Merke …

Merke: Wenn ein hypochondrisch veranlagter Patient morgens in die Apotheke telefoniert um eine harmlose Frage zu stellen, dann sei darauf vorbereitet, dass der Arzt dieses Patienten uns später 3 Rezepte zufaxt und der Patient beim Abholen ebendieser unglaubliche Fragen über seltene Nebenwirkungen stellt, die ihm garantiert passieren – da er ja eine so angeschlagene Konstitution hat.

Das alles passiert natürlich um die Mittagszeit, wo Hauptbetrieb ist und weniger Personal.

:-(

Wie angemerkt wurde, ist das eigentlich ein typischer Fall von Murphys law – das sollte ich in meine Sammlung Murphys Law in der Apotheke aufnehmen …

Wessen Fehler ist das?

Die Patientin steht in der Apotheke und reklamiert, weil wir ihre Augentropfen falsch abgegeben haben. Sie hat nächstens eine Operation am rechten Auge und muss sie jetzt verschieben, weil wir die Tropfen falsch angeschrieben hätten, nämlich mit „am linken Auge anwenden“ –

Ich hole das Rezept wieder aus dem System (das ist toll mit den eingescannten Originalen) und da steht tatsächlich drauf:

„3 x täglich 1 Tropfen in das linke Auge geben anzufangen 3 Tage vor der Operation“

– und genau so haben wir es auch aufgeschrieben.

Also erkläre (und zeige)  ich ihr, dass wir das aufgeschrieben haben, was der Arzt auf dem Rezept vermerkt hat – es war nicht unser Fehler.

Und ehrlich: weiss sie denn selbst nicht, an welchem Auge sie die Operation hat???

Jedenfalls geht sie jetzt mit der Rezeptkopie zum Arzt reklamieren. Der will ich heute auch nicht sein.

Muss man Nicht-Kunden beraten?

Frau in der Drogerie zur Drogistin:

„Könnten sie mich beraten, welches Makeup ich für meine Haut nehmen kann – damit ich es dann bei mir zu Hause in Deutschland kaufen kann. Da bekomme ich die Sachen nämlich günstiger.“

Ja. Ernsthaft – genau so hat es mir die Drogistin gestern wiedergegeben.

Ich: „Aber die hast Du hoffentlich weggeschickt, ja?“

Drogistin (entsetzt): „Das kann ich doch nicht!“

Doch, das kann sie – und in meinen Augen soll sie das auch. Die Frau, die da eine komplette Haut- und Makeup-Beratung von ihr verlangt, sagt nämlich schon, dass sie nichts kaufen wird – dann ist sie auch keine Kundin von uns – und als solche muss sie nicht bedient werden. Das ist nämlich Zeit, die dann bei richtigen Kunden abgeht.

Eure Gedanken dazu?

Pet Peeve

Das ist definitiv ein Pet-Peeve – oder auf gut Deutsch „Lieblingsärgernis“ von mir:

Wenn die Kundin mir ein Riesen-Rezept auf die Theke wirft, nur sagt: „Machen sie mir das bereit, ich komme gleich wieder“ und verschwindet.

So weit so gut – nur, wenn ich dann die 8 Medikamente darauf herausgesucht habe, sie alle in ihr Dossier eingegeben, alle angeschrieben und alles bereit habe und sie (endlich) wieder erscheint …

... dann sagt sie „Ja, aber die hier brauche ich nicht, da habe ich noch“„die hier auch“„von diesen hier will ich das Original, nicht das Generikum“ … und … „muss ich wirklich wieder kommen, wenn sie das Original jetzt nicht hier haben?“

Das bedeutet: die Medikamente wieder aus dem Dossier nehmen, eingeben, dass sie noch nicht abgegeben wurden, abklebern, neues bestellen, die nicht gewollten wieder versorgen …

Im Endeffekt wäre es einfacher gewesen (und schneller), wenn Sie rasch geblieben wären – oder mir gesagt hätten, was Sie genau wollten davon.

Ugh.