mit „M“ wie Mysteriöse Packung

Eine Frau kommt in die Apotheke auf der Suche nach einem speziellenProdukt.

Frau: „Ich kam gerade hier vorbei und da mir meine Freundin ein Produkt empfohlen hat, dachte ich ich komme rein und schaue mal, ob sie das haben.“

Pharmaassistentin (PA): „Wissen Sie wie das Produkt heisst?“

Frau: „Ich bin nicht sicher, ich denke, es fängt mit einem „M“ an“

PA: „Ok, und wissen sie für was es gebraucht wird?“

Frau: „Oh, äh, nicht wirklich. Aber ich bin ziemlich sicher, dass es mit „M“ anfängt.“

PA: „Haben Sie eine Ahnung, wie die Packung aussieht?“
… sie versucht wirklich der Frau zu helfen.

Frau: „Nein, meine Freundin hat es mir nie gezeigt. Sie hat es mir nur empfohlen.“

Die PA die ganz offensichtlich nicht wissen kann, um was für ein Produkt es sich handelt, basierend auf der extrem limitierten Beschreibung der Kundin, gibt die Frage an die Kundin zurück: „Sie suchen also nach einem Produkt, das mit „M“ beginnt, sie haben keine Ahnung, für was es gebraucht wird und auch nicht, wie die Packung aussieht?“

Frau (bestimmt): „Ja!“

Die PA, nun leicht amüsiert sagt: „Es tut mir leid, aber wir haben viele Produkte hier, die mit „M“ anfangen. Die werden für eine Vielzahl Beschwerden gebraucht und haben alle unterschiedliche Packungen. Sie werden ihre Freundin nach ein wenig mehr Info fragen müssen oder noch besser: lassen sie sich doch von ihr die alte Packung geben, dann kann ich ihnen hier auch helfen.“

Frau (in einem letzten Anlauf, damit sie nicht ein anderes Mal zurückkommen muss): „Sind sie sicher?“

PA: „Ganz sicher.“

Und alles für die Katz‘

Artikel von 2009:  Inzwischen dürfte es bekannt sein, dass man Tiermedikamente auch in der Apotheke kaufen kann – zumindest die Liste C und abwärts. Es gibt sogar Apotheken, die sich auf Tiermedizin spezialisiert haben.

In gewohnter Apothekermanier bemüht man sich natürlich auch hier um die korrekte Anwendung und Dosierung.

Manchmal kommt es dabei aber auch zu Missverständnissen.

Kunde: „Hallo, ich brauche Fenistil, es ist für eine Katze.“

Apotheker: „Ok, wie viel wiegt die Katze denn?“

Er holt die Unterlagen heraus, um die Dosierung für die Katze zu berechnen.

Kunde: „Äh, ich weiss nicht …. vielleicht 5 kg? Warum müssen sie das wissen?“

Apotheker:  „Damit ich die korrekte Dosierung berechnen kann. … Also … geben sie der Katze so und soviel –“

Kunde (unterbricht): „Entschuldigung … aber warum sollte ich der Katze die Medizin geben?“

Apotheker:  „…um die allergische Reaktion der Katze zu stoppen?“

Kunde: „Aber …. ich bin es der allergisch ist auf die Katze …“

….

Übrigens: man sollte nicht einfach Medikamente, die für den Menschen bestimmt sind dem Haustier geben. Die haben nämlich einen anderen Stoffwechsel als wir und was wir gut vertragen kann für sie schädlich bis tödlich sein: darum immer beim Tierarzt nachfragen!

PPP – Was wollt ihr denn?

Liebe Rätselfreund*innen!
Nachdem «Pharmamas Pfingst-Preisrätsel» (PPP) im vergangenen Jahr leider verschiedenen Umständen zum Opfer fiel, möchte ich heute mal von Euch wissen, ob und in welcher Form ich zusammen mit Pharmama in diesem Frühjahr eine Neuauflage auf
den Weg bringen kann.

Dazu gibt es an dieser Stelle etwas ganz Neues – eine Umfrage:

Die Abstimmung läuft bis 1.4.2023. Entsprechend Eurem Abstimmungsergebnis werde ich mich dann an das neue Rätsel setzen (oder auch nicht, sofern die Mehrheit sich für die letzte Option entscheiden sollte).
LG, Euer
?Riddler?

