Kotzende Babies

Passend zum gestrigen Thema: Eine Zusammenstellung einer ganzen Menge kotzender Babys findet sich hier:

Dass einem Baby nach dem Essen die Milch wieder hochkommt, kommt noch relativ häufig vor. Darum muss es noch lange nicht krank sein. Manche schlucken einfach beim trinken viel Luft, die dann mit etwas Milch hochkommt (darum ist das „Bäuerchen machen“ nach dem Essen so wichtig).

Bei anderen ist der Schliessmuskel zwischen Magen und Speiseröhre noch etwas locker – wenn das aber häufiger vorkommt und andauert, gehört das vom Arzt angeschaut, es könnte eine Pylorusstenose sein.

Auch zum Arzt gehören Babies, wenn sie lustlos werden,Fieber haben, zuviel Wasser verlieren (sieht man daran, dass die Windeln trocken bleiben), wenn Krämpfe, geschwollener Bauch, Bauchschmerzen auftreten oder man Blut oder Galle im Erbrochenen sieht.

Daneben gibt es noch die üblichen Fälle: Babies kotzen auch wegen Reisekrankheit, verdorbenem Essen, Noroviren, Rotaviren oder manchmal auch einfach, weil sie sich aufregen.

Wie man sehen kann, kommt das häufig vor (darum gibt es wohl auch viele Filmaufnahmen davon). Das Gute daran ist, dass das Erbrochene bei weitem nicht so eklig ist wie beim Erwachsenen. Es handelt sich ja nur um geronnene Milch, so wie Joghurt. Und so riecht das auch.

Vom Ende der Anfangsmilch-muster

Das ist noch so eine Sache, die in der Öffentlichkeit kaum diskutiert wurde. Seit Sommer diesen Jahres dürfen wir (Apotheken, Drogerien) keine Muster mehr von den sogenannten Anfangsmilchen abgeben.

Der Begriff Anfangsmilch ist Europaweit eingeführt und damit sind die Nahrungen gemeint, welche ein Baby in den ersten 4 – 6 Monaten ausschließlich als Nahrungen bekommen kann.

Aus dem „Verhaltenscodex der Hersteller von Muttermilch-Ersatzpräparaten“ (1995): Unaufgeforderte Abgabe von Gratismustern an Eltern und Spitäler ist untersagt. Werbung für Anfangsmilch (ab Geburt) ist nur in Fachzeitschriften erlaubt. In jedem Inserat muss darauf hingewiesen werden, dass Stillen die beste Ernährung für Säuglinge ist.

Neu ist aber nicht nur die unaufgeforderte sondern jegliche Abgabe verboten.

Warum? Weil das (angeblich) manche Frauen dazu bringen könnte früher mit dem Stillen aufzuhören – und Stillen ist ja so wichtig für die Gesundheit des Kindes.

Ich finde das ist Blödsinn. Eine schwangere Frau, oder eine, die grad ihr Baby geboren hat, bekommt von vielen Seiten zu hören, wie wichtig stillen ist: von den Krankenschwestern, Hebammen, Mütterberatung, dem Kinderarzt, den Apothekern, Drogisten, den Medien … ich bin mir ziemlich sicher, dass heute so gut wie jede Frau den Vorsatz hat ihr Baby so lange wie möglich zu stillen (mindestens 6 Monate) um ihm den so gerühmten „besten Start ins Leben“ zu geben.

Trotzdem klappt das nicht immer. Da gibt es biologische Unannehmlichkeiten: Es gibt Milchstau und Brustentzündungen, die einem das Stillen schwer machen. Manche Frauen haben Hohlwarzen und brauchen darum Stillaufsätze, nicht alle Babies akzeptieren die. Manche Frau wird krank und muss wegen den Medikamenten aufhören zu stillen. Aber irgendwann, manchmal später, manchmal früher kommt der Moment, wo die Frau zufüttern oder abstillen will. Für diesen Moment gibt es dann die Säuglingsmilchen. Die Auswahl ist gross, welche soll man nehmen? Wird das Baby sie überhaupt trinken? Und für das gab es die Muster.

Nicht mehr.

Still und heimlich wurde da wieder etwas den Drogerien (und Apotheken) genommen –  denn in Kaufhäusern habe ich noch nie Muster gesehen.

Interessanterweise hat die Industrie aber erkannt, dass die kleinen Portionen auch eine Daseinsberechtigung haben,z.B. zum Mitnehmen oder als Notfallessen fand ich sie immer sehr praktisch – so kann man heute z.B. von Bimbosan die Milch auch in 5 Portionenbeuteln (den ursprünglichen Mustern) kaufen.

Von den Folgemilchen und verschiedenen Zusätzen und Breien gibt es übrigens noch Muster.  Noch.

Männer und Windeln wechseln

Männer und Babies sind öfter mal ein Grund zum lachen. Besonders die Kombination der beiden.

Aber ernsthaft: liebe frische Mütter, schaut zu, dass euch der Mann schon gleich von Anfang an mit dem Baby und vor allem dem Windeln wechseln hilft, dann können sie nachher nicht mit der Behauptung darum drücken, sie könnten das nicht so gut wie wir!

Am Anfang ist es auch noch einfach: das Baby bewegt sich meist nicht so sehr, und nur mit Milch stinkt das Geschäft auch noch praktisch nicht.

