja. Aber das sieht aus, als wären sie unten am Applikator … also da wo man ihn festhält (?). Können Sie das bestätigen?“
Frau: „Ich weiss nicht …“
Pharmama: „Sie könnten mal einen aufmachen.“
Frau: „Ah, ja.“
Rascheln – sie macht es,
Frau: „Ja, da hat es Rillen.“
Pharmama: „Und sind die oben oder unten?“
Frau: „Unten.“
Pharmama: „Dann ist es sicher nur, dass man den Applikator besser festhalten kann.“
Frau: „Aber ich will keine Noppen auf dem Applikator!“
Das ist der Moment, wo ich mich frage, was ich getan habe, so früh am Morgen so einen Anruf zu bekommen. Sie meint das ernst. Das ist kein Scherzanruf. Die Noppen / Rillen sind ein Problem für sie. Also hole ich ruhig Luft und nochmals aus:
Pharmama: „Ich denke, dass die wirklich dazu gedacht sind, dass man ihn besser festhalten kann … und dass die Noppen gar nicht …hineinkommen.“
Frau: „Ah so. Das finde ich trotzdem nicht gut, dass sie das gemacht haben. Wer braucht das schon?“
Pharmama: „Das weiss ich auch nicht, aber die neuen, die sind so.“
Frau: „Vielleicht finde ich auch noch irgendwo ein paar alte Packungen, die das nicht haben.“
Pharmama: „Möglich. Wir haben nur noch die neuen hier.“
Frau: „Oder ich nehme den Applikator vorher ab. Na dann, danke und auf wiederhören!“
Disclaimer: Ich weiss nicht, seit wann die da drauf diese Halterillen haben … vielleicht waren die auch vorher schon da und sind ihr erst jetzt aufgefallen?
Kunde kommt am Abend in die Drogerie gestürmt:
„Haben Sie von diesen Wärmebeuteln, die Sie klicken können und die dann warm werden?
Bei uns ist der Strom ausgefallen und ich versuche meine Echsen am Leben zu erhalten … „
Die Frau kommt mit einem Abholzettel in die Drogerie und wird super-ärgerlich, als ich ihr sage, dass wir die Glasflasche für den Soda Stream Apparat mit dem speziellen Muster drauf, die man extra für Sie kommen lassen musste …. nicht mehr haben.
Frau: „Was? Aber Sie haben mir mehrmals angerufen, dass es hier ist!“
Pharmama (mit Blick auf den Abholzettel): „Das stimmt – Vor etwa 5 Wochen.“
Frau: „Aber weshalb ist es dann nicht hier?“
Pharmama: „Weil – als sie dann trotzdem nicht gekommen sind -das in der Zwischenzeit jemand anderes brauchen konnte. Da haben wir sie verkauft.“
Frau: „Das war meine Glasflasche!“
Pharmama: „Das wäre sie gewesen, aber … Sie haben ja auch darauf bestanden, dass Sie das nicht vorher bezahlen wollten. Wir wussten nicht, ob sie überhaupt das noch abholen kommen.“
… sie starrt mich an. Ich starre zurück. Wer zuerst blinzelt, hat verloren.
Pharmama: „Soll ich Ihnen nochmals eine besorgen?“
Frau: „Ja.“
… ich schreibe einen neuen Bestellzettel.
Frau: „Kann ich sie schon jetzt bezahlen?“
Pharmama: „Das ist eine gute Idee, dann bleibt sie nämlich auch hier, bis sie wieder Zeit haben vorbei zu kommen!“
Die Frau schaut um viertel vor 7 Uhr in die Apotheke –„Schliessen sie schon?“
Die Drogistin, die dabei ist den Ladenschluss vorzubereiten sagt: „In 15 Minuten. Sie haben noch Zeit, wenn Sie etwas wollen.“
„Okay,“ meint die Frau und … geht wieder. Sie setzt sich in das Café gegenüber und trinkt etwas.
‚Nun gut’, denkt meine Drogistin – ‚dann braucht sie wohl doch nichts.’
Doch. Um 2 Minuten vor Ladenschluss kommt die Kundin herein und will noch eine Hautberatung für eine Nachtcreme.
Grrrrr!