P.S.:
Wenn sich jetzt irgendjemand von Euch an eine Abstimmung aus der Sendung «Bullyparade» des deutschen TV-Senders «Pro Sieben» aus den frühen 2000er-Jahren erinnert fühlen sollte: alles reiner Zufall! :P
Allerdings ist der Zufall manchmal gross… ;)

Der kleine Unterschied

2009 … oder: auch Apotheker machen Fehler.

Eine Frau, die auf Rezept Diflucan verschrieben bekam, fragt die Apothekerin was der Unterschied ist zwischen dem und Gyno Canesten, das man ohne Rezept bekommt.

Die Apothekerin erklärt es ihr (beides gegen vaginale Pilzinfektionen wirksam aber unterschiedlicher Inhaltsstoff, nur 1 x Anwendung genügt in diesem Fall, etc.) und die Frau geht wieder.

Sagt die Pharmaassistentin -die mitgehört hat- zur Apothekerin: „Ich glaube, Du hast da einen wichtigen Unterschied vergessen zwischen den beiden.“

Apothekerin: „Was?“

Pharmaassistentin: „Dass man Diflucan schluckt und die anderen einführt.“

Die Apothekerin rennt aus der Apotheke hinter der Frau her und erwischt sie noch.

So natürlich wie irgend möglich

Vor ein paar Wochen: Eine Frau um die 40 kommt in die Apotheke und verlangt spezifisch die Apothekerin zu sprechen. In dem Fall: mich.

Sie fängt an mir etwas über den Schmerz in ihrem Knie zu erzählen. Ziemlich typisch bis dahin, aber dann beendet sie ihre Geschichte mit: „Warum?“

Ich erkläre ihr, dass wir kaum eine Möglichkeit haben, zu wissen, woher ihre Schmerzen kommen – es sei denn vielleicht, sie geht das Knie scannen.

Frau: „Oh, das ist eine gute Idee, könnten Sie das Knie für mich scannen?“

Pharmama: „Umm, nein, das kann ich nicht, dafür müssen sie zu einem Arzt oder besser noch, ins Spital. – Aber ich kann ihnen vielleicht etwas geben, gegen die Schmerzen. Zum Beispiel diese Salbe hier…“

Frau: „Nein, danke, ich mag keine Medikamente und chemischen Sachen. Ich hätte gerne etwas natürliches.“

Auch die Wallwurz Salbe kam nicht an – nicht natürlich genug. Und Homöopathie? Zu mainstream.

Na dann nicht. Sie ging dann nach langer, langer Zeit, ohne irgendetwas gekauft zu haben.

Und jetzt ist sie zurück und beklagt sich über ein Jucken.

Am liebsten würde ich ja sagen: „Sie suchen etwas natürliches, nicht? – wie wäre es mit kratzen?“

Ach – ich wünschte.

Für was ist das schon wieder?

Ruft eine ältere Frau in der Apotheke an.

„Ich habe vom Arzt ein Medikament aufgeschrieben bekommen, habe aber keine Ahnung, für was das ist. Könnten sie mir das sagen?“

Das Medikament um das sie sich sorgte war Aricept, sie hatte keine Ahnung weshalb sie die nehmen muss.

Der Apotheker erklärt ihr für was es ist – sie sagt, sie begreift nicht, warum ihr Arzt ihr das verschreiben würde, das Problem habe sie gar nicht.

Der Apotheker erklärt ihr, dass manche Medikamente auch für andere Probleme eingesetzt werden als das sie ursprünglich sind (z.B. Antiepileptika bei Migräne), er sich aber bei Aricept keiner sogenannten off-label Anwendung bewusst ist.

Frau: „Dann muss ich am Montag wohl den Arzt anrufen und das besprechen.“

Keine 5 Minuten später ruft sie wieder in der Apotheke an: „Für was haben sie gesagt ist das Aricept noch mal?“.

Und dann nach weiteren 5 Minuten nochmals „Entschuldigen sie, für was haben sie gesagt, braucht man das?“

Der Apotheker wundert sich jedenfalls nicht mehr, warum der Arzt ihr das verschrieben hat.

Aricept ist ein Mittel gegen Alzheimer.

Manchmal finde ich sowas echt tragisch.