Schwieriger wird’s dann, wenn das Kleine entdeckt hat, wie das mit dem Drehen geht. Mit der Beigabe von Gemüse zur Nahrung wird es auch geruchsintensiver, richtig zu stinken fängt es aber erst an, sobald Fleisch dazukommt…

Wenn man es zu dem Zeitpunkt nicht regelmässig gemacht hat, dem stinkt das sicher ziemlich (im doppelten Wortsinn).

Zu den Männern im Film kann ich nur sagen: Weicheier und Warmduscher!

Bedienungsanleitung für Babies

m Internet gefunden: (es gibt noch mehr, aber die beiden fand ich die Besten):

Zum zweiten fällt mir die Frau ein, die in der Apotheke 12 Flaschen von dem Beruhigungssirup für Kleinkinder verlangte. (Ich brauche den Namen nicht zu erwähnen, es gibt ihn inzwischen nicht mehr). Mal abgesehen davon, dass ich sowieso nur 1 Flasche an Lager hatte, versuchte ich sie zu überzeugen, das Kind nicht damit zu behandeln, oder zumindest nicht über längere Zeit. Der Inhaltsstoff von dem Sirup war ein Antihistaminikum, also eigentlich ein Mittel gegen Allergien und Husten, bei dem man hier die Nebenwirkung ausnutzte, nämlich dass es müde macht. Toll, nicht?

Ich begreife schon, dass man als Mutter manchmal froh ist, wenn das Kind schläft oder ruhig ist, aber deshalb würde ich mein Kind jetzt nicht „unter Drogen setzen“.

Und wenn es zu denen gehört, die wirklich Hyperaktiv sind: dafür gibt es bessere Medikamente vom Arzt.

Was einem über Babies nicht gesagt wird

Es gibt ein paar Dinge, die findet man als neue Mutter mit der Zeit raus. Da helfen einem die meisten Elternratgeber nicht, weil sie sich darüber ausschweigen.

Eines dieser Dinge ist diese kahle Stelle am Hinterkopf, die im Alter von ein paar Monaten auftritt.

Als ich sie bei Junior entdeckte (siehe Pfeil auf dem Bild), war ich aufs Höchste irritiert. Was ist das denn? Alopezia areata? (Kreisrunder Haarausfall), ein Pilz? oder beisst es ihn dermassen, dass er sich die Haare abschabt? Das schien es zu sein, denn als ich ihn beim Schlafen beobachtete, bewegte er den Kopf so hin und her, dass er sich praktisch diese Stelle kratzte – und dabei die Haare abscheuerte.

Ich nahm mir die Stelle noch mal genau unter die Lupe, konnte aber ausser den inzwischen immer mehr fehlenden Haaren nichts entdecken. Keine Rötung, keine Schuppen, keine kleinen Tierchen (Läuse oder Milben). Vielleicht biss es ihn einfach, weil die Haut trocken war? Ich versuchte es eine Zeitlang mit Olivenöl (dem Allerheilmittel für Babyhaut), aber ohne Erfolg. Erst später erfuhr ich, dass diese kahle Stelle bei Babys üblich ist – eine Nebenerscheinung davon, dass man sie auf dem Rücken schlafen lassen muss (wegen dem plötzlichen Kindstod). Von dem Moment an, wo sie anfangen sich selbst zu drehen und nicht mehr nur auf dem Rücken schlafen, geht diese Mönchstonsur von selbst wieder weg.

Mit den Haaren oder der Kopfhaut zusammenhängend ist auch der Milchschorf, der mehr oder weniger heftig bei vielen Babies auftritt. Darüber findet man wenigstens einiges an Info. Diese gelblichen Schuppen sind auch nur ein ästhetisches Problem. Vor allem wenn sie sehr stark auftreten und nicht mehr nur auf der Kopfhaut, sondern auch im Gesicht und Nacken fängt man an zu schauen, was es dagegen gibt.

Tägliches aufweichen mit Olivenöl und abwaschen mit einer leichten Seifenlösung (mit Babyshampoo hergestellt) hilft. Ich habe die Krusten auch noch gerne vorsichtig abgeknübelt …. aber das ist sicher nicht jedermanns Sache.

Babies auch haben eine ausgeprägte Halsfalte. Tatsächlich sieht es gelegentlich so aus, als hätten sie keinen Hals. Das Problem ist, dass diese Falte kaum Luft bekommt, dafür sammelt sie reichlich Dreck, wenn das Baby schwitzt, oder Muttermilch hinabläuft und der Talg sammelt sich auch da. Es kann sogar anfangen zu müffeln. Kurzum, das ist eine ziemlich eklige Angelegenheit. Auch schwierig zu reinigen und zu trocknen. Das ist vor allem in den ersten paar Lebenswochen ein Problem.

Grundsätzlich sollte man ein Baby in den ersten paar Monaten nicht zu oft Baden. Einmal in der Woche genügt. (Ja, ernsthaft!). Die Halsfalte würde ich aber mindestens einmal täglich anschauen und sanft reinigen: Kopf etwas nach hinten beugen, Falte mit einem Feuchttüchlein auswischen und trocknen (ev. Mit einem Föhn). Dann Nachpflegen mit einer Fettsalbe oder mit Muttermilch (und trocknen lassen). Puder verklumpt nur und macht das Problem schlimmer. Wenn die Falte wirklich rot und entzündet ist, muss man sie anfangs häufiger pflegen und gut, gut trocknen jedes Mal.

Es gibt sicher noch mehr – und es kommt da sicher noch eine Menge auf mich zu. Ich bin gespannt, was noch alles